Post aus Bayern

Diskutiere Post aus Bayern im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Helmut, wie geht es Dir? Ich schicke ganz viele Besserungswünsche und gute Gedanken rüber. Alles Liebe!
  • Post aus Bayern Beitrag #501
Helmut, wie geht es Dir? Ich schicke ganz viele Besserungswünsche und gute Gedanken rüber. Alles Liebe!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #502
Hallo liebe Leute,
hier schreibe ich nun wieder selbst. Das andere stammt von meiner Tochter.

Am Freitag dem 23.12 ging es mir immer schlechter, so das ich gegeg 19.00 uhr den Notdienst gerufen habe. ich bekam kaum noch Luft. Um 20.30 Uhr bekam ich dann eine sehr hohe Dosis Sauerstoff. Normal ist ein Wert von 5, ich habe den 14 fachen Wert an Sauerstoff bekommen. Bei den Untersuchungen stellte sich dann heraus: beidseitige Lungenembolie, beidseitige Lungenentzuendung und das die rechte Herzseite nicht richtig arbeitet.

Bei der Erstuntersuchung wurde auch bemerkt, das der Sauerstoffgehalt im Blut zu gering ist. Normalwert ist 95 bis100, 95 bis 92 sollte beobachtet werden. Werte unter 92 sollte medizinisch behandelt werden. werte ab 88 sollten mit Atemluft behandelt weren, da ab einem Wert darunter Lebensgfahr besteht

Ich selber wurde mit einem Wert von 77 ins Krankenhaus gebracht, wobei der Wert 75 als Finalzahl gilt.
´
Dank guter Einstellung mit Medis geht es mir schon viel besser. Der Sauerstoffwert liegt bei 87 ohne Atemluft und mit bei 92. Darum muss ich auch immer mit Sauerstoff versorgt werden, damit dieser Wert ueber 90 bleibt.

Sobald ich wieder aus dem KH raus bin, gibt es die naechste Geschichte von Gerda.
kleiner Wetterbericht aus Muenster: 2Grad, Schneefall. Schnee bleibt auf dem Dach der Klinik liegen. Also, vorsichtig fahren. :mrgreen:

Gruss Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #503
Lieber Helmut!
Das ist schön, daß es dir besser geht. Wie kam es denn bloß zu diesem Zusammenbruch?
Ging es dir denn vorher schon so schlecht? Ich dachte immer beim Lesen deines Peter-Threads, daß du vom Rücken her große Probleme hast.
Ich wünsche dir gute und baldige Besserung und Alles Gute für die nächste Zeit!?????
Liebe Grüße von Gabi mit Tobi und Lina??
 
  • Post aus Bayern Beitrag #504
Ui, super, dass es dir besser geht! Und du klingst positiv, nicht nach Selbstmitleid, das ist noch besser! Wünsche Dir weiter gute Besserung... und wir haben alle Geduld der Welt bis zur nächsten Geschichte... lass dich nicht stressen!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #505
Puhhh, bin beruhigt, dass du dich meldest - aber das ganze klingt wirklich sehr bös. Pass auf dich auf, nimm brav alle Medis und schlag zu Silvester nicht zu sehr über die Stränge!
Spaß beiseite: alles Gute, gute Besserung und lass dich pflegen!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #506
liege seit Samstag im krankenhaus. beidseitige lungenembolie. gruss helmut
geschrieben von gabi

Hallo liebe Leute,
hier schreibe ich nun wieder selbst. Das andere stammt von meiner Tochter.

Am Freitag dem 23.12 ging es mir immer schlechter, so das ich gegeg 19.00 uhr den Notdienst gerufen habe. ich bekam kaum noch Luft. Um 20.30 Uhr bekam ich dann eine sehr hohe Dosis Sauerstoff. Normal ist ein Wert von 5, ich habe den 14 fachen Wert an Sauerstoff bekommen. Bei den Untersuchungen stellte sich dann heraus: beidseitige Lungenembolie, beidseitige Lungenentzuendung und das die rechte Herzseite nicht richtig arbeitet.

Bei der Erstuntersuchung wurde auch bemerkt, das der Sauerstoffgehalt im Blut zu gering ist. Normalwert ist 95 bis100, 95 bis 92 sollte beobachtet werden. Werte unter 92 sollte medizinisch behandelt werden. werte ab 88 sollten mit Atemluft behandelt weren, da ab einem Wert darunter Lebensgfahr besteht

Ich selber wurde mit einem Wert von 77 ins Krankenhaus gebracht, wobei der Wert 75 als Finalzahl gilt.
´
Dank guter Einstellung mit Medis geht es mir schon viel besser. Der Sauerstoffwert liegt bei 87 ohne Atemluft und mit bei 92. Darum muss ich auch immer mit Sauerstoff versorgt werden, damit dieser Wert ueber 90 bleibt.

Sobald ich wieder aus dem KH raus bin, gibt es die naechste Geschichte von Gerda.
kleiner Wetterbericht aus Muenster: 2Grad, Schneefall. Schnee bleibt auf dem Dach der Klinik liegen. Also, vorsichtig fahren. :mrgreen:

Gruss Helmut

Mein Güte Helmut, das hört sich ja ganz gefährlich an.

Ich hatte im anderen Thread immer geschaut u. mich gewundert nichts von dir zu lesen.

Auf jeden Fall die besten Genesungswünsche, kuriere dich richtig aus u. schone dich dementsprechend.
Nichts ist so wichtig wie die eigene Gesundheit, bewunderswert wie tapfer du das alles immer meisterst.

Alles Gute für dich.;-)
 
  • Post aus Bayern Beitrag #507
Lieber Helmut,
Bitte nimm dich selbst so wichtig, wie du andere Liebe Wesen in deinem Leben wichtig nimmst!
Und werde schnell wieder gesund!
Viele Grüße
Andrea
 
  • Post aus Bayern Beitrag #508
Lieber Helmut,
auch wir drei wünschen dir gute Besserung. Lasse ganz viele Knuddelgrüße da
Marina, Loona und Nala
 
  • Post aus Bayern Beitrag #509
Lieber Helmut,

auch ich wünsche Dir von ganzem Herzen recht gute Besserung

Liebe Grüße
Mondhexe
 
  • Post aus Bayern Beitrag #510
Danke für eure Wünsche. Und ja. Der Einschlag war noch nie so nah.:shock:
Wenn ich wieder zu Hause bin, schreibe ich mehr.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #511
Lieber Helmut!
Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung. Gib acht auf dich! Deine Tiere und deine Lieben brauchen dich!
Ein gutes Neues Jahr mit ganz viel Gesundheit, Glück und Lebensfreude von Gabi mit Tobi und Lina??
 
  • Post aus Bayern Beitrag #512
Bin GsD wieder zu Hause!

Ja, der Einschlag war sehr dicht, wie mir heute der Chefarzt noch einmal erklärte. Zumal die Embolie seit meiner Atemnot bestehen muss. Die Atemnot begann drei Tage vor meinem Krankenhaus Aufenthalt. Es hätte eigentlich nur noch der Deckel festgeschraubt werden müssen, aber dank massivem Sauerstoffeinsatz und hochgradiger Medikamente bleibe ich euch erhalten und nerve weiter mit meinem dabei sein. Ihr könnt gerne unter dem Suchbegriff Lungenembolie nachlesen, ich hatte eine beidseitige Lungenembolie,wie heftig der Verlauf und wie hoch die Überlebensrate ist. (Ich habe extra keinen Link bei gefügt. Jeder soll das Lesen was er gerne will.)

Zwar hatte ich im KH auch Internet, aber meistens wenn ich mich eingeloggt habe, war ein Einstellen von Antworten nicht mehr möglich, da die Entertaste nicht mehr zu sehen war. Nur mit Tricks klappte es ab und zu

Bis um 10.00 Uhr wusste ich noch nicht, das ich aus dem KH entlassen werde. Dann kam die Visite und der Oberarzt ordnete noch eine Blutentnahme an. Dabei sagte er ganz beiläufig zu seinen Begleitern, das wenn der Blutwert stimmt, ich entlassen werde kann.
Keine Fünf Minuten später wurde mir Blut abgezapft und dann begann das warten. Auch bei meinem Zimmernachbarn verlief es genauso wie bei mir. Nur hatte er sein Ergebnis schon um 11.00 Uhr. Ich nicht!
Um 11.30 Uhr kam das Mittagessen und ich hatte schon alle Hoffnungen aufgegeben entlassen zu werden. Bis 11.33 Uhr!
Dann brachte mir eine Mitarbeiterin des KH den Entlassungsbrief. Ich habe meine Tochter angerufen und ihr mitgeteilt, das ich nach Hause darf. Trotzdem hat es noch bis 13.00 Uhr gedauert, bis ich das KH verlassen konnte.

