Futter gut aber günstig?

Diskutiere Futter gut aber günstig? im Nassfutter Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo zusammen Ich habe zuerst die Suche etwas bemüht, bin aber nicht fündig geworden. Demnächst zieht hier eine dritte Katze ein und aus div...
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #1
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Hallo zusammen

Ich habe zuerst die Suche etwas bemüht, bin aber nicht fündig geworden.

Demnächst zieht hier eine dritte Katze ein und aus div. Gründen bin ich gerade nicht in der Lage zu barfen. Also bekommen die Katzen Nassfutter.

Bin mir durchaus bewusst, dass eine dritte Katze auch Geld kostet etc, nun grüble ich aber doch, ob es nicht eine günstige UND gute Möglichkeit gibt die Katzen zu ernähren.

Was mir wichtig ist: Hoher Fleischanteil, kein Zucker etc, keine "Nebenerzeugnisse" (ausser sie sind gut) usw. Im Grunde das Übliche halt.

Also im Grunde genommen: So günstig wie möglich, aber dennoch absolut vertretbar gut.

Vorschläge?
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #2
hallo,

umsteigen auf 800gr. dosen.
die sind im verhältnis günstiger.
z.b. mac's
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #3
Mac's ist so "teuer" wie zB Grau in 800g Dosen. Animonda Carny ist da günstiger. (Bozita auch).

Aber geht's noch günstiger?
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #4
Noch günstiger wird billig. Also eher untere Mittelklasse wie zB LUX. Im Endeffekt bleibt es aber dabei, weil die Katzen davon mehr brauchen.

Die Alternative ist eben barf, was dir ja aber nicht möglich ist. Da wirst du bei gutem Futter schon mit locker 120-150€ pro Monat rechnen müssen.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #5
Die günstigsten guten sind schon Ropocat und Macs. Das Real Nature von Fressnapf geht auch noch. Darunter ist dann halt das LUX.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #6
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #7
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #8
macht ja nix ;)... wenn ich mich recht entsinne kosten 400g da 1,89 ?... jedenfalls auf alle fälle teurer als macs. das ist auch teurer geworden, kostet jetzt 10 Cent mehr im Futterhaus :/
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #9
Ich halte die Einstufung der verschiedenen Futtersorten nach bestimmten Klassen für ausgemachten Schwachsinn. Sicher gibt es Unterschiede, gar keine Frage. Aber wer sich schon mal ein klein wenig mit dem ganzen Thema beschäftigt hat, der weiß auch das es sebst bei genauen Analysen in vielen Fällen schlichtweg unmöglich ist, die genauen Bestandteile bzw. deren Qualität zu bestimmen.
Ich finde wenn man Zucker oder zuckerhaltigen Bestandteile sowie zu viele pflanzlichen Bestandteile beim Futter weitestgehend ausschließt ist man schon mal auf der richtigen Seite. Alles andere ist für mich Kaffeesatzleserei. Ach ja, hier wird ausschließlich LUX und ab und an rohes Rindfleisch gefüttert.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #10
Naja, Lux ist nicht besonders toll. Was daran für dich Kaffeesatzlesen ist, wenn man auf der Dose schon den Fleischanteil (am besten genau aufgelistet nach Muskelfleisch und Co) und die Nebenerzeugnisse (auch hier möglichst genau deklariert nach Innereien etc) genau erkennen kann und da mehr als 60% (wie zB bei Lux) draufsteht, ist das Futter besser.
mal abgesehen davon ist es halt nicht so toll, nur eine Sorte zu füttern, da jeder Hersteller nicht DEN Bedarf abdeckt. Um möglichen Mängeln oder Überdosierungen entgegenzuwirken sind mind 3 Sorten empfehlenswert.
Zurück zur Ausgangsfrage: Ich würd auch bei Mac´s, Ropocat und vllt noch einer dritten Sorte bleiben und 20% roh füttern.

