Post aus Bayern

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Tschikitta

Tschikitta

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Der Taschendieb

Herbert unsere Tochter Monika und ich sind an diesem Samstag mal wieder in der Stadt unterwegs. Heute haben alle Geschäfte in der Innenstadt bis 18.00 Uhr geöffnet. Darum sind wir auch unterwegs um in großen Geschäften etwas zu kaufen. Monika möchte ein neues Kleid oder einen Rock mit passender Bluse, Herbert möchte ein paar neue Hosen und ich suche auch Hosen für mich. Außer dem Hochzeitskleid habe ich noch nie Kleider oder Röcke besessen. Auch bei mir im Kleiderschrank finden sich nur Hosen.

Gerade sind wir an einem Fotofachgeschäft, wo sich Herbert die Auslagen anschaut. Auch ich schaue interessiert die Auslage an, weil ich schon lange mit dem Gedanken spiele, mir eine eigene Ausrüstung zu kaufen. Zwei Kameras fallen mir besonders ins Auge, aber als ich den Preis lese, erlischt mein Interesse an den beiden. Denn für eine Kamera mit einem normalen Objektiv über 1000 Mark hin zu blättern, ist mir doch sehr viel.

Herbert meint jedoch, das wir den Laden betreten sollen. Also gehen wir drei hinein. Dort lässt sich Herbert von einem Verkäufer beraten, während Monika und ich uns nur Umsehen. Nach etwa 10 Minuten verlassen wir den Laden wieder, ohne das Herbert etwas gekauft hat.

Als nächste betreten wir ein Bekleidungsgeschäft. Da Monika schon 15 Jahre alt ist, geht sie sofort in die Kinderabteilung, Herbert zur Herrenabteilung und ich gehe zur Damenabteilung. Dort schaue ich sofort nach Damenhosen und werde auch schon sehr schnell fündig. Beide haben die richtige Größe, jedoch traue ich den Angaben nicht, da die Hosen doch sehr klein aussehen.

Da auch noch die gleichen Hosen in einer anderen Größe angeboten werden, nehme ich auch diese und gehe in Richtung Umkleide Kabinen. Dort stelle ich nun fest, das die Hosen in meiner Größe zu klein sind, aber die anderen passen. Von dieser probiere ich auch die zweite Hose und auch diese passt. Nun gehe ich zu einem in der Nähe befindlichen Spiegel um den Sitz der Hose zu prüfen. Die Hose passt ausgezeichnet.

An der Kasse bemerke ich jedoch das meine Tasche fehlt und nachdem ich gezahlt habe, renne ich schnell zur Umkleide. Jedoch ist meine Tasche weg. Jemand muss sie gefunden haben und ist hoffentlich damit zur Kasse gegangen um den Fund dort an zu melden. Jedoch in dem ganzen Kaufhaus findet sich meine Tasche nicht wieder an.

Daraufhin ruft eine Mitarbeiterin des Kaufhauses die Polizei an und nachdem diese erfahren haben, das sich auch Betäubungsmittel in der Tasche befinden, dauert es nur etwa
5 Minuten bis die Beamten vor Ort sind. Beide kenne ich schon und so begrüßen wir uns wie alte Bekannte. Was ja auch stimmt, denn beide haben mir schon geholfen.

Kurz darauf sprechen uns zwei Männer im mittleren Alter an. Wie sich herausstellt sind die beiden von der Kripo. Immer wieder fragen sie nach den BTM und glauben weder mir noch Herbert, das ich diese Mittel per Sondergenehmigung mitführen darf. Ich kann es nicht beweisen, da sich diese Genehmigung in meiner Tasche befindet und diese ist nun einmal geklaut worden.

Aber auch den beiden Polizeibeamten wird nicht geglaubt, da sie bisher meine Sondergenehmigung noch nie gesehen haben. Plötzlich sagt meine Tochter Monika: „Ob sie es glauben oder nicht, ist nicht wichtig! Wichtig ist das diese Tasche wieder auftaucht! Suchen sie doch draußen denn die Tasche ist zu auffällig. Immerhin sind auf beiden Seiten Aufkleber angebracht an denen man die Tasche erkennt.“

Zusammen mit den Beamten gehen wir nun zum Ausgang des Geschäftes und sehen uns draußen erst einmal um. Es ist zu viel Betrieb vor dem Geschäft und somit können wir auch nicht eine Person sehen, die mit meiner Tasche vom Laden weg geht. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, da ich den Verlust meiner Tasche schon vor 20 Minuten bemerkt habe.

Daraufhin sagt einer der Kripobeamten zu mir: „Ich muss Sie bitten uns zur Wache zu begleiten, damit wir den Besitz von BTM klären können. Ich hoffe Sie machen keinen Ärger?“ Ich schaue ihn nur an und setze mich, nachdem er die Richtung angezeigt hat, in Bewegung. Links und rechts von mir gehen nun die Kripo-Beamten, dahinter folgen die zwei Polizeibeamten und zum Schluss Monika und Herbert.

Bevor wir in eine Seitenstraße abbiegen kommt uns ein Paar entgegen. Gerade sagt die Frau zu ihrem Begleiter: „Solch ein Hornochse! Trägt eine Notfalltasche mit sich und kann noch nicht einmal dem Hund helfen!“ Sofort werde ich hellhörig und frage die Frau, wo der Mann mit der Tasche ist. Sie sagt es mir und ohne mich um die Kripo oder die beiden anderen Beamten zu kümmern, gehe ich in die angegebene Richtung.

Schon bald sehe ich den kleinen Menschenauflauf vor mir und höre auch ein paar laute Stimmen. Diese sind laut über den Mann am Schimpfen, der wohl vor ihnen kniet und keine Ahnung von Tieren hat, obwohl er die passende Tasche dabei hat.

Sofort versuche ich durch den Ring zu kommen der sich um die Stelle gebildet hat, die mich von dem Hund trennen. Erst als die Polizeibeamten auftauchen öffnet sich der Ring und ich kann zu dem Tier. Vor dem Hund kniet ein junger Mann der sich ängstlich zusammen gekauert hat. Erst als ich neben ihm auftauche scheint er auf zu Atmen. Jedoch nur kurz, dann sieht er die Beamten in Uniform.

Sofort lasse ich mir meine Tasche von dem Mann geben und hole sofort mein Stethoskop aus der Tasche. Damit höre ich den Hund ab. In dieser Zeit versucht der junge Mann ab zu hauen, jedoch stehen sofort die Zwei uniformierten bei ihm. Daraufhin versucht er zur anderen Seite ab zu hauen, jedoch stehen dort die Beamten der Kripo.

Diese nehmen ihn sofort fest und legen ihm Handschellen an. Alle bleiben bei dem Hund, während ich diesen genau untersuche. Laut bin ich dabei am Reden, wie ich es immer mache: „Ein Hinterlauf gebrochen, zwei Rippen ebenso. Auf der linken Seite nur ein schwaches Atemsignal, dazu ein rasender Herzschlag. Der Hund hat eine Herzprellung von einem Autounfall.“

Sofort hole ich eine Herzstärkungsspritze aus meiner Tasche und gebe diese dem Hund. Gleich danach höre ich den Hund wieder ab. Sein Herzschlag ist schon viel besser, da es sich bei dem Mittel um eines handelt, das sofort seine Wirkung einleitet.

Als ich einmal hochsehe erkenne ich, das der junge Mann der meine Tasche geklaut hat neben den Kripobeamten steht, ohne das diese ihn fest halten. Auch sehe ich die erstaunten Gesichter der Kripo-Beamten. Diese glauben wohl nicht was sie sehen. Die beiden Beamten in Uniform sind nur am Lächeln. Diese beiden kennen mich auch schon viel länger.

Einer fragt mich: „Gerda, soll ich im TH anrufen lassen?“ ich nicke ihm nur zu, sage aber gleichzeitig: „Beeile dich, obwohl ich mich noch weiter um die Verletzungen des Hundes kümmern muss. Nehmt dem jungen doch wieder die Handschellen ab, er wird nicht mehr abhauen.“

Einer der Kripobeamten schaut mich an und löst dann doch wieder die Handschellen. Wirklich macht der Mann keine Anstalten zu entkommen. Darum drücke ich ihm einfach eine Flasche mit Kochsalzlösung in die Hand, nachdem ich einen Anschluss zur Versorgung des Hundes angelegt habe. Erst danach kümmere ich mich um die Lunge des Hundes, denn auch diese arbeitete nicht richtig.

Jedoch bei einem erneuten Abhören der Lunge, kann ich fast keinen Unterschied zwischen rechter und linker Lungenhälfte feststellen. Darum lasse ich es erst einmal dabei und kümmere mich um die Brüche des Hundes. Schnell habe ich diese gerichtet und nun ist warten angesagt.

Doch zu meinem Erstaunen erscheinen auf einmal zwei Sanitäter die eine Trage bei sich haben. Sofort legen sie vorsichtig den Hund auf die Trage und sagen zu mir: „Von deinem TH hat man uns angerufen. Dort war keiner frei um den Wagen zu fahren. Darum hat uns Bernd angerufen und nun sind wir hier um den Hund zum TH zu bringen.“

Nachdem das gesagt ist, heben sie die Trage an und gehen zu ihrem Rettungswagen. Der Taschendieb muss folgen, denn noch immer hat er die Kochsalzlösung in der Hand. Ich halte die Polizei auf und sage ihnen, das ich mich persönlich um den Taschendieb kümmern werde und keine Anzeige erstatte.

Jedoch sagt einer von der Kripo zu mir, das sie auf jeden Fall Anzeige gegen den jungen Mann stellen werden. Ich bitte jedoch darum keine Anzeige zu erstatten, aber der Kripobeamte meint nur, es geht nicht anders.

Zusammen mit Monika und Herbert fahre ich dann zum TH. Noch immer ist der junge Mann bei dem Hund. Nun bin selbst ich erstaunt, denn damit habe ich nicht gerechnet. Sofort wird der Hund von mir geröntgt, wobei mir der junge Mann hilft. Ich lege bei den Brüchen noch einen stabilen Verband an, schaue noch einmal nach der Lunge, wobei ich nichts feststelle, dann setze ich mich mit dem Mann zusammen.

Bevor ich etwas sagen kann, entschuldigt er sich bei mir und verspricht mir, nie wieder etwas zu unternehmen was gegen das Gesetz geht. Ich nehme seine Entschuldigung an, sage ihm aber auch, das die Polizei gegen ihn ermittelt. Das ist ihm egal, nur hofft er doch bei einem Rettungsdienst unter zu kommen.

Dann trennen wir uns und nach nur einer Woche ist er wieder bei uns im TH. Er erzählt mir das er sich bei einem Rettungsdienst beworben hat und auch schon Post von der Staatsanwaltschaft bekommen hat. Nun wartet er bei beiden Sachen auf ein Ergebnis.

Ein halbes Jahr später hält ein Rettungswagen vor meinem Büro. Heraus springt ein Sanitäter und kommt sofort auf mein Büro zu. Dann klopft es an meiner Tür und nach meinem „Herein“ kommt ein junger Mann in mein Büro.

Er stellt sich vor und erzählt mir dann, da ich nicht weiß wer er ist, davon das er inzwischen bei einem Rettungsdienst arbeitet und seine Anklage wegen meiner Aussage zurück gezogen wurde. Wir beide wurden sehr gute Freunde und nachdem er seine Ausbildung bei dem Rettungsdienst beendet hat, durften Monika, Herbert und ich bei der Abschlussparty dabei sein.
 
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Im Krankenhaus

Ich bin zu einer Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Einen Termin habe ich um 11.15 Uhr. Jedoch muss ich etwa 10 Minuten warten, dann bin ich endlich an der Reihe. Zunächst erfolgt ein Gespräch mit der Ärztin, dann werde ich untersucht. Auch eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt.

Bei dieser Untersuchung wird festgestellt das irgendetwas an meinen Eierstöcken nicht in Ordnung ist. Es kann ein Tumor oder aber auch nur eine Fistel sein, die dort sich befinden. Bei beiden müssen mir die Eierstöcke entfernt werden.

Ich rede mit der Ärztin und sie klärt mich genau auf. Sollte es ein Tumor sein, dauert die Heilung etwas länger wie bei einer Fistel, aber Heilung gibt es auf jeden Fall. Nur werde ich anschließend keine Kinder mehr bekommen können. Sie schreibt eine Überweisung zu einem Krankenhaus und ich gehe doch etwas geschockt wieder nach Hause.

Zu Hause angekommen lese ich doch lieber etwas über diese Krankheit nach. Es sind zwar Bücher über Tiere, aber die Krankheiten sind doch gleich. Nachdem ich alles gelesen habe, bin ich doch etwas erleichtert. Denn es gibt wirklich eine Heilungschance.

Als Herbert am Abend nach Hause kommt, erzähle ich ihm von den schlechten Nachrichten. Doch er beruhigt mich ebenfalls, so das ich der Untersuchung im Krankenhaus nun doch sehr erleichtert entgegen sehe.
Zwei Wochen später wird diese Untersuchung im Krankenhaus durchgeführt. Es wird eine Gewebsprobe entnommen, damit genau festgestellt werden kann um was es sich handelt. Anschließend bin ich auf mein Zimmer gekommen, weil ich für mindestens zwei Tage im Krankenhaus bleiben muss.

Am späten Nachmittag besuchte mich Herbert und ich erzählte ihm von dem bisher geschehenem. Sehr lange bleibt er da und da es einer der ersten Krankenhäuser ist, wo es keine festen Besuchszeiten mehr bleibt Herbert bis fast 21.00 Uhr. Zum Abschied sagt er noch, das er, gleich nachdem ich das Ergebnis der Probenentnahme weiß, ich ihn anrufen soll.

Nachdem Herbert gegangen ist, komme ich noch mit meiner Bettnachbarin ins Gespräch. Sie erzählt mir, das sie neben drei Hunden auch noch vier Katzen hat. Dann fragt sie, weil sie wohl bemerkt hat, das ich viel über Tiere weiß, wieviel Tiere ich denn wohl habe. Ich antworte ihr daraufhin: „Das ist immer unterschiedlich! Aber meist sind es über 50 Hunde und Katzen.“

Nun sagt meine Nachbarin nichts mehr und dreht sich etwas zur Seite, weil sie wohl meint, das ich nicht die Wahrheit sage. Darum erkläre ich ihr, das ich die Leiterin eines TH bin und von daher immer so viele Tiere um mich habe. Wobei ich mich um jeden Neuzugang als erster kümmere.

Nun ist sie erstaunt und fragt mich was ich damit meine. Ich sage zu ihr, das ich alle Untersuchungen durchführe die nötig sind, wenn ein Tier zu uns kommt. „Müsste das nicht ein TA machen?“ fragt sie mich daraufhin. „Nein“, sage ich zu ihr. „das darf auch ich machen. Schließlich habe ich dafür gelernt um so zu handeln wie ein TA.“

Nun wird sie richtig neugierig und ich erzähle ihr von meiner Tätigkeit. Auch meine Sondergenehmigung erwähne ich. Nun wird sie richtig neugierig und ich muss nun auch noch von meinen interessantesten Fällen erzählen.

Als um 22.30 Uhr die Tür aufgeht und die Nachtschwester erscheint unterbrechen wir unser Gespräch.
Die Schwester fragt uns, ob wir noch etwas brauchen. Dann sieht sie mich zum ersten Mal genau an. Kurz stutzt sie dann fragt sie ob ich Frau Gerda Xxxxxxx bin. Natürlich bestätige ich dieses und sie sagt zu mir: „Ich habe eine kranke Katze. Können Sie mir einen Tipp geben. Mein TA weiß leider nicht weiter. Aber meine kleine ist erst ein halbes Jahr alt!“

Daraufhin lasse ich mir ganz genau das Verhalten der Katze erklären. Schon bald habe ich einen Verdacht, jedoch bitte ich die Nachtschwester darum, gleich Morgen bei unserem TA anzurufen. Falls sie einen Termin bekommt, der TA ist sehr beschäftigt, soll sie meinen Namen nenne und das sie Nachtschwester ist in dem Krankenhaus wo ich gerade bin.

Als die Nachtschwester gegangen ist, rede ich nur noch einige Minuten mit meiner Bettnachbarin, dann wünscht sie mir eine gute Nacht und löscht ihr Licht am Bett. Trotzdem redet sie noch weiter, aber ich bemerke, das zwischen ihren Worten immer größere Pausen entstehen. Darum antworte ich nicht mehr, sondern versuche auch zu schlafen. Was auch bald passiert sein muss, denn am Morgen werde ich durch eine andere Schwester geweckt.

Jedoch werde ich an diesem Tag nicht entlassen sondern während der Visite teilt mir der Arzt mit, das in meinen Eierstöcken sich eine Fistel befindet und daher diese entfernt werden müssen. Ein OP-Termin ist für den nächsten Tag festgelegt.

Gleich um 9.00 Uhr werde ich geholt und für die OP vorbereitet. Es dauert nicht lange und ich werde in den OP geholt und mir werden die Eierstöcke entfernt. Etwa eine Stunde dauert die OP und ich werde wieder in den Aufwachraum gebracht.

Doch dort gibt es Schwierigkeiten mit mir, denn auf einmal bekomme ich kaum noch Luft. Da ich schon aus der Narkose erwacht bin, rufe ich die Schwester und bekomme sofort Sauerstoff. Nach etwa 15 Minuten legt sich dieser Zustand und nach weiteren 45 Minuten werde ich wieder auf mein Zimmer gebracht.

Dort wartet schon Herbert auf mich und obwohl ich fast den ganzen restlichen Tag verschlafe, ist er immer neben mir. Jedoch als ich wieder wach werde ist er bei mir. Ganz fest nimmt er mich in den Arm und spricht mit mir. Worüber weiß ich nicht mehr.

Nun muss ich noch fünf Tage in der Klinik bleiben. In einer Nacht, ich unterhalte mich wieder mit meiner Bettnachbarin, eine andere wie vor der OP, kommt wieder die Nachtschwester. Sofort kommt sie zu mir und sagt: „ Ihr TA hat gefunden was meine Katze hat. Es war genau die Krankheit die sie festgestellt haben. Danke dafür!“

Als ich entlassen werde holz mich Herbert aus dem Krankenhaus ab. Noch drei Wochen muss ich zu Hause bleiben, erst dann darf ich wieder ins TH. Zwei Wochen später kommt fast die komplette Klinikbesatzung zu uns ins TH und holt sich tatsächlich ein oder mehrere Tiere. Besonders freut es mich über die Nachtschwester. Diese holt 5 (!) Katzen zu sich nach Hause.
 
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87 Tiere

Wieder einmal sitze ich in meinem Büro und erledige den Papierkram. Zwischendurch gehe ich aber auch in den Krankenbereich um dort nach zu sehen ob alles in Ordnung ist. Im TH sind im Moment 53 Hunde und 64 Katzen. Auf der Krankenstation noch einmal 3 Hunde und 5 Katzen.

Es ist kurz vor 12.00 Uhr und ich will gerade mein Büro verlassen, als mein Telefon klingelt. Es ist die Leiterin eines benachbarten TH die Anruft. Sie fragt mich, ob ich einige Tiere übernehmen könnte, da ihr TH geschlossen wird. Natürlich bin ich bereit dazu die Tiere zu übernehmen und frage sie, wie viele Tiere es denn sind die sie gerne bei uns untergebracht hätte. Sie antwortet mir: „Es sind 35 Hunde und 52 Katzen! Ich hoffe das sie alle nehmen, denn sonst müssten alle Katzen eingeschläfert werden!“

Zunächst bin ich sprachlos darüber, erst als sie „Hallo, sind Sie noch da?“ sagt, finde ich meine Stimme wieder. „Natürlich! Aber ich war gerade über Ihre Aussage sprachlos. Natürlich können alle Tiere zu uns. Wir werden Platz für die 87 Tiere schaffen. Und wenn ich dafür Container mieten muss. Aber keines der Tiere darf eingeschläfert werden. Alle Tiere gehören ab sofort zu meinem TH. Sagen Sie das allen Mitarbeitern in Ihrem TH. Auch dem TA. Sollte eines der Tiere krank werden, will ich sofort informiert werden. Ich komme dann sofort!“

Ich höre wie sie schwer am Atmen ist dann sagt sie: „ Sie haben die Kommandogewalt! Alles wird genau so geschehen wie Sie wollen.“ Dann reden wir noch darüber wie die Tiere zu uns kommen. Denn 87 Tiere passen nicht in einen Bulli. Aber sie sagt, das sich mehrere Mitarbeiter bereit erklärt haben die Tiere zu bringen. Wir machen einen Termin für den nächsten Samstag aus an dem die Tiere gebracht werden. Auch gebe ich der Leiterin noch meine Telefonnummer von zu Hause, damit sie mich jederzeit erreichen kann. Dann lege ich den Hörer wieder auf.