Zu Hause angekommen wurde ich zunächst von Luna begrüßt die etliche Minuten um meine Füße strich und jede Streicheleinheit die sie bekommen konnte mitgenommen hat. Meine Tochter sagte mir später, das Luna in letzter Zeit nur noch vorn auf der Terrasse gelegen hat. Nachdem ich zu Hause war, ist sie zweimal nach draußen, stand aber nach einer Minute wieder vor der Tür um rein zu kommen. Seitdem ist sie immer in der Nähe von mir.

Peter hat zunächst gar nicht mitbekommen das ich wieder da war, erst als ich ihn angesprochen habe, kam er angerannt und ich konnte ihn gerade noch schnappen, bevor er vor den Wohnzimmertisch knallt. Dann fing er heftig an zu Miauen und zu schnurren. Für die nächsten zwei Stunden war es mir nicht möglich von der Couch auf zu stehen. Auch Luna störte es diesmal nicht, das Peter so dicht bei ihr war. Denn auf einem Bein von mir lag Luna und auf dem anderen Peter. Erst als Luna aufstand um kurz nach draußen zu gehen, stand auch Peter auf. Wenn er nicht mitbekommt wo ich bin, fängt er laut an zu rufen und erst wenn ich geantwortet habe, kommt er zu mir, lässt sich streicheln und geht dann wieder um sich irgendwo hin zu legen. Bis er mich wieder ruft.

So geht es seit Stunden. Luna liegt im Wohnzimmer in ihrer Höhle und kommt gelegentlich um zu sehen ob ich noch da bin. Peter fängt nach einiger Zeit an zu rufen und gibt sofort Ruhe, wenn ich antworte.

Gefuttert haben beide schon wie die Weltmeister! Jeder hat bisher etwa 30-50 Gramm Leberwurst, sowie etwa 300 Gramm Nassfutter bekommen und dieses richtig Inhaliert. Peter fängt gerade an, die nächsten hundert Gramm zu sich zu nehmen.
So, das war es von mir zunächst.

Gerdas Geschichte, werde ich am Wochenende einstellen, da meine Tochter den Computer zwar herunter gefahren hat, aber die Dokumente nicht gespeichert hat. Somit ist die Geschichte von Gerda im Nirvana verschwunden und ich muss diese neu schreiben.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #513
Puuhhhh - ein Glück Helmut, dass du so ein Widerstandskämpfer bist. Super, dass du wieder zuhause bist! :-D
 
  • Post aus Bayern Beitrag #514
Lieber Helmut ich bin froh das es gut überstanden hast. Pass bitte auf Dich auf und streichle mal deine Fellnasen.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #515
Das ist schön zu lesen, Helmut. So süss wie anhänglich deine beiden Fellnasen sind,
sie müssen dich sehr vermisst haben.:)

Also, pass gut auf dich auf, du musst noch lange für sie da sein.;-)
 
  • Post aus Bayern Beitrag #516
Ich habe genug geklagt, darum nun eine neue Geschichte von Gerda:

Weihnachten 1978

Heute ist der 19 Dezember und da sehr wenig los ist im Tierheim bin ich zum Katzenhaus um dort bei der Arbeit zu helfen. Das so wenig los ist, führe ich auf die Aktion zurück die schon mehrmals bei uns im Tierheim lief. Dabei wird darum gebeten keine Tiere zu Weihnachten zu verschenken. Jedenfalls ist bisher keine Anfrage wegen eines Tieres gekommen. Trotzdem bereiten wir uns auf den Ansturm von Tieren nach den Feiertagen vor.

Dieses Jahr habe ich über Weihnachten frei, da ich auch ein kleines Kind habe. Dafür hat ein Mitarbeiter über die Feiertage Dienst. Diesen Dienst hat er freiwillig angetreten und er wird jede Nacht hier im Tierheim sein. Auch zum Jahreswechsel will er den Dienst machen. Am Tag ist natürlich ein anderer Mitarbeiter da. Beide sind Rentner und erst seit etwa 6 Monaten bei uns Beschäftigt.

Beide lernte ich kennen als sie eines Tages zusammen zu uns ins Tierheim kamen. Sie fragten ob sie nicht bei uns im Tierheim arbeiten könnten. Wir freuen uns immer wenn Leute kommen, die bei uns im Tierheim helfen wollen und ich sagte zunächst zu. Dann sagte aber einer der Rentner, das sie möglichst nur des Nachts arbeiten wollten, denn vor ihrer Rente haben beide in einem Betrieb nur nachts gearbeitet. Das schon seit über zwanzig Jahren.

Auch jetzt sage ich zu, bestehe aber darauf, das sie zunächst für vier Wochen Über Tags bei uns arbeiten müssen. Was sie auch gemacht haben. Danach sprachen sich beide untereinander ab, wer den Nachtdienst in der einen und wann der andere den Nachtdienst macht. Ich habe mich nicht in diese Absprachen eingemischt, denn es lief mit den beiden ausgezeichnet. Über Tags hat keiner von den beiden gearbeitet. Wenn einer also den Nachtdienst gemacht hat, hatte der andere Frei.

Zwischen den beiden Rentnern hat es auch die Absprache gegeben, wer des Nachts Dienst hat, wenn Feiertage sind. Aber auch dort gab es eine Einigung zwischen den beiden. Nachts machte einer Dienst und Über Tags der andere. Dann wird er natürlich unterstützt durch zwei weitere Mitarbeiter.

Als ich einmal aus dem Fenster sehe kommt einer der beiden Rentner schnell auf mein Büro zu. Ich hoffe das keiner der beiden krank ist, denn dann muss ich den Weihnacht Dienst um planen.
Dann klopft es auch schon an meiner Tür und der Rentner öffnet meine Tür. Nachdem er sie Tür wieder geschlossen hat, fragt er mich sofort ob ich mitkommen kann. Er hat beim Spaziergang einen Hund und eine Katze ganz in der Nähe gefunden. Beide scheinen schwer verletzt zu sein.

Sofort nehme ich meine Tasche von einem anderen Stuhl und gehe mit ihm zusammen zum Katzenhaus. Dort packen wir noch einige Medikamente in die Transportbox, dann bringt der Rentner diese zum Auto. Ich spreche schon mit Bruno und sage ihm das er mit kommen soll.

Beide folgen wir dem Rentner zum Bulli und fahren kurz darauf los. Unterwegs erzählt er, das er spazieren gegangen ist und dabei die beiden Tiere gefunden hat. Was beide haben kann er nicht sagen, aber sie sind von einem Auto angefahren worden.

Da wir auf dem Weg zu den Tieren an zwei Telefonzellen vorbei kommen, frage ich ihn warum er nicht angerufen hat und er sagt mir, das beide Zellen kaputt sind. Ich beschließe sofort nach der Rückkehr von dem Einsatz mit der zuständigen Stelle zu sprechen. Dann sind wir bei den beiden Tieren angekommen. Beide sind von der Straße aus nicht zu sehen und ich wundere mich, das der Rentner die Tiere gesehen hat. Aber er sagt mir, das er den Unfall gesehen hat und darum weiß wo die beiden zu finden sind.

Als wir bei den Tieren ankommen hole ich sofort mein Stethoskop aus meiner Tasche und höre zunächst die Katze ab. Lungenfunktion und Herzschlag sind vollkommen normal. Auch bei dem Hund ist es so. Darum taste ich beide Tiere nach einander ab. Auch dabei kann ich nichts feststellen. Nur haben beide eine derbe Beule am Kopf, was auch ihre Bewusstlosigkeit erklärt.

Beide Tiere kommen in Körbe und werden auf der Ladefläche unseres Bulli fest geschnallt. Dann geht es zum Tierheim wo ich beide Tiere Röntge. Obwohl ich von jedem Tier mehrere Aufnahmen mache, ist auf keiner zu sehen, das die Tiere irgendetwas gebrochen haben. Selbst die Beulen am Kopf entpuppen sich als harmlos.

