Hilfe vor möglicher Schwanzamputation
Hallo Zusammen,
mein geliebter Gary steht wohl gerade vor einer Amputation. Zur Vorgeschichte:
Gestern ist Gary (5j. Kater, kastr. - Freigänger) ziemlich verstört mit einigen Verletzungen im Gesicht nach Hause gekommen. Diese waren ansich nicht weiter tragisch. Wir haben ihn zunächst in Ruhe gelassen, ich ging davon aus der hat sich gekloppt und auch mal eine abbekommen. Fressen wollte er nicht und auf Ansprache hat er nicht reagiert. Ich hatte da schon kein gutes Gefühl, man kennt ja sein Tier. Sein Bruder Rocky war neulich erst kränklich und ich bin mit größter Sorge zum Artzt gesaust, letzlich war es nur eine Erkältung

, aber man weiß ja nie.
Zusätzlich wird der Katzemutti ja immer zuviel Fürsorge nachgesagt, also habe ich mich schweren Herzens entschlossen die Nacht abzuwarten.
Er hat die Nacht wohl hinter der Waschmaschine verbracht, was ungewöhnlich ist, denn er ist ein absoluter Schmusetiger und liegt natürlich lieber mit im Bett

Bis dahin hatte ich ihn nur liegend oder sitzend gesehen, gewundert hatte mich allerdings das Katzenstreu an seiner Schwanzspitze klebte, dachte mir aber nichts dabei. Ich habe ihn heute den Tag über beobachtet, er hatte sich mittlerweile in einem Karton einquartiert, habe ihm sämtliche Leckerlis an den Karton geschleppt, selbst seine geliebte Vitaminpaste hat er nicht angerührt.
Auf Ansprache hat er aber zumindest mal reagiert und mir auch sein übliches Küsschen aufgedrückt. Als der Kater dann endlich mal aufgestanden ist, habe ich seinen wie Gummi aussehenden Schwanz bemerkt... Jetzt war auch klar, warum da Katzenstreu klebte. Wenn er das Schwänzchen nicht mehr hoch heben kann.
Oh nein... also Kater geschnappt und erstmal alls abgetastet, von vorne nach hinten. Soweit alles okay bis auf den Schwanzansatz. Fauchen und miauen... Da war aber klar, Frauchen reagiert nicht über, hier stimmt was nicht.
Wir sind dann mit ihm direkt in die Klinik. Die ist Gott sei dank direkt im Ort. Die Röntenaufnahmen waren eindeutig. Schwanz gebrochen.
Relativ weit hinten. Die TÄ hat uns erklärt, dass sie ihn operieren kann und die Wirbel wieder in Position bringen kann, aber sie kaum chancen sieht, dass die Nerven wieder in Ordnung kommen. Es also sein kann dass er nie wieder Gefühl im Schwanz haben wird und er amputiert werden muss.
Wir haben uns für die OP entschlossen, sie soll natürlich alles versuchen um ihm den Schwanz zu erhalten.
Jetzt warte ich gerade auf ihren Anruf...
Aber wie muss ich mir das vorstellen, wenn er wirklich amputiert werden muss?
Gary liebt seine Freiheit und hat einen absolut starken charakter. Er wird doch nie wieder so sein wie vorher. Oder sollte er dann komplett drin bleiben.
Habt ihr da Erfahrungen?
Im voraus schon mal danke!
Gruß Jacky