Wir hatten damals mit unserem Geschwisterpärchen Lilith und Loki das selbe Problem. Sie hatten einen kompletten Tag- Nacht-Rhytmus als wir.
Geholfen hat, dass wir tatsächlich - in den Augen von sicher vielen Menschen - drakonisch bestraft haben (aus Katzensicht).
Also wenn jemand gemaunzt und gekratzt hat und nach dem dritten Ruf zur Ordnung nicht aufgehört hat, der wurde nassgespritzt.
Das haben sie zum einen sehr schnell gelernt und zum anderen wurden sie unterm Tag auch mehr beschäftigt, so dass sie nachts automatisch müder waren als am Tag.
Nach etwa drei Monaten war himmlischer Friede nachts.
Momentan haben wir wieder ne ähnliche Situation. Wir haben eine neue, noch recht junge Katze, die nachts natürlich auch rumtobt. Aber unser Kater, der von uns ja gelernt hat, dass Nachts Schlafenszeit ist, fungiert als gutes Vorbild. Lässt sich von ihr nicht anstecken und schläft ruhig im Wohnzimmer. Ich hoffe auf den Nachahmungseffekt, denn die Nächte werden auch immer ruhiger, ohne, dass wir schimpfen müssen.
Allerdings sind Katzencharaktäre ja auch unterschiedlich.
Ich würde jedenfalls dieses Spielchen nicht mitspielen. Und aushalten ist schwierig, denn Katzen haben oft einen erstaunlich langen Atem. Also würde ich mir an deiner Stelle überlegen, welche Konsequenz solche Störattaken haben (anspritzen hat sich bei mir in jedem Fall bewährt.)
Wichtig ist natürlich halbwegs ruhig zu bleiben und diese Aktionen auch mit stoischer Ruhe durchzuziehen. Alles schreien, fluchen, jagen ist eher kontraproduktiv. Das Tier muss lernen: Jaule ich weiter vor der Türe, wirds nass - Bin ich ruhig, ist alles easy.
Und natürlich die Tage etwas aufregender gestalten, viel Spielen, Clickertraining ist sicher sinnvoll und oder Auslauf nur unterm Tag und nicht Nachts - zusagen um 22:00 Uhr ist der letzte im Haus.
Viel Glück.