Am nächsten Tag, es ist ein Mittwoch, ruft mich die TH-Leiterin wieder an. Sie konnte fast alle Tiere bei den Mitarbeitern ihres TH unterbringen, aber noch immer sind es 10 Katzen die nicht Transportiert werden können. Sofort sage ich das kommen unseres Bulli zu. Auch sage ich ihr das bei uns schon auf Hochtouren gearbeitet wird um alle Tiere unter zu bringen. Dazu gehört auch, das ich drei Container angefordert habe, die auf der benachbarten Wiese aufgestellt werden sollen.

Am Freitagmorgen, es ist erst 2.30 Uhr klingelt bei mir zu Hause das Telefon. Ein Mitarbeiter unseres TH ist am Apparat. Er sagt mir das das andere TH angerufen hat. Ein Hund ist durchgedreht! Jetzt sind drei Hunde und fünf Katzen schwer verletzt. Der Hund der alles angerichtet hat, ist in einem Zwinger untergebracht.

Sofort sage ich mein kommen zu und springe aus meinem Bett. Schnell kleide ich mich an und Herbert fragt mich was los ist. Dabei sitz er auch schon auf der Bettkante. Ich erzähle ihm von dem Anruf, sage aber gleichzeitig, das er nicht aufstehen braucht. Nur seinen Kaffee muss er am Morgen selber kochen.

Er lacht kurz, dann wünscht er mir alles Gute und nachdem ich zur Schlafzimmertür bin, legt er sich wieder hin. Ich nehme meinen Schlüssel vom Schrank und bin schon unterwegs. Natürlich habe ich jetzt auch meine Notfalltasche dabei. Kurz darauf bin ich unterwegs zum TH und als ich dort ankomme lade ich noch schnell unsere Notfallkiste in den Bulli, dann mache ich mich auf den Weg.

Bis zu dem anderen TH sind es etwa 65 Kilometer die ich in etwa einer Stunde zurücklege. Dort angekommen bin ich doch sehr erstaunt, denn das Einfahrttor steht weit auf. Sofort fahre ich auf das Gelände un d stelle den Bulli vor einem Gebäude ab. Aus diesem treten gerade eine Frau und zwei Männer. Die Männer laufen zum Tor und schließen dieses. In der Zeit kommt die Frau zu meinem Auto.

Nur kurz begrüßen wir uns, dann geht es schon in das Gebäude. Während wir zu den gebissenen Tieren gehen, holen die Zwei Männer die Medikamentenkiste aus meinem Bulli. Nur kurz nach uns betreten sie auch einen Raum der als Krankenzimmer eingerichtet ist.

Jedes der verletzten Tiere liegt in einem geschlossenen Käfig. Zunächst, während ich mich fertig mache, werden alle Tiere aus ihren Käfigen geholt und auf herum stehende Tische gelegt. Dann fange ich an ein Tier nach dem anderen zu untersuchen. Die Tiere haben zwar schlimme Bisswunden, aber diese werden wieder heilen.

All Tiere bekommen von mir eine Spritze und werden verbunden. Jedes der Tiere ist stark verängstigt, jedoch versuche ich alle mit meiner Stimme zu beruhigen. Was auch gelingt. Ich lasse einige Körbe holen und schon bald liegen Hunde und Katzen in Körben. Ein Hund hat sich zu zwei Katzen gelegt und schläft schon.

Gerade will ich mich an die TH-Leiterin wenden, als eine weitere Katze sich erhebt und zu einem Hund geht. Vor dem Korb des Hundes bleibt die Katze stehen und ist leise am Miauen. Der Hund erhebt sich, schnuppert an der Katze und tritt dann etwas zurück. Sofort springt die Katze in den Korb und köpfelt mit dem Hund. Dann legt sie sich hin und auch der Hund legt sich wieder hin. Als einer der Mitarbeiter des TH etwas näher tritt, fängt der Hund an zu knurren.

Hilflos schaut der Mann mich an und ich sage: „Lasst alle Tiere das machen, was sie wollen. Keiner der acht wird den anderen etwas tun. Hier haben sich Freunde gefunden. Wo ist der Hund der alles angerichtet hat?“

Sofort geht die Leiterin vor mir her und zeigt mir den Hund. Es ist eine Dogge die aber sehr kurze Beine hat. Die Leiterin sagt zu mir, das es sich um eine Mischling aus Dogge und Beagle handelt. Ich muss lachen denn der Hund hat die Pfoten von einem Beagle und der Rest ist Dogge.

Gerade ist der Hund am Futtern und als er seinen Kopf hebt, erkenne ich auch die langen Ohren wie bei einem Beagle. Aber sofort senkt er seinen Kopf wieder um weiter zu futtern. Die Leiterin sagt zu mir: „Noch immer ist der Hund hoch aggressiv! Ich weiß nicht was ich machen soll. Wollen Sie ihn einschläfern?“

Ich schaue sie nur an, dann betrete ich ganz alleine den Raum in dem der Zwinger mit dem Hund ist. Sofort ruckt sein Kopf hoch und er fängt an zu knurren. Das beeindruckt mich aber nicht im Geringsten und ich setze mich auf einen Hocker den ich sehr dicht, aber außer Reichweite des Hundes, an den Zwinger stelle.

Nachdem ich sitze fange ich mit dem Hund an zu reden. Nach ein paar Minuten hört er auf zu knurren und nach weiteren Minuten legt er sich hin. Nun rücke ich mit meinem Hocker näher an den Zwinger heran. Jetzt kann mich auch der Hund erreichen, jedoch bleibt er liegen und lauscht meiner Stimme.

Nach etwa 2 Minuten strecke ich meine Hand zu dem Hund und da dieser nicht danach schnappt, stehe ich auf und öffne den Zwinger. Ganz langsam kommt der Hund aus dem Zwinger und hat seinen Schweif zwischen die Hinterpfoten geklemmt. Dabei ist er am jaulen.

Ich setze mich jetzt auf den Boden und kann zum ersten Mal durch eine große Scheibe in den Nebenraum blicken. Dort scheint die ganze Belegschaft des TH versammelt zu sein. Alle sind erstaunt wie ich mit dem Beißer umgehe.

Ich konzentriere mich aber schon wieder auf den Hund. Ich strecke ihm meine Hand entgegen. Ganz lang macht der sich und dann schnuppert er an meinen Fingern. Erst dann kommt er näher und schnuppert an meinem Körper. Ich lasse ihn und nachdem ich ausgiebig beschnuppert wurde setzt er sich vor mir hin. Erst jetzt fange ich an ihn zu streicheln und nach einem kurzen Moment legt er sich auf den Rücken und ich streichele seinen Bauch.

Dabei schaue ich wieder zu dem Fenster und zeige mit meiner freien Hand an, das ich noch einen Hund will. Es dauert nicht lange und einer der Mitarbeiter hat verstanden denn er geht schnell aus dem Nebenraum. Kurz darauf ist er wieder da und zeigt mir einen kleinen Hund. Ich nicke nur mit dem Kopf und der Mann kommt zur Tür. Diese öffnet er vorsichtig und betritt den Raum. Auf dem Arm hat er den kleinen Hund.

Bevor er diesen auf den Boden setzen kann, fängt5 der Hund bei mir wieder an zu knurren. Nun will der Mann sofort wieder den Raum verlassen, jedoch halte ich ihn mit einem „Stopp“ auf. Dann rede ich wieder mit dem Hund bei mir und nach einigen Augenblicken stellt er sein knurren wieder ein.

Nun winke ich den Mann heran, der noch immer den kleinen Hund auf dem Arm hat. Nachdem der Mann neben mir steht, fordere ich ihn auf sich ebenfalls hin zu setzen. Das macht er auch und lässt dabei den kleinen Hund los. Bevor der Mann den kleinen Hund wieder eingefangen hat, stoppe ich ihn. Ganz ruhig bleibt er anschließend sitzen, während der kleine Hund zum Futternapf läuft.

Jetzt gebe ich das Zeichen, das ich einen großen Hund will. Sofort entsteht Bewegung hinter der Scheibe und wenige Augenblicke später betritt die Leiterin in Begleitung eines Rottweiler Mischlings den Raum. Auch sie fordere ich auf sich zu setzen und den Hund los zu lassen. Bevor sie sich hinsetzt, lässt sie ihren Hund los und auch dieser geht zu dem Napf, legt sich aber daneben, weil der kleine noch am Futtern ist.

In der Zeit habe ich den bissigen Hund beobachtet. Immer wenn eine Person ins Zimmer kam, fing er an zu knurren. Darum zeige ich auf ein junges Mädchen vor dem Fenster und fordere sie damit auf in den Raum zu kommen. Als sich die Tür öffnet und das Mädchen den Raum betritt fängt der Hund an meiner Seite wieder an zu knurren.

Da weiß ich was der Hund hat. Ich stehe auf und fordere den Hund auf mir zu folgen. Dann führe ich den Hund zu jeder Person die in dem Raum sind. Ausführlich knuddeln sie mit dem Hund. Aber erst nach meiner Aufforderung. Dann verlasse ich den Raum und begebe mich zu dem Raum in dem die kranken Tiere sind.

Dort geht der Hund zu jedem der von ihm gebissenen Tiere und scheint sich zu entschuldigen. Denn bei jedem Tier ist er am jaulen, wobei er seinen Schweif zwischen den Hinterpfoten geklemmt hat. Erst nachdem die kranken Tiere ihn abgeschleckt haben, freut sich der Beißer. So ist es auch bei allen Katzen. Dann legt er sich zu einer Katze die noch immer alleine in ihrem Korb liegt.

Nach einer weiteren Stunde fahre ich wieder zu unserem TH. Ich komme gerade pünktlich um an der Frühstückspause teil zu nehmen. Am Abend erzähle ich Herbert was los war und am Samstag kommen dann alle Tiere zu uns. Wir haben alles vorbereitet um den großen Ansturm auf zu fangen. Alle Tiere werden in dem Bereich aufgenommen. Auch der Beißer ist dabei und seitdem sich fast alle Mitarbeiter auch um ihn kümmern, hat er sich total geändert.

Egal ob Hund oder Katze. Mit allen versucht er eine Freundschaft an zu fangen. Bei fast allen erreicht er das auch. Besonders bei den Katzen ist er sehr beliebt. Schon nach kurzer Zeit hat er sich mit 10 Katzen angefreundet. Als es zur vermittelt wird, dürfen 3 Katzen mit ihm gehen.
 
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Der alte Opa und die jung Spunde

Heute bin ich bei den Tieren bei uns im TH. Es gibt einfach zu wenig zu tun. Die Bedarfsanforderung für unser TH habe ich schon fertig und liegt im Ausgangskorb, obwohl diese erst in 14 Tagen fällig ist. Nur die zu und Abgänge kann ich noch nicht nennen. Dazu ist es zu früh. Denn schließlich haben wir 68 Hunde und 99 Katzen bei uns.

Zu diesen Hunden gehören auch drei Hunde die schon über 10 Jahre alt sind. Aber auch bei den Katzen haben wir einige sehr alte Katzen. Die älteste ist schon 21 Jahre alt und wir glauben nicht, das sie noch einmal vermittelt wird. Auch einen Kater von 19 Jahren haben wir bei uns im TH. Dieser war bisher ein Streuner! Das vermutlich sein bisheriges Leben lang. Denn schon vor 12 Jahren war er in der Streunerkolonie, hat diese aber nie richtig verlassen.

Meistens wenn einer der Mitarbeiter oder ich Futter brachten, tauchte er auch auf. Blieb aber stets im Hintergrund. Solange bis wir den Platz der Streuner wieder verlassen haben. Erst dann ging er zu einem Napf und hat gefuttert. Ob er kastriert war, habe ich erst erfahren als er zu uns ins TH kam. Vor langer Zeit ist er schon kastriert worden.

Da kam er wegen einer Krankheit zu uns. Er ließ sich ohne Schwierigkeiten einfangen und schon nach 15 Minuten habe ich ihn untersucht. Doch es war nichts schlimmes, sondern nur das Alter von ihm. Das er nun im TH blieb störte ihn nicht, jedoch veränderte sich sein Verhalten nicht.

Öfters streifte unser Kater, wir nannten ihn nur Opa, durch das Katzengehege. Dieses ist ein etwa 500m2 großer Bereich, in dem sich zu jeder Tageszeit die Katzen aufhalten können. Denn Käfige für die Katzen gibt es nicht. Genauso wie es für die Hunde keine Abtrennung gibt. Auch sie haben denselben Bereich zur freien Verfügung.

Nur im Krankenbereich sind Hunde und Katzen in einem Raum untergebracht. Aber auch dort gibt es keine Abtrennung. Sondern Hunde und Katzen haben nur ihren eigenen Korb. Ansonsten sind sie nicht getrennt.

Heute kam Omi zu uns. Warum sie so genannt wurde, haben wir vom Vorbesitzer erfahren. Sie war die älteste Katze in einem ganzen Rudel aus 12 Katzen. Nun musste sie alle weg, da ihr Besitzer ins Ausland versetzt wurde. Auch die anderen Katzen sind zu uns gekommen. Alle Katzen waren kastriert, trotzdem war Omi schwanger! Keiner wusste von wem, und wir haben es auch nie erfahren. Denn es handelte sich um Wohnungskatzen.

Gleich haben wir Omi auf die Krankenstation gelegt. Dort blieb sie bis ihre jungen geboren wurden. Was nach nur 21 Tagen erfolgte. Doch Omi war sehr schwach und konnte sich nicht um ihre Kleinen kümmern. Damit ist gemeint, das sie nicht um die Erziehung der kleinen kümmern kannte. Nur füttern war möglich.

Aber da kommt Opa ins Spiel! Er schaute sich das Verhalten der kleinen an und nach nur 5 Minuten entschied er, das die kleinen eine besondere Ausbildung brauchen. Er legte sich zu Omi, die erst 5 Jahre alt war, und kuschelte mit ihr. Da waren die kleinen erst einige Stunden alt. Immer wenn eines der kleinen aus dem Korb, in dem Omi mit ihren kleinen gelegen hat, heraus gefallen ist, war er da. Sofort legte er das kleine zurück. Darum stellten wir seinen Korb neben den von Omi. Nun konnte Opa sich immer um die kleinen kümmern.

War eine der anderen Kater zu nah an den kleinen fing Opa an zu knurren. Nur bei Katzen bleib er ruhig, schaute aber immer sehr genau hin, was die Katzen machten. War eine der Katzen zu aufdringlich bei den kleinen, fing Opa an zu knurren.

So ging es etwa zwei Wochen. Dann fing Opa an den kleinen etwas bei zu bringen. Noch immer war die Mutti zu schwach um das zu übernehmen. Daraufhin untersuchte ich die Mutti und stellte fest, das sie einen Bruch des unteren Lendenwirbels hatte.

Sofort habe ich sie operiert denn ich hoffte das sie später genau so leben kann, wie vor dem Bruch. Woher sie den Bruch hat, habe ich nie erfahren. Nur war ich erstaunt, das sie trotzdem ihre drei kleinen geboren hat.

Nun lag sie auf der Krankenstation und war noch nicht einmal mehr in der Lage ihre kleinen zu versorgen. Wieder griff Opa ein. Fingen die kleinen an zu mauzen, weil sie Hunger hatten, nahm Opa eines der kleinen in sein Maul und brachte es zu einer Katze die ebenfalls gerade Entbunden hatte. So konnte Opa alle drei kleinen unterbringen. Nachdem die kleinen Satt waren, brachte Opa die kleinen wieder zu ihrer Mama.

So ging es über mehrere Wochen bis sich Omi wieder um ihre kleinen kümmern konnte. Nun bekamen auch die kleinen inzwischen festes Futter. Nur ab und zu8 brauchten sie noch Muttermilch. Aber Omi hatte keine Milch mehr. Und wieder sorgte Opa dafür das die kleinen Milch bekamen. Er brachte die kleinen wiederum zu den Ersatzmuttis und so bekamen die kleinen ihre Muttermilch.


Zu jeder der Ersatzmuttis ging Omi und bedankte sich bei denen. Opa ging hierbei mit Omi mit. Auch er köpfelte mit den Katzen. Anschließend ging Omi wieder zu ihrem Korb und Opa folgte auch hier. Jedoch legte er sich in seinen Korb. Während der Zeit wo er sich um die kleinen von Omi kümmerte, war er nicht einmal im Korb von Omi.

Jedoch Omi sprang nach kurzer Zeit zu Opa in den Korb. Dort schauten sich beide an, dann köpfelte Omi mit Opa und schleckte ihn auch an den Ohren. Von da an waren die beiden nicht mehr zu trennen.

Nun kümmerten sich beide um die kleinen und als diese soweit waren, das sie keine Hilfe mehr benötigten, ging Opa das erste Mal zu Omi in deren Korb. Dort war Opa sehr zurück haltend und erst als Omi an seinen Ohren schleckte, legte Opa sich hin. Den zweiten Korb brauchten die beiden nicht mehr und darum entfernten wir den Korb.

Von nun an waren die beiden nicht mehr zu trennen. Aber auch die kleinen konnten nicht ohne ihre Mutti oder Opa. Darum entschlossen wir uns dazu die fünf nur zusammen zu vermitteln. Schon bei dem nächsten Tag der offenen Tür gelang uns dieses. Eine junge Familie holte die fünf zu sich. Opa kam zu mir und schaute mich lange an. Dann knabberte an meinen Fingern und ging wieder zurück zu seinen „Angehörigen“.

Leider lebte Opa nur noch etwas über 2 Jahre und die jungen Leute kamen zu mir ins TH. Ich riet dazu, das Omi mit ihren kleinen zu uns ins TH kommen, damit sie sich einen neuen „Opa“ aussuchen. Was die Besitzer der Tiere am nächsten Samstag auch machen. Es dauerte nur 5 Minuten, dann durfte ein Kater mit zu den Leuten. Dieser war auch schon 14 Jahre alt.
 
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Wochenende

Noch den halben Tag von heute, dann ist endlich Feierabend und Wochenende. Wobei das Wochenende bei mir bis zum Diensttag, erst dann muss ich wieder los, dauert. Monika hat sowieso Ferien und Herbert hat einfach für einen Tag seine Praxis an seine Vertretung übergeben. Diese Vertretung heißt Klaus, arbeitet in der Zahnklinik und ist ein sehr guter Freund von Herbert und mir. Es braucht nur kurz angerufen werden, dann übernimmt er gerne die Vertretung für Herbert.

Nur sollte dieser Anruf mindestens zwei Wochen vorher erfolgen, dann gibt es keine Schwierigkeiten. Schon sehr oft hat Klaus die Vertretung übernommen. So auch bei unserem dreiwöchigem Urlaub den wir gemeinsam, sprich Monika, Herbert und ich, in Spanien verbracht haben.

Klaus lernte ich kurz vor der Hochzeit zwischen Herbert und mir kennen. Er war der beste Freund von Herbert und zusammen hatten sie auch eine Wohnung, Klaus war einer der Trauzeugen von Herbert und ein ausgezeichneter Musiker. Er spielte bei unserer Hochzeit auch Trompete und während der Trauung spielte er auch „Ich hatte einen Kameraden!“ Doch nachdem er die Melodie angespielt hatte, spielte er ein anderes Stück. Aber völlig unplanmäßig wurde doch in der Kirche gelacht.

Da Monika am Montag auch ihren 10ten Geburtstag hat, wollen Herbert und ich etwas Besonderes für Monika machen. Doch beide haben wir bisher keine Ahnung was wir machen sollen. Darum haben wir uns am Freitagabend mit Klaus verabredet. Dieser weiß immer etwas womit wir unser Kind überraschen können. Natürlich wollen wir erst darüber reden, wenn Monika schläft. Losfahren mit unserem Mobil wollen wir erst am Samstag.

Am Freitagabend sitzen also Klaus, Herbert und ich zusammen um zu beraten wo es denn hingehen soll. Klaus braucht nicht lange zu überlegen und er rät uns zu einem Märchenwald in der Nähe von Münster zu fahren. Dort gibt es auch eine Sommer Rodelbahn die Monika mit Sicherheit gefallen wird.

