Nacktkatzen - Diskussion

Diskutiere Nacktkatzen - Diskussion im Nacktkatzen Forum im Bereich Katzenrassen; Igelfisch, ich verstehe jetzt deine Reaktion nicht. Du kannst doch nicht eine Antwort herausfordern und dann sagen, dir sei es zu blöd. Ich sehe...
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #621
Igelfisch, ich verstehe jetzt deine Reaktion nicht. Du kannst doch nicht eine Antwort herausfordern und dann sagen, dir sei es zu blöd.

Ich sehe die Äußerung von Heike nicht als Erbsenzählerei.
Sie hat deutlich gemacht, dass es eine offizielle Definition von Qualzucht gibt .
Und das man eine persönliche Meinung haben kann, was man selbst als Qualzucht definiert.

Ohne jetzt jemanden persönlich nahe treten zu wollen, ist es doch wahrscheinlich, dass Evelyn den Thread nicht gelesen hat.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #622
Auch wenn Du (Igelfisch) schon garnicht mehr darauf eingehen magst, antworte ich mal, denn ich fühle mich genauso angesprochen. ;-)

Wie ich schrieb ist es MEINER MEINUNG nach bei Nacktkatzen ein schmaler Grad...

Nichts desto trotz finde ich es widerum unerhört wenn sich Evelyn einfach so herablassend wie sie es getan hat (zumindest MEINER MEINUNG nach) darüber äußert. Damit alle Nacktkatzen Züchter und Halter verurteilt eine Qualzucht zu unterstützen. Das werde ich doch wohl äußern dürfen?

Das was an Evelyns Persönlichkeit gerichtet war ist vielleicht nicht nett, aber eben MEINE MEINUNG über Jemandem dem das Wohl aller Beteiligten egal ist, hauptsache man bekommt was man selber will...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #623
Frigida, ich wollte hier gar keine Antwort herausfordern, ich habe es mir bloß erlaubt, meine eigene Meinung zu äußern, auch wenn die nur am Rande mit dem Thema zu tun hatte.

Auch ich stehe - kurz und knapp- auf dem Standpunkt, dass Nacktkatzen Qualzuchten sind und deren Zucht verboten gehört, und zwar so fix wie möglich. Für mich sind diese Geschöpfe Ausdruck einer völlig pervertierten Gesellschaft, die vor gar nichts mehr halt macht, wenn es darum geht, das eigene hirnlose Ego aufzupolieren oder die eigenen krassen Minderwertigkeitskomplexe auf Kosten wehrloser Tiere zu kompensieren.

Wenn sich die Natur im Laufe von Millionen von Jahren etwas dabei "gedacht" hat, Katzen mit Fell und Vibrissen auszustatten, dann darf man sich schon sehr ernsthaft fragen, warum irgendwelche armseligen Armleuchter auf die Idee kommen, Katzen zu züchten, die nicht einmal einen einzigen Sonnentag oder gar Wintertag im Freien überleben würden.

Das muss schon ein ziemlich krankes Geltungsbedürfnis sein, sowohl bei den Züchtern als auch bei den Käufern dieser bedauernswerten Tiere. Dass die Katzen, die nun schon mal da sind, das gleiche Recht auf Liebe und Fürsorge haben, wie alle anderen auch, steht sicher außer Frage. Trotzdem sollte man diesem Horror möglichst bald ein Ende bereiten. So, und wenn mir jetzt jemand mit angeblichen Fakten "pro Nackedei" kommt, dann kann ich nur sagen, dass ich dafür nicht zur Verfügung stehe, denn mit soviel Dummheit und Ignoranz kann ich nicht umgehen, ohne gelegentlich die Contenance zu verlieren.