Darum kommen beide Tiere auf die Intensivstation, wo sie jederzeit unter Beobachtung sind. Selbst in der Nacht werden die Tiere die hier untergebracht werden, alle 10 Minuten von der Nachtwache kontrolliert. Zwar ist das nur eine Sichtprüfung, aber die Nachtwache ist soweit geschult, das sie Besonderheiten erkennen kann und ich sofort informiert werde.

In den nächsten zwei Nächten blieb mein Telefon zu Hause ruhig, dann klingelte es doch. Bevor ich am Apparat bin, hat mein Mann Herbert den Hörer abgenommen. Nur kurz sprach er mit dem Teilnehmer, dann kam er ins Schlafzimmer gelaufen und rief nur: „Es gibt Ärger im Tierheim!“ gleichzeitig zog er seine Hose an. Auch ich reagierte sofort und sprang aus dem Bett. Auch ich kleidete mich schnell an und zusammen liefen wir zu Herberts Auto. Nur kurz war die Fahrt zum Tierheim und sobald Herbert und ich das Tor passiert hatten, rief uns schon die Nachtwache zum Katzenhaus.

Dort war alles hell erleuchtet und sofort rannte ich zur Intensivstation. Dort wartete auch schon die Nachtwache auf mich und zeigte stumm auf den Korb mit dem Hund. Dieser hatte Schaum vor dem Maul, wie ich nach einem Blick in den Korb feststellte. Ich hörte den Hund ab und stellte nur noch einen schwachen Herzschlag bei dem Hund fest.

Ich gab Herbert mein Stethoskop und bat ihn darum die Katze ab zu hören. Herbert hatte schon so viel Erfahrung mit Tieren, obwohl er Zahnarzt ist, das er dieses anstandslos machte. Ich kümmerte mich derweil um den Hund und entnahm ihm etwas Blut, welches ich sofort in den Auswerter getan habe. Während das Gerät arbeitete sagte mir Herbert: „Der Herzschlag ist sehr schwach und auch die Atmung ist nicht normal.“

Auch von der Katze entnahm ich etwas Blut und da das Gerät gerade mit der Diagnose des Blutes des Hundes fertig war, entnahm ich das restliche Blut des Hundes, reinigte kurz das Gerät und gab nun das Blut der Katze in den Auswerter.

Während nun das Blut der Katze ausgewertet wurde, schaute ich mir die Daten des Blutes von dem Hund an. Sofort fiel mir der hohe Entzündungswert auf. Jedoch hatte ich bisher keine Entzündung bei dem Hund festgestellt. Auch die Auswertung des Blutes der Katze zeigte mir, das es irgendwo im Körper der Katze eine Entzündung geben muss.

Noch einmal schaute ich mir die Röntgenaufnahmen der Tiere an, konnte jedoch nichts feststellen. Darum machte ich das Ultraschallgerät fertig und untersuchte damit nun den Hund. Da er ein sehr dichtes Fell hatte, stellte ich diese Untersuchung nach kurzer Zeit ein und fing an, den Hund an einigen Stellen zu rasieren. Auch Herbert rasierte die Katze, während ich den Hund schon wieder mit dem Ultraschallgerät untersuchte.

Nun sah ich was der Hund hatte. Er hatte eine Nieren Entzündung! Sofort gab ich dem Tier die benötigten Medikamente und schaute dann nach der Katze. Auch diese hatte eine Nierenentzündung und bekam von mir die erforderlichen Medikamente. In mir tauchte nur die Frage auf, warum beide Tiere dieselbe Krankheit hatten. Doch ich kam zu keinem Ergebnis.

Der Gesundheit Zustand der Tiere wurde immer besser und nach ein paar Tagen öffneten sie ihre Augen und wurden gesund. Schon am späten Nachmittag haben sie selbstständig gefuttert.

Zufällig fällt an diesem Tag mein Blick auf einen Kalender. Es ist der 24. Dezember!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #517
Die Bahn

In dieser Woche bin ich dran unsere Streuner zu versorgen. Wie oft in diesem Sommer werde ich unser „Postfahrrad“ benutzen. Damit ist ein Fahrrad gemeint, das vorne und hinten einen Tragekorb hat. Außerdem verfügt es über einen Ständer so das das Fahrrad auch im beladenen Zustand nicht um kippen kann. Darauf laden wir immer unsere Körbe mit dem wir Futter und etwas zu trinken für unsere Streuner transportieren.

So auch diesmal. Vorne ist das Futter und hinten haben ich einen Kanister mit Wasser befestigt. Dafür haben wir einfach ein paar Gummibänder für die Befestigung von Futter und Wasser gemacht. Selbst wenn wir einmal stürzen mit dem Rad, bleiben die Behälter in ihrer Position, was natürlich nicht sehr hilfreich ist, wenn das Rad auf der Seite liegt. Denn dann könnte das Gewicht des Rades nur auf einer Seite sein. Somit wäre ein wieder Aufrichten des Rades nicht möglich. Darum diese Gummihalterungen. Wir können die Behälter mit dem Futter lösen und das Fahrrad wieder aufrichten. Aber das war bisher nicht nötig.

Nun bin ich also unterwegs zu den Streunern. Dabei habe ich vorne Nassfutter für die etwa 15 Katzen die in dem von uns betreutem Areal sind, aber auch noch für etwaige neu zu Gänge. Denn es kommt immer wieder vor, das es neue Katzen bei den Streunern gibt. Es handelt sich aber meistens um Katzen, die ein zu Hause haben aber auch unter den Streunern neue Freunde finden und diese mit zu sich nach Hause nehmen.

So auch diesmal. Es sind mehre Katzen in dem Bereich als vermutet. Jede Katze bekommt trotzdem ihr Futter, egal ob Streuner oder Katze die ein zu Hause hat. Auch fülle ich in zwei Näpfe Hundefutter ein, weil es auch zwei Hunde gibt die öfters zu der Katzenkolonie kommen. Streitigkeiten zwischen Hund und Katze hat es bisher nicht gegeben. Auch haben die Katzen bisher nicht von dem Hundefutter genascht.

Ich bin gerade damit beschäftigt als das Handfunkgerät welches ich neben mir liegen habe, Geräusche macht. Ein jeder der Mitarbeiter hat ein Funkgerät bei sich, wenn er das Tierheim verlässt. Auch im Tierheim selber und in unserem Bulli gibt es ein Funkgerät. Somit sind wir immer erreichbar, sofern wir uns im Einzugsbereich der Geräte befinden. Denn leider haben diese Geräte nur eine geringe Reichweite.

Sofort greife ich zu dem Gerät und melde mich. Bernd, ein Mitarbeiter in unserem Tierheim, meldet sich und teilt mir mit, das ich sofort zurückkommen muss. Ein weiterer Mitarbeiter ist schon zu mir unterwegs um meine Arbeit weiter zu machen. Sofort packe ich meine persönlichen Sachen zusammen und gehe zum Fahrrad. Als ich dort ankomme, erscheint auch schon der andere Mitarbeiter auf seinem Rad. Ich nehme sein Rad und fahre zum Tierheim zurück.

Dort angekommen laufe ich sofort zur Behandlungsstation und treffe dort auf Bernd. Der sagt nur zu mir das ich ihm folgen soll. Dann geht er schnell zum Telefon, schaut auf einen Zettel und während er die Nummer wählt, reicht er mir schon den Hörer des Telefons.

Kaum ist der Ruf Ton raus, als auch schon am anderen Ende abgenommen wird. Eine Frau meldet sich und fragt zunächst nach meinem Namen. Als ich diesen genannt habe, sagt sie zu mir: „In etwa 35 Minuten hält ein Zug außer Planmäßig am Bahnhof in xxxxxxxx! Er wird nur etwa 1 Minute dort halten, dann muss er weiter. In dem Zug scheint es eine Epidemie zu geben, denn bisher sind in dem Zug 16 Tiere erkrankt. Dabei handelt es sich um 12 Hunde und vier Katzen. Nur Sie können helfen! Sagten jedenfalls mehrere TÄ die ich angerufen habe. Schaffen Sie es in 33 Minuten am Bahnhof zu sein?“

Sofort sage ich zu und lasse durch Bernd schon die Kiste mit Medikamenten zum Bulli bringen. Gleichzeitig rufe ich bei der Polizei an. Dem Beamten der sich meldet schildere ich kurz was ich erfahren habe. Aber ich sage auch, das ich nur noch 30 Minuten habe um dort hin zu kommen. Das ist eine Minute weniger als der Zug braucht.