Sofort holt Herbert eine Kate hervor und er stimmt Klaus zu. Beide Orte liegen nur etwa zwei Kilometer aus einander. Schon ist unser Ziel festgelegt. Zuerst geht es zum Märchenwald und anschließend zu der Sommer Rodel Bahn.

Am Samstagmorgen geht es dann los. Um 9.00 Uhr ist Monika endlich soweit, das wir starten können. Während der Fahrt sitzt sie auf dem Beifahrersitz, während ich hinten auf der Sitzbank im Wohnmobil sitze. Von dort hat man keine sehr guten Ausblick auf unsere Strecke, darum bitte ich Monika darum, mir immer zu sagen wenn es etwas Ungewöhnliches zu sehen gibt.
Doch drei Stunden gibt es nichts ungewöhnliches, nur redet Monika des öfteren mit Truckern die am Samstag noch unterwegs sind. Jedes Mal sagt sie auch, das ich auf der Fahrt dabei bin, jedoch will keiner der Trucker mit mir sprechen, jeder gibt sich mit Monika zufrieden. Aber sehr viele Grüße werden an mich ausgerichtet.

Nach etwas über 2 Stunden verlässt Herbert die Autobahn und wir fahren noch etwa 30 Minuten über Bundes- und Landstraßen zu unserem Ziel. Direkt an Eingang zum Märchenwald steht ein wo wir noch schnell etwas Essen.

Dann geht es auch schon in den Märchenwald. In dem Waldstück sind etwa alle 50m eine kleine Hütte in der alle Märchen aus Deutschland mit Lebensgroßen Figuren Nachgebildet sind. Außerdem wird gegen eine Gebühr auch das jeweilige Märchen vorgelesen.

Fast 6 Stunden sind wir in dem Märchenwald und als dieser schließt, haben wir vielleicht die Hälfte aller Märchen gesehen. Immer wieder haben Herbert und ich gestaunt, wie die Märchen dargestellt wurden. Denn es sind nur Figuren die als Darsteller fungieren und keine Menschen. Trotzdem war alles sehr stimmig.

Da der Eintritt in den Märchenwald kostenlos ist und nur das anhören der Märchen bezahlt werden muss, beschließen wir am Sonntag wieder zu kommen um die restlichen Märchen zu erleben. Nur hierfür ist eine kleine Gebühr fällig. Da der Märchenwald erst um 9.00 Uhr öffnet, können wir etwas länger liegen bleiben.

Ganz in der Nähe ist ein Restaurant und hinter den Gebäuden können auch Wohnwagen und Mobile die Nacht über abgestellt werden. Alle Mobile können an Strom angeschlossen werden der aber in der Standgebühr von 10 Mark pro Nacht enthalten ist. Möchte man keinen Strom kostet der Standplatz sogar nur 7,50 Mark.

Herbert holt sich den Schlüssel für den Stromkasten und schließt unser Mobil an. Dann gehen wir Alle in das Restaurant und essen zu Abend. Da das Restaurant am anderen Morgen erst gegen 12.00 Uhr öffnet, fragen wir wo wir Frühstücken können. Nicht al zu weit ist eine Bäckerei bei der man auch frühstücken kann.

Am nächsten Morgen, Heute hat Monika Geburtstag, fahren wir zu der Bäckerei und nach dem Frühstück geht es zur Sommerradelbahn. Bevor wir das Gelände betreten gratulieren wir Monika zu ihrem Geburtstag. Dabei sagen wir ihr das das gesamte Wochenende nur für sie gemacht ist.

Bis zum Mittag sind wir auf der Sommerrodelbahn und Monika fährt des öfteren mit dem Schlitten den Hügel hinab. Erst gegen Mittag hört sie damit auf und wir beschließen wieder zu dem Restaurant zu fahren um dort etwas zu Essen.

Dafür müssen wir wieder denselben Weg zurück wie heute Morgen. Nachdem Monika noch einmal gerodelt ist, fahren wir wieder los. Kurz bevor wir wieder an der Bäckerei vorbei sind, ruft Monika „Stopp!“ Herbert reagiert sofort und fährt mit dem Mobil halb auf den Radweg neben der Fahrbahn. Dort schaltet er sofort die Warnblinkanlage an und Monika springt aus dem Wagen.

Nach nur einer Minute reist sie die Tür am Aufbau auf und ruft: „Komm schnell Mama, eine Katze und ein Hund!“ Mehr sagt sie nicht und verschwindet wieder aus meinem Blickfeld. Ich schnappe mir meine Tasche und steige aus dem Mobil. Doch von meiner Tochter ist nichts zu sehen. Da wir aber einige Meter weiter gefahren sind als sie Stopp rief, laufe ich sofort den Weg zurück den wir gefahren sind. Schon nach ein paar Metern taucht Monika wieder in meinem Blickfeld auf. Heftig ist sie am Winken und verschwindet wieder in einer Toreinfahrt.

Als ich dort ankomme, schrecke ich zunächst etwas zurück. Denn vor mir liegen zwei Blutüberströmte Tiere. Aber sofort habe ich mich wieder im Griff. Schnell bin ich bei den Tieren und untersuche zunächst die Katze. Doch bei ihr kann ich keine Verletzung feststellen.

Darum untersuche ich den Hund und stelle sofort die stark blutende Wunde am Hals fest. Aber Monika drückt schon die Stelle ab aus dem der Hund blutet. Ich hole sofort drei Verbandpäckchen aus meiner Tasche und lege davon zwei neben die Luftröhre. Dann wickele ich die dritte Mullbinde so um den Hals, das der Hund noch immer einwandfrei atmen kann. Nur die Blutung stille ich dadurch.

Als das geschehen ist, entsteht neben mir eine Bewegung und eine Frau kniet sich neben mir hin. Es ist die Besitzerin des Hundes und sie sagt: „Das glaube ich einfach nicht, das Bello das gemacht hat. Nie hätte er die Katze angegriffen die wohl Tod ist:“

Doch nach einem kurzen Blick auf die Katze sage ich zu ihr: „Dein Bello ist nicht in Schuld! Ich glaube die Katze wollte ihm sogar helfen! Doch irgendjemand hat die Katze betäubt!“ Das habe ich nach einer genaueren der Katze festgestellt. Das Blut auf der Katze scheint von dem Hund zu stammen.

Der Mann der Frau hat in der Zwischenzeit schon den Notdienst einer TK angerufen und die tauchen in diesem Moment auch auf. Der Notdienst besteht aus zwei Männern in grün und einer Frau im Arztkittel. Die beiden Männer drängeln mich einfach zur Seite und einer der Männer schaut sich kurz die Katze an, dann schiebt er sie zur Seite und sagt dabei: „Die hat es hinter sich. Der Hund hat ganze Arbeit geleistet.“

Die Frau im weißen Kittel erkennt jedoch das ich langsam explodieren werde, darum sagt sie schnell: „Bleib ganz ruhig Gerda! Ich werde das schon regeln!“ Dann schreit sie ihren Mitarbeiter an und kündigt ihm auf der Stelle. Der Mann ist vollkommen sprachlos und er schaut die TÄ an. Dann schaut er mich an und steht langsam auf. Als er ein paar Schritte zur Seite tritt, ist er noch immer sprachlos.

Dann kniet die Ärztin sich neben mir hin und untersucht zunächst die Katze. Sie stellt fest, das diese durch eine Schlag betäubt wurde, und nachdem sie den Hund genau untersucht hat, stellt sie fest das dieser durch ein Messer sehr stark verletzt wurden. Sie verspricht mir, das sie mich informieren wird und das beide überleben werden. Danach kommen beide Tiere in ihren PKW und sie fährt davon. Noch immer steht der eine Mitarbeiter der TK neben mir und ich wende mich an ihn.

Ich frage ihn was er sich dabei gedacht hat so blöde Äußerungen von sich zu geben. Lange schaut er mich an, ohne zu antworten. Dann sagt er zu mir: „Dieser Vorfall heute hat mir die Augen geöffnet. Ich werde sofort eine Ausbildung zum Rettung Sanitäter machen. Nur wird diese Ausbildung nicht Tieren gelten, sondern Menschen. Aber ich werde auch für alle Tiere kämpfen damit sie dieselbe Behandlung bekommen, wie ein Mensch. Wenn ich dabei bin, wird die letzte Spritze nicht mehr gesetzt! Aber bitte sehe es mir nach, das ich hauptsächlich für Menschen da sein will.“

Lange schaue ich ihn an und erkenne, das er es vollkommen ernst meint. Darum reiche ich ihm die Hand und wünsche ihm viel Glück. Daraufhin trennen wir uns und wir fahren weiter nach Hause. Immer wieder ruft die TÄ an und nach drei Wochen dürfen Hund und Katze wieder zu ihren Besitzern. Auch diese rufen mich an und sagen zu mir, das keiner mehr ihre Tiere verletzt, sondern fast jeder nur noch mit den Tieren am Schmusen ist.

Monika war mit ihrem Geburtstags Geschenk sehr zufrieden und sagte es uns auch des Öfteren. Auch der Mitarbeiter machte seine Ausbildung zum Rettung Sanitäter. Kein Tier, öfters waren auch Tiere bei seinen Rettungsaktionen involviert, mussten erlöst werden. Immer kämpfte er um das Leben der Tiere bis sie wieder gesund eine TK verlassen konnten. Jahre später wurde er TA und hat auch während dieser Zeit um jedes Tier gekämpft. Leider kam er 10 Jahre später bei einem Unfall ums Leben.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Kleines Wochenende

Als ich am Freitag nach Hause komme, steht schon das geliehene Wohnmobil abfahrt fertig vor unserem Haus. Ich mache mich schnell frisch, trinke noch zusammen mit Herbert einen Kaffee, dann geht es los.

Unsere Tochter Monika bleibt an diesem Wochenende bei meinen Eltern. Sie kennt das schon, denn unter der Woche ist Monika auch immer da. Wenn sie will, darf sie aber ins TH kommen. Mein Vater bringt sie dann immer und Monika verbringt einige Stunden bei den Tieren. Besonders ein Hund hat es wohl Monika angetan. Denn immer wenn sie kommt, stimmt er ein Freudengebell an.

Monika geht dann immer mit dem Hund spazieren. Dabei ist sie dann mehrere Stunden unterwegs. Wo sie hingeht habe ich sie nie gefragt, aber Sorgen habe ich mir nicht gemacht. Denn der Hund mit dem sie spazieren geht ist ein Bernhardiner Mischling. Eine Dogge ist der Vater. Darum hat der Hund auch so lange Beine.

Nun sitzen wir also im Wohnmobil und fahren in Richtung Westen. Schon lange haben wir die Grenze zu den Niederlanden hinter uns gelassen und fahren immer weiter in Richtung Nordsee. Dabei fährt Herbert nur auf Autobahnen, weil es hier einfach schneller geht. Schließlich wollen wir bis 20.00 Uhr unseren Campingplatz erreichen.

Herbert fährt schon die ganze Zeit mit gleichbleibender Geschwindigkeit, während ich in einem Buch lese. Dieses Buch ist natürlich ein Fachbuch über Hunde. Als Herbert die Geschwindigkeit verringert schaue ich von meinem Buch hoch. Alles ist vor uns am Bremsen und Herbert sagt: „Eine Ampel auf der Autobahn die Rot zeiht, gibt es wohl nur hier.“

Kurz darauf sehen wir, wie die Fahrbahn vor uns in die Höhe wächst. Da wissen wir, das wir bald einen Kanal oder einen Fluss überqueren und gerade ein Schiff eben unsere Fahrtroute kreuzt. Herbert und ich steigen aus dem Auto aus und schauen uns das Schauspiel an, indem wir die sieben Autos, die vor uns stehen nach vorne gehen.

Dort schauen wir uns an, wie mehrere Segelboote mit Motor betrieben auf die Durchfahrt zu fahren. Es wird wohl 30 Minuten dauern, bis alle Boote durchgefahren sind. Wir schauen uns das Schauspiel an und als das erste Boot an uns vorbei fährt, höre ich hinter mir aufgeregte Stimmen.

Sofort sehe ich mich um und erkenne bei einem Campingwagen aus Frankreich eine gewisse Aufregung. Dort steht eine Familie um ihren Wohnwagen und ist heftig am Diskutieren. Da ich meinen Französisch Lehrgang erst vor kurzem begonnen habe, verstehe ich nicht viel. Aber es scheint dort ein Arzt gebraucht zu werden. Ich mache Herbert darauf aufmerksam, dann gehen wir beide zu dem Wagen.

Als wir dort ankommen fragt Herbert zunächst, was eigentlich los ist. Gleichzeitig sagt er das er Arzt ist. Sofort reden alle Familienmitglieder heftig auf Herbert ein. Bis er die Wort Flut unterbricht. Er fragt den Mann was los ist, natürlich jetzt auf Deutsch.

Dieser antwortet natürlich in gebrochenem Deutsch: „ Doktor! Veterinäre!“ Sofort weiß ich was gebraucht wird. Es ist ein TA! Darum sage ich nur zu Herbert das ich meine Tasche brauche. Sofort dreht sich Herbert um und rennt zu unserem Wohnmobil. Die Familie schaut mich erstaunt an und ich sage zu ihnen, dabei zeige ich auf mich: „Veterinär!“

Alle scheinen mich zu verstehen und ich darf den Wohnanhänger betreten. Dort sehe ich sofort den Hund in einem Korb liegen, der leise am jaulen ist. In diesem Moment kommt Herbert wieder und betritt ebenfalls den Wohn Anhänger. Sofort reicht er mir meine Tasche und ich hole zunächst mein Stethoskop aus der Tasche. Damit höre ich den Hund ab. Jedoch kann ich bei einem normalen Abhören nichts feststellen.

Da der Hund aber sehr dick ist, höre ich auch seinen Bauchraum ab. Sofort höre ich den Herzschlag von mehreren Tieren. Da weiß ich, das der Hund gebären will! Doch aus irgendeinem Grund kann es der Hund nicht.

In diesem Moment geht die Brücke wieder nach unten und die Ampel schaltet auf Grün. Da der Wagen mit dem Wohnanhänger auf der rechten Spur steht, bitte ich darum, natürlich auf Deutsch, das der Wagen an die linke Seite gefahren wird. Jetzt scheinen mich alle zu verstehen und der Vater verlässt den Wagen.

Kurz darauf setzt sich der Wagen in Bewegung und nachdem er auf der rechten Spur ist, hält er wieder an. Herbert hat unser Mobil direkt hinter dem Gespann abgestellt und die Warnblinkanlage angestellt. Beider Fahrzeuge stehen nun auf der Hebebrücke.

Trotzdem hole ich mein OP besteck aus meiner Tasche und lege es bereit. Aber noch fange ich nicht an zu arbeiten, denn ich warte auf die nächste Wehe des Hundes. Kurz darauf setzt sie ein, jedoch gebärt die Hündin noch immer keinen Welpen.

Ich schaue Herbert an und der sagt zu mir: „Mache es!“ Obwohl keiner der Familie Deutsch kann, bitte ich um heißes Wasser und ein paar Handtücher. Alle schauen mich verständnislos an, bis die Frau der Familie weiß, was ich will. Sie gibt einige Kommandos und schon habe ich Handtücher vor mir liegen. Auch der Wasserboiler läuft schon. Jedoch dauert es noch etwas, bis das Wasser warm ist.

Als ein Polizist den Wohnanhänger betritt, wird es etwas unruhig. Er fordert, das wir sofort die Brücke räumen. Jedoch zeigt ihm Herbert nur meine Tasche, auf der das Abzeichen des Veterinärs gut sichtbar angebracht ist. Darum schaut der Polizist sehr erstaunt, sieht nach dem Hund der vor mir liegt, aber er fragt mich auch, was der Hund hat. Ich antworte ihm daraufhin, das der Hund Welpen gebären will, aber es nicht kann.

Trotzdem besteht er darauf das wir die Brücke verlassen. Also steigt der Vater der Familie in seinen Wagen und auch Herbert steigt in unser Mobil. Ich bemerke es kaum das die Wagen von der Brücke fahren.

Als die Wagen nun endlich stehen, setze ich das Skalpell an, den ich habe inzwischen bemerkt, das der Hund die kleinen nicht auf natürlichen Weg auf die Welt bringen kann. Ich schneide vorsichtig den Bauch, in höhe der Plazenta an und trenne anschließend die Haut zu den kleinen durch.

Vorsichtig hole ich nun sechs Welpen auf die Welt und lege sie bei der Mutti an. Diese schaut mich dankbar an. Erst jetzt fällt mir auf, das immer wieder ein PKW oder LKW an uns vorbei fährt. Darum schaue ich aus dem Fenster welches nach vorne geht hinaus. Was ich sehe erstaunt mich ungemein.

Denn noch immer steht der Wagen auf der Fahrbahn und der Verkehr fließt langsam an uns vorbei. Auch Herbert ist mit in dem Wohnwagen. Er legt jedes der Welpen bei dem Hund an, nachdem ich alle aus dem Leib der Mutti heraus geholt habe. Ich schaue ihn lächelnd an.

Anschließend untersuche alle Welpen, doch alle sind gesund. Keines der kleinen hat durch den Kaiserschnitt einen Schaden erlitten. Dankbar schaut mich die Mutti an, während ich sie am streicheln bin.

Etwa 30 Minuten unterhalte ich mich mit der Familie, wobei ein Polizist als Dolmetscher dient. Erst dann fährt die Familie weiter. Erst jetzt erfahre ich, das die Autobahn nur für meinen Einsatz habseitig gesperrt worden ist. Ich bedanke mich bei dem Beamten und Herbert und ich fahren weiter.

Doch für die Weiterfahrt ist noch eine Geschichte wert, das sie genannt wird.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Kleines Wochenende Teil 2

Nachdem wir weiter sind, haben wir kurz danach unseren Campingplatz erreicht. Schnell beziehen wir unseren Platz und bauen auch noch unser Vorzelt auf. Dabei hilft uns unser Nachbar und so steht das Vorzelt schon nach 5 Minuten. Auch seine Frau und ihre Kinder kommen dazu. So sitzen wir noch mehrere Stunden zusammen und reden über alles Mögliche.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begeben wir uns zunächst an den Strand. Da das Wetter aber nicht sehr gut ist, beschließen wir beide, einfach spazieren zu gehen. Wir gehen ein bisschen am Strand entlang, beschließen aber bald uns etwas die Stadt an zu sehen. Doch auch hier gibt es nicht viel zu sehen, darum sind wir schon gegen Mittag wieder an unserem Wohnmobil.

Ich bringe meine Tasche ins Mobil und als ich wieder nach draußen komme, hat Herbert schon zwei Stühle und den Tisch aufgebaut. Auch unsere Nachbarn tauchen nach einiger Zeit auf.- Auch sie waren am Strand, aber das Wetter ist einfach zu schlecht um ins Wasser zu springen.

Nachdem wir mehr als eine Stunde unterhalten haben, gehen wir noch einmal zum Restaurant welches hier nicht weit vom Campingplatz ist. Wir wollen Kaffee trinken und auch Kuchen essen. Bevor wir losgehen, hole ich noch meine Tasche aus dem Wohnmobil und wir gehen los. Unterwegs fragt mich Klara, so heißt die Frau unseres Camping Nachbarn, was es mit der Tasche auf sich hat.

Nur kurz sage ich zu ihr, das es eine Notfalltasche für Tiere ist. Auch erkläre ich warum ich diese Tasche habe. Dann ist dieses Thema aber schon wieder vorbei, weil in diesem Moment mehrere Panzer an uns vorbei rollen. Bis zu dem Restaurant sind es noch 100m. Jedoch können wir das Restaurant noch nicht sehen, da es hinter einer Kurve liegt und außerdem viel tiefer als die Fahrbahn.

Es sind wohl schon 10 Panzer an uns vorbei, als die Kolonne ins Stocken gerät. Fast wären die Panzer auf einander gefahren, so plötzlich bremste der Vordermann. Es wird richtig hektisch in der Kolonne. Mehrere PKW rasen nach vorn. Darunter auch einige die ein eingeschaltetes Blaulicht haben. Doch es ist keine Polizei sondern Militärfahrzeuge, die vorbei rasen.