Das war der eine Teil. Im zweiten und abschließenden will ich noch mal kurz auf die Antwort von saurier eingehen, insofern als sie sich auf Evelyn's Kommentar bezieht. Ich bin ganz gewiss kein Fan von Evelyn's Beiträgen und die meisten verstehe ich nicht mal (wobei mir wahrscheinlich da auch die Vorgeschichten fehlen). Aus diesem Grund habe ich mich bislang auch bis auf sehr wenige, wenn auch nicht immer ganz freundliche, Bemerkungen zurück gehalten.

Was mir aber stets aufgefallen ist: wo auch immer Evelyn nur den geringsten Mucks von sich gibt, bist du, saurier, ihr sofort auf den Fersen, um ihre Aussagen zu zerpflücken, sie zahlloser Widersprüche zu bezichtigen und sie gnadenlos vorzuführen. Das hat schon was von gezielter Verfolgung und das ist keine subjektive Wahrnehmung meinerseits, sondern genau das, auf das du so großen Wert legst, nämlich Fakt und belegbar. Und es ist einfach nur fies, wie du mit jemandem umgehst, der dir - jedenfalls augenscheinlich - rhetorisch nicht gewachsen ist und an dem du dich, ohne ernsthafte Gegenwehr zu befürchten, hochziehen kannst.

Dass das bei mir nicht funktioniert, weißt du ja nun längst und dass mir deine zwanghafte Korinthenkackerei am derrière vorbei geht, ebenfalls. Ich habe mich einmal deinetwegen abgemeldet und ich tue es jetzt ein zweites Mal, aber diesmal endgültig. Von mir aus kannst du nieder machen, wen du willst, und wer sich das gefallen läßt, ich habe was Besseres zu tun.:mrgreen:
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #624
Soweit ich weiß, sind Nacktkatzen durch Mutation eines Gens natürlich entstanden und kamen immer mal wieder vor.
Bis dann mit diesen Katzen bewusst gezüchtet worden ist.
Eine Qualzucht ist es erst dann, wenn dem Tier die Tasthaare fehlen.
Ich finde eine Beurteilung als Qualzucht sollte man schon differenziert betrachten.


Sich wegen saurier jetzt aus dem Forum abzumelden, finde ich schon krass. Das Forum besteht doch nicht aus einer einzigen Person.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #625
Ich finde eine Beurteilung als Qualzucht sollte man schon differenziert betrachten.

Ja das sollte man,vor allem im Interesse der Tiere.

@Igelfisch, nimm es mir nicht übel, aber Deine Art eine Diskussion zu führen ist mir zu aggressiv und wenn Du der Meinung bist Dich wieder mal abmelden zu müssen weil Du mit einem ! Mitglied des Forum nicht kannst dann ist das so, auch wenn es mich immer wieder wundert, warum man sowas groß ankündigen muss.

Was das Thema betrifft, ich habe mit der Einstellung (naja sind halt aus einer Gen-Mutation enstanden und wurden dann weiter gezüchtet) auch meine Probleme.

Ich glaube wir sind hier in einem Grenzbereich der Katzenzucht und auch was das Thema "Qualzucht" betrifft.

Mir ist das Argument "wenn sie Tasthaare haben ist alles gut" einfach zu dünn, das Fell ist nunmal eine Art Sinnesorgan für Katzen und auch wenn ich immer wieder höre wie sozial, anhänglich und verschmust Nacktkatzen sind, bin ich von der Sinnhaftigkeit der Zucht nicht überzeugt.

Auch wenn sie sogar hier im Forum eine eigene Rubrik haben, aber weder der Tierschutz noch die Gesetzgebung sind sich darüber sicher wie das letztlich zu bewerten ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #626
Ach Igelfisch, nun mach mal halblang, wenn man mal die Schnauze voll hat vom Forum (mal unabhängig ob eine Person oder insgesamt) macht man ne Pause und gut ist. Hab ich auch schon des Öfteren gemacht.;-)
Falls man dann immer wieder feststellt, dass es mit einer Person definitiv immer wieder knallt, dann nutzt man die Ignorierfunktion. Hab ich ebenfalls des Öfteren gemacht.;-)

Wer austeilt sollte aber auch einstecken können, dessen sollte Du dir bitte bewusst sein, redegewandt oder nicht ,,so wie es in den Wald... usw.

