Wie ich schon sagte, das würde voraussetzen das die Inhaltsstoffe sich bei mehreren Sorten absolut ergänzen. Frei nach dem Motto, was bei der einen Sorte an Vitamin E zu wenig, ist dann halt in der anderen Sorte enthalten und was in dieser zuviel an Eisen ist in der anderen usw. Ich aber meine, das wäre schon ein sehr großer Zufall der in der Praxis wohl kaum zutreffen wird. Aber wie gesagt, kann ja jeder machen wie er denkt.
Als vor einigen Jahren Salem und Floyd zu uns kamen, fragten wir unseren Tierarzt was er zum Thema Ernährung rät, da unser Sternankater Alex ein absoluter Mäkelkater war. Und der meinte, auf Grund seiner Erfahrung könnte er sagen, das die Futtersorte weit weniger eine Rolle spielt als vielmehr eine gleichmäßige Fütterung von möglichst gleichen Futter. Darauf könnten sich Katzen weit besser einstellen, als permanenten Futterwechsel. Und seit wir das so machen haben wir noch nie ein Problem gehabt.
Bei vielen Inhaltsstoffen finde ich es nicht wirklich bedenklich, dazu zählt zum Beispiel Eisen. Wenn du aber zum Beispiel eine Marke/Sorte erwischt hast, die Vitamin A oder D3 dauerhaft extrem überdosiert, oder zum Beispiel einen zu hohen Jodgehalt bzw. viel Schilddrüsengewebe durch einen hohen Schlundanteil enthält, was sich dauerhaft auf die Schilddrüse auswirken kann, dann ist Abwechslung unter den Marken eben doch sinnvoll. Vorallem solange du die Inhaltsstoffe eben nicht genau kennst. Und gerade bei schlechten Deklaration ist das der Fall. Wobei diese nicht unbedingt schlecht sein müssen, aber man weiß es eben nicht.
Du hast vielleicht das Risiko der Mäkeligkeit (wobei es am Halter ist rechtzeitig gegenzusteuern), aber was ist wenn du das Futter plötzlich wechseln musst, weil sie es nicht mehr fressen oder fressen dürfen/können? Wenn das Futter aus dem Sortiment verschwindet, die Rezeptur geändert wird, eine Allergie/Unverträglichkeit vorliegt, die Katzen es einfach verweigern.
Darum empfinde ich es als sinnvoll die Tiere flexibel zu halten. So können sie den Wegfall einer oder mehrerer Marken problemlos mitmachen.
Sagen wir mal so, ich hab das halt mal hier und da gelesen.
Wobei man es bei Main Coone ja allein an der Größe und der Körpermasse sehen kann. Ich meine, so manches Exemplar dieser Rasse bringt es ja locker auf über 10kg Gewicht. Schon Salem als Main Coone Mix wiegt mehr als das Doppelte von Floyd und hat wirklich kein Gramm Fett am Körper. Dementsprechend ist auch der Futterbedarf der beiden. Salem verspachtelt z.T. mehr als das Doppelte von Floyd.
Größe und Körpermasse bedingen einfach eine andere/größere Futtermenge, genau wie bei Tieren mit viel Bewegung. Ein Beutetier ist auch immer komplett und passt sich nicht der jeweiligen Katze an. Es werden einfach mehr davon gefressen.
Also so weit mir bekannt ist besteht wohl die überwiegende Nahrung von wild lebenden Katzen aus Nagetieren. Ansonsten denke ich, das es sich wild lebende Katzen ohnehin nicht leisten können Fressbares abzulehnen. Da wird halt allen Tieren nachgestellt, bei denen ein Erfolg weitestgehend absehbar ist. Mit Abwechslung hat das aber nicht viel zu tun. Ich meine, das schmecken Katzen mit ihren gerade mal 500 Geschmacksknospen gar nicht.
Wie ich schon sagte, so abwechslungsreich ist der Speiseplan einer Katze definitiv nicht. Zu weit über 80 Prozent werden Mäuse gefangen. Eine erwachsene Katzen benötigt pro Tag etwa 8-12 Mäuse. Beim Herumstreunen werden ab und zu mal einige Insekten vernascht und nur wenn es die Umgebung zulässt, kommt auch schon mal ein Kaninchen oder ein Vogel dazu. Aber das dürfte in Allgemeinen nicht die Hauptmahlzeit ausmachen. Du kannst überall nachlesen, Mäuse sind für Katzen die ideale Ernährung. Angebliche Über- oder Unterversorgung dürfte in der Realität weit weniger eine Rolle spielen, als permanente Mäkelei und deren Folgen für den gesamten Organismus die weitaus schlimmer sein können.
Es geht doch nicht um den Geschmack bei der Abwechslung, sondern um die Zusammensetzung. Katzen fressen verschiedenste Mäusearten (nicht alle, Spitzmaus wird oft nicht gefressen), Kaninchen, Vögel, Eidechsen, Insekten, ...
Kein Tier, das für die Futtermittelerzeugung zugelassen ist, hat aber genau die Kombination an Inhaltsstoffen wie eine Maus. Darum sollte man auch verschiedene Tierarten abwechseln um das auszugleichen. Auch spielt die Fütterung dieser eine entscheidende Rolle. Oder eben inwiefern der Anteil an Muskelfleisch und Nebenerzeugnissen beutetierähnlich ist. Aber ich stimme zu, der Toleranzbereich bei den Nährstoffen ist groß, es muss sich nicht unbedingt ein Mangel zeigen.
Du solltest dich aber fragen, wieso genau das eine Futter optimal zusammengesetzt sein soll. Wenn
Niemand den Bedarf genau kennt.