Auf einmal kommt uns ein Jeep mit hoher Geschwindigkeit entgegen. Neben uns hält der Wagen mit quietschenden Bremsen. Ein Mann springt aus dem Wagen und kommt auf uns zu. Als er uns erreicht fragt er, ob ich TÄ bin. Die Tasche hat einen seiner Männer aufmerksam gemacht. Sofort bestätige ich das und obwohl die gesamte Unterhaltung auf Niederländisch stattfindet, verstehe ich jedes Wort.

Er fordert mich auf in den Jeep zu steigen und steigt selber hinten ein. Mit einem Affentempo wendet der Fahrer das Auto und während der kurzen Fahrt versucht mir der hintere Mann zu erklären was los ist. Doch ich verstehe nur die Hälfte von dem was er sagt und darum sage ich zu ihm, das auf Deutsch oder Englisch alles weitere gesprochen werden soll.

Noch bevor er antworten kann, tritt der Fahrer wieder auf die Bremse. Er hält vor dem ersten Panzer und der Mann hinter mir springt aus dem Jeep. Dann ruft er mir auf Deutsch zu, das ich folgen soll. Kurz darauf stehe ich neben ihm vor dem Panzer. Ich kenne diesen Typ schon von meinem Einsatz in Deutschland.

Es ist ein Leopard der vor mir steht. Jedoch winkt mich der Mann an die rechte Seite des Panzers. Sobald ich den vorderen Teil des Panzers 8umrundet habe, sehe ich eine kleine Katze von oben an der Kette hängen. Laut ist diese Katze am Mauzen.

Nun schaue ich genauer hin und erkenne das die Katze an dem vorderen Rad (Anmerkung von mir: Leitrad) hängt. Das volle Gewicht welches an dieser Stelle herrscht, liegt auf zwei Pfoten der Katze. Aber ich weiß, das es pro Kettenglied nur 850Gramm an Gewicht sind. Das habe ich von Matjes erfahren. Darum schaue ich sofort wie die Katze eingeklemmt ist.

Zwei Kettenglieder drücken auf ihre Pfoten. Da sie mit beiden Pfoten ist, befindet sich nur ein geringer Druck auf den Pfoten. Aber das reicht schon um schwerste Verletzungen bei Katzen hervor zu rufen. Nun muss der Panzer etwas zurück fahren, damit die Katze wieder frei ist.

Ich halte die Katze nun fest und der Panzer fährt sehr langsam etwas zurück. Kaum ist die Katze frei versucht sie von meinem Arm zu kommen. Doch ich halte sie fest und fange an mit ihr zu reden. Kurz darauf beruhigt sie sich wieder und ich kann sie nun untersuchen.

Außer den gequetschten Pfoten hat die Katze nichts, darum bekommt die Katze nur ein Schmerzmittel von mir und darf dann weiter laufen. Jedoch bleibt sie bei mir sitzen und nachdem die Panzer weiterfahren bleibt sie noch immer bei mir. Erst als das letzte Fahrzeug an uns vorbei ist, läuft auch die Katze wieder los.

Jedoch schaut sie sich bei jedem Schritt um nach mir. Darum gehe ich langsam hinter der Katze her. Sie führt mich zu einem Haus und legt sich vor den Eingang des Hauses. Dabei ist sie heftig am Miauen.

Da ich keine Klingel sehe, klopfe ich an der Tür. Es dauert nicht lange und mir wird die Tür von einer jungen Frau geöffnet. Sofort frage ich sie ob eine kranke Katze in dem Haus ist. Doch sie sagt zu mir, in sehr gutem Deutsch, das eine der Katzen beim TA ist, weil sie sehr krank ist.

Sofort werde ich hellhörig und frage nach dem TA. Sehr schnell bekomme ich die Adresse und begebe mich zu der genannten Adresse. Da die Praxis geschlossen ist, Klingel ich an der Tür zur Praxis. Jedoch öffnet mir niemand. Darum klingele ich an der nächsten Klingel. Es scheint sich um die Private Adresse des TA zu handeln.

Nun wird mir geöffnet und ich stürme die hinter der Tür befindlichen Stufen hinauf. Oben angekommen tritt mir eine Frau entgegen und nachdem ich gesagt habe warum ich da bin, sagt die Frau zu mir: „Kommen Sie bitte zur Sprechstunde wieder! Jetzt ist mein Mann auf einem Bauernhof! Erst nachdem er wieder da ist, wird er Ihr Problem angehen.“

Dafür habe ich aber keine Zeit und ich renne wieder die Treppe hinab. An einer Tür klebt ein Aufkleber und diese reiße ich auf. Nun befinde ich mich in der Praxis des TA. Ich öffne eine Tür und sehe sofort die dahinter befindlichen Tiere. Alle Tiere sind in einem Käfig und sofort öffne ich die Türen zu den Käfigen.

Es handelt es sich um drei Hunde und fünf Katzen die in den Käfigen sind. Alle Tiere schauen nun aus den Käfigen und da sich keine Körbe in dem Raum befinden, bleiben die Tiere in ihren Käfigen. Da ich weiß, das der Betreffende Fall sich um Katzen handelt, nehme ich die erste Katze aus dem Käfig. Jedoch scheint diese Katze nur eine leichte Erkältung zu haben.

Erst bei der vierten Katze werde ich fündig. Das ist die Katze die ich suche, weil mir die Katze die mitgekommen ist, mit lautem Miauen dieses mitteilt. Ich höre zunächst die Katze ab und bemerke sofort den unregelmäßigen Herzschlag der Katze. Die Katze bekommt sofort von mir ein Herzstärkungsmittel.

Erst dann untersuche ich die Katze genau. Bei dieser Untersuchung stelle ich fest, das die Katze einen Herzfehler hat. In diesem Moment kommt der TA in die Praxis. Bevor er laut werden kann, schaut er mich an. Dann fragt er nach meinem Namen. Als ich diesen genannt habe, fragt er nur noch was die Katze hat.

Etwa eine Stunde später sagt er mir, warum er so ruhig geblieben ist, als er die Praxis betreten hat. Da hat er nach meinem Namen gefragt und sofort gewusst, das nun alles mit der Katze gut wird. Ich schaue ihn erstaunt an, doch er sagt mir: „Ich habe in einer Fachzeitung gelesen, das es eine Frau gibt, die Behandeln darf ohne jeweils eine Uni besucht zu haben. Sobald Du mir deinen Namen gesagt hast, wusste ich das nun alles gut wird.“

Es dauerte nur drei Wochen bis die Katze vollkommen genesen wieder zu ihren Besitzern zurück konnte. Nur morgens musste sie eine Pille futtern, was sie auch immer gemacht hat. Diese Katze und ihr Kamerad wurden noch sehr alt.
 
Tschikitta

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Die Überführung
Oder
Georgs dritter Fall

Wieder sitze ich in meinem Büro und kümmere mich um den Papierkrieg. Fast zwei Wochen im Monat bin ich nur für diesen Quatsch da. Aber was soll es. Gemacht werden muss er, aber ich überlege schon, wie ich das alles anders machen kann. Denn es geht nicht, das ich die Hälfte des Monats nur Büroarbeit machen muss. Dafür habe ich nicht diese Arbeit angetreten.

Also muss ich mir was einfallen lassen. Die Mitarbeiter in der Verwaltung der Stadt, wir sind ein stätisches TH müssen mit Sicherheit nicht wissen, wie jedes Tier heißt. Es reicht mit Sicherheit, nur die Menge der vermittelten Tiere und die Aufnahme von Tieren, an zu geben. Heute habe ich mir vorgenommen genau das zu machen. Dadurch spare ich mit mindestens drei Tage Arbeit.

Aber auch alles andere was die Verwaltung wissen will, werde ich vereinfachen. Ob es die Futter Gebrauchs Meldung ist, oder auch alles andere was wir im TH im Monat brauchen. Alles das werde ich vereinfachen, des es ist fast jeden Monat dasselbe. Zwar schwanken die Bedarfsanforderungen jeden Monat etwas, aber ich werde noch einen Mittelweg finden, damit jeden Monat alles passt.

Gerade mache ich mir Gedanken über die Monatliche Bedarfsanforderung als mein Telefon klingelt. Obwohl ich gerade mitten im Wort bin, hebe ich den Hörer ab und melde mich. Was ich höre ist ein fürchterliches Rauschen. Darum rufe ich nach dem anderen Teilnehmer und sage ihm, das ich ihn schlecht verstehe und er mir doch langsam und mehrmals sagen soll, was er will.

Ich verstehe nur das er zwei Katzen dabei hat und das er in ungefähr vierzig Minuten auf einem Parkplatz steht. Doch welchen kann ich aus den Reden des Anrufers nicht erkennen. Dafür ist das Rauschen einfach viel zu stark. Ich antworte dem Anrufer, das auf bestimmten Parkplätzen auf der Autobahn jeweils ein Hilfsteam stehen wird. Jetzt ist nur warten angesagt!

Da ich weiß, das bis zum Parkplatz in einer Fahrtrichtung etwa 30 Minuten gebraucht werden und für die andere Seite nur etwa 15 Minuten, rufe ich Bernd zu mir. Das ist ein junger Mann der erst kurz bei uns ist. Auf meine Meinung ist er angestellt worden. Obwohl er mich angegriffen hat bei einem Notfall Einsatz. Aber das ist Vergangenheit und Bernd und ich sind inzwischen gute Freunde.

Diesen jungen Mann informiere ich also und schon kurz darauf sehe ich ihn, wie er unseren Bulli mit allem nötigen belädt. Schließlich ist Bernd ausgebildeter Tierpfleger, aber auch hilft er mir sehr oft bei den Notfällen die ich mache. Schließlich will er, genau wie ich, einmal Tieren helfen die in Not sind.

Kurz darauf fährt Bernd mit seiner Freundin Annemarie in unserem Bulli los. Er hat den weiteren Weg um zum Parkplatz zu kommen. Ich fahre nach einigen Minuten mit meinem Wagen los. Vorher habe ich eine Kiste bereit gemacht in der alles wichtige, wie Medikamente, Verbandmaterial und Schienen sind. Mit mir fährt Heinz, der schon über 75 Jahre alt ist, aber jeden Tag zu uns ins TH kommt um zu helfen.

Heinz hat auch schon mehrere Jahre bei uns im TH gefehlt. Damals war er einige Jahre in einer Tier Rettung Station um bei seiner Freundin, einer Wildkatze zu sein. Aber ich habe ihm damals seinen Platz bei uns im TH frei gehalten.

Jetzt sitzt er neben mir und redet von der Zeit bei der Wildkatze. Er trauert ihr richtig nach, wie ich bemerke. Aber ich verstehe ihn. Schließlich hat er mehrere Jahre mit der Katze verbracht, die nach einem Unfall nicht mehr in ihre Freiheit entlassen werden konnte. Nur Heinz durfte zu ihr. Alle anderen Personen hat die Katze nie an sich heran gelassen.

Kurz darauf fahre ich auf den Parkplatz. Sofort schalte ich mein CB-Funkgerät an und hoffe das ich bald den Fahrer höre. Doch auf dem Kanal höre ich nur Trucker die sich unterhalten. Darum melde ich mich mit den Worten: „Hier ist der kleine Doktor! Seid doch bitte mal ruhig! Ich warte hier bei KM 163 auf einen Fahrer der zwei Katzen bei sich hat und diese scheinen sehr krank zu sein. Fragt bitte in jede Richtung ob ihr den Fahrer hören könnt. Er müsste in etwa 10 Minuten hier auf dem Parkplatz sein.“

Sofort wird es ruhig auf dem Kanal und nur noch vereinzelt hört man nach dem mir unbekannten Fahrer rufen. Es dauert nicht lange und ein Fahrer meldet sich: „ Den Fahrer den Du suchst ist in etwa 15 Minuten auf dem Parkplatz in Richtung Süden da. Er gibt sehr viel Gas und fährt weit über der Erlaubten Geschwindigkeit. Er wird auch schon von Polizei begleitet!“

Nun bin ich erstaunt und renne sofort zur auf dem Parkplatz vorhandenen Telefonzelle. Sofort wähle ich die Nummer der in der Nähe befindlichen Polizeistation, ich kenne den leitenden Beamten dort sehr gut und habe darum auch die Telefonnummer, und frage nach dem was ich gerade gehört habe. Mir wird sofort bestätigt, das der LKW mit Höchstgeschwindigkeit und von insgesamt vier Dienstwagen begleitet wird.

Dann habe ich Georg am Apparat und er sagt mir, das der Fahrer die beiden Katzen nicht heraus rücken wollte, da er die Verantwortung für die beiden übernommen hat. Er will sie nur von einer Stadt in Süddeutschland zu unserer Stadt bringen. Dort sollen sie von einer anderen Person übernommen werden. Auch soll diese Person auf genau dem Parkplatz sich befinden. Es handelt sich dabei um einen gelben PKW.

Sofort schaue ich mich um und sehe nur einen gelben PKW auf dem Parkplatz stehen. Ich bedanke mich bei Georg und rufe anschließend erst einmal über Funk nach Bernd. Ihm teile ich mit, das der LKW auf meiner Seite ankommt. Ich kann über Funk hören, wie Bernd den Motor startet, dann sagt er, das er sofort kommt.

Dann gehe ich zu dem gelben PKW und sehe darin eine junge Frau und einen jungen Mann sitzen. Als ich bei denen bin, klopfe ich an die Seitenscheibe und nachdem die junge Frau die Scheibe herunter gedreht hat, frage ich sie ob sie auf zwei Katzen wartet. Die junge Frau ist ganz erstaunt und bestätigt meine Frage. Sofort sage ich ihr, das die Katzen in etwa 5 Minuten da sind, ich aber erst einmal nach den Katzen sehen muss, da sie anscheinend Krank sind.

Während wir nun warten, die junge Frau heißt Ariane und ihr Begleiter Thomas, reden wir über das, was ich bisher weiß. Da es nicht sehr viel ist, bitte ich darum das die jungen Leute mich zuerst zu den Katzen lassen. Natürlich sagen sie zu, aber erst als Bernd mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf den Parkplatz fährt. Sofort holt er und Annemarie die Kiste mit dem Notfallmaterial aus dem Bulli und auch einen Tisch holen sie aus dem Wagen. Dann ist warten angesagt.

Etwa eine Minute später hören wir Martinshörner, dann fährt ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht auf den Parkplatz. Noch ein zweiter folgt, dann biegt auch ein LKW auf den Platz, gefolgt von zwei Polizeiwagen. Bernd läuft ihnen sofort entgegen und zeigt ihnen somit wo wir warten.

Direkt neben uns hält der LKW und ich greife sofort auf der Beifahrerseite zum Türgriff. Dann ist die Tür auf und ich sehe den Fahrer. Dieser will etwas sagen doch ich frage ihn nur wo die Katzen sind. Er zeigt auf das Bett hinter ihm und ich sehe aber auch den Katzentragekorb.

Diesen hole ich sofort aus dem LKW und Bernd nimmt mir diesen ab. Auf dem Tisch wird zunächst nur eine Katze gelegt und stelle sofort fest, das die Katze höchstens 12 Wochen alt ist. Die Katze ist total Dehydriert und braucht nur etwas Wasser. Darum hole ich auch die zweite Katze aus dem Tragekorb und auch diese braucht nur Wasser um wieder gesund zu werden.
Darum wende ich mich an den Fahrer und frage ihn, woher er die Katzen hat. Er erzählt mir dann, das die Katzen aus Spanien kommen und ihm erst vor etwa zwei Stunden in Frankreich übergeben wurden. Ich frage ihn, ob er den Katzen etwas Flüssigkeit gegeben hat und er sagt mir, das erst kurz vorher die Katzen etwas zu trinken bekommen haben.

Doch das ist nicht zutreffend wie ich bemerke. Sofort gibt Heinz den Katzen etwas über eine Spritze zu trinken. Danach geht es den Katzen schon viel besser. Ich sage zu dem jungen Paar, das ich die Katzen zunächst mit zu uns nehme, und sie mich jederzeit anrufen können. Aber die Katzen müssen zunächst eine Woche bei uns bleiben.

Sie stimmen zu und schon bald fahren wir wieder zum TH. Dort bekommen die Katzen Flüssigkeit von uns und nach nur zwei Tagen geht es ihnen wieder gut. Die Katzen wurden eine Woche später von dem Paar geholt und lebten dort noch viele Jahre bei dem Paar. Wenig später waren die beiden bei uns im TH und nahmen noch zwei Katzen mit. Auch ließen sie eine große Spende da.
 
Tschikitta

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Bei Werner

Ich sitze nach einer anstrengenden Woche noch etwas mit Herbert, meinem Mann, im Wohnzimmer zusammen. Während er sich eine Fernsehshow ansieht, blättere ich in drei Versandhauskataloge. Denn ich suche noch ein Geburtstagsgeschenk für unsere Tochter Monika. Diese wird in einem Monat 18 Jahre alt. Doch was schenke ich solch einem jungen Mädchen?

Ich frage Herbert und der meint: „Kaufe ihr doch ein Auto!“ dann ist er wieder ganz bei der Show. Da Monika im Moment ihren Führerschein macht, finde ich die Idee nicht schlecht. Ich hole mir also die Zeitung von heute, es ist ein Samstag, hervor und studiere nun auch noch die Automobilanzeigen.

Bei zwei Anzeigen werde ich hellhörig. Es ist zum einen ein Rekord Kombi und auch ein Taunus. Beide sind nicht sehr teuer und ich frage wiederum Herbert was er davon hält. Da seine Show gerade zu Ende ist antwortet er mir: „ Du willst doch nicht wirklich einem jungen Menschen solch ein Oma Auto kaufen. Nee! Die braucht ein Auto was auch für jugendliche geeignet ist.“

Dann schaut er in die Zeitung und zeigt mir bald ein Inserat das einen Manta anbietet. Dort steht nur das es ein umgebauter Manta ist und der Preis. Mir kommt er doch etwas hoch vor, aber Herbert meint das er dort Morgen anrufen wird. Dann klärt er mich darüber auf, das junge Menschen gerne ein Auto hätten, welches Sportlich aussehen. Nicht so wie zu unserer Zeit. Wir haben damals auch einen Käfer oder einen Kadett genommen. Oder einen sportlichen Escord. Aber einen Kombi?

Darum beschließen Herbert und ich am nächsten Tag, einem Sonntag, etwas spazieren zu fahren. Dabei wollen wir mehrere Händler ab klappern und nach einem passendem Auto für Monika suchen. Kurz darauf gehen wir beide ins Bett, da im Fernsehen einfach nichts interessantes mehr am Laufen ist.

Gleich nach dem Frühstück fahren wir beide los. Zu Mittag wollen wir unterwegs etwas Essen. Erst sind wir zu den Markenhändlern, aber dort gab es nicht das richtige. Darum fragt Herbert mich, ob wir nicht mal nach Werner fahren wollen. Werner ist ein Autohändler bei dem wir meinen Wagen gekauft haben

Also fährt Herbert die 75km zu seinem Geschäft. Ganz erstaunt sind wir, als wir bei Werner ankommen. Heute scheint er einen Verkaufsoffenen Sonntag zu haben, denn überall hängen Luftballons und Girlanden. Irgendetwas scheint er heute zu feiern. Auch herrscht reger Betrieb auf seinem Gelände, einen Parkplatz dort zu finden ist unmöglich. Erst in einer Nebenstraße finden wir einen Parkplatz für unser Auto.

Herbert verschließt den Wagen, nachdem ich meine Tasche vom Rücksitz genommen habe, dann gehen wir zum Verkaufsgelände von Werner. Als wir dort ankommen sind wir sehr erstaunt was wir sehen. Denn auch ein Getränkestand und ein Imbiss sind auf dem Gelände. Überall hängen Schilder auf denen steht: „Preise wie vor 5 Jahren!“

Das merkt man schon bei den Autos. Überall ist der Preis durchgestrichen und ein viel niedriger ist dort angegeben. Ich weiß, das es die Preise von Heute sind und nicht die Preise von vor fünf Jahren. Denn wie immer handelt es sich hierbei um eine Täuschungsaktion. Nur am Getränke- und Imbiss Stand sind die Preise tatsächlich herunter gesetzt.

Nun schauen wir uns um und sind sehr erstaunt als wir die vielen Autos sehen. Es sind mit Sicherheit 1000 Autos die zum Verkauf angeboten werden. Bei einigen steht auch schon das sie verkauft sind.

Bei vielen Wagen bleiben wir stehen und lesen uns das Angebot an. Doch keines gefällt Herbert und mir. Darum gehen wir, bisher waren wir bei den Kombis, zum Bereich der Kompaktwagen. Damit sind anscheinend all die gemeint, die zwar 4-5 Sitze haben, dafür aber keinen Kofferraum. Damit meine ich die Generation Golf und CO.