Der Beamte sagt mir sofort zu und er zwei Wagen schickt. Als ich ihm sage, das ich schon los fahre fragt er nur noch nach meinem Auto und dem Kennzeichen des Wagens. Ich nenne ihm das was er wissen muss, dann lege ich auf. Anschließend laufe ich schnell zum Bulli der mit laufendem Motor vor dem Gebäude steht. Kaum sitze ich auf dem Beifahrerplatz als Bernd, er fährt den Wagen, auch schon Gas gibt.

Als er zur Kreuzung zur Hauptstraße kommt geht dort ein Blaulicht an und der Einsatzwagen sperrt die ganze Straße. So kann Bernd ohne zu stoppen gleich auf die Hauptstraße einbiegen. Dort gibt er nun richtig Gas, jedoch werden wir nach kurzer Zeit von dem Streifenwagen überholt. Der fährt mit vollem Konzert nun vor uns her.

Es dauert nicht einmal zwei Minuten als hinter uns ein weiterer Streifenwagen mit vollem Konzert fährt. Selbst als wir die Stadtgrenze erreichen, gehen die Beamten vor uns nicht vom Gas. So fahren wir mit etwa 100 km/h in die Stadt ein. Nun sind es schon drei Polizeiwagen die vor uns mit vollem Konzert fahren.
Bei jeder Kreuzung wo wir hätten halten müssen, werden wir zwar langsamer, aber aus einem der Vorausfahrenden Fahrzeugen springen zwei Beamte aus ihrem Wagen und halten den gesamten Verkehr an.

Selbst vor einer Einbahnstraße wird nicht Rücksicht genommen und wir fahren entgegen gesetzt der Fahrtrichtung. Dazu wurde die Fahrbahn am anderen Ende kurzfristig gesperrt.

Nach 28 Minuten sind wir an dem Bahnhof. Bernd hält unseren Wagen einfach vor dem Eingang des Bahnhofes an, obwohl hier gar kein Auto stehen darf. Sofort steigen wir beide aus und laufen zum Heck des Wagens. Dort sind auch schon vier Polizisten und einer fragt nach dem Schlüssel unseres Bulli. Bernd gibt ihm sofort den Schlüssel, dann greift er zur Kiste. Ein weiterer Polizist greift ebenfalls zu, dann laufen wir gemeinsam zum Bahnsteig.

Gerade als wir diesen erreiche hören wir schon die Bremsen eines Zuges quietschen und kurz darauf hält ein Zug neben uns. Sofort öffnet einer der Beamten eine Tür und Bernd steigt in den Waggon. Dann wird die Kiste nachgereicht und auch ich steige in den Zug. Bevor die Tür wieder ganz geschlossen ist, setzt sich der Zug wieder in Bewegung. Nun ist auch einer der Polizisten mit im Zug und er hat keine Chance mehr, aus dem Zug zu kommen.

Er zuckt nur mit den Schultern und greift zu einem Funkgerät. Damit ruft er seine Zentrale und teilt den Beamten dort mit, das er mit im Zug ist. Ich gehe zu ihm und lasse mir das Gerät geben. Als ich es bekomme sage ich zu dem Beamten in der Zentrale das er doch bitte alle an der Fahrt beteiligten Wagen zuschalten soll. Nach einem kurzen Moment teilt mir der Beamte mit, das alle Wagen mich hören können.

„Die Tiere hier im Zug und besonders ich möchte mich ganz herzlich bei allen Bedanken die dafür gesorgt haben das wir rechtzeitig zum Zug gekommen sind. Später mehr, denn jetzt muss ich mich um die Tiere kümmern. Nochmals Danke!“

Schon während ich am Sprechen war, kam ein Bediensteter der Bahn zu uns und ich beendete mein Gespräch. Dann gab ich das Funkgerät an den Beamten zurück. Bernd spricht schon mit dem Bahnbeamten der inzwischen gekommen ist. Nun erfahren wir, das wir im hinteren Teil des Zuges sind und alle Tiere sich im mittleren Bereich des Zuges befinden. Dort sind alle Tiere inzwischen versammelt.

Sofort begebe ich mich zu dem Waggon in dem sich die Tiere befinden, während Bernd, der zusammen mit dem Polizisten die Gerätekiste trägt, mir folgen. Ich bin jedoch schon lange vor den beiden in dem Waggon. Hier sind nur die Tiere und ihre Besitzer. Ansonsten gibt es keinen Reisenden in dem Waggon.

Da ich noch allein den Waggon betrete schaue mich alle sofort an. Meine Tasche, die ich natürlich dabei habe, scheint sie zu beruhigen denn alle hören sofort mit dem Gerede auf. Darum wende ich mich an ein etwa 10jähriges Mädchen und frage welches Tier sie hat. Doch ich sehe schon den großen Labrador neben ihr.

Genau dieses Tier, so sagt sie, gehört ihr und sie tritt etwas nach vorn. Doch ich sehe nur noch dieses Tier und hole sofort mein Stethoskop aus meiner Tasche. Dann höre ich das Tier ab und bemerke sofort den erhöhten Herzschlag bei dem Tier. Das Lungengeräusch ist vollkommen normal.

Auch Bernd ist inzwischen mit der Materialkiste da. Er fragt zunächst den Bahnbeamten nach einem Strom Anschluss, weil er auch unser Gerät zum Blutauswerten mitgenommen hat. Da dieses Gerät sehr handlich ist, hat er es einfach mit in die Kiste gepackt.

Sofort zeigt der Beamte wo der Stromanschluss ist und Bernd schließt das Gerät an. Während er das macht entnehme ich dem Hund schon etwas Blut. Die Ampulle gebe ich an den Polizisten weiter, der diese sofort zu Bernd bringt. Der taucht einen speziellen Streifen in das Blut und gibt den Streifen anschließend ins Gerät.
Ich höre schon den nächsten Hund ab und entnehme auch hier etwas Blut. So mache ich es mit jedem Tier.

Die Zettel der Auswertung bekommt jeder Besitzer eines Tieres zunächst, da ich erst bei allen Blut entnehmen will. Auch will ich jedes Tier zunächst abhören. Alle von mir abgehörten Tiere haben einen erhöhten Herzschlag.

Dabei lege ich die Katzen einfach mit zu Hunden, die alle auf dem Boden liegen. Keiner der Hunde macht eine Bewegung als das geschieht. Und ich denke mir nichts dabei. Erst als ich alle Tiere untersucht habe, beschnuppern die Hunde die Katzen. Wieder passiert nichts und die Katzen fangen sogar an mit den Hunden zu köpfeln.

Ich fange wieder von vorn an. Das Mädchen gibt mir den Streifen mit den Auswertungsergebnis und ich schaue mir diesen an. Sofort fällt mir der erhöhte Blutwert auf. Aber auch der Leberwert ist leicht erhöht. Alles sieht nach einer Vergiftung aus. Doch woher? Darum schaue ich mir die anderen Blutwerte der Tiere an und bei allen stelle ich die erhöhten Werte fest. Auch bei den Katzen!

Darum frage ich die Tierbesitzer ob die Hunde und Katzen vor der Fahrt etwas gefuttert haben. Jedoch hat keines der Tiere direkt vor der Fahrt etwas gefuttert. Vorher gab es auch nur ihr persönliches Futter. Also kann es daran nicht liegen.

Eine Frau sagt das ihr Hund vor betreten des Zuges noch etwas Wasser getrunken hat, aus einer Schale die am Treppenaufgang gestanden hat. Da meldet sich der Bahnbeamte: „Wir von der Bahn stellen keine Wassernäpfe bei den Treppen ab. Das muss jemand anderes gewesen sein!“

Jetzt wurde ich hellhörig und fragte die anderen ob ihre Tiere auch von dem Wasser getrunken haben. Das wird von den Hundebesitzern bestätigt. Darum wende ich mich an die Katzenbesitzer, denn die Katzen waren alle in Tragekörben. Aber auch diese Tiere wurden von ihren Besitzern aus den Körben genommen damit sie etwas trinken können.

Jetzt ist mir alles klar! Die Tiere wurden alle vergiftet durch das Wasser was sie getrunken haben. Darum bekommen alle Tiere von mir ein Gegenmittel gespritzt. Ob es ihnen besser geht, wird sich in etwa 15 Minuten zeigen. Inzwischen ist der Bahnbeamte zu seinem Abteil gegangen um von dort mit seiner Zentrale zu sprechen.

