"Wenn ich eine artgerechte Tierhaltung nicht bieten kann oder will, dann muss ich es bleiben lassen." Ach, und wenn jemand, der vielleicht selbst nicht viel hat, durch die Straßen von Nairobi geht und da auf eins der Kinder trifft, die nichts zu essen oder Kleidung haben und auf dem Rasenmittelstreifen einer großen Straße auf Müllbergen wohnen, um sich warmzuhalten, ohne Eltern oder jemanden (kannst sie Dir ja mal ansehen dort), und dieses Kind sehr kurz vor´m Verhungern ist, soll dann dieser Jemand kurz überlegen und sagen: "Ich könnte dich zwar aufnehmen, aber dir leider auch nur eine Handvoll Reis bieten. Aber das ist nicht ausreichend, weil zur optimalen Versorgung eines Kindes auch Gemüse gehört. Gemüse hab ich nicht. Sorry." Dann geht dieser Jemand weiter, mit einem guten Gewissen, weil er sich verantwortungsbewusst verhalten hat.
Nach Deiner Logik müsste das so funktionieren - was für den Einen gilt (Tiere), muss dann ja für den Anderen genauso gelten (Menschen). Und die Situation ist so unterschiedlich nicht ...
Ich finde das Beispiel sehr treffend und wie ich auch schon einmal erwähnte, ist es in meinen Augen hier teilweise eine sehr engstirnige Haltung, die einige Poster an den Tag legen.
Man sollte nicht zu viel in schwarz und weiß denken.
Und was soll bitte besser daran sein, das Tier nicht zu nehmen und es statt dessen billigend in Kauf zu nehmen, dass das Kleine sterben wird?
Zwar kann man nicht alle aus den Tötungsstationen befreien, aber das ist doch auch kein Grund, GAR kein Tier zu retten...
Grundsätzlich ist Einzelhaltung von Katzen nicht artgerecht, aber das weiß die TE ja nun und hat hier lang und breit erklärt (was sie gar nicht muss), wie es dazu kam. Und wenn ihr Freund zur Zeit die 5. Katze nicht nehmen kann (was ich auch schade finde, da die kleine von der Prägungsphase bei großen Katzen gut profitieren könnte), dann müssen wir alle das akzeptieren, das geht uns doch nichts an, warum das nicht geht. Und ich verlange auch von keinem, dass er wegschauen soll. Aber Rat ist da angebracht, wo er gewünscht ist.
Ich hab mal in ner Psychiatrie gearbeitet und ich hätte mich teilweise auch mit der Türklinke unterhalten können statt mit den Patienten. Wenn die der Meinung sind, keinen Rat zu wollen, dann hören sie auch nicht zu. Und die TE wollte keinen Rat bezüglich KatzenHALTUNG sondern KatzenERZIEHUNG, sofern diese möglich ist.
Und ich finde auch, es ist nun an der Zeit, dieses Thema auf sich beruhen zu lassen, ich bin mir sicher die TE wird das Beste aus der Situation für die Kleine rausholen.
Vielleicht kannst du dir ja auch ein Fummelbrett selbst bauen. Geht ganz leicht (Hier gibts auch irgendwo nen Thread dazu...), dann spielt sie auch kongitiv etwas.
Und ich glaube, mit der Zeit wird sie auch merken, dass sie bei dir nicht hungern muss, also auch nicht schlingen. Aber ich denke, momentan braucht sie das einfach zum wachsen. Ich glaube mit 8 Monaten kann man mit festen Essenszeiten anfangen (hab ich hier mal gelesen).