Warum geht eigentlich kein Barf? *neugierig ist*
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #11
Das mit dem Mischen klingt einleuchtend, ja. Hier gab's bisher Animonda Carny, Bozita, Grau und "Notfalldosen" mit 60% Fleisch vom DM (Schälchen)

Gerade liege ich im KKH und die Miezen werden mit Trockenfutter über Wasser gehalten :roll:

Barfen...also bisher hatte ich nur ein winziges Gefrierfach, da ist aber zu dieser Jahreszeit hauptsächlich Eis drin für meinen Sohn bzw. Eiswürfel, Spinat etc. Eben bissl was, was wir brauchen.

Ab Mitte Mai hätte ich wohl 1-2 Gefrierfächer zur Verfügung, da ich dann einen anderen Kühlschrank bekomme.

Momentan ist nur der Kopf sooo voll mit allem Möglichen (Scheidung, Umzug, neue Katz, Ummelden, Sachen organisieren usw) dass ich nicht "drauflos barfen" möchte. Wenn, dann möchte ich das schon richtig machen aber ich komme mir vor wie der Ochs vor'm Berg. Sooooo viel Info, so viel zu lesen, so viel zu beachten um es richtig zu machen.

Verlockend ist es allemal - weil es eben artgerecht ist und sicherlich auch um einiges günstiger. Richtige Metzger in der Gegend fallen mir jetzt nicht ein, da müsste ich mich mal schlau machen und "Fertigbarf" ist sicherlich auch so teuer wie Dosenfraß oder? ! *hmpf*

Einen Barf-Paten inkl. Anleitung, Plan etc und ich wär dabei :mrgreen: Aber gerade ist es mir einfach zuviel mich da "durchzuwühlen".
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #12
Fertigbarf würde ich gar nicht füttern, ist nicht empfehlenswert.

Anfangs reicht ja Felini Complete, da gibts nur einen Beipack zu lesen und ein paar g auf ein kilo Fleisch zu geben und ab in den Froster.

Für richtig supplementiertes Barf empfehle ich dir den Kalki von dubarfst incl der Skripte. Die sind nicht so lang und angenehm zu lesen. Hier im Forum gibts den FAQ-Fred, der ist auch gut zu lesen und nicht lang. Danach einfach ein paar theoretische Rezepte üben und es wird dir alles klar werden. Keine Angst, so schlimm ist das nicht.

Und ja, es ist wirklich günstig. Die meisten kaufen nicht beim metzger sondern im Inet bei Futterfleischversandhändlern.

Ich hab beispielsweise letzten Monat für 12kg Fleisch 31€ gezahlt und komme mit dem Barf für 2 Katzen knapp einen Monat aus.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #13
Oh Mann... Ich würde SO gerne barfen... :-( Aber hier in der Wohnung ist kein Platz für noch nen Gefrierschrank und im Keller gibt's keine Steckdosen. 31€ für 2 Katzen pro Monat... davon kann ich nur träumen. :lol:

Ich würde sagen, "günstig" im Verhältnis zur Qualität sind Real Nature (bei uns 1,85€), Select Gold (1,65€), Ropocat (1,45€), Macs (1,49€) und Leonardo (1,49€)...
Die restlichen Marken, die ich fütter (CFF, GranataPet, OmNomNom...) sind da nochmal n ordentliches Stück teurer.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #14
ich hab gestern im futterhaus "natur plus" entdeckt. das scheint neu zu sein und macht einen ganz guten eindruck. kein zucker, kein getreide und nix künstliches. 70% fleisch. kostet 1,49 für 400g. ich hab mal ein paar dosen mitgenommen. mal sehen ob die damen es mögen.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #15
Macht aber auch über 3 Euro das Kilo. Da gibt's noch die ein oder andere Marke, die drunter ist. Futterhaus gibt es hier leider auch nicht. Ich bestelle meist sowieso online, damit ich mir die Schlepperei sparen kann und ansonsten haben wir einen Fressnapf "in der Nähe", bei dem ich mal ein paar Dosen besorgen könnte mit dem Rad (ich habe kein Auto).
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #16
Naja, Lux ist nicht besonders toll. Was daran für dich Kaffeesatzlesen ist, wenn man auf der Dose schon den Fleischanteil (am besten genau aufgelistet nach Muskelfleisch und Co) und die Nebenerzeugnisse (auch hier möglichst genau deklariert nach Innereien etc) genau erkennen kann und da mehr als 60% (wie zB bei Lux) draufsteht, ist das Futter besser.
Bitte lass uns jetzt keine Grundsatzdiskussion über Katzenfutter beginnen. Fest steht jedenfalls... und das hat nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun, das die deutsche Futtermittelverordnung für Haustiere gänzlich ungeeignet ist, denn sie lässt viel zu viele Ausnahmen zu und ist viel zu allgemein formuliert. Und Fleisch in Tierfutter hat auch rein gar nichts mit dem reinen Muskelfleisch zu tun, wie wir es kennen. Nein, dazu zählen auch solche Dinge wie Bauchdecke. Und tierische Nebenerzeugnisse sind auch per se kein Abfall sondern nur eine andere Form von Bestandteilen die eh im Katzenfutter mit enthalten sein müssen. Allein das genaue Mischungsverhältnis und natürlich auch die Qualität der verarbeiteten Bestandteile sind für die Gesamtqualität ausschlaggebend und gerade das lässt sich nunmal selbst in einen Labar so gut wie nicht herausfinden. Darüberhinaus gibt es meines Wissens kaum offizielle Testergebnisse. Vor vielen Jahren gab es mal einen Test im Auftrag des WDR und Stiftung Warentest hat auch mal etwas veröffentlicht. Aber dort waren jeweils nur einige wenige Sorten aufgelistet. Also nochmal... das meiste was in den Internetforen so großartig in Qualitätsklassen unterteilt ist, hat zu einen großen Teil eher subjektiven Charakter.

mal abgesehen davon ist es halt nicht so toll, nur eine Sorte zu füttern, da jeder Hersteller nicht DEN Bedarf abdeckt. Um möglichen Mängeln oder Überdosierungen entgegenzuwirken sind mind 3 Sorten empfehlenswert.
Siehst Du, hättest Du geschrieben, das es sich lediglich um Deine persönliche Meinung handelt, hätte ich damit leben können. Aber generell kann man das so nicht sagen. Meiner Meinung nach, ist es sogar falsch. Erstens müsste man dazu die genauen Bestandteile an Vitaminen und Mineralien genau analysieren und die Futtersorten dazu explizit aussuchen. Und selbst dann hat man ja noch das Problem das jede Katze anders ist. Große Sorten wie bsw. Main Coone haben oft einen ganz anderen Bedarf. Und Katzen mit Freigang, sprich viel Bewegung natürlich ebenso. Aber einfach auf den Zufall vertrauen, das die ausgesuchten drei Sorten sich schon irgendwie (hoffentlich) positiv ergänzen halte ich eher für realitätsfern.

Ich bin da eher der Meinung wie unser Tierarzt. Katzen brauchen keine Abwechslung sondern eher Beständigkeit. Der kätzische Verdauungsorganismus kann sich recht gut an eine Sorte anpassen. Was er aber nicht kann, ist sich den ständigen Futtersortenwechseln unterzuordnen. Einer der Gründe für die extreme Mäkelei bei manchen Katzen.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #17
Einen Barf-Paten inkl. Anleitung, Plan etc und ich wär dabei :mrgreen: Aber gerade ist es mir einfach zuviel mich da "durchzuwühlen".

Wenn es bei dir wieder etwas stressfreier geworden ist und du es mal sehen/mit matschen möchtest, kannst du dich gern bei mir melden. Ich wohn etwas südlich von Ulm.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #18
Und selbst dann hat man ja noch das Problem das jede Katze anders ist. Große Sorten wie bsw. Main Coone haben oft einen ganz anderen Bedarf. Und Katzen mit Freigang, sprich viel Bewegung natürlich ebenso. Aber einfach auf den Zufall vertrauen, das die ausgesuchten drei Sorten sich schon irgendwie (hoffentlich) positiv ergänzen halte ich eher für realitätsfern.