Während wir nun alle warten unterhalte ich mich mit den Tierbesitzern. Alle wollen wissen, wie ich es geschafft habe, rechtzeitig am Bahnhof zu sein. Während ich das erzähle fragt mich das kleine Mädchen ob ich wirklich die beste TÄ bin. Darauf antworte ich ihr: „Wenn es die anderen sagen, wird es wohl stimmen. Obwohl ich nie in einer Universität war, darf ich Tiere behandeln. Also muss es stimmen was die anderen sagen!“

Nun schauen mich alle neugierig an und ich zeige ihnen meine Sondergenehmigung. Von allen wird diese aufmerksam gelesen dann meint ein Hundebesitzer: „Ich hoffe Sie verstehen es, das ich meine Bella trotzdem von meinem Tierarzt untersuchen lasse.“ Natürlich stelle ich das jedem frei. Da der Beamte der Bahn wieder da ist, sagt er zu mir, das beim nächsten Halt ich mit einem PKW zu unserem Bulli zurück gebracht werde.

Ich höre noch einmal die Tiere ab und kann bei allen wieder einen normalen Herzschlag feststellen. Trotzdem entnehme ich noch einmal Blut und sofort wird es wieder vom Gerät untersucht. Die Blut- und Leberwerte haben sich verbessert, trotzdem empfehle ich den Besitzern eine Medikamentöse Behandlung. Auch nenne ich das Medikament. Dann packen Bernd und ich unser Material wieder in die Kiste und wir gehen zu einer Tür des Zuges.

Kurz darauf hält der Zug und wir werden draußen von dem Mitarbeiter der Bahn begrüßt, der uns zurück bringt. Nach einer Fahrt von fast drei Stunden sind wir wieder bei unserem Bulli und Bernd holt den Schlüssel von unserem Auto. Der Polizeibeamte, der die ganze Zeit bei uns war, wird von einem Kollegen geholt. Dann fahren Bernd und ich wieder zum Tierheim.

Alle Tiere in den Zoo wurden nach einer genauen Untersuchung durch den eigenen Tierarzt wieder vollkommen gesund. Später gingen einige Spenden von den Tierbesitzern ein. Ich selber ging zur Polizeizentrale um mich noch einmal bei den beteiligten Beamten zu bedanken. Dort blieb ich mehrere Stunden und habe mich von allen Beteiligten Beamten persönlich bedankt. Von diesem Tag an, wurde immer, wenn ich die Polizei benötigte, sofort von denen geholfen.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #518
Der fremde Tierarzt

Seit geraumer Zeit sitze ich hier in einer TK die ich nicht kenne. Ich bin zu dieser gefahren weil auch eine Notfallstation vorhanden ist. So stand es jedenfalls auf einem Schild an dem ich vorbei gekommen bin nachdem ich die Katze neben der Straße gefunden habe. Leider kann ich sie nicht selbst behandeln, weil mein rechter Arm in Gips ist. Bei einem Sturz im Garten habe ich mir den Arm gebrochen und dieser muss nun aus Heilen.

Doch zurück wie es dazu gekommen ist, das ich in der TK sitze.

Ich bin mit meinem Kombi unterwegs zu einer Tagung für Tierheim Leiter. Zwar bin ich nicht der Leiter unseres Tierheim, aber die Leiterin meinte zu mir, das sie diese Tagung schon so oft mitgemacht hat. Jedes Mal war es stinklangweilig bei dieser Tagung und ich muss diese Tagung nun einmal kennen lernen.

Ich habe mich entschlossen mit meinem PKW zu fahren, weil der Tagungsort außerhalb einer Ortschaft liegt und ich ein Taxi hätte nehmen müssen um dort hin zu kommen. Außerdem hätte ich nicht am Tagungsort übernachten können, was wieder eine Taxifahrt bedeutet hätte. Auch zum Bahnhof hätte ich mit dem Taxi fahren müssen.

Darum mein Entschluss mit dem eigenen PKW zu fahren. Zwar sind es fast hundert Kilometer zu dem Tagungsort, aber ich spare immer noch jede Menge Geld als wenn ich mit Bahn und Taxi fahre. Schließlich bin ich auch ein bisschen Geizig. Natürlich ist es auch von Vorteil einen Automatik zu fahren. So brauche ich nicht beide Arme zum Fahren. Einfach beim Start eine Fahrstufe einlegen und erst am Zielort muss man die Fahrstufe wieder verlassen.

Ich fahre also mit meinem PKW auf einer Bundesstraße meinem Ziel entgegen. Als ich einen kleinen Wald verlassen habe, folgen nur noch Felder. Erst in etwa zwei Kilometer Entfernung ist der nächste Wald zu erkennen.

Ich bin kurz vor dem Zweiten Wald als ich die Katze im Gras liegen sehe. Sofort schalte ich die Warnlichtanlage an meinem PKW an und werde langsamer. Als mein PKW endlich steht, nehme ich meine Tasche, die auf dem Beifahrersitz liegt, und steige aus dem Auto. Dann laufe ich die paar Meter zurück zu der Katze, die ich gesehen habe.

Trotz meines Armes untersuche ich die Katze. Anscheinend ist sie von einem Auto angefahren worden. Denn ich kann nicht nur die gebrochenen Vorderläufe erkennen, sondern auch eine Verletzung der Wirbelsäule. Ich bemerkte jedoch eine Reaktion an den hinteren Pfoten wenn ich diese vorsichtig gestreichelt habe. Jedoch muss hier ein röntgen erfolgen, um ein genaues Ergebnis zu sehen.

Ich hole meine kleine Trage aus meiner Tasche und lege die Katze vorsichtig darauf. Dabei bemerke ich, das die Katze mich ansieht. Sofort fange ich an mit der Katze zu reden. „Es wird alles wieder gut meine kleine Freundin! Nur musst Du jetzt sofort in eine TK, damit du geröntgt werden kannst!“ Als die Katze auf der kleinen Trage liegt, nehme ich einige Mullbinden zur Hand und binde damit die Katze auf der Trage fest. Dann gebe ich ihr eine leichte Betäubung.

Nachdem die Katze in meinem Auto ist, fahre ich langsam los. Ich hoffe unterwegs eine TK zu finden. Was auch nach kurzer Zeit gelingt. Sofort fahre ich auf den Parkplatz der TK und hole die Katze aus meinem PKW. Damit betrete ich die TK und werde auch sofort von einem Mitarbeiter angesprochen. Nachdem ich mein Anliegen vorgetragen habe, werde ich zum Wartebereich gebracht und die Person die mich gefragt hat, sagt zu mir, das es nur wenige Minuten dauert, bis ich aufgerufen werde.

Jedoch dauert es fast eine halbe Stunde, bis mein Name genannt wird. Eine junge Frau bringt mich in einen Behandlungsraum, wo sie zu mir sagt, das der Tierarzt sofort kommt. Doch wieder warte ich 15 Minuten auf den Tierarzt. Langsam werde ich sauer. Da kommt jemand in eine TK der offenbar eine verletzte Katze bringt und keiner kümmert sich richtig darum. Aber noch halte ich mich zurück. Ich will nun endlich wissen wie es weiter geht. Nur dann kann es vielleicht eine Änderung in der TK geben, wenn jemand kommt mit einem verletzten Tier.

Als endlich die Tür aufgeht und ein etwa 50jähriger Mann den Raum betritt, denke ich nun geht es endlich los. Jedoch kümmert er sich zunächst nicht um die Katze, sondern fragt mich nach meinen Daten. Obwohl alle schon bei der Anmeldung von mir angegeben wurden. Dann endlich fragt er warum ich da bin.

Ich erzähle ihm von den Umständen wie ich die Katze gefunden habe und weise auch auf die Verletzungen der Katze hin. Besonders erwähne ich den Rücken der Katze, damit sie vorsichtig behandelt wird. Dann endlich untersucht er die Katze und lässt sie von einer Mitarbeiterin zum Röntgen bringen. Dann bittet er mich darum wieder im Wartebereich Platz zu nehmen. Anschließend geht er davon zu seinem nächsten Patienten.

Keiner hat bisher gefragt warum die Katze auf einer Trage liegt und warum sie dort mit Mullbinden gesichert ist. Auch hat bisher keiner nach dem Besitzer der Katze gefragt. Darum entschließe ich mich dazu, sofort beim TÄ-Verband an zu rufen um mehr von dieser TK zu erfahren. Denn vor der TK ist auch eine Telefonzelle.