Dort fällt mir ein Auto besonders auf und ich frage Herbert was er davon hält. Bevor er antworten kann, ertönt der Ruf einer Frau: „Was hast Du Bello? Was ist mit dir?“ Sofort drehe ich mich um und höre schon gar nicht mehr die Antwort von Herbert. Nur die Frau sehe ich die bei ihrem Hund kniet.

Sofort begebe ich mich dahin und bücke mich zu dem Hund. Es ist ein Terrier der sehr schwer am Atmen ist. Sofort hole ich mein Stethoskop hervor und höre den Hund ab. Dabei bekomme ich mit wie jemand sagt: „Gott sei Dank! Sogar für einen TA hat Werner gesorgt!“ Doch ich antworte nicht auf diese Bemerkung sondern kümmere mich nur noch um den Hund.

Dessen Herzschlag ist stark erhöht. Ich höre ihn weiter ab, kann jedoch nichts Weiteres feststellen. Also hat der Hund einen Herzfehler. Darum gebe ich ihm ein Herzstärkungsmittel und erst danach frage ich nach dem Besitzer des Hundes. Eine Frau meldet sich und sagt mir, das sie eigentlich TÄ ist, aber so geschockt war das sie nicht helfen konnte.

Noch kurz besprechen wir den weiteren Verlauf der Behandlung des Hundes dann geht sie mit dem Hund auf dem Arm sehr schnell weg. Sie will zu einer TK in der Nähe wo ihr Hund genau untersucht werden kann.

In diesem Moment höre ich wie jemand ruft „ Gerda, was machst Du denn hier?“ Dann ist Werner bei mir und nimmt mich in den Arm. Auch Herbert wird genauso begrüßt und nachdem wir etwas zusammen gesprochen haben, fragt Werner nach, was wir wollen. Schnell erzähle ich ihm von unserem Wunsch. Als ich unsere Tochter Monika erwähne wird er neugierig. Immer wieder fragt er nach Monika und als ich ihm erzähle, das sie in einem Monat 18 wird, muss er lächeln.

Nur kurz ist er am Lächeln, dann sagt er zu uns: „ 18 wird sie? Dann habe ich das richtige Fahrzeug für das kleine Mädchen. Folgt mir bitte.“ Er führt uns zu einem Polo der ganz in schwarz vor uns steht. Es ist der Wagen der mir schon gleich zu Anfang unserer Besichtigungstour gefallen hat.

Es ist der Polo und nachdem ich mein Interesse für den Wagen gezeigt habe, sagt mir Werner: „Der Wagen ist drei Jahre alt. Er hat 145 PS, die eingetragen sind und läuft weit über 200km/h. Bei einer Probefahrt habe ich selbst 245km/h erreicht. Aber dann ist noch nicht Schluss. Ich verkaufe euch den Wagen zu einem Preis der nicht auf dem Plakat steht. Ich will wirklich nur den Preis, den es vor fünf Jahren gegeben hat. Obwohl es damals das Auto noch nicht gegeben hat.“

Dann nennt er einen Preis der mir doch sehr hoch vorkommt, als er mir jedoch den Listenpreis des Autos sagt, ohne die Änderungen, bin ich doch überzeugt. Nur kurz schaue ich zu Herbert und dieser nickt mit seinem Kopf. Also wird es das Auto sein für Monika. Werner verspricht uns, den Wagen so her zu richten, wie es zu einem Geburtstag richtig ist.

An dem Tag an dem Monika Geburtstag hat klingelt mein Telefon. Der Wagen ist da und er hat sogar das Wunschkennzeichen das Monika haben wollte, bekommen. Jedoch steht der Wagen etwa 50 Meter von unserem Haus entfernt, so das Monika diesen nicht sofort sehen kann. Als sie aufsteht und sich zu uns an den Tisch setzt, gratulieren wir ihr zum Geburtstag.

Kurz darauf, es ist inzwischen 9.00 Uhr, klingelt es an der Tür. Der Mann der vor mir Steht als ich die Tür öffne, will mit Monika reden. Sofort bringe ich ihn in die Küche wo Monika gerade am Frühstücken ist. Dort überreicht der Mann den Führerschein von Monika. Diese ist hoch erfreut endlich den Schein zu haben.

Sofort lädt Herbert sie zu einer Fahrt ein. Auch ich steige in Herberts Auto. Dann fährt meine Tochter los. Sie ist noch sehr Vorsichtig, was aber auch an uns liegen kann. Als wir an dem Polo vorbei fahren, dieser ist mit Geschenkbändern umwickelt, sagt Herbert das Monika anhalten soll. Ein paar Meter weiter bliebt sie stehen und schaut meinen Mann an. Dieser fordert Monika nun auf aus dem Wagen auszusteigen.

Nachdem sie das gemacht hat, fast ist sie am weinen, zeigt Herbert auf den Polo. Als Monika diesen sieht, ist sie zunächst erstaunt, dann fängt sie an zu schreien. Ihre Freude ist kaum zu beschreiben, erst recht als ich ihr den Schlüssel, ich habe nur einen, aber Werner steht im Hintergrund und er hat die zweiten Schlüssel für den Wagen, überreiche.

Bevor sie sich in den Wagen setzt, fragt sie mich nach der PS Zahl des Kleinwagens. Als ich ihr dieses sage ist sie bei der Probefahrt sehr vorsichtig. Nie hat sie den Wagen ausgefahren und noch heute, 20 Jahre später, steht dieses Auto in ihrer Garage und sie fährt es gelegentlich. Als ich das letzte mal den Wagen gesehen habe, hatte er noch keine 100000km gelaufen.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Die Henne

Wie so oft sitze ich in meinem Büro und kümmere mich um den Büro Kram. Dieses Mal hätte die Stadt eine Aufstellung über die durchschnittliche Belegungszahl von Hunden und Katzen im Monat. Dabei soll ich aufführen, wie viele Tiere im Monatsdurchschnitt in diesem Jahr im TH waren. Natürlich getrennt nach Tierart. Doch für diese Aufstellung habe ich einfach keine Lust und schreibe darum auf den Auftrag: „Steht schon alles in der monatlichen Übersicht. Bitte nach sehen!“

Als nächstes will die Stadt von mir wissen wie hoch die Einnahmen wären, wenn jeder Patient, bzw. seine Besitzer für die Behandlung ihres Tieres bezahlt hätten. Auch darauf weiß ich die passende Antwort, denn ich schreibe: Das weiß ich nicht, fragt bitte den TA oder seht in der Gebührenordnung für TÄ nach. Alles ist dort geregelt.“

Dann lege ich beide Schreiben in den Postausgang um kümmere mich um den Nächsten Brief. Dieser jedoch wird von mir sofort in den Papierkorb geschmissen, denn es ist nur Werbung und diese lese ich grundsätzlich nicht. Auch die nächsten drei Briefe werfe ich in den Papierkorb. Dann habe ich einen besonderen Brief in meinen Händen. Dieser ist direkt an mich gerichtet und es scheint sich um einen Eilbrief zu handeln.

Sofort öffne ich den Brief und lese dann, das es in dem TH wo dieses Tier lebt etwas ganz besonderes gibt. Es ist ein Huhn das sich wohl um vier Katzenkitten kümmert. Ich kann es nicht glauben, darum lese ich weiter in dem Brief.

Das Huhn wurde in einem Straßengraben gefunden. Es saß dort neben einer toten Katze. Da man dachte das auch das Huhn angefahren worden ist, holte man die Leute vom TH. Doch das Huhn wollte nicht weg und erst als man es hoch gehoben hat, wurden die Kitten gesehen. Sofort wurde das Huhn wieder auf die kleinen gesetzt und dort ist es noch immer.

Die Frage ist nun, wie sie das Huhn und die kleinen von der viel Befahrenen Straße weg bekommen. Da sie meine Telefonnummer nicht finden konnten haben sie eben diesen Brief geschrieben. Die Hoffnung besteht das erstens der Brief rechtzeitig kommt und zweitens, ich helfen kann.

Sofort schaue ich ob eine Telefonnummer angegeben ist. Das ist aber nicht der Fall, sondern nur die Adresse des TH. Sofort rufe ich bei der Auskunft an um diese Telefonnummer zu bekommen. Jedoch ist das TH nicht bekannt. Ich fange an zu überlegen und rufe anschließend bei der Polizei an. Ich hoffe das diese mir helfen können. Zumindest das sie die Telefonnummer heraus bekommen.

Ich wähle die Amtsnummer, nicht den Notruf und habe bald Toni am Apparat. Er leitet heute den Tagdienst auf der Wache. Ihm schildere ich mein Problem und bitte darum das er bei der Wache in der Stadt anruft, damit diese einen Wagen losschicken und ich bald die Telefonnummer habe. Toni verspricht mir das er sofort in der Stadt das Polizeirevier anruft um die Telefonnummer zu erfahren.

Dann lege ich auf und warte auf den Rückruf von Toni. Dieser ruft auch nach 10 Minuten wieder zurück und sagt mir, das es dieses TH in der Stadt nicht gibt, aber ein Wagen unterwegs ist zu der angegebenen Adresse. Er ruft dann gleich wieder an.

Es dauert nur fünf Minuten bis mein Telefon wieder klingelt. Es ist wiederum Toni! Diesmal erzählt er mir, das es sich bei der angegebenen Adresse um einen Privathaushalt handelt aber ein anderer Wagen schon an der Stelle ist, wo die Henne sein soll. Er schickt auch schon einen Wagen um mich zu holen.

Noch während wir beide Telefonieren kommt ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht auf das Gelände gefahren. Als ich das sehe, bedanke ich mich bei Toni, schnappe mir meine Tasche und laufe schnell zum Katzenhaus. Noch bevor ich das erreiche, ruft mir Ingrid zu: „Alles klar! Bis gleich und viel Glück!“

Darum laufe ich nun schnell zum Polizeiwagen, wo schon einer der Beamten die Schiebetür auf gemacht hat. Sofort steige ich ein und der Beamte schwingt sich auf den Beifahrersitz. Sobald die Tür zu ist, gibt der Fahrer Gas und erst jetzt begrüßen wir uns.

Schon öfters hat mir die Polizei geholfen. Das erste Mal war es vor ein paar Jahren. Damals leitete Gerd als oberster Polizist die Station. Da er auch einen Hund hat, kam er damals mit diesem Tier zum TA. Der Hund atmete sehr schwer. Jedoch konnte der TA nichts finden. Darum hat er mich gerufen. Schon am Telefon sagte ich ihm, welches Untersuchungsergebnis ich brauche und als ich nach fünf Minuten beim TA war, lag das Ergebnis der Untersuchung vor.

Ich habe mir nur kurz das Ergebnis und die Röntgenaufnahmen angesehen, dann habe ich dem TA gesagt was der Hund hat. Er hatte eine Lungenprellung. Sofort bekam der Hund die benötigten Medikamente und Behandlung. Noch etliche Jahre lebte der Hund bei Gerd. Darum hat er jedes Mal wenn ich Hilfe durch die Polizei brauchte, diese sofort angeordnet. Auch seine jeweiligen Nachfolger haben sofort geholfen, wenn sie wussten worum es geht.

So auch diesmal. Gleich nachdem wir das Gelände des TH verlassen haben, schaltete einer der Beamten das Martinshorn an und so konnten wir sehr schnell zu dem Huhn. Nach nur dreißig Minuten waren wir bei der Henne. Dort stand schon ein Fahrzeug der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Dadurch lief der Verkehr sehr langsam, weil alle schauen wollten warum die Polizei dort steht. Doch außer einem kleinen Zaun war nichts zu sehen.

Diesem Zaun näherte ich mich nachdem das Fahrzeug der Polizei stand. In der Umzäunung konnte ich ein Huhn erkennen. Direkt vor dem kleinen Zaun ging ich in die Hocke und fing an mit dem Huhn zu reden. Schon nach kurzer Zeit rückte es etwas zur Seite und ich kann die Kitten sehen. Langsam strecke ich meine Hand nach den kleinen aus. Dabei bin ich mit dem Huhn am Reden. Doch ich kann das erste Kitten berühren. Dieses fängt sofort an, an meinem kleinen Finger zu saugen.

Sofort nehme ich das Huhn auf den Arm und ein Beamter nimmt die vier Kitten an sich. Dann gehen wir zu dem Einsatzfahrzeug der Polizei und ich setze mich wieder auf die Rückbank. Auch die Kitten kommen dazu. Erst jetzt gibt auch das Huhn Ruhe, denn vorher war es doch sehr aufgeregt.

Mit vollem Konzert fahren wir zu unserem TH und als wir dort ankommen dauert es nicht lange, bis die Kitten, deren alter ich auf fünf Tage schätze, bei einer anderen Katze angelegt werden können. Die ganze Zeit ist das Huhn bei den Kitten und beobachtet genau, was mit den kleinen geschieht.

Die kleinen wurden wunderbare Katzen und nach drei Monaten wurden sie von dem Besitzer des Huhnes zu sich genommen. Dieser hatte damals den Schutzzaun um das Huhn errichtet, jedoch wusste er nicht von wem die Kitten sind. Katzen und Huhn waren Zeit ihres Lebens die besten Freunde!
 
Tschikitta

Tschikitta

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Notruf

Seitdem wir unsere Notrufnummer haben, denkt auch der TA darüber nach ob er sich eine anschaffen will. Jedoch vermutet er, das er dadurch noch mehr Arbeit hat. Darum haben wir uns heute verabredet. Auch ein Mitarbeiter der Telefongesellschaft soll anwesend sein.

Dieses Gespräch soll erst am späten Nachmittag stattfinden, da der TA nicht sagen kann, wann er frei hat. Sollte ich nicht gerufen werden, bin ich natürlich zu diesem Termin da. Aber mein Telefon bleibt den ganzen Tag über ruhig. Kein Anruf erfolgt über die Notrufnummer und auch kein Notfall wird mir mitgeteilt über unsere normale Nummer.

Es sind noch etwa 30 Minuten bis zu unserem Treffen, als ein PKW unser TH-Gelände befährt. Er hält auf dem Parkplatz und ein Mann und eine Frau steigen aus. Als der Mann eine hintere Tür öffnet springt ein Schäferhund aus dem Wagen. Der Hund geht sofort zu dem Mann und bleibt auch während sie auf mein Büro zugehen, immer an der Seite des Mannes. Das der Hund keine Leine umhat, sehe ich sofort. Aber ein Halsband. Die Frau hat aber eine Leine in der Hand, die aber sehr eng um ihre Hand gewickelt ist.

Dann entschwinden sie meinen Augen und kurz darauf klopft es an meiner Tür. Nach meinem „Herein“ betritt als erster der Hund mein Büro, gefolgt von der Frau. Als letzter betritt der Mann mein Büro.

Er stellt sich als den Mitarbeiter der Telefongesellschaft vor, den ich erwarte. Da er etwas zu früh da ist, will er mich um Erlaubnis fragen, ob seine Frau sich etwas umsehen darf. Sie möchte noch gern einen anderen Hund.

Natürlich darf sie und als sie geht, will sie ihren Hund da lassen. Doch zunächst frage ich sie ob der Hund sich mit Katzen verträgt. Als sie mit „Ja“ antwortet, erlaube ich ihr, ihren Schäferhund mit zu nehmen. Mann und Frau schauen mich beide erstaunt an, dann ruft die Frau nach dem Hund und zusammen gehen die beiden zunächst zum Katzenhaus. Dann verschwinden sie in dem Gebäude.

Noch immer schaut mich der Mitarbeiter der Telefongesellschaft erstaunt an. Dann sagt er zu mir: „Meine Kollegen hatten mich schon gewarnt vor diesem verrücktem TH. Übrigens, ich heiße Christian!“ Natürlich will ich nun wissen was er mit verrücktem TH meint. Nachdem er mir das erzählt hat, muss ich doch lachen.

Dann erzähle ich ihm kurz wie es wirklich hier im TH läuft. Gespannt hört er zu und sagt dann: „Wenn der Job hier erledigt ist, möchte ich gern schauen wo meine Frau ist. Vielleicht kann ich ja dann was vom TH sehen?“

Bevor ich antworten kann, geht die Tür auf und der TA kommt herein. Natürlich hat er wie immer nicht angeklopft. Er begrüßt mich und dann erst Christian. Dabei sagt er wer er ist und auch Christian sagt den Grund für sein kommen. Dann setzen wir uns an den Tisch und ich gieße zunächst Kaffee in die Tassen.

Dann beraten wir welche Lösung möglich ist. Eine Notfallnummer für den TA wäre kein Problem, aber noch eine Nummer möchte der TA nicht. Er nennt auch gleich den Grund dafür. Er sagt zu Christian: „Was nützt es, wenn das Telefon bei mir Klingelt, ich zu dem Notfall fahre und dann doch Gerda geholt werden muss. Nein, es muss eine andere Lösung her!“

Dann kommt mir eine Idee die ich auch sofort einbringe: „Bisher ist es ja so, das wenn ich Feierabend mache, das Notfalltelefon nach mir zu Hause umgestellt wird. Ist es nicht möglich, das nach einer gewissen Anzahl von durchrufen eines Anrufers, dieser zunächst eine Ansage hört und dann zum TA weitergeschaltet wird, wo dann erst das Telefon klingelt?“

Diese Idee findet auch der TA sehr gut und wir beide schauen Christian an. Der grinst uns nur an dann sagt er: „Ohne die Ansage haben wir es genauso geplant. Nur über die Ansage müssen wir uns noch unterhalten.“

Nun entbrennt doch eine Diskussion die der TA beendet. Er sagt: „Wie wäre es den damit: Hier ist die Tierrettungsstation! Sie werden sofort mit einem Tierarzt verbunden. Und dann müsste schon wieder das Rufzeichen ertönen, obwohl es schon zu Beginn der Ansage bei mir geklingelt haben müsste. Sobald ich abnehme wird die Ansage unterbrochen und meine Leitung frei geschaltet.“

Christian findet die Idee gut und fragt ob er mal Telefonieren darf. Nur kurz spricht er mit dem anderen Teilnehmer, dann sagt er: „Alles erledigt. Ab sofort wird es so gemacht wie ihr es wolltet. Auch kann ich euch sagen, das diese Nummer ab sofort vollkommen kostenlos ist. Es handelt sich hierbei immerhin um eine Notrufnummer!“

Der TA und ich schauen uns an und fragen wie das alles sein kann. Innerhalb von 10 Sekunden ist die Leitung frei geschaltet und selbst die Ansage ist gemacht. Schließlich haben der TA und ich noch gar nicht ein Band besprochen. Da muss Christian lachen und er sagt mir: „Alles ist schon vorbereitet worden und musste nur noch frei geschaltet werden. Aber sie hätten auch eine andere Lösung finden können, dann hätte es eben länger gedauert mit der Freischaltung. Aber nun läuft alles. Ihr könnt es ausprobieren. Moment, ich gebe eben die nötige Nummer ein, denn von diesem Apparat geht die normale Notrufnummer nicht.“

Er gibt eine spezielle Nummer in mein Telefon und kurz darauf klingelt mein Notfalltelefon. Nach sechs klingeltönen wird abgenommen und eine Frau meldet sich. Sie sagt den von mir erdachten Text auf, nur ist es eine mir vollkommen unbekannte Stimme, und dann ertönt wieder der Ruf Ton. Kurz darauf wird abgenommen und die Frau des TA meldet sich. Ich sage ihr, das es ein Test war und nach ein paar Erklärungen wird wieder aufgelegt.

Der TA und ich sind zufrieden und nachdem wir noch ein paar Minuten zusammen gesprochen haben, begeben wir uns alle drei auf die Suche nach Christians Frau. Doch im Katzenhaus ist sie nicht, ebenso nicht im Hundebereich. Darum steuere ich auf unseren Krankenbereich zu. Dort befinden sich drei Hunde und 8 Katzen.

Bevor ich die Tür öffne, können wir einen Blick in die Krankenstation werfen. Christian bleibt sofort stehen und ich sehe wie ihm die Kinnlade herunter fällt. Auch ich und der TA werfen nun einen Blick durch das Fenster.

Christians Hund liegt in einem Korb und bei ihm befinden sich alle Tiere des Krankenbereichs. So wie ich es sehe, ist die Frau völlig hilflos. Als ich die Tür öffne, kommt sofort der Schäferhund zu mir. Alle anderen Tiere bleiben in dem Korb. Der Hund setzt sich vor mir hin und sofort gehe ich in die Hocke. Setzte mich aber anschließend sofort auf den Boden.