Zum eigentlichen Thema:
Ich hab davon echt keine Ahnung und auch zur Zeit keine Lust/Zeit mich einzulesen, bin aber ehrlich gesagt (vermutlich mal irgendwo gehört?) bisher davon ausgegangen, dass das Gen Fell bei Katzen entweder ,,an,, (alsi mit Fell) oder ,,aus,, (also ohne Fell) ist. Bei Hunden eben nicht deswegen haben Nackthunde immer irgendwo ein bisschen Fell, weil es eben nicht mit Zucht klappt haarlos zu sein. Bei Katzen beruht es eben früher mals auf einem Zufall, dass dies entstanden ist.
Liege ich damit richtig oder falsch (Frage an die Fachleute)?
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #627
Ich schreibe dir bei Gelegenheit noch was zu, hatte aber einen 14 Stunden Tag und bin erledigt ;-), zum Rest auch demnächst mehr.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #628
Sind Langhaarkatzen, die ständig Köttel am Poppes kleben haben, die mit ihrer Fellpflege oftmals nicht alleine klarkommen, die aufgrund ihres Fells draussen schon mal gar nicht klarkommen würden, nicht auch als Qualzuchten zu sehen ? (nicht zu vergessen: die Nichtnasen, Augenprobleme einiger Perser)

Wie vorher schon erwähnt wurde: Schmaler Grat, egal ob naggich oder langhaarig:-?
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #629
Für mich sind alle Rassen Qualzuchten, wo man optische oder sonstige Merkmale züchtet, welche das Tier gesundheitlich einschränken, behindern oder stören. Es darf durch Zucht zu keinen gesundheitlichen Problemen und Einschränkungen kommen und wenn ja, dann läuft da was falsch.

Auch ich bin der Meinung, dass es nicht ohne Grund keine Nacktkatzen durch natürliche Selektion gibt, obwohl es diese Mutation schon so lange gibt und sie immer mal wieder mal auftritt, aber nur durch Zucht sich verbreitet. Für mich haben Katzen nicht ohne Grund von Natur aus ein Fell und vor allem lehne ich Nacktkatzen ab wo zum fehlenden Fell auch noch verkürzte, verkrüppelte oder ebenfalls fehlende Vibrissen dazukommen.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #630
Was sind denn Vibrissen, sorry???:roll:

Tasthaare vielleicht?
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #631
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #632
Für mich sind alle Rassen Qualzuchten, wo man optische oder sonstige Merkmale züchtet, welche das Tier gesundheitlich einschränken, behindern oder stören. Es darf durch Zucht zu keinen gesundheitlichen Problemen und Einschränkungen kommen und wenn ja, dann läuft da was falsch.

Das sehen denke ich die meisten so (wenn man einige Vollpfosten mal ausklammert), die Frage ist dann aber ab wann bzw. aus welchem konkreten Punkt ist man der Meinung, dass diese Aussage zutrifft. Da widerum wird man individuelle Grenzen vorfinden. Logisch sobald ein Tier ständig beim Tierarzt ist, ist es eindeutig, aber bei anderen Aspekten ist das eben nicht so einfach festzulegen.

Daher eigentlich auch meine Frage mit der Genetik. Handelt es sich hier lediglich um die aktivität eines Gens (ja ich weiß, dass es trotzdem noch ein Zusammenspiel mehrerer Allele und Gene ist) das mutiert ist, dann haben die Katzen nur den Nachteil von kein Fell. Handelt es sich aber um schrittweise Züchtung zu nicht Fell, so ist sehr stark davon auszugehen, dass durch diese extreme Züchtung sehr viel mehr nicht so funktioniert wie es sollte, als nur das Fell.