Kurz nachdem ich die Nummer gewählt habe und ich meinen Namen genannt habe werde ich sofort weiter verbunden. Zwar bin ich etwas erstaunt darüber aber es wird wohl richtig sein. Dann meldet sich ein Mann. Aus den Nebengeräuschen die zu hören sind, scheint er in einem Auto zu sitzen und mit einem Autotelefon mit mir zu sprechen.

„Hallo Frau Xxxxx! Schön von dir etwas wieder zu hören. Was hast Du denn für ein Problem? Warte mal einen Moment ich halte mal eben an. So, was hast Du für ein Problem?“ Ich schildere ihm was ich hier in der TK erlebt habe und bekomme mit, wie er den Motor von seinem Wagen wieder anlässt. Dann sagt er: „Eigentlich wollte ich zu einem Treffen mit Kollegen. Aber die sollen nun warten. Ich stehe schon auf dem Parkplatz der TK. Komm doch bitte nach draußen und schildere mir alles noch einmal.“

Sofort sehe ich mich um und erkenne in einem Wagen jemand telefonieren. Das wird er wohl sein und ich frage auch danach. Da er das ist in dem Wagen, treffen wir uns vor der Telefonzelle und ich schildere ihm noch einmal was ich bisher erlebt habe. Kurz entschlossen sagt er mir zu mit in die Klinik zu kommen. „Stelle mich einfach als deinen Vater vor. Ich heiße im übrigen Klemens mit Vornamen!“

Dann betreten wir zusammen die Klinik und setzen uns in den Wartebereich. Hier fragt er nun was ich denn seit meiner Prüfung alles gemacht habe und ist doch sehr erstaunt als ich ihm das nun erzähle. Aber er unterbricht mich mit keinem Wort. Als ich einmal Luft hole, fragt er mich nach den Verletzungen der Katze. Klar muss er das wissen. Darum schildere ich noch einmal die Verletzungen der Fundkatze.

Wir haben uns schon eine halbe Stunde unterhalten als ich wieder von der Schwester abgeholt werde. Zu Klemens sagt sie gar nichts. Dann sitzen wir beide in dem Behandlungsraum. Schon nach kurzer Zeit öffnet sich die Tür wieder und der Tierarzt betritt das Zimmer. Ohne sich um Klemens zu kümmern kommt er sofort auf die Verletzung der Katze zu sprechen.

Zum Schluss sagt er: „Auf Grund der Rückenverletzung ist es das beste die Katze ein zu schläfern!“ Dabei schaut er mich durchdringend an. Sofort frage ich was die Katze am Rücken hat. Er antwortet mir: „Dort ist ein Bruch und die Katze wird wohl gelähmt sein!“

Da bei meiner Untersuchung aber noch eine Reaktion erfolgte als ich die hinteren Pfoten der Katze streichelte, frage ich ob das auch untersucht wurde. Dieses verneint er. Darum will ich sofort die Katze sehen und der Arzt sagt, das er sofort die Katze bringen lassen wird.

Nun mischt sich Klemens ein: „Mein Name ist Klemens Graf von Sxxxxxxx. Ich bin Vorsitzender der TÄ-Bundes. Sie machen jetzt bitte alles was Frau Xxxxx Ihnen sagt. Sie ist Ausgebildete Spezialistin für Katzenkrankheiten. Jetzt bringen sie uns bitte zu der Katze!“

Wieder greift der Tierarzt zum Telefon und sagt dabei, das er die Katze sofort bringen lässt. Aber Klemens besteht darauf zu der Katze gebracht zu werden. Darum verlassen wir drei den Raum und gehen weiter in den hinteren Teil der TK. Dort öffnet er eine weitere Tür und wir betreten nun den Raum in dem die Katze liegt. Auf einem weißen Tablett liegen die Spritzen um die Katze ein zu schläfern.

Dieses Tablett stelle ich sofort zur Seite und danach betrachte ich die Röntgenfotos der Katze. Darauf sind sehr gut die Brüche die die Katze hat zu sehen. Auch der Bruch der Wirbelsäule ist zu sehen. Von der Mitarbeiterin der TK lasse ich mir einen Kittel und Handschuhe geben. Erst als ich den über meinen gebrochenen Arm ziehen will, fällt mir dieser wieder ein.

Aber Klemens sagt zu mir: „Du sollst auch nur die Kommandos geben. Den Rest machen der Tierarzt und ich. Also womit sollen wir anfangen?“ Zunächst lasse ich vorsichtig die Haare an der Bruchstelle am Rücken entfernen. Denn ich will mich überzeugen, das eine weitere OP nicht mehr nötig ist. Denn sollte auch das Knochenmark durchtrennt sein, ist die Katze gelähmt und dann hilft wirklich nur noch die Spritze.

Vorsichtig werden die Haare entfernt und der Tierarzt macht den nötigen Schnitt am Rücken der Katze. Dann tritt er zur Seite und ich schaue mir den Bruch genau an. Auch eine Lupe benutze ich. Jedoch hat die Katze unwahrscheinlich viel Glück gehabt, denn das Knochenmark ist nicht verletzt.

Der Tierarzt weis schon was er machen muss und setzt sofort eine Platte an der Bruchstelle ein. Diese Platte muss nun Zeit ihres Lebens eingesetzt bleiben. Nachdem die größte Baustelle versorgt ist, kümmert sich der Tierarzt um die anderen Brüche und nach etwa einer Stunde sind wir fertig.

Nachdem die Katze in einem anderen Raum gebracht worden ist, sagt der Tierarzt: „Wissen sie was? Wenn diese Katze ein Streuner ist, darf sie bei mir bleiben. Ich habe einen alten Bauernhof und dort wird sie mit den anderen Katzen die ich schon habe, zusammen leben. Den Bereich den sie dort alle zusammen haben ist fast 5000m groß und er ist so ausgebaut, das keine Katze abhauen kann.“

Ich frage ihn wie viele Katzen er schon hat und nachdem er sagt das es elf Katzen und fünf Hunde sind die bei ihm leben, bin ich zunächst Sprachlos. Darum erzählt er weiter: „Das sind alles Tiere die hier bei uns in der TK waren und die alten Besitzer die Behandlung nicht bezahlen konnten. Aber besuchen dürfen die alten Besitzer ihre Tiere jederzeit. Und dort wird auch die Katze hinkommen, wenn sich kein Besitzer meldet.“

Wir reden noch etwa eine Stunde mit dem Tierarzt und erfahren auch, warum ich so lange warten musste. Es hat ihm einfach keiner gesagt, das die Katze einen Unfall hatte.

Die Tagung zu der ich unterwegs war, konnte an Langweiligkeit nicht übertroffen werden und ich war richtig froh, als sie endlich vorbei war.

Die Katze wurde wieder gesund, nur war sie leicht am Humpeln. Zusammen mit Herbert besuchte ich den Tierarzt und die Katze und konnte mich selber von dem guten Zustand der Tiere überzeugen. Die Katze schien tatsächlich ein Streuner gewesen zu sein, denn es hat einiges gedauert bis sie sich streicheln ließ. Das erzählte mir der Tierarzt bei dem Besuch. Auch die Hunde lebten in dem abgezäunten Bereich, ohne eine Trennung zwischen den Tierarten.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #519
Weiß und Schwarz

Ich arbeite gerade im Hundebereich und reinige die Fressnäpfe der Hunde. Dabei unterhalte ich mich mit einer Mitarbeiterin, die die gereinigten Näpfe sofort wieder mit Futter füllt. Das ist nötig, weil in etwa einer Stunde die Hunde, aber auch die Katzen sowie die anderen Tiere ihr Futter bekommen. Die anderen Tiere sind vier Papageien, 12 Kanarienvögel, 8Wellensichtiche, zwei Ratten und ein Esel. Alle bekommen ungefähr zur gleichen Zeit ihr Futter.

Wobei die Mitarbeiterin und ich die Katzen versorgen werden. Aber 83 Katzen zu versorgen ist für zwei Personen nicht einfach.

Von diesen 83 Katzen sind 4 auf der Krankenstation, 6 sind in Quarantäne und 7 sind Streuner, die vom Tierarzt und mir, in zusammen Arbeit, Kastriert wurden. Diese Katzen werden zuerst ihr Futter bekommen und im Anschluss die restlichen Katzen.