Ich bin da eher der Meinung wie unser Tierarzt. Katzen brauchen keine Abwechslung sondern eher Beständigkeit. Der kätzische Verdauungsorganismus kann sich recht gut an eine Sorte anpassen. Was er aber nicht kann, ist sich den ständigen Futtersortenwechseln unterzuordnen. Einer der Gründe für die extreme Mäkelei bei manchen Katzen.

Die Sache ist doch aber die, dass man den genauen Bedarf der Katzen eben nicht kennt und ebensowenig wie gut verschiedene Zusatzstoffe verwertet werden können. Und darum ist einfach möglichst viel Abwechslung sinnvoll.

Woher hast du denn, dass unterschiedliche Rassen einen unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen haben? Gibt es dazu irgendwelche Studien? Ich würde gerne etwas dazulernen, denn mir wäre das vollkommen neu.

Und wie erklärst du oder dein Tierarzt, dass Katzen in der freien Natur nicht nur Mäuse fressen? Zudem woher weißt du, dass ein Dosenfutter den Bedarf deiner Katze genauso gut abdeckt wie zum Beispiel eine Maus?

Ich halte es für sinnvoller das Tier flexibel beim Futter zu halten, als es auf eine Marke festzufahren. Neben der möglichen Über- und Unterversorgung kommen auch andere Gründe hinzu, bei denen man plötzlich das Futter umstellen muss. Beständigkeit im Futterplan ist Unfug, wie der abwechslungsreiche Speiseplan einer Katze in der Natur eindeutig beweißt.
 
  • Futter gut aber günstig? Beitrag #19
Die Sache ist doch aber die, dass man den genauen Bedarf der Katzen eben nicht kennt und ebensowenig wie gut verschiedene Zusatzstoffe verwertet werden können. Und darum ist einfach möglichst viel Abwechslung sinnvoll.
Wie ich schon sagte, das würde voraussetzen das die Inhaltsstoffe sich bei mehreren Sorten absolut ergänzen. Frei nach dem Motto, was bei der einen Sorte an Vitamin E zu wenig, ist dann halt in der anderen Sorte enthalten und was in dieser zuviel an Eisen ist in der anderen usw. Ich aber meine, das wäre schon ein sehr großer Zufall der in der Praxis wohl kaum zutreffen wird. Aber wie gesagt, kann ja jeder machen wie er denkt.

Als vor einigen Jahren Salem und Floyd zu uns kamen, fragten wir unseren Tierarzt was er zum Thema Ernährung rät, da unser Sternankater Alex ein absoluter Mäkelkater war. Und der meinte, auf Grund seiner Erfahrung könnte er sagen, das die Futtersorte weit weniger eine Rolle spielt als vielmehr eine gleichmäßige Fütterung von möglichst gleichen Futter. Darauf könnten sich Katzen weit besser einstellen, als permanenten Futterwechsel. Und seit wir das so machen haben wir noch nie ein Problem gehabt.

Woher hast du denn, dass unterschiedliche Rassen einen unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen haben? Gibt es dazu irgendwelche Studien? Ich würde gerne etwas dazulernen, denn mir wäre das vollkommen neu.
Sagen wir mal so, ich hab das halt mal hier und da gelesen.
Wobei man es bei Main Coone ja allein an der Größe und der Körpermasse sehen kann. Ich meine, so manches Exemplar dieser Rasse bringt es ja locker auf über 10kg Gewicht. Schon Salem als Main Coone Mix wiegt mehr als das Doppelte von Floyd und hat wirklich kein Gramm Fett am Körper. Dementsprechend ist auch der Futterbedarf der beiden. Salem verspachtelt z.T. mehr als das Doppelte von Floyd.

Und wie erklärst du oder dein Tierarzt, dass Katzen in der freien Natur nicht nur Mäuse fressen?
Also so weit mir bekannt ist besteht wohl die überwiegende Nahrung von wild lebenden Katzen aus Nagetieren. Ansonsten denke ich, das es sich wild lebende Katzen ohnehin nicht leisten können Fressbares abzulehnen. Da wird halt allen Tieren nachgestellt, bei denen ein Erfolg weitestgehend absehbar ist. Mit Abwechslung hat das aber nicht viel zu tun. Ich meine, das schmecken Katzen mit ihren gerade mal 500 Geschmacksknospen gar nicht.

Zudem woher weißt du, dass ein Dosenfutter den Bedarf deiner Katze genauso gut abdeckt wie zum Beispiel eine Maus?
Gute Frage. Kurze Antwort... leider überhaupt nicht. Aber deshalb vertraue ich auch unseren Tierarzt. Er hat nur eine ganz kleine Praxis, verfügt aber gerade bei Hauskatzen über eine langjährige Erfahrung.

Ich halte es für sinnvoller das Tier flexibel beim Futter zu halten, als es auf eine Marke festzufahren. Neben der möglichen Über- und Unterversorgung kommen auch andere Gründe hinzu, bei denen man plötzlich das Futter umstellen muss. Beständigkeit im Futterplan ist Unfug, wie der abwechslungsreiche Speiseplan einer Katze in der Natur eindeutig beweißt.
Wie ich schon sagte, so abwechslungsreich ist der Speiseplan einer Katze definitiv nicht. Zu weit über 80 Prozent werden Mäuse gefangen. Eine erwachsene Katzen benötigt pro Tag etwa 8-12 Mäuse. Beim Herumstreunen werden ab und zu mal einige Insekten vernascht und nur wenn es die Umgebung zulässt, kommt auch schon mal ein Kaninchen oder ein Vogel dazu. Aber das dürfte in Allgemeinen nicht die Hauptmahlzeit ausmachen. Du kannst überall nachlesen, Mäuse sind für Katzen die ideale Ernährung. Angebliche Über- oder Unterversorgung dürfte in der Realität weit weniger eine Rolle spielen, als permanente Mäkelei und deren Folgen für den gesamten Organismus die weitaus schlimmer sein können.
 
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  • Futter gut aber günstig? Beitrag #20
Wie ich schon sagte, das würde voraussetzen das die Inhaltsstoffe sich bei mehreren Sorten absolut ergänzen. Frei nach dem Motto, was bei der einen Sorte an Vitamin E zu wenig, ist dann halt in der anderen Sorte enthalten und was in dieser zuviel an Eisen ist in der anderen usw. Ich aber meine, das wäre schon ein sehr großer Zufall der in der Praxis wohl kaum zutreffen wird. Aber wie gesagt, kann ja jeder machen wie er denkt.

Als vor einigen Jahren Salem und Floyd zu uns kamen, fragten wir unseren Tierarzt was er zum Thema Ernährung rät, da unser Sternankater Alex ein absoluter Mäkelkater war. Und der meinte, auf Grund seiner Erfahrung könnte er sagen, das die Futtersorte weit weniger eine Rolle spielt als vielmehr eine gleichmäßige Fütterung von möglichst gleichen Futter. Darauf könnten sich Katzen weit besser einstellen, als permanenten Futterwechsel. Und seit wir das so machen haben wir noch nie ein Problem gehabt.

Bei vielen Inhaltsstoffen finde ich es nicht wirklich bedenklich, dazu zählt zum Beispiel Eisen. Wenn du aber zum Beispiel eine Marke/Sorte erwischt hast, die Vitamin A oder D3 dauerhaft extrem überdosiert, oder zum Beispiel einen zu hohen Jodgehalt bzw. viel Schilddrüsengewebe durch einen hohen Schlundanteil enthält, was sich dauerhaft auf die Schilddrüse auswirken kann, dann ist Abwechslung unter den Marken eben doch sinnvoll. Vorallem solange du die Inhaltsstoffe eben nicht genau kennst. Und gerade bei schlechten Deklaration ist das der Fall. Wobei diese nicht unbedingt schlecht sein müssen, aber man weiß es eben nicht.