Ich kenne mich mit Katzen wirklich nicht aus, daher mal an Hunden. Große kurzhaarige Rassen haben sehr gehäuft Herzprobleme. Große langhaarige Rassen aber nicht. Die Rassen die als besonders zutraulich und familienfreundlich gelten haben ,,Ringelschwänze,, . Hüte und Jagdhunde haben ein gerade Rute. Das sind nebenerscheinungen aus Züchtungen, die so nicht geplant waren, deswegen die Differenzierung. :wink:
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #633
Mh, weiss man mittlerweile mehr über das Vererbungschema bzw. welche Mutation(en) für das Nacktsein zuständig sind?
Da es verschiedene Varianten gibt befürchte ich, dass da nicht nur ein Gen sondern einige verschiedene dahinter stecken, oder aber die Epigenetik und andere Regulationsmechanismen noch schön mit dazwischenpfuschen... (Es gibt ja auch Velour-Nackis, ganz nackig, mit und ohne Vibrissen etc.)

Was mir bei der Diskussion ins Auge sticht und aufstösst ist das "es ist eine natürliche Mutation, die dann durch weitere Selektion durch den Menschen erhalten wurde"-Argument. Das scheint hier als Argument eingebracht zu werden, dass es ja harmlos wäre, da schliesslich natürlich entstanden.
Für mich ist das ungefähr so, wie die "ohne Chemie, deswegen harmlos"- und "Natürlich, deswegen unbedenklich"-Sprüche. Ein Trugschluss in sich.
Im Endeffekt sind wohl alle Mutationen der Katzen-(oder auch Hunde-)rassen natürlich entstanden. Gefördert von den Züchtern, da sie selektiv verpaart haben, aber trotz allem vollkommen ohne Manipulation an den Samen- bzw. Eizellen. Als unnatürliche/künstlich herbeigeführte Mutationen sind Manipulation durch Bestrahlung (Radioaktivität/x-ray), chemische Verbindungen (Medikamente/Stoffe, die als "theratogen" ausgewiesen sind) der Ei/Samenzellen oder aber auch in-vitro Befruchtung im Reagenzglas und anschliessende Selektion der befruchteten Eizellen zu verstehen.
Mir jagt es immer einen Schauer über den Rücken, wenn das "es ist ganz natürlich (und deswegen ok)"-Argument ausgepackt wird. Da wird die Natur und deren normale Umstände zu etwas ausschliesslich Gutem verklärt. Dabei wissen wir alle, dass die Natur weder gut noch böse ist und Mutationen oft genug viel Leid verursachen.
Zum Beispiel PKD (Polycystic Kidney Disease) und HCM (Hypertrophe Cardiomyopathie). Das sind beides Erkrankungen der Katze, die unter anderem durch natürliche Mutationen entstehen können. Aber deswegen würde doch niemand auf die Idee kommen gezielt solche Katzen zu züchten, oder?
Harmloseres Beispiel ist die Polydaktylie (mehr Finger/Zehen-Glieder, als normal), die in D bei der Katzenzucht zum Glück verboten ist. In Amerika gibt es ganze Zuchtlinie, wo gezielt unter anderem auf dieses Merkmal gezüchtet wird. Und ich denke jeder kann sich vorstellen wie die Katzen mit soetwas behindert werden. Stellt euch 6 oder sogar noch mehr Finger an euren Händen vor. Die ganze Handkonstruktion und -nutzbarkeit, kommt durcheinander und selten ist es der Fall, dass alle Finger solcher Patienten wirklich nutzbar sind. Sie müssen operiert werden, damit sie ein normales Leben führen können mit dann "nur" noch 5 Fingern.