Für diese Katzen haben wir uns einen Trick ausgedacht. Alle 66 Katzen werden nach draußen gelockt, meistens mit Leckerlis, und die zweite Person bringt dann das Futter in den Raum der Katze. Erst danach wird die Tür nach draußen wieder geöffnet und die Katzen stürmen dann immer in den Raum. Man könnte fast meinen, die Katzen haben seit Tagen nichts mehr zu Futtern bekommen.

Aber das kann nicht sein! Denn bei uns im Tierheim ist immer Futter für Hunde und Katzen da. Die Näpfe werden nachdem sie leer gefuttert wurden immer mit einer kleinen Menge Trockenfutter gefüllt, so das immer wieder etwas gefuttert werden kann. Trotzdem warten alle Tiere auf ihr Nassfutter.

Während wir das Futter verteilen kommt Heinz zu mir. „Du sollst sofort zu Anna kommen! Warum weiß ich leider nicht.“ Anna ist die Tierheim-Leiterin und wenn sie nach mir ruft, ist immer mein Wissen gefragt. Dieses Wissen besteht darin, das ich wie ein Tierarzt ausgebildet bin und Tieren helfen darf. Genauso wie ein Tierarzt, obwohl ich nie eine Uni besucht habe.

Ich rufe nach Klara, so heißt die Mitarbeiterin, und sage ihr, nachdem sie da ist, das ich zur Leiterin muss. Sie weiß sofort was nötig ist, ruft nach einer Hilfe und versorgt erst einmal die Katzen weiter. Anschließend schaut sie in unsere Notfallkiste und füllt diese auch auf. Doch das ist nicht nötig und sie bringt schon einmal die Kiste zu unserem Bulli.

Ich begebe mich in dieser Zeit zur Leiterin des Tierheim. Nachdem ich ihr Büro betreten habe dauert es noch etwas, da sie am Telefonieren ist. Da sie mich mit einer Handbewegung auffordert Platz zu nehmen, setze ich mich auf einen Stuhl vor ihrem Schreibtisch.

Nachdem sie mit dem Telefonat fertig ist, wendet sie sich an mich: „Das war gerade ein Gespräch mit dem Leiter des Zoos! Auf seinem Gelände scheinen sich fremde Hunde und Katzen herum zu treiben. Er bittet darum, diese Tiere ein zu fangen und sie in unserem Tierheim auf zu nehmen.“

Ich bin enttäuscht, denn ich hatte mit etwas anderes gerechnet, aber auch die Aufgabe werde ich erledigen. Nur weiß ich noch nicht wie, denn mir fehlen noch Angaben, die mir aber von der Tierheim-Leiterin hoffentlich gesagt werden. Doch ich habe mich getäuscht und sie wünscht mir viel Glück im Zoo.

Also fahre ich zusammen mit Klara zum Zoo und treffe auch bald den Direktor. Diesen kenne ich schon seit meiner Ausbildung im Zoo und wir begrüßen uns wie alte Bekannte.

Nach dieser Begrüßung schildert mir der Leiter des Zoos sein Problem. Immer wenn der Zoo des Abends geschlossen wird, kommen andere Tiere von Außerhalb des Zoos. Darunter auch ein Hund und eine Katze. Der Hund ist ganz weiß und die Katze schwarz.

Immer wieder wurde versucht die beiden durch Mitarbeiter einzufangen, jedoch hatten sie keinen Erfolg. Auch Tierfallen wurden eingesetzt, jedoch wurden diese ignoriert. Jedoch darf es in einem Zoo keine freilaufenden Tiere geben, weil dadurch die anderen Tiere nervös werden könnten.

Nachdem ich mich mit dem Zoodirektor unterhalten habe und Klara einige Materialien aus dem Bulli geladen hat, fährt sie wieder zum Tierheim und ich gehe durch den Zoo. Mein erster Weg führt zu den Elefanten. Da ich von allen Abteilungen des Zoos einen Schlüssel bekommen habe, ich bin der einzige der durch den Zoo gehen kann, da die Nachtwache in einem Raum sitzt, wo der Zoo mit Kameras überwacht wird.

Dort werde ich freudig begrüßt und gehe auch in den Bereich der Elefanten. Keines der mächtigen Tiere ist feindlich gegen mich eingestellt und nach etwa 30 Minuten verlasse ich den Bereich wieder. Ich bin auf den Weg zu den Gorillas. Diese Tiere haben es mir besonders angetan, nachdem ich mal vor langer Zeit, für etliche Tage nur in ihrem Käfig gelebt habe.

Auch jetzt werde ich von den mächtigen Tieren freudig begrüßt. Alle kommen sofort zu mir, nachdem ich die Tür zum Gehege geöffnet habe, um neben mir zu sein. Jedoch nur der Chef des Rudels, darf mich um Armen. Was er auch ausgiebig macht. Erst danach ist auch seine Herde an der Reihe. Jedes der Tiere umarmt mich und geht dann zu seinem Platz. Nur der Chef bleibt die ganze Zeit bei mir.

Nach etwa 30 Minuten verlasse ich meine Freunde, die Gorillas, wieder. Denn es ist die Zeit, wo Hund und Katze wieder auftauchen. Dazu begebe ich mich zu einer bestimmten Stelle des Zoos. Hier wurden die beiden von der Nachtwache des Zoos öfters gesehen. Auch ich lege mich auf die Lauer!

Nach etwa 30 Minuten sehe ich die Tiere. Jedoch kommen beide aus dem Bereich der Löwen und nicht von außerhalb des Zoos. Natürlich bin ich sehr überrascht das zu sehen doch ich folge den beiden ohne das sie mich bemerken. Beide laufen zu einem Gebäude In dem Gebäude werden die Reste des Futters aufbewahrt. Dort verschwinden sie durch eine Klappe in das Innere des Gebäudes.

Nach etwa 30 Minuten kommen beide wieder aus dem Gebäude und laufen wieder zu ihrem Versteck. Noch eine Stunde spielen die beide mit angenommenen Gegnern, dann gehen sie wieder ins Löwen Gehege
Jetzt wusste ich Bescheid, wo die beiden sind und für die nächste Nacht, wusste ich was zu tun ist. Jedoch kommt es ganz anders, denn der Hund schaut auf einmal in meine Richtung. Dann bleibt er stehen um genauer schnuppern zu können.

Vorsichtig kommt der Hund, auf mich zu. Wobei ihm die Katze folgt. Immer näher kommt er und als er direkt vor mir ist, bleibt er stehen. Nur die Katze kommt noch näher. Direkt vor mir bleibt sie stehen und schaut mich durchdringend an. Ich rühre mich nicht und nach etwa 5 Minuten kommt sie direkt zu mir. Jetzt hätte ich sie streicheln können, doch das unterlasse ich.

Die Katze schnuppert an mir, danach erst der Hund. Die Katze war ganz schwarz und der Hund ganz weiß. Beide hatten keine andere Fellzeichnung an sich. Ich fing an mit beiden zu reden und nach einem kurzen Moment, legten sich beide zu mir. So bleiben sie beide bei mir, bis es wieder hell wird.

Erst jetzt wollen beide weg, jedoch ich rede weiter zu den beiden. Darum bleiben sie bei mir und lassen sich von mir streicheln. Beide haben anschließend mit mir zusammen das Löwengehege, denn dort waren wir noch immer, verlassen. Sie sind ohne Schwierigkeiten in ein anderes Gehege gegangen, wo ich sie untersuchen konnte. Denn im Löwengehege war mir das doch zu unsicher.

Beide sind vollkommen gesund und nach kurzer Überlegung, habe ich sie wieder zu den Löwen gelassen. Noch einmal schaute ich mir beide Tiere an und erkannte, das sie bei den Löwen glücklich waren. Darum entließ ich beide Tiere bei den Löwen und konnte kurz darauf wieder mal ein Wunder der Natur sehen.

Beide wurden von den Löwen begrüßt und nach kurzer Zeit verschwanden beide, Hund und Katze, in einer Höhle die von den Löwen gesichert wurden. Dazu legten sich die Löwen vor den Eingang der Höhle und kein Mensch konnte diese betreten.