Du hast vielleicht das Risiko der Mäkeligkeit (wobei es am Halter ist rechtzeitig gegenzusteuern), aber was ist wenn du das Futter plötzlich wechseln musst, weil sie es nicht mehr fressen oder fressen dürfen/können? Wenn das Futter aus dem Sortiment verschwindet, die Rezeptur geändert wird, eine Allergie/Unverträglichkeit vorliegt, die Katzen es einfach verweigern.

Darum empfinde ich es als sinnvoll die Tiere flexibel zu halten. So können sie den Wegfall einer oder mehrerer Marken problemlos mitmachen.

Sagen wir mal so, ich hab das halt mal hier und da gelesen.
Wobei man es bei Main Coone ja allein an der Größe und der Körpermasse sehen kann. Ich meine, so manches Exemplar dieser Rasse bringt es ja locker auf über 10kg Gewicht. Schon Salem als Main Coone Mix wiegt mehr als das Doppelte von Floyd und hat wirklich kein Gramm Fett am Körper. Dementsprechend ist auch der Futterbedarf der beiden. Salem verspachtelt z.T. mehr als das Doppelte von Floyd.

Größe und Körpermasse bedingen einfach eine andere/größere Futtermenge, genau wie bei Tieren mit viel Bewegung. Ein Beutetier ist auch immer komplett und passt sich nicht der jeweiligen Katze an. Es werden einfach mehr davon gefressen.

Also so weit mir bekannt ist besteht wohl die überwiegende Nahrung von wild lebenden Katzen aus Nagetieren. Ansonsten denke ich, das es sich wild lebende Katzen ohnehin nicht leisten können Fressbares abzulehnen. Da wird halt allen Tieren nachgestellt, bei denen ein Erfolg weitestgehend absehbar ist. Mit Abwechslung hat das aber nicht viel zu tun. Ich meine, das schmecken Katzen mit ihren gerade mal 500 Geschmacksknospen gar nicht.

Wie ich schon sagte, so abwechslungsreich ist der Speiseplan einer Katze definitiv nicht. Zu weit über 80 Prozent werden Mäuse gefangen. Eine erwachsene Katzen benötigt pro Tag etwa 8-12 Mäuse. Beim Herumstreunen werden ab und zu mal einige Insekten vernascht und nur wenn es die Umgebung zulässt, kommt auch schon mal ein Kaninchen oder ein Vogel dazu. Aber das dürfte in Allgemeinen nicht die Hauptmahlzeit ausmachen. Du kannst überall nachlesen, Mäuse sind für Katzen die ideale Ernährung. Angebliche Über- oder Unterversorgung dürfte in der Realität weit weniger eine Rolle spielen, als permanente Mäkelei und deren Folgen für den gesamten Organismus die weitaus schlimmer sein können.

Es geht doch nicht um den Geschmack bei der Abwechslung, sondern um die Zusammensetzung. Katzen fressen verschiedenste Mäusearten (nicht alle, Spitzmaus wird oft nicht gefressen), Kaninchen, Vögel, Eidechsen, Insekten, ...

Kein Tier, das für die Futtermittelerzeugung zugelassen ist, hat aber genau die Kombination an Inhaltsstoffen wie eine Maus. Darum sollte man auch verschiedene Tierarten abwechseln um das auszugleichen. Auch spielt die Fütterung dieser eine entscheidende Rolle. Oder eben inwiefern der Anteil an Muskelfleisch und Nebenerzeugnissen beutetierähnlich ist. Aber ich stimme zu, der Toleranzbereich bei den Nährstoffen ist groß, es muss sich nicht unbedingt ein Mangel zeigen.

Du solltest dich aber fragen, wieso genau das eine Futter optimal zusammengesetzt sein soll. Wenn Niemand den Bedarf genau kennt.
 
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