Von mir also eine dringende Bitte an euch:
Lasst euch nicht dazu verleiten mit "Das ist natürlich, also ist es gut" oder "Das ist Natur, also ist es ok" etwas zu rechtfertigen, dass es getan werden darf. Bzw. im Falle von Naturheilmitteln verabreicht werden darf.
Macht euch klar, dass heutzutage gerade durch die Bio-Vegan-Bewusst-Leben-Welle der Begriff "natürlich" eine Wandlung durchgemacht hat und gerade in der Werbung für ausdrücklich positives, erfreuliches, gesundes verwendet wird. Aber im eher wissenschaftlichem Kontext bedeuted "natürlich" lediglich, dass ein Eingriff von Aussen in ein System nicht stattgefunden hat, sondern ein Vorgang, wie die Mutation eines Gens ohne Zutun von statten gegangen ist.
:oops:
Tschuldigung, das musste jetzt mal raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #634
Der Unterschied (zumindest für mich) zwischen ,,einer,, Mutation also Gen an/aus oder Etappenweise mehr und mehr Mutationen bis zum gewüschten Ergebnis ist doch wohl nicht von der Hand zu weisen. Darum gings mir. :wink:

Was ,,natürlich,, ist und was nicht weiß doch heute eh keiner mehr abzugrenzen. Die Diskussion was warum wie böse/unnatürlich ist, ist glaube ich eher eine Grundsatzdiskussion, soviele Themen kann ich hier garnicht niederschreiben.

Mal so zu mir, ich bin gelernte Chemilaborantin in einer Diagnostikfirma bin mir also bewusst wie das mit den Bienchen und Blümchem wirklich läuft, verwende daher beabsichtigt vereinfachte Darstellungen wie Bsp. ,,ein,, Gen um die einfentliche Frage nicht zu sehr auszudehnen.

Es gäbe keine Artenvielfalt wenn sich nicht immer mal wieder was als nützlich erwiesen hätte. Neues Bsp. Sichelzellenanämie (eigentlich total doof) ist in bestimmten Gebieten in Afrika stark verbreitet, da diese Menschen sich nicht mit Malaria infezieren können. Wenn mans also ganz bescheuert interpretiert, könnte man behaupten süße Tiere sind besser an das Leben in Symbiose (wobei man manche besser Schmarotzer nennen sollte:mrgreen:) mit Menschen angepasst...
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #635
Jup, da hast du Recht. Natürlich hat der Mensch sich die mutierten Tiere rausgepickt und diese dann durch weitere Selektion/Züchtung erhalten bzw. auch verschiedene Mutationen angesammelt/Verstärkt.
Mir war es einfach wichtig zu erklären, wie ich die Begriffe "natürliche Mutation" und "nicht natürliche Mutation" definiere. Sonst reden wir irgendwann aneinander vorbei, weil jeder eine unterschiedliche Vorstellung von einem oder mehreren Begriffen hat und das ist ja dann auch nicht Sinn und Zweck.

Und was nützliche Mutationen betrifft hast du recht. Ohne würde es kein Leben geben, aber es gibt genug, die als Sackgasse enden bzw. geendet haben.
Die Sichelzellanämie macht zwar unangreifbar für die Malariaplasmodien, aber das macht auch nur Sinn für die Gegenden, wo es die gibt. Ansonsten sind die Einschränkungen durch den erschwerten Sauerstofftransport der Sichel-erythrozyten zu schwerwiegend, deswegen bleiben diese Mutanten auf die Gebiete beschränkt, wo die Malaria noch eine echte Bedrohung ist.
Ich bin mittlerweile sogar soweit, dass ich Evolution bzw. die Enstehung von Mutationen und deren Weiterbestehen/Wiederverschwinden nicht zu 100% mit "survival of the fittest" Begründen möchte. Armer Darwin, wenn der wüsste :oops: Ich denke es ist vielleicht eher so etwas wie "Die Mutationen, die keinen negativen Effekt haben, werden weiter bestehen bleiben. Auch die, die vorerst nichts positives bringen, aber eben auch nichts negatives, werden so schnell nicht mehr verschwinden. Die "Überleben des am besten Angepassten" passt da nicht gaaaanz rein, weil am besten angepasst sind ja eigentlich Lebewesen, die auch nichts "überflüssiges" an sich haben, oder? Also wenn man so erbsenzählerisch darüber nachsinniert wie ich. Bekloppter Biologe halt :oops:

So jetzt bin ich aber richtig weit vom Thema weggekommen.