Der TA hält Christian zurück und hebt gleichzeitig eine Hand um dessen Frau zu stoppen. Diese bleibt auch sofort stehen und sieht nur noch zu. Der Hund hat sich inzwischen ebenfalls hingesetzt und er schaut mir in die Augen.

Dieser Blick Kontakt hält etwa 2 Minuten an, dann streichele ich den Schäferhund und gebe somit mein Einverständnis für seine Wahl. Hoch erfreut springt der Hund auf, leckt mir durch das Gesicht und geht dann wieder zu dem Korb, in dem die anderen Tiere liegen.

Ich schaue nur Christian und dessen Frau an, ohne ein Wort zu sagen. Hilflos schaut er erst mich dann den TA an. Doch dieser zuckt nur mit seinen Schultern. Dann schaut Christian mich wieder an, inzwischen bin ich wieder aufgestanden, und er sagt: „Jetzt weiß ich, warum meine Kollegen von einem verrücktem TH gesprochen haben. Hier kann es jeder genau sehen. Natürlich kommen alle Tiere zu mir die sich mein Hund ausgesucht hat!“

Zwei Stunden später verlässt uns Christian wieder. Neben seinem Hund nimmt er auch noch zwei Katzen und einen Hund mit. Jedoch verspricht er, die anderen Tiere sobald sie gesund sind, auch zu holen.

Was auch nach drei Wochen passierte. Christian erschien mit seinen Schäferhund bei uns im TH. Als die Möglichkeit bestand für den Hund das Krankenrevier zu betreten, ging er sofort zu den anderen Tieren und schleckte sie ab. Natürlich durfte er alle Tiere mitnehmen!

Auch habe ich in dieser Zeit genau diesen Text auf ein Band gesprochen und nach nur drei Wochen hörte ich meine Stimme zuerst über den Notruf.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Das benachbarte TH

Heute fahre ich das erste Mal mit meinem neuen Auto eine etwas längere Strecke. Diesen Wagen habe ich erst seit drei Wochen. Bisher habe ich den Wagen noch nicht ausgefahren, aber ich merke doch das er 90PS hat. Denn so schnell war noch nie eines meiner Autos auf Tempo 100. Auch wenn es ein Automatik ist.

Meine anderen Autos hatten maximal 75 PS. Leider ist bei meinem letzten Auto der Motor kaputt gegangen und da auch noch Rost vorhanden war, habe ich diesen auf einem Schrottplatz abgestellt, wo ich sogar noch 200 Mark für die alte Kiste bekommen habe. Der Schrotthändler sagte mir was er mit meinem alten Auto macht.

Er wird einen anderen Motor einbauen, dann wird der Wagen wieder verkauft, da der Wagen noch fünf Monate TÜV hat. Auch sagt er auf mein Nachfragen, das solch ein Motor wie er in meinem alten Auto ist, nur 50 Mark bei ihm kostet und der Einbau auch nicht teurer ist. Also kann er das Auto wieder für mindestens 500 Mark verkaufen. Ich wünsche ihm viel Glück dabei und verlasse ihn wieder. Drei Tage später hat er mich angerufen und mir mitgeteilt das der Wagen für 600 Mark verkauft worden ist. Ich beglückwünsche ihn, danach reden wir noch etwa zusammen.

Einen Monat später war er in unserem TH und holte zwei Hunde zu sich. Aber nicht für den Schrotthandel sondern für sein zu Hause. Einen Monat später war ich wieder bei ihm und er zeigte mir seine Wachhunde. Es waren zwei Rottweiler die des Nachts auf seinem Gelände herum liefen.

Bevor er richtig reagieren konnte, war ich schon die beiden Hunde am Streicheln. Ganz erstaunt sah er mich an und streckte auch eine Hand aus. Jedoch fingen beide Hunde an zu knurren so das er sein Vorhaben sofort wieder aufgab. Ich sagte ihm nun, wie er die Hunde dazu bringt das er sie auch streicheln darf. Dabei muss er sich nur kleiner machen wie die Hunde.

Da sagte ich zu ihm das er sich hinsetzen sollte, aber so, das beide noch an ihm schnuppern konnten. Sofort machte er das und nachdem die Hunde ausgiebig an ihm geschnuppert hatten, konnte er die beiden streicheln.

Nun fahre ich also zu dem TH. Gerade habe ich einen Wald durchquert und fahre nun wieder in freiem Gelände. Hier ist die Strecke wohl einen Kilometer lang und verläuft völlig gerade aus. Schon von weitem sehe ich einen Wagen der gehobenen Mittelklasse mit eingeschalteter Warnblinkanlage am Straßenrand stehen.

Als ich näher komme, sehe ich einen älteren Mann vor dem Wagen stehen. Dieser ist bei jedem Auto das vorbei, fährt am Winken. Also schalte ich meine Warnblinkanlage an und halte hinter seinem Wagen an. Sofort kommt er zu mir gelaufen und bedankt sich zunächst überschwänglich bei mir, das ich angehalten habe.

Dann sagt er: „Ich habe einen wichtigen Termin in etwa 30 Minuten nur fünf Kilometer von hier entfernt. Können Sie mich mitnehmen?“ Natürlich nehme ich ihn mit, aber ich frage zunächst was mit seinem Wagen ist. „Sobald ich meinen Arbeitsplatz erreicht habe, werde ich meine Werkstatt anrufen und die holt den Wagen dann ab.“ Ich sage ihm das es für mich kein Problem ist ihn mit zu nehmen, da ich auch erst in 30 Minuten einen Termin habe. Daraufhin läuft er wieder zu seinem Wagen, holt eine alte Aktentasche aus dem Auto und schließt seinen Wagen anschließend ab.

Als er neben mir sitzt, stellt er sich zunächst vor und sagt mir, das er Wolfgang Pxxxx. Ist. Auch erzählt er mir, das er ein TH leitet was nur 5 Kilometer von hier entfernt ist. Sofort weiß ich, das er der Mann ist den ich besuche. Ich sage ihm nichts und fädele mich wieder in den fließenden Verkehr ein.

Während der ganzen Fahrt reden wir zusammen. Meinen Namen habe ich zwar auch gesagt, jedoch hat er nicht mitbekommen das ich sein Besuch bin. Ich lasse ihn aber dem Glauben und sage ihm wiederum nichts.

Zehn Minuten später haben wir die Straßeneinfahrt zu seinem TH erreicht und ich biege sofort ab. Nun schaut er doch erstaunt, doch ich sage ihm, das ein Hinweisschild zu seinem TH etwa 100 Meter vorher steht und ich nur der Beschilderung folge. Als wir das TH erreichen, steigt er sofort aus dem Wagen, bedankt sich bei mir und läuft sofort zu seinem Büro. So entnehme ich es jedenfalls der Beschriftung auf den Schildern.

Auch ich steige aus meinem Auto und sehe mich erst einmal um. Das TH scheint noch aus der Zeit vor dem Krieg zu bestehen, denn es gibt nur Baracken auf dem Gelände. Davon sehe ich 6 Stück. Wo Hunde sind kann ich sofort feststellen durch ihr Gebell. Auch meine ich das leise Miauen von Katzen zu hören.

Dann gehe ich auf ein Gebäude zu an dem ein Schild mit der Aufschrift „Büro“ angebracht ist. Nachdem ich dieses betreten habe stehe ich in einem langen Flur. Von diesem gehen mehrere Türen ab. Links von mir befindet sich ein Schild auf dem „Empfang“ steht. Darauf gehe ich zu und klopfe an. Auf ein „Herein“ betrete ich den Raum.

Nun stehe ich vor einer Theke und am Schreibtisch sitzt eine etwa 50jährige Frau, Diese steht sofort auf und reicht mir die Hand. Dabei sagt sie: Herzlich willkommen Gerda! Nein, wie ich mich freue das Du auch einmal unser TH besuchst. Sehr lange habe ich Wolfgang in den Ohren gelegen, damit er dich endlich Einlädt. Nun scheint es geklappt zu haben. Übrigens! Wolfgang ist mein Mann.“

Wir reichen uns die Hände, dann fordert sie mich auf zu folgen. Zwei Türen weiter klopft sie kurz an eine Tür und öffnet diese dann. Dabei sagt sie. „Dein Besuch ist da.“ Dann betrete ich den Raum. Dieser ist nicht größer wie der Empfangsraum. Etwa 10 m2.

Als Wolfgang hoch sieht schaut er erst erstaunt nach mir, dann fängt er an zu Lachen. Dabei sagt er: „Dein Name hätte mir eigentlich schon in deinem PKW einfallen müssen. Aber ich war mehr bei meinem Auto. Es ist auch schon inzwischen abgeholt worden und man hat nach gesehen. Doch einen Fehler hat man bisher nicht finden können.“

Dann setzten wir uns zusammen. Auch die Frau, ihr Name ist Angelika, setzt sich zu uns. Dann kommt Wolfgang zu dem Thema warum er mich eingeladen hat. Sein TH soll in nächster Zeit umgebaut werden und er weiß noch nicht wie. Aber er darf so viel ändern durchführen wie er will. Nur ob alle genehmigt werden, steht auf einem anderen Stern.

Ich lasse mir die Baupläne zeigen und schaue mir diese an. Anschließend lasse ich mir einen Filsschreiber geben und streiche die Pläne durch. Angelika und Wolfgang lassen mich gewähren. Dann zeige ich ihnen auf einem Blatt Papier, wie dieses TH aussehen muss.

Nachdem ich meine Ideen vorgebracht habe, geht es durch das TH. Zunächst zu den Vögeln, die alle einzeln in einem Käfig sitzen. Dabei fällt mir auf, das auch einige Bussarde und Falken in dem TH sind. Darum frage ich warum die Tiere hier sind. Zur Antwort bekomme ich, das die Tiere freigelassen werden sollen, aber keine weiß wann die beste Zeit dafür ist.

Ich begebe mich zu den Käfigen und sehe mir jeden Vogel genau an. Dann lasse ich alle Käfige mit den Bussarden und Falken nach draußen bringen. Nach u8nbd nach öffne ich die Türen zu den Käfigen und die Vögel kommen heraus. Alle schaue erst mich dann Wolfgang an. Anschließend starten sie wieder in ihre Freiheit. Nur ein Falke kommt zurück und landet auf einem Zaun der nicht weit von uns entfernt ist.

Ganz langsam gehe ich auf den Vogel zu und fordere Wolfgang auf mir zu folgen. Kurz vor dem Falken bleibe ich stehen und sage zu Wolfgang das er noch näher an den Falken heran treten soll. Zunächst schaut mich Wolfgang an, dann geht er zu dem Falken. Lange schaut der Vogel Wolfgang an, dann hüpft er zu diesem und als Wolfgang seine Hände ausstreckt pickt er kurz an diesen. Dann erhebt er sich und ist schon bald unseren Augen entschwunden.

Wie mir Wolfgang später mitteilte, kam der Falke jeden Tag ins TH. Er klopfte dann immer an die Scheibe von Wolfgangs Büro und nachdem Wolfgang dieses geöffnet hat, hüpfte er zum Schreibtisch und legte sich dort hin. Er blieb fast zwei Stunden bei Wolfgang, dann flog er wieder davon.

Was mit den anderen Tieren im TH ist, erfahrt ihr das nächste Mal!
 
Tschikitta

Tschikitta

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Das benachbarte TH Teil2

Nachdem die Vögel uns verlassen haben, sind wir wieder ins Gebäude. Langsam sind wir weiter gegangen und haben uns über das TH unterhalten. Dabei habe ich dann erfahren, das die Gebäude tatsächlich aus der Zeit des Krieges stammen. Es ist eine ehemalige Kaserne in der damals Soldaten ausgebildet wurden.

Ich frage ob das ganze Gelände von damals zum TH gehört und er sagt mir, das es nur ein Teil des damaligen Gelände ist. Es hat aber fast 2Hektar Gelände zur Verfügung und auf einem Teil davon soll das neue TH entstehen. Die alten Gebäude sollen dann abgerissen werden.

Ich gebe ihm den Rat ein Teil des Geländes zu verkaufen. Damit könnten dann ein Teil des Neubaus gezahlt werden und vielleicht sind dann auch meine Änderungen möglich. Nur kurz überlegt er, dann gibt er mir recht, da das ganze Gelände des TH, Bauland ist und Millionen wert ist.

Dann sind wir beim Hunde Haus und betreten dieses. Alle Hunde können in einem großen Raum zusammen kommen. Zwar gibt es auch Zwinger, aber bei denen stehen die Türen auf. Auf meine Frage wo die Hunde, bis auf einen der in seinem Zwinger liegt, antwortet mir Wolfgang, das sie wohl draußen sind. Während er am erzählen ist und wir zum Ausgang gehen um zum Freigelände zu kommen, schaue ich immer wieder nach dem Hund in seinem Zwinger.

Er hat noch immer seine Augen geschlossen und scheint zu schlafen. Obwohl wir nicht sehr leise sind, hat der Hund sich nicht einmal gerührt. Kurz vor dem Ausgang des Gebäudes drehe ich mich um und gehe auf den Hund zu. Sofort folgen mir der TH-Leiter und seine Frau. Aber auch noch ein junger Mann begleitet uns.

Als wir vier bei dem Hund ankommen rührt sich dieser noch immer nicht. Erst als mich zu ihm bücke öffnet er seine Augen und er schaut mich an. Dabei erkenne ich sofort, das der Hund krank ist. Darum hole ich mein Stethoskop aus meiner Tasche und höre den Hund ab. Sein Herzschlag ist sehr schwach und auch sein Atmen hört sich schwach an.

Darum taste ich den Hund ab in der Hoffnung das er darauf reagiert. Doch überall wo ich ihn Abtaste, passiert nichts. Ich sage zu dem TH-Leiter das der Hund sofort behandelt werden muss und er sagt zu mir: „In dem Gebäude dort, habe ich einen kleinen Behandlungsraum dort muss der Hund hin!“

Dabei zeigt er auf das letzte Gebäude und sagt gleichzeitig zu dem jungen Mann, das dieser eine Trage holen soll. Der junge Mann läuft sofort los und kommt nach wenigen Augenblicken zurück. Dann wird der Hund auf die Trage gelegt und wird sofort von dem jungen Mann und dem TH-Leiter zu dem Gebäude gebracht. Dabei schaut mich der junge Mann mehrmals an.

Dort untersuche ich den Hund ganz genau und schon nach wenigen Momenten weiß ich was der Hund hat. Ich frage Wolfgang welche Arten von Schlangen es auf dem Gelände gibt. Er sagt zu mir: „Ringelnattern, Blindschleichen und es sollen sich auch Kreuzottern hier befinden.

Das reicht mir und ich greife zum Telefonhörer des Telefons das in dem Raum auf einen Tisch steht. Da sagt Jörg, der junge Mann zu mir: „Das Telefon funktioniert nicht. Hier war mal eine Schreibstube und daher stammt die Einrichtung. Zum Telefonieren müssen wir ins Büro des Leiters oder in das Büro von Angelika!“

Lange schaue ich ihn an, dann gehen wir beide gemeinsam zum Telefon in Angelikas Büro. Von dort rufe ich die Giftnotrufzentrale an und erfahre schon bald, welches Mittel ich spritzen muss, bis das Gegenmittel hier im TH ankommt. Ich bedanke mich und gehe wieder zu dem Hund zurück, wobei mir Jörg wie ein Schatten folgt

Ich muss leise vor mich hinlächeln und endschließe mich dazu, meinen Mann Herbert bei Gelegenheit zu erwähnen. Doch zu meiner Überraschung kommt diese Gelegenheit schon sehr schnell. Es ist Angelika die Herbert erwähnt. Ganz unvermittelt fragt sie mich ob ich nicht Herbert anrufen muss, da es etwas später werden kann.

Dabei schaut auch sie unauffällig zu Jörg und ich stimme zu. Diesmal begleitet mich Annemarie in ihr Büro und sagt dann zu mir: „Ich hoffe das bringt Jörg wieder auf andere Gedanken. Ist ja schon peinlich wie er sich offenbar für dich interessiert.“ Ich muss nur lachen, dann gehen wir beide zurück zum Behandlungsraum. Als wir diesen betreten ist von Jörg nichts mehr zu sehen.

Eine Stunde später ist das Gegenmittel für den Schlangenbiss da. Sofort bekommt der Hund dieses gespritzt. Eine Stunde später, in der Zeit haben Angelika und Wolfgang uns unterhalten, untersuche ich noch einmal den Hund. Diesem geht es schon wieder sehr gut und er wedelt auch mit seinem Schweif als er mich sieht. Nur bei Wolfgang ist er am knurren. Was dieser zur Bemerkung veranlasst:

„Jetzt bin ich bei Bella unten durch. Ich vermute mal, das nur noch weibliche Personen mit ihr können.“ Alle die im Raum sind fangen an zu lachen und auch der Hund fällt mit Gebell in dieses Lachen ein.
Da öffnet sich die Tür und mehrere Personen betreten den Behandlungsraum. Sofort sage ich „Raus“! Jedoch schauen mich die Personen nur erstaunt an. Daraufhin sage ich noch einmal „Raus“ und die Tür wird wieder hinter den Personen geschlossen. Erst jetzt sagt mir Angelika wer das war. Es ist das Personal vom Bauamt und der Bürgermeister!

Sofort gehe ich zur Tür und reiße diese auf. Die von mir aus dem Raum geworfenen Personen sind noch immer da. Nun sage ich: „Betreten sie nie wieder einen Behandlungsraum ohne sich vorher Bemerkbar zu machen. Es könnte sich eine Lebens Rettung Operation hinter der Tür befinden und dann ist die Überlebens Chance sehr klein.“

Dann rede ich mit den Personen. Besonders ein Mann macht sich Notizen, wie mir auf fällt. Daraufhin spreche ich ihn direkt an und er sagt mir, das er der Vorsitzende des Bauzuschusses ist. Damit habe ich den richtigen Mann für meine Gedanken zum Neuaufbau des TH.

Sehr schnell habe ich meine Gedanken geschildert. Auch erwähne ich, das alles Bauland ist, die verkauft werden könnten. Diese Einnahmen könnten wieder in das TH finanziert werden und damit eine bessere Ausstattung für das TH gebaut werden kann.

Sehr lange schaut sich ein Mann meine Entwürfe für das neue TH an, dann meint er: „Sie haben recht! Die Grundstücke in einzelne Parzellen unterteilen und schon gibt es mehr Geld für das TH. Gerda, genau so werden wir es machen. Ein Lärmschutzwall zur Wohngegend und schon wird alles laufen. Besten Dank!“

So geschieht es dann auch. Es ist ein TH gebaut worden, das allen modernen Ansprüchen entspricht. Ein Gebäude wird nur zur Behandlung von kranken Tieren gebaut. Darin befindet sich die Krankenstation mit der Neugeborenen Station.

Auch bekommen Hunde und Katzen jeweils einen eigenen Bereich. Nur auf der Krankenstation sind sie, ohne Abtrennung zusammen. Auch werden aus den restlichen qm des TH, Bau Grundstücke gemacht. Alle werden sehr schnell verkauft und das Geld fließt in den Neubau des TH.

Jörg hat sich bei mir entschuldigt, aber eine so junge Frau wie ich nach dem Aussehen bin, hat einfach keinen festen Freund. Erst als er erfahren hat, das ich wohl in festen Händen bin, machte er sich Gedanken über mein alter. Immerhin bin ich zu dem Zeitpunkt schon dreißig Jahre alt und er erst 18!

Zum Katzen Gehege komme ich erst beim nächsten Mal!
 
Tschikitta

Tschikitta

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Das benachbarte TH Teil 3

Langsam gehen wir zum Katzenbereich. Dabei unterhalte ich mich mit dem Baudezernenten der Stadtverwaltung. Wobei der Bürgermeister sehr genau zu hört. Doch er sagt während des Gespräches kaum ein Wort. Besonders als es um den Verkauf nicht gerauchten Landes geht, hört er aufmerksam zu und macht sich auch ein paar Notizen in einem Buch.