Später redete ich mit dem Zoodirektor und erzählte ihm was ich mit den beiden erlebt habe. Stumm hörte er zu und nach kurzem Überlegen rief er Werner dazu. Werner ist der Pfleger bei den Löwen. Auch ihm schilderte ich, was es mit Hund und Katze auf sich hat. Dann meinte er: „Wir haben zwar die eine oder andere Aktration hier im Zoo, aber das wäre etwas ganz besonderes. Die Löwen und dann auch noch die beide zusammen in einem Gehege. Ich bin dafür das Hund und Katze bei den Löwen bleiben. Nur müssten wir die beiden dazu bringen, das sie Über tags bei den Löwen sind, aber da sehe ich kein großes Problem!“

Auch der Direktor ist wohl inzwischen zu demselben Ergebnis gekommen und so fangen beide an zu beratschlagen wie die beiden mit den Löwen leben können. Ich verabschiede mich von ihnen und zusammen mit Klara, die inzwischen gekommen ist, fahre ich zurück zum Tierheim.

Schon eine Woche später konnten die beiden im Löwengehege zusammen mit den Löwen besichtigt werden. Auch Herbert und ich waren da und konnten sehen, wie die Katze auf dem Kopf eines Löwen lag, während der Hund mit einer Löwin schmuste.

Als der Hund nach zwei Jahren krank wurde, wagte ich mich einmal zu den Löwen, um nach dem Hund zu sehen. Kein Löwe versuchte mich an zu greifen, während ich das Tier untersuchte. Erst nachdem ich das Gehege der Löwen verlassen habe, wurde der Hund sehr genau von den Löwen untersucht.

Als der Hund nach wenigen Tagen starb, trauerten auch die Löwen um den Hund und kümmerten sich verstärkt um die Katze.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #520
Der Campingurlaub

Herbert, Monika, ihr Freund Kai und ich machen Urlaub mit einem Wohnmobil. Das Wohnmobil hat zwei getrennte Schlafräume für insgesamt 4 Personen. Insgesamt wollen wir zwei Wochen unterwegs sein. Seit drei Tagen befinden wir uns in Sankt Peter Ording an der Nordsee. Hier wollen wir noch ein paar Tage bleiben, dann geht es an die Ostsee. Auch dort haben wir bereits einen Platz gebucht.

Nach dem gemeinsamen Frühstück sind Monika und Kai immer schnell verschwunden. Sie gehen dann an den wunderbaren Strand und treffen dann Freunde. Diese haben die beiden hier kennen gelernt. Erst abends sehen wir die beiden dann wieder. Dann gehen wir immer in ein Restaurant und Essen dort etwas.

Herbert und ich sind morgens etwas länger im Mobil. Beide räumen wir auf. Herbert die Küche und ich den Schlafraum. In Monikas Raum gehe ich nicht, denn ich weiß das dort immer alles perfekt aussieht.

Erst wenn alles gemacht worden ist, gehen Herbert und ich zum Strand. Meine Tasche lasse ich immer im Mobil in einem Schrank, weil am Strand doch sehr viel Gestohlen wird. Das hat uns gleich bei der Ankunft der Betreiber des Campingplatzes gesagt. Darum ist die Tasche im Schrank und dieser ist auch noch verschlossen. Das ein Schrank abschließbar ist, darauf hatten wir schon geachtet als wir das Mobil gemietet haben.

Als wir zum Strand gehen, schließt Herbert das Wohnmobil ab und steckt den Schlüssel in einen Wasserdichten Beutel. Dieser Beutel wird wiederum von ihm in die Tasche seiner Badehose gesteckt.

Am Strand angelangt entfaltet Herbert die mit genommene Decke und wir Cremen uns gegenseitig ein. Unsere Decke hat Herbert so hingelegt, das wir aufs Wasser schauen können. Auch hat er sie zu Bekannten gelegt die wir hier kennen gelernt haben. Wir begrüßen unsere Bekannten und reden erst einmal völlig belanglos über alles Mögliche. Auch gehen wir mehrmals ins Wasser. Immer danach Cremen Herbert und ich uns wieder ein. Denn die Sonne brennt doch sehr stark.

Ich bin immer wieder erstaunt wer alles Camping macht. Nicht nur den normalen Arbeiter trifft man hier, sondern auch Ärzte, Banker, Firmeninhaber oder aber auch Menschen die sich jederzeit ein Hotel leisten könnten. Aber alle sind dem Camping verfallen. Genauso wie Herbert und ich.

Zu unseren neuen Bekannten gehört auch der Leiter einer TK. Natürlich fragen ihn die anderen aus nach seinem Job. Herbert und ich halten uns zurück bei dieser Fragestunde. Als wir uns vorgestellt haben, hat Herbert nur gesagt das er Zahnarzt ist und ich in einem Tierheim arbeite. Fragen wurde dazu nicht gestellt, jedoch schaute uns der Tierarzt genau an.

Zufällig fällt mein Blick auf eine Menschenmenge in etwa 50m Entfernung. Dort scheint große Aufregung zu sein. Ich will gerade wieder meinen Blick abwenden, als ich in die Augen eines großen Hundes schaue. Dieser Hund liegt lang ausgestreckt auf dem Boden und lässt sich von einem weinenden Mädchen streicheln. Sofort denke ich: „Da muss was mit dem Hund sein!“ und ich stehe auf. Zu Herbert sage ich gleichzeitig: „Holst Du bitte die Tasche aus dem Mobil? Ich glaube ich werde dort gebraucht.“ Dabei zeige ich in die Richtung des Hundes. Alle schauen nun dort hin und Herbert geht schnell zu unserem Mobil.

Ich gehe schon zu dem Hund und auch alle Bekannten folgen. Der Tierarzt ist als erster von uns bei dem Tier. Er sagt zu den umstehenden das er Tierarzt ist und kann sofort zu dem Hund. Als ich dazu komme, tastet er gerade den Hund ab, kann jedoch nichts feststellen. Auch ich bücke mich zu dem Hund und streichele ihm zunächst über den Kopf. Der Hund antwortet, indem er leicht mit seinem Schweif wedelt und leise jault.

Erstaunt sieht mich der Tierarzt an. „Ich denke Du arbeitest in einem Tierheim? Als was denn? Etwa als Tierpsychologe?“ „Nein!“ antworte ich ihm „ich bin nur einfache Mitarbeiterin und habe nichts studiert.“ Er nickt mit dem Kopf und beobachtet mich weiter, denn ich streichele noch immer den Hund.

Kurz darauf ist Herbert mit meiner Tasche da und reicht mir diese sofort. Ich hole das Stethoskop aus der Tasche und höre den Hund ab. Der Tierarzt ist nun richtig erstaunt, aber bevor er was sagen kann, fängt Herbert an zu reden: „Lass Gerda nur machen. Du hast zwar mehrere Jahre an Erfahrung mit Tierkrankheiten, meine Frau hat sich aber alles selber beigebracht und hat eine Sondergenehmigung Tieren zu helfen. Glaub mir, sie ist besser wie du!“

Ungläubig schaut der Tierarzt mich an, während ich den Hund ab Höre. Seine Lungen sind in Ordnung, jedoch sein Herz schlägt rasend schnell. Warum kann ich aber leider nicht feststellen, jedoch vermute ich eine Schilddrüsen Erkrankung. Während ich eine Spritze aufziehe um das Herzrasen in den Griff zu bekommen, frage ich das Mädchen nach den Eltern. Diese stehen direkt hinter dem Mädchen und ich sage zu ihnen, das der Hund dringend zu einem Tierarzt muss. Besser ist eine TK, weil die alle erforderlichen Untersuchungen im Haus erledigen können. Dabei setze ich die Spritze und nach einigen Minuten ist der Herzschlag wieder vollkommen normal.

Der Hund steht auf und schleckt mir durch das Gesicht. Erst dann geht er zu dem Mädchen und auch ihr wird durch das Gesicht geschleckt. Da die Eltern des Kindes aus dem Ort sind, versprechen sie sofort mit dem Hund in die TK zu gehen. Danach verlassen sie den Strand. Nun zeige ich dem Tierarzt meine Sondergenehmigung. Noch lange sitzen wir an diesem Tag zusammen und reden über meine Genehmigung. Auch am nächsten Tag ist es so.
Nach einigen Tagen fahren wir zur Ostsee. Doch dafür ist eine eigene Geschichte nötig.

Der Hund hatte tatsächlich eine Erkrankung der Schilddrüsen die mit den richtigen Medikamenten behandelt wurden. Danach lebte er noch lange Jahre in der Familie.
 
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