Ich wäre aber echt sehr gespannt drauf zu erfahren wie weit die Forschung da ist mit der Genetik der Naggis und wo da überall die "Stellschrauben" liegen. Also wenn da jemand etwas weiss... nur her damit. Oft kann man ja dann auch mehr überblicken und eventuell so feststellen, ob die Tiere noch anders beeinflusst werden durch das nicht-Fell-haben. Ich denke da an die Scottish Fold, wo der Gendefekt ja ein Knorpelgen-betrifft und nicht nur die Schlappohren entstehen, sondern oft auch die anderen Knorpel des Körpers betroffen sind, wodurch die Tiere früh unter Hüftproblemen etc. leiden.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #636
Dazu kann ich Dir die Bücher von Richard Dawkin empfehlen (falls Du sie nicht eh schon gelesen hast) sehr nett geschrieben, auch für nicht studierte Biologen (wie mich) gut verständlich und interessant. Evolution und die Frage der Daseinsberechtigung sind meiner Meinung nach eh nur philosophisch zu erörtern. :lol:
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #637
[...] Lasst euch nicht dazu verleiten mit "Das ist natürlich, also ist es gut" oder "Das ist Natur, also ist es ok" etwas zu rechtfertigen, dass es getan werden darf. Bzw. im Falle von Naturheilmitteln verabreicht werden darf. [...]
Das sehe ich grundsätzlich auch so.

Leider weiß ich zu wenig über die genetischen Hintergründe, mir ist es nur wichtig, dass hier eben nicht pauschalisiert wird - und das fängt für mich an mit "Nacktkatzen sind ...", denn das ist in meinen Augen schon falsch, es gibt sie nämlich nicht, "DIE" Nacktkatze. Es gibt, soweit mir bekannt ist, vier verschiedene Rassen, die auch unterschiedlich zu ihrem Nicht-Fell gekommen sind. Bei den Canadian Sphynx ist es eine Mutation (die wohl auch bei den Rexen vorkommt und da für das veränderte Fell sorgt), bei den Don Sphynx ist es ein dominates Gen, von den Kohona weiß ich so gut wie gar nichts.

Dahingegen ist es bei den Peterbald so, dass sie alle lange Schnurrhaare haben, selbst, wenn sie sonst wenig oder kein Fell haben, bei den Canadian Sphynx haben wohl die meisten durchaus auch Vibrissen, wenn nicht, haben sie in meinen Augen tatsächlich auch nichts in der Zucht zu suchen, aber das ist dasselbe wie mit Knickschwanz- oder schielenden Tieren.

Ich finde eine kontroverse Diskussion sehr gut, aber eine pauschal fasche Aussage wie Nachtkatze= automatisch Qualzucht ist nun mal - zumindest rechtlich - nicht in Ordnung (s.o.). Ethisch kann man sicher über vieles reden. Aber wenn ich lese, dass ein Katze bereits dann eine Qualzucht sein soll, wenn sie im Winter nicht draußen rumlaufen kann, dann sind meine Katzen auch Qualzuchten, denn sie haben auch kein Unterfell und würden sich den Allerwertesten abfrieren.

Dass man dabei vielleicht auch mal die Herkunftsländer der Katzen anschauen sollte, ist das eine, ein anderes ist, dass nicht nur Katzen ohne Fell Sonnenbrand bekommen können. Wissen viele nicht, wird aber eben auch gerne angeführt.