Dann sind wir im Katzenbereich und betreten diesen. Sofort fallen mir die Käfige an einer Seitenwand des Raumes auf. Jedoch ist keiner der Käfige belegt. Bis auf einem. Aber die Tür zu dem Käfig steht auf und die Katze darin hebt auch interessiert ihren Kopf. Jedoch fällt mir auf, das sie nicht in unsere Richtung schaut, sondern mehr zu uns hin hört. Darum frage ich, ob es bekannt ist, das die Katze sehr schlecht sehen kann. Was aber sofort verneint wird.

Diese Frage habe ich an Wolfgang gestellt und er sieht daraufhin seine Frau Angelika an. Doch auch diese verneint. Daraufhin begebe ich mich zu der Katze. Sobald sie mitbekommt, das sich jemand nähert, verlässt sie ihren Käfig und geht zur Ausgangstür.

Dabei stößt sie nicht einmal vor ein Hindernis, jedoch bemerke ich, das die Katze immer nach wenigen Schritten kurz nach vorn schlägt und dann weiter geht. Das ist eine flüssige Bewegung und keiner der Anwesenden bemerkt, das die Katze Schwierigkeiten mit dem Augenlicht hat. Nur ich!

Darum gehe ich zu der Katze und sobald sie dieses bemerkt, geht sie aus ihrem Käfig und begibt sich nach draußen. Auch hierbei bleibt sie mehrmals stehen und schlägt kurz mit einer Pfote nach vorn. Ich lasse sie raus gehen und wende mich wieder an meine Begleitpersonen. Ich frage sie: „Wer hat vermutet, das die Katze fast blind ist?“

Keiner meldet sich und darum gehe ich zu der Katze. Nun aber fange ich an zu reden und die Katze bleibt an ihrem Platz. Als ich direkt vor ihr bin, gehe ich in die Hocke und streichele ihr erst einmal über ihren Kopf. Sie fängt an meinen Fingern an zu schnuppern, dann drängelt sie sich an mir. Es scheint so, als wenn sie sagen will: „Du bist der erste der erkannt hat, das es meinen Augen schlecht geht. Bitte helfe mir!“

Ich nehme sie auf den Arm und sage gleichzeitig. „Ich werde dir helfen meine kleine. Aber sollte dein Augenlicht überhaupt nicht mehr da sein, kann ich auch nicht helfen. Aber ich werde dann einen Kumpel für dich finden, der dir Hilft.“

Nachdem ich das gesagt habe, fängt die Katze heftig an zu schnurren und presst fest ihren Kopf an meine rechte Schulter.

Als ich aufstehe, schauen mich alle Personen erstaunt an. Nur eine nicht, das ist Angelika. Diese wählt gerade eine Nummer am Telefon und sagt zu mir: „Ich rufe gerade einen Augenarzt an. Hoffentlich kann er sofort kommen!“ Dann spricht sie in den Apparat und kurz darauf sagt sie: „Der Augenarzt ist in etwa 60 Minuten bei uns. Er bringt alles zur Untersuchung mit.“

Während wir warten rede ich mit dem Bürgermeister und den Chef des Bauausschusses. Dabei ist die Katze die ganze Zeit auf meinem Schoss. Beide heißen Arnold doch damit habe ich kein Problem. Jedes Mal wenn ich mit einem von Ihnen rede, schaue ich diesen direkt an und somit weiß ein jeder, wer gemeint ist. Wir kommen überein, das wir uns zusammen nachher zusammensetzen um ein neues TH zu entwerfen.

Auf einmal steht die Katze auf, streckt sich und springt auf den Tisch. Dann geht sie zu Arnold dem Bürgermeister. Dort schnuppert sie kurz an dem Bürgermeister, dann springt sie auf seinen Schoss und legt sich dort hin. Dabei ist sie laut am Schnurren.

Arnold fragt mich was die Katze von ihm will und ich sage zu ihm, das die Katze gerne zu ihm nach Hause will. Da fängt der Bürgermeister an die Katze zu streicheln. Dabei sagt er, das wenn sein Hund, ein Schäferhund, nichts dagegen hat, nimmt er die Katze mit. Daraufhin sage ich ihm, das er noch eine zweite Katze mitnehmen muss.

Bevor er antworten kann, betritt ein Mann den Raum. Als er sich vorstellt bemerke ich das auch er Arnold mit Vornamen heißt. Alle von meiner Begleitung brechen daraufhin in Lachen aus und ich erkläre dem verdutztem Augenarzt, warum die anderen Lachen. Da stimmt er in das Gelächter ein. Nach wenigen Augenblicken fragt er mich was ich denn nun mache.

Ich sage ihm nur: „Wir haben hier eine, so glaube ich, blinde Katze! Schau doch mal nach, Doc!“ Daraufhin fängt er so heftig an zu lachen das er sich fast nicht mehr einkriegt. Alle stimmen wir in sein Lachen ein. Auch ich!

Dann fragt er nach der Katze und Arnold zeigt ihm das Tier. Sofort baut der Augenarzt sein mitgebrachtes Gerät auf und untersucht die Katze genau an den Augen. Über eine Stunde dauern seine Untersuchungen, dann ist er endlich fertig mit der Untersuchung.

Kurz darauf treffen wir uns wieder am Tisch und Arnold, der Arzt, sagt uns das Ergebnis: „Also blind ist die Katze noch nicht! Aber sie kann nur noch Hell und Dunkel unterscheiden. Das alles löst ein Tumor hinter den Augen aus, der aber sehr gut behandelt werden kann. Dazu braucht es nur ein paar Medikamente die über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten gegeben werden müssen. Das jedoch drei Mal am Tag, alle 6 Stunden. Außerdem braucht die Katze Zeit ihres Lebens Augentropfen. Diese aber nur einmal am Tag. Ich schreibe ihnen gleich auf welche Medikamente es sind und sie können diese über ihren TA beziehen.“

Er füllt einen Zettel aus und reicht diesen an mich weiter. Aber ich weiß schon welche Medikamente er meint und gebe darum den Zettel an Angelika weiter. Dann sagt Angelika zum Augenarzt: „Schicke uns die Rechnung zu. Wir werden sie sofort nach Eingang sofort begleichen.“ Woraufhin Arnold(Arzt) antwortet: „Diese Untersuchung war vollkommen Kostenlos, weil Gerda sofort gesehen hat, das die Katze krank ist. Für mich ist es so als wenn sie die ganze Behandlung bisher gemacht hat!“

Nicht nur ich schaue ihn dann erstaunt an und darum sagt der Arzt: „Dein wirken ist uns genau bekannt! Wenn es nach uns allen ginge, hättest Du schon deinen Doktor. Schade das bisher keiner der gleichen Meinung ist!“ Damit reicht er mir die Hand und verabschiedet sich von uns. Alle anderen schauen mich nun an und ich muss ihnen erzählen von meinem Wirken.

Kurz bevor ich auch wieder gehe, sagt der Bauamtsleiter zu mir, das ich einen Entwurf für das neue TH machen soll. Er wird inzwischen versuchen Land von dem Gelände zu verkaufen. Bei der nächsten Bauausschutzsitzung in einer Woche lädt er mich ein, damit ich meine Wünsche an dem neuen TH vortragen kann.

Bei der nächsten Ausschutzsitzung bin ich da und darf nach einer kurzen Einleitung durch den Bauleiter meinen Vortrag zum Neubau des TH vorbringen. Inzwischen habe ich erfahren, das auf dem ehemaligen Gelände ein Industriegebiet entstehen soll. In dieser einen Woche haben sich schon zwölf Betriebe gemeldet, die Interesse an einen Grundstück zeigen. Somit ist der Neubau des TH gesichert.

Auch eine Einladung zum Bürgermeister habe ich erhalten. Dort laufen neben dem Schäferhund noch ein weiterer Hund und nicht nur die blinde Katze sondern auch noch vier andere Katzen herum. Lange habe ich mich mit dem Bürgermeister unterhalten dann kamen wir zu dem Ergebnis, das mein TH und unser TA, der schon vorher davon wusste, die Kosten für die Medikamente übernehmen. Alle zwei Wochen wird er ein Paket bekommen in dem die Medikamente für die nächsten zwei Wochen sind.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Wieder einmal Mama

Wieder einmal hatte ich eine anstrengende Woche hinter mir. Bei einigen Kühen musste ich Hebamme spielen, aber auch bei einigen Pferden. Auch musste ich leider ein Pferd einschläfern das aus ihrer Koppel ausgebrochen ist und auf der nahen Straße von einem LKW erfasst wurde. Zu schwer waren die Verletzungen die das Pferd erlitten hat, aber es war erst die erste Einschläferung von einem Tier die ich vorgenommen habe. Nachher habe ich Tränen vergossen, aber erst, als mich keiner mehr gesehen hat.

Noch am selben Abend habe ich bei meiner Mama angerufen und mit ihr über das Pferd geredet. Doch sie hat mich getröstet und nach dem Telefonat, das über eine Stunde gedauert hat, ging es mir besser, so das mich mein Beruf wieder Spaß gemacht hat.

Nun warte ich auf meine Mutter die dieses Wochenende, es ist ein verlängertes, zu mir und meinem Mann Kai kommen will. Auch Kai hat an diesem Wochenende frei und braucht erst am Dienstag wieder seinen Dienst antreten. Schon seit zwei Stunden wirbelt er durch das Haus und ist überall am Sauber machen. Sogar die Scheiben von unserer Vitrine, erst vor zwei Tagen habe ich diese geputzt, hat er wiederrum geputzt. Obwohl unser Haus immer sehr sauber ist. Aber er meinte, das er noch etwas nach helfen muss.

Typisch Beamter, was ich auch gesagt habe. Dabei waren wir beide am Lachen aber er meinte das meine Eltern kommen und diese eben nicht alle Fingerspuren sehen sollen. Obwohl ich oder er die Vitrine seit zwei Wochen nicht mehr angefasst haben.

Als es an der Tür klingelt, glaube ich sofort das meine Eltern endlich da sind. Bevor ich die Tür erreiche, ist schon Kai da. Ein mir völlig unbekannter Mann, auf dem Arm hat er eine Katze, steht vor der Tür. Sofort fängt er Kai an zu erzählen warum er da ist. Jedoch dreht sich Kai zu mir um und der Mann hört auf von seiner Katze zu erzählen.

Ich fordere ihn jedoch auf weiter zu erzählen. Seit zwei Tagen hat seine Katze nichts mehr gefuttert und auch nicht getrunken. Nun liegt sie vollkommen Apathisch in ihrem Korb und reagiert noch nicht einmal darauf wenn er sie ruft. Vorher hat sie zumindest mit ihrem Schwanz gezuckt, wenn ihr Name fiel.

Sofort habe ich ihn in mein Haus gebeten und brachte die beiden in mein Untersuchungszimmer. Dort habe ich zunächst die Katze abgehört und schon dabei ihren schwachen Herzschlag bemerkt. Darum habe ich sie geröntgt, konnte jedoch nichts feststellen. Eine Blut Entnahme wird auch gemacht und sofort überprüft. Dieses Gerät habe ich von einer TK mit der ich sehr gut zusammen Arbeite. Dabei fällt mir etwas auf. Irgendetwas scheint nicht mit ihren Werten zu stimmen, aber ich komme nicht darauf.

Immer wieder schaue ich mir die Werte an, bis eine Stimme hinter mir sagt, das ich doch einmal die Werte für Vergiftungen genau kontrollieren soll. Ohne mich umzudrehen schaue ich mir die Werte an und finde auch sofort den erhöhten Blutwert.

Endlich weiß ich, was ich machen muss und ich gebe der Katze die nötigen Medikamente. Schon sehr bald fängt sie an sich auf dem Tisch zu bewegen, was sie bisher nicht gemacht hat. Auch fängt die Katze an, an meinen Fingern zu knabbern.

Erst dann drehe ich mich um und schaue in die lachenden Augen meiner Mutter. Sie war es die mir gesagt hat, das es eine Vergiftung ist und diese behandelt werden muss. Sofort umarme ich meine Mutter und sehr glücklich das sie mir geholfen hat, ohne das ich dieses zunächst bemerkt habe.

Dann schauen wir uns die Blutwerte der Katze an und ich komme zu demselben Ergebnis, wie auch schon meine Mama. Doch wodurch die Katze vergiftet worden ist, lässt sich nicht feststellen. Vermutlich hat die Katze ein Tier gefuttert was schon vergiftet war und dadurch ist eine Übertragung der Vergiftung erfolgt.

Nachdem wir gemeinsam die Katze behandelt haben, diese bleibt eine Woche bei mir in der Praxis, setzen wir uns ins Wohnzimmer. Das sind mein Vater, meine Mutter, Kai und ich. Dort reden wir noch einige Minuten über die Katze, dann über alles mögliche.

Auch am nächsten Morgen sprechen wir während des Frühstücks, Herbert hat um 6.30 Uhr schon Brötchen geholt, über alles mögliche. Besonders die Politik hat es uns angesagt. Jedoch weiße ich daraufhin, das der Kanzler nichts für die Zustände im Land kann. Denn das letzte Wort bei neuen Gesetzen hat der Bundespräsident und nicht der Kanzler.

Kurz darauf sind wir unterwegs in die Innenstadt. Hier wollen wir nicht nur einen Einkaufsbummel machen, sondern auch noch einiges Einkaufen. Bevor wir jedoch los fahren, klingelt wieder einmal mein Telefon. Sofort hebe ich ab, doch es scheint sich nur um einen Werbeanruf zu handeln. Darum lege ich sofort wieder auf und begebe ich mich nun zu unserem Auto.

Kai, meine Mutter und mein Vater sitzen schon im Wagen und sobald ich sitze fährt Kai los. Nur kurz dauert die Fahrt und wir begeben uns ins Einkaufszentrum. Hier gibt es viele Läden und darum trennen Herbert und ich uns von Monika und ihrem Kai.

Denn Herbert will zunächst in einen Elektronikladen um zu schauen was es neues gibt für seine Kamera. In dem Laden gibt es eine riesige Auswahl, jedoch nichts für seine Kamera. Darum fragt Herbert einen Verkäufer und erfährt, das seine Kamera nicht mehr den neuesten Anforderungen entspricht.

Aber auch ich schau nach Zubehör nach meine Kamera, doch gibt es in dem ganzen Laden nichts dafür. Darum schaue ich mich nach einer neuen Kamera um, finde aber nichts was meinen Anforderungen entspricht.

Bevor wir den Laden wieder verlassen, höre ich das laute Jaulen eines Hundes. Sofort schaue ich mich um und sehe eine Frau die sich gerade bückt. Jedoch kann ich nicht erkennen, warum sie sich gebückt hat.

Darum laufe ich sofort los und hole schon während des Laufens mein Stethoskop aus meiner Tasche, die ich natürlich immer bei mir habe. Als ich bei dem Hund ankomme, höre ich diesen sofort ab. Jedoch kann ich außer den erstaunten Gesichtern der umstehenden nichts bemerken.

Aber noch immer liegt der Hund vor mir und ist am jaulen. Darum taste ich ihn ab. Zentimeter für Zentimeter suche ich nach einer Verletzung des Hundes. Auch werde ich nach einiger Zeit fündig. Sein rechter Hinterlauf scheint gebrochen zu sein. Darum lege ich nach richten der Pfote eine strammen Verband an.

Dann wende ich mich an die Besitzer des Hundes und sage ihnen, das der Hund sofort in eine TK muss, damit er sofort geröntgt werden kann. Auch frage ich wie der Hund zu der Verletzung gekommen ist und erfahre, das der Hund aus dem Kofferraum des Autos gesprungen ist. Dabei zeigte er aber keine Ansatzpunkte für eine Verletzung. Erst als sie hier waren fing er an zu jaulen.

Nachdem ich alle gesagt habe, nimmt der Mann den Hund auf den Arm und zusammen verlassen das Paar das Zentrum. Wie ich später erfahren habe, hatte der Hund genau die Verletzung die ich festgestellt habe und er wurde wieder vollkommen gesund.

Meine Mutter hat mir dabei geholfen den Hund zu untersuchen, jedoch sagte sie während der ganzen Zeit nichts um mir zu helfen. Ich sollte es selber erfahren.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Der Hund

Wie so oft sitze ich in meinem Büro und mache den Papierkrieg. Neben mir auf dem Schreibtisch liegt Schneewittchen. Ich habe schon von Schneewittchen berichtet. Jedoch lenkt sie mich stark von meiner Arbeit ab. Immer wenn ich etwas schreiben will, kommt sie zu mir und will ihre Streicheleinheiten.

Gerade will ich eine Aufstellung schreiben, wieviel Tiere es im TH gibt. Jedoch immer wieder stört mich die Katze bei meiner Arbeit. Bis ich ein leises Bellen höre. Da hört nun auch Schneewittchen genau hin. Sie baut sich vor der Tür meines Büros auf und fängt heftig an zu Miauen.

Da ich immer auf Schneewittchen höre, also sehr gut erzogen bin, stehe ich von meinem Schreibtisch auf und öffne die Tür zu meinem Büro. Sofort läuft Schneewittchen an mir vorbei und setzt sich vor die Ausgangstür des Gebäudes.

Schnell bin ich auch bei der Tür und öffne diese. Wieder ertönt das Bellen eines Hundes und ich erkenne wie Schneewittchen schon zum Tor des TH-Geländes läuft. Doch einen Hund kann ich dort nicht erkennen. Schneewittchen läuft durch die Einfahrt und wendet sich dann nach rechts. Dort beginnt das Waldstück, welches an unser TH grenzt.

Noch bevor ich das Tor zum TH erreiche ertönt ein fauchen und gleichzeitig das jaulen eines Hundes. Als ich durch das Tor komme, sehe ich Schneewittchen mit einem fremden Hund zwischen den Bäumen verschwinden.

Als Schritte hinter mir zu hören sind, drehe ich mich um und sehe Hermann auf mich zu laufen. Schnell rufe ich ihm zu: „Meine Tasche und dann einfach geradeaus in den Wald laufen.“ Sofort versteht er mich und läuft wieder zum Bürogebäude.

Ich laufe schon in den Wald hinein, obwohl ich nichts mehr von den beiden Tieren höre. Aber Tiere laufen immer in eine Richtung und darauf vertraue ich. Darum habe ich Hermann auch gesagt wohin er folgen soll.

Doch schon bald stehe ich vor einem Abhang. Nun weiß ich nicht mehr, wohin die Tiere gerannt sind. Jedoch taucht in diesem Moment Schneewittchen zwischen den Bäumen auf. Sie ist direkt vor mir und taucht schon wieder zwischen den Bäumen unter.

Schnell laufe ich zu der Stelle und mache mit meinen Füßen einen großen Pfeil in den Waldboden. Diesen wird Hermann mit Sicherheit sehen, wenn er vor dem Abhang steht. Dann folge ich den Tieren weiter. Dabei komme ich auch an einem alten Grenzstein vorbei. Doch ich mache mir zunächst keine Gedanken darüber.

Um vollkommen gerade aus zu laufen, nehme ich mir immer wieder einen Wegweiser als Hinweis. Meist ist es ein Baum der dort steht, aber auch ein großer Stein kann es sein. So laufe ich immer gerade aus, wie mir im Anschluss an die Aktion bescheinigt wurde.

Doch nun stehe ich am Ufer eines breiten Flusses. Ich schaue mich um, kann aber nirgends eines der beiden Tiere sehen. Dafür taucht Hermann auf. Er ist ganz außer Atem und zwischen zwei Atemzügen sagt er zu mir: „Ohne deinen Pfeil an der Böschung hätte ich nicht hier hin gefunden. Erst da ist mir bewusst geworden, das es immer geradeaus gegangen ist. Aber was ist nun. Wir laufen schon seit zwei Stunden hinter den Tieren her? Wo sind sie denn?“

Auch er schaut sich um und da er fast 50 Zentimeter größer ist wie ich, ich bin nur 152cm groß und er 2 Meter, schaut auch er sich um. Auf einmal sagt er: „Da ist Schneewittchen!“ und schon läuft er nach links weg. Ich folgte ihm und kurz darauf sehe ich auch die Katze. Aber von einem Hund kann ich nichts erkennen.

Als wir bei Schneewittchen ankommen, geht sie langsam zu einem kleinen Busch. Sofort erkenne ich die Hinterbeine des Hundes die noch unter den Zweigen zu sehen sind. Als ich diese nun berühre, erfolgt keine Reaktion von dem Hund.

Hermann zieht an den Pfoten und hat schon bald den Hund unter dem Strauch hervor gezogen. Nun liegt er vor mir und ich fange sofort an den Hund zu untersuchen. Körperlich hat er nichts, sondern er ist nur total erschöpft. Darum bekommt er von mir eine Stärkungsspritze. Dann sehe ich wieder zu Schneewittchen.