Noch mal: Ich habe nichts gegen kritische Meinungen und Äußerungen aber sie sollten doch etwas differenzierter und auch korrekter sein als einfach nur: Nacktkatze=Qualzucht, denn das ist rechtlich nicht korrekt.
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #638
"Vermehrer" ist auch ein Begriff den es rechtlich so gar nicht gibt (scheint eine Definition der Internetcommunity zu sein) und trotzdem schreibst doch gerade du anderen so gerne vor wann sie jemanden als Züchter oder als Vermehrer zu bezeichnen haben.

Passt dann nicht zusammen mit der Kleinkariertheit wenn es hier um die Verwendung des Begriffs "Qualzucht" geht. Oder doch, bei dir eigentlich schon. :roll:
 
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #639
  • Nacktkatzen - Diskussion Beitrag #640
Es gibt, soweit mir bekannt ist, vier verschiedene Rassen, die auch unterschiedlich zu ihrem Nicht-Fell gekommen sind. Bei den Canadian Sphynx ist es eine Mutation (die wohl auch bei den Rexen vorkommt und da für das veränderte Fell sorgt), bei den Don Sphynx ist es ein dominates Gen, von den Kohona weiß ich so gut wie gar nichts.

Dahingegen ist es bei den Peterbald so, dass sie alle lange Schnurrhaare haben, selbst, wenn sie sonst wenig oder kein Fell haben, bei den Canadian Sphynx haben wohl die meisten durchaus auch Vibrissen, wenn nicht, haben sie in meinen Augen tatsächlich auch nichts in der Zucht zu suchen, aber das ist dasselbe wie mit Knickschwanz- oder schielenden Tieren.

Ich finde eine kontroverse Diskussion sehr gut, aber eine pauschal fasche Aussage wie Nachtkatze= automatisch Qualzucht ist nun mal - zumindest rechtlich - nicht in Ordnung (s.o.). Ethisch kann man sicher über vieles reden. Aber wenn ich lese, dass ein Katze bereits dann eine Qualzucht sein soll, wenn sie im Winter nicht draußen rumlaufen kann, dann sind meine Katzen auch Qualzuchten, denn sie haben auch kein Unterfell und würden sich den Allerwertesten abfrieren.

Ha, da weisst du schon mehr als ich. Mir war nicht klar, dass die unterschiedlichen Naggi-Rassen tatsächlich unterschiedlich zu ihrer Erscheinungsform gekommen sind. Ich wähnte einen gemeinsamen Vorgänger erblich gesehen.

Und die Qualzuchtdiskussion ist auch so eine Sache. Bei manchen Rassen sieht ein Blinder mit Krückstock, dass die Tiere leiden, wie bei Perser ohne Nase zb. Bei anderen Rassen ist es subtiler und man sieht es nicht auf den ersten Blick, zb Scottish Fold (die für mich eine Qualzucht darstellen, eben wegen der Knorpeldefekte, die zu bösen Gelenkschäden in jungem Alter führen können. Da sind die Schlappohren fast peripher, auch wenn ich mir nicht sicher bin in wie weit das die Hörfähigkeit/Geräuschortungsfähigkeit und Kommunikation beeinflusst). Relativ schnell wird man sich beim Naggi-sektor wohl einig sein, wenn es um komplett fehlende Tasthaare geht. Alles andere wie das Fell-fehlen an sich, brüchige Tasthaare etc. sind da dann bisher Ansichtssache.

Deswegen halte ich es im heutigen Zeitalter, wo die Genetik ein gutes Stück weit bekannt ist unerlässlich da immer mal wieder nachzuhaken und die neuesten Erkenntnisse rauszufinden (vorallem als jeweiliger Züchter). Wer weiss, vielleicht ergeben sich durch neue Erkenntnisse bald ein ganz anderes Bild und manche Zuchtlinien fallen dann unter Qualzucht, auch wenn Mensch das den Tieren so nicht anmerkt.

Saurier, diese letzte Naggi-rasse, da muss ich jetzt mal versuchen was zu finden. Von der hab ich noch nie was gehört.
 
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