Diese ist nicht mehr neben mir, sondern läuft in eine Richtung um dann zurück zu kommen. Sofort folge ich ihr, sage aber vorher zu Hermann: „Bleib Du hier. Ich gehe mit Schneewittchen mit!“ Hermann nicht mit seinem Kopf, dann folge ich der Katze. Doch diese läuft nicht mehr weit. Nach zwei Minuten bleibt sie vor einem Busch stehen und ist am Miauen.

Sofort biege ich die Zweige des Busches auseinander und sehe sofort die Katze mit ihren sechs jungen. Aber auch noch zwei Hundewelpen sehe ich. Der Hund bei Hermann ist ein Rüde, also muss es auch irgendwo eine Hündin geben. Sofort sehe ich überall nach, kann jedoch keine Hündin sehen.

Darum wende ich mich wieder den Welpen zu und fange an diese zu Untersuchen. Alle beide scheinen nur einen großen Hunger zu haben, denn sofort fangen sie an, an meinen Fingern zu nuckeln.

Sofort greife ich zu meinem Handy und hoffe das ich hier ein Netz habe. Ich drücke die Kurzwahlnummer für unser TH, jedoch sagt mir eine Stimme in einer Sprache die ich nicht verstehe, etwas. Darum tippe ich die Nummer unseres TH noch einmal ein. Setze jedoch vor der Nummer die Vorwahl von Deutschland ein.

Nach einem kurzen Moment wird am anderen Ende abgenommen und Gerd meldet sich. Gerd ist ein Mitarbeiter der nur noch drei Monate hat, bis zu seiner Rente. Aber er sagte schon oft, das er auch anschließend bei uns im TH bleiben will.

Nun meldet sich also Gerd und ich sage zu ihm: „Lasse sofort eine Standortsuche meines Handys machen. Ich weiß nicht wo ich bin! Nur weiß ich, das ich mich in einem großen Waldgebiet befinde. Denn hier bin ich in den letzten 2,5 Stunden herum gelaufen.“

Gerd sagt nur: Alles klar!“ dann legt er schon wieder auf. Ich rufe nach Hermann und kurze Zeit später ist er auch bei mir. Hermann übersieht sofort die Lage und er zieht sein Hemd aus und legt die kleinen Katzen darin. Die beiden Welpen nehme ich auf den Arm. Dann geht Hermann los und sofort folgt die Mutter Katze. Auch ich folge ihm, jedoch gehen wir nur bis zu dem Hund.

Auch Schneewittchen ist mit gekommen und sie kümmert sich mit der Katzenmutter um die kleinen. Ich schaue schon wieder nach dem Hund und auch die kleinen Hunde werden von mir untersucht. Als mein Handy klingelt, dauert es einen Moment bis ich abnehmen kann. Es ist Gerd und er sagt mir: „Rettungskräfte sind schon unterwegs. Du befindest dich in XYXYXYXYXY! Nur hundert Meter von deinem Standort entfernt befindet sich eine Straße. Dort kommen die Rettungskräfte lang. Gehe bitte zur Straße und weise anschließend die Retter ein!“

Ich bedanke mich bei ihm und Hermann geht sofort auf meine Anweisung zur Straße. Dabei wird er von Schneewittchen begleitet. Schon bald darauf höre ich die Martinshörner von mehreren Einsatz Fahrzeugen. Die Sirenen verstummen nach einem kurzen Moment, dafür höre ich einige Männer näher kommen.

Schon bald erscheint Schneewittchen in meinem Blickfeld und dahinter wohl zwanzig Männer. Ale kommen auf uns zu gelaufen. Sobald die Männer mich erreichen, geht alles sehr schnell. Alle Tiere werden auf Tragen gelegt und schon geht es wieder in Richtung der Fahrzeuge.

Ich bin bei den beiden Welpen. Auch der Hund und Schneewittchen ist bei mir. Hermann ist in einem anderen Wagen bei den Katzen. Immer wieder heulen beide Martinshörner der Wagen auf. Erst als die Wagen stehen bleiben, kann ich einen Blick nach draußen werfen. Wir sind wieder in unserem TH.

Sofort werden alle Tiere in ein Behandlungszimmer gebracht und dort auf Tische gelegt. Erst jetzt muss eine Mutti gefunden werden, die die Welpen versorgt. Darum nehme ich eines der Welpen auf den Arm und gehe zu Daisy. Diese ist ein kleiner Mischlingshund die vor kurzem zwei Hunde zur Welt gebracht hat. Vier andere Hunde sind bei der Geburt gestorben. Lange schnuppert sie an den Welpen, dann nimmt sie die kleinen an. Natürlich freut sich der Hund sehr darüber, das seine kleinen angenommen werden und schon bald liegt er bei Daisy mit im Korb.

Auch die Katzen kommen in einem Raum, doch da fängt die Mutterkatze an laut zu Miauen. Darum holen wir Daisy mit ihren Kleinen und den beiden Welpen dazu. Erst jetzt gibt die Katze wieder Ruhe und sie schaut öfters in den Korb der Welpen. Nach drei Tagen liegt sie auch in dem Korb des Hundes. Warum wir aber nun fast 2,5 Stunden hinter den Tieren herlaufen mussten, erschließt sich uns nicht. Auch warum der Hund Hilfe in unserem TH gesucht hat, wird für immer sein Geheimnis bleiben.

Alle Tiere werden von den Rettungskräften zu sich genommen. Auch Daisy mit ihren zwei jungen, kommt zu einem Feuerwehrmann.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Benito

Wie so oft sitze ich in meinem Büro. Freue mich aber schon auf den Feierabend, denn dann habe ich drei Wochen Urlaub. Dieses Mal soll es mit dem Wohnmobil nach Spanien gehen, worauf ich mich schon sehr freue. Zwar werden wir mindestens drei Tage brauchen um dort an zu kommen aber Herbert und ich haben sehr viel Zeit.

Aber noch sind es vier Stunden bis ich Feierabend habe. Wenn ich zu Hause bin, will Herbert sofort los fahren. Er hofft das er mindestens 400 Kilometer fahren kann, bis er die erste Pause machen muss. Dann sind wir schon in Frankreich und dort brauchen wir nur den schon Angemieteten Standplatz anfahren. Wann wir ankommen ist egal, darum hat Herbert schon einen Code zugeschickt bekommen und den braucht er nur eingeben. Erst dann brauchen wir auch den Platz bezahlen. Diese Bezahlung erfolgt per Überweisung und das erst vier Wochen später.

Dafür sind es auch nur 10 Mark die wir zahlen müssen. Natürlich können wir auch den Standplatz benutzen ohne den Code einzugeben, aber dann gibt es keinen Strom und kein Wasser.

Herbert will auf jeden Fall den Code eingeben, denn er ist der Meinung, das jemand den Platz pflegen muss und dieser braucht eine Bezahlung. Natürlich gebe ich ihm Recht. Er hofft das er um 22.00 Uhr an dem Platz ist. Wir werden dann um etwa 7.00 Uhr weiter fahren.

Es ist nur noch eine Stunde bis zu meinem Feierabend als mein Telefon klingelt. Als ich abnehme meldet sich eine Frau die Spanisch mit mir spricht. Jedoch kann ich kein spanisch, darum antworte ich zunächst auf französisch und dann auf englisch.

Englisch wird verstanden und nun geht die ganze Unterhaltung auf Englisch weiter. Nur merke ich schnell, das meine Gesprächsteilnehmerin kein sehr gutes Englisch spricht. Darum dauert es etwas bis eine Antwort erfolgt. Das sage ich auch sofort zu ihr und sie versteht mich.

Dann erzählt sie von einem Hund der einfach umgefallen ist und seitdem nicht mehr aufgestanden ist. Der eigene TA wollte schon die letzte Spritze setzen, da er nichts gefunden hat, aber sie ist strikt dagegen. Auch sagt sie mir die bisherigen Blutwerte durch. Dabei handelt es sich um das große Blutbild, doch es gibt keine Unregelmäßigkeiten hierbei.

Darum frage ich sie wo der Standort ist, wo es diesen Hund finden kann. Und sie sagt mir sofort diesen Standort. Dahin gibt es aber keine Flugmöglichkeit, darum sage ich zu ihr, das wir in drei Tagen da sein können. Genau so lange würde es mit der Bahn dauern. Dazu ist ihr TH zu abgelegen. Sie sagt zu mir, das sie alles versuchen wird um den Hund am Leben zu erhalten.

Danach legt sie den Telefonhörer auf. Nun fiebere ich meinem Feierabend entgegen . Doch zunächst muss ich die Übergabe an meinen Stellvertreter erfolgen. Alles klappt sehr gut, denn Annemarie hat mich schon oft vertreten.

Dann habe ich Feierabend und bin sofort unterwegs nach Hause. Dort ist schon Herbert und hat das Abendessen vorbereitet. Während des Essens erzähle ich von dem Anruf und er lässt sofort seine Gabel fallen als er das hört. Anschließend rennt er zum Telefon und spricht mit einer Frau.

Als er zurück kommt ist er ganz aufgeregt. Sofort rennt er ohne ein Wort zu sagen in unser Schlafzimmer. Dort höre ich wie er einige Sachen aus dem Schrank nimmt. Bevor ich das Zimmer betreten kann, erscheint er wieder an der Tür des Raumes.

Er ruft mir zu: „Deine Tasche und dann zum Auto!“ Sofort greife ich zu meiner Tasche und laufe hinter ihm her. Er steht schon mit seinem Auto vor der Tür und sobald ich Platz genommen habe auf dem Beifahrersitz gibt er Gas. Erst jetzt sagt er zu mir: „Dein Flieger nach Spanien geht in 2 Stunden. Du bist dort als besonderer Passagier angemeldet. Der Flieger geht nach Spanien und du wirst erheblich schneller da sein, wie ich. Schnapp dir anschließend ein Taxi. Bezahle mit meiner Kreditkarte, wenn es möglich ist. Wir sehen uns dann in drei Tagen!“

So viel Gas wie heute hat Herbert noch nie gegeben. Denn er fährt weit über der erlaubten Geschwindigkeit. Mehrmals blitzt auch ein Gerät vor uns auf, jedoch kümmert sich Herbert nicht darum. Auch als hinter uns ein Blaulicht und ein Martinshorn angehen, wird er nicht langsamer.

Ganz im Gegenteil! Er gibt noch mehr Gas. Schon bald taucht neben uns ein Polizeifahrzeug auf und der Beamte auf dem Beifahrersitz schaut zu uns herüber. Nur ich schaue zurück, mache aber gleichzeitig das Innenlicht unseres Wagens an. Da dort auf Wunsch von Herbert eine stärkere Beleuchtung installiert worden ist, konnte der Beamte mich sehr gut erkennen.

Während Herbert mit unveränderter Geschwindigkeit, fast 150 km/h, weiter fährt, sehe ich einen der Beamten Telefonieren. Jedenfalls hält er einen Telefonhörer in der rechten Hand. Dann gibt der Fahrer noch mehr Gas und er schwenkt vor uns ein. Gleichzeitig geht das Hinweislicht an, das wir folgen sollen.

Dabei erkenne ich wie der Beamte sich umdreht und nur kurz einen Blick zu uns wirft. Dann scheint er wieder in sein Telefon zu sprechen. Kurz darauf klingelt mein Handy. Ich bin doch sehr erstaunt, denn die Nummer habe ich nur sehr wenigen Bekannten gesagt. Das sind natürlich alle Mitarbeiter im TH, natürlich Herbert, aber auch Georg. Dieses ist ein Beamter der Autobahn Polizei. Georg leitet dort eine Station.

Nachdem ich abgenommen habe meldet sich eben jener Georg und er fragte mich, wo wir denn so schnell hin wollen. Kurz erzählte ich ihm um was es geht und als er von mir hörte das wir nur noch 30 Minuten, soviel Zeit bleibt uns noch bis wir da sein müssen, bleibt sagt er: „Ich werde sofort alle Einsatzkräfte informieren. Später könnt ihr mehr erzählen!“

Nachdem er aufgelegt hat, überholt uns ein Streifenwagen, dabei hat auch dieser Blaulicht und Martinshorn an. Ein zweiter Wagen folgt nach kurzer Zeit. Nun begleiten uns schon vier Wagen und wir werden noch schneller. Mit fast 200 km/h geht es nun über die Autobahn.

Als die Autobahn Ausfahrt näher kommt, werden die Polizeifahrzeuge vor uns langsamer. Dann geht es schon in die Ausfahrt. Am Ende der Strecke ist eine Ampel und die zeigt „Rot“. Jedoch fahren zwei Polizeifahrzeuge in die Kreuzung und so kann Herbert ohne anzuhalten in Richtung Flugplatz ab biegen. Sofort folgen uns die Wagen die die Kreuzung für uns gesichert haben und fahren nun vor und neben uns her.

Wieder wird beschleunigt und obwohl hier nur Tempo 80 erlaubt ist, fahren wir wieder mit fast 150 km/h. Schon bald taucht das Flughafengebäude vor uns auf und als wir vor der Tür dieses Gebäudes anhalten sind sofort mehrere Beamte neben unserem Fahrzeug und zusammen mit mir, rennen diese auch zum Gebäude. Auch dort laufen die Beamten neben mir her, bis ich den Abflugschalter erreicht habe.

Kurz stelle ich mich der Mitarbeiterin vor, dann bekomme ich schon mein Ticket und sofort gezeigt wo ich hin muss. Auch jetzt folgen die Beamten. Da vor dem Durchlass zum Vorfeld des Fliegers eine kleine Menschenmenge steht, laufen sie einfach nach vorn und nachdem ich meine Flugkarte dort vorgezeigt habe, durfte ich in den Bereich. Erst jetzt blieben die Beamten zurück, dafür bemerkte ich das mich die anderen Passagiere anstarrten.

Auch wurde ich von einer freundlichen Dame abgeholt. Diese brachte mich zum Ausgang des Raumes in dem ich mich befand. Vor dem Ausgang stand schon der Flieger und ich wurde lange vor der Zeit der anderen Passagiere, zum Flieger gebracht. Ich konnte sofort in die Maschine und wurde herzlich an Bord begrüßt. Dann wurde ich in die erste Klasse gebracht.

Nach nur einer Stunde hob der Flieger dann ab. In der ersten Klasse waren noch drei andere Personen und alle schauten mich doch irgendwie seltsam an, Doch keiner stellte eine Frage an mich. Mir war es natürlich recht und so genoss ich den Flug mit all seinen Annehmlichkeiten.

Gleich nach der Landung holte ich meinen kleinen Koffer ab und als ich genau das machte ertönte eine Durchsage. Darin wurde ich aufgefordert mich sofort am Infostand des Flugplatzes zu melden.

Nachdem ich meinen Koffer hatte, bin ich sofort zum Infoschalter. Dort wartete schon ein Beamter der hiesigen Polizei auf mich. Sobald ich meinen Namen genannt habe, griff er zu meinem Arm und zog mich zu einem Einsatzfahrzeug der Polizei. Sobald wir beiden in dem Wagen saßen, gab der Fahrer Gas. Dabei schaltete er nicht nur das Blaulicht an, sondern auch seine Alarmsirene.

Erst jetzt stellt sich der Beamte vor. Das in einem sehr guten Deutsch. Auch sage er mir warum die Polizei am Flughafen auf mich gewartet hat. E§s war ein Anruf aus Deutschland bei dem um Unterstützung in einem Notfall gebeten wurde. Ihr Vorgesetzter hat sich alle angehört und dann entschieden, das die Polizei hilft.

Es dauert nur etwa 2 Stunden, inzwischen ist es dunkel da auch dieselbe Zeit wie in Deutschland herrscht. Trotzdem ist es schon etwa 1.30 Uhr. Sobald der Wagen steht, springt einer der Beamten aus dem Wagen und läuft zum Tor. Auf eine mir nicht sichtbare Klingel drückt er und schon kurz darauf erscheint ein Mann am Tor. Der Beamte sagt nur kurz etwas zu ihm, dann öffnet der Mann das Tor.

Sobald das Tor auf ist, fährt der Wagen zum Hauptgebäude des TH. Dann steige ich endlich aus und der fremde Mann ergreift sofort meinen Arm. Mich als Anhängsel läuft er auf ein Gebäude zu und als wir dieses betreten, wendet er sich nach links. Dort ist ein Raum in dem auch ein Telefon steht. Der Mann greift zum Hörer, wählt eine Nummer und legt kurz darauf wieder auf. Dann greift er wieder zu meinem Arm und er führt mich zum Krankenbereich des TH. Dieses ist nicht so eingerichtet wie bei uns, denn es fehlt sogar ein Medikamentenschrank.

Der Mann zeigt auf einen Stuhl und während ich mich setze ist er wieder aus dem Raum. Auch die Beamten, die die ganze Zeit bei mir waren, verabschieden sich von mir. Ich bedanke mich bei ihnen und bin bald alleine in dem Raum.

Ich muss nur 15 Minuten warten, dann öffnet sich die Tür wieder. Eine Frau in mittlerem alter betritt den Raum und schaut mich erstaunt an. Dann sagt sie zu mir: „Das gibt es einfach nicht! Vor nicht einmal 9 Stunden haben wir Telefoniert. Du sagtest das Du mindestens drei Tage brauchst um hier zu sein. Und jetzt stehst Du vor mir.“

Schluchzend fällt sie mir um den Hals und kriegt sich auch die nächsten 10 Minuten nicht mehr ein. Dann scheint ein Ruck durch ihr zu gehen und sie nimmt mich am Arm. Sie betritt einen Nebenraum und führt mich zu einem Hund. Dieser liegt völlig Apathisch in seinem Korb. Ich frage die Frau nach den Anzeichen der Krankheit, jedoch kann sie mir noch immer nicht antworten.

Darum wende ich dem Hund zu und höre ihn erst einmal ab. Doch dabei kann ich nichts feststellen. Darum frage ich nach dem Blutbild und den Röntgenaufnahmen. Da die Frau noch immer nicht reagiert, holt der Mann, anscheinend die Nachtwache, alle Befunde und Aufnahmen heran.

Ich schaue mir das Blutbild noch einmal an und nachdem ich erfahren hab, das es von heute spät abends ist, schaue ich mir dieses genau an. Auch die Röntgenfotos werden genau von mir betrachtet.

Langsam keimt ein Verdacht in mir auf und ich entnehme noch einmal eine Blutprobe. Dieses wird sofort durch einen Taxifahrer zum Labor gebracht. Dieses Labor arbeitet rund um die Uhr und ich machte darum noch einmal die Notwenigkeit des Ergebnisses aufmerksam. Dabei sage ich, das Lebensgefahr vorliegt.

Der Fahrer macht sich sofort auf den Weg und nach nur dreißig Minuten habe ich das Ergebnis vorliegen. Der Hund leidet an Epilepsie! Sofort bekommt er von mir die benötigten Medikamente, dann unterhalte ich mich mit der Leiterin des TH, denn diese Form der Epilepsie ist sehr schwer zu Diagnostizieren. Ich erkläre ihr genau wie sie das feststellen kann und schon bald lädt sie mich in ihr zu Hause ein. Natürlich nehme ich an, denn ein Hotelzimmer um diese Zeit zu finden ist sehr schwer.

Während der ganzen Zeit in dem ich auf Herbert warte, wohne ich bei der TH-Leiterin. Alle Tiere im TH untersuche ich und knüpfe auch eine Verbindung nach Deutschland. Jetzt werden auch Tiere nach Deutschland vermittelt.

Darunter auch der Hund den ich gerettet habe. Eine Nachbarin von mir kam eines Tages zu mir und berichtete, das sie einen Hund aus Spanien zu8 sich genommen hat. Sie hatte ihn Benito genannt. Sehr erstaunt war ich, das es genau der Hund ist, den ich in Spanien behandelt habe.

Herbert war nach drei Tagen da und wir verbrachten einen wunderbaren Urlaub in Spanien. Nur für die Rückfahrt brauchen wir eine eigene Geschichte.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Mitten in Frankreich (Benito Teil 2)

Drei Tage waren wir noch in dem TH dann sind Herbert und ich weiter. Jedoch habe ich vorher Johanna, so heißt die TH-Leiterin meine Handy-Nummer gegeben. So kann sie mich jederzeit erreichen, wenn wieder etwas in ihrem TH ist.

Herbert und ich verbrachten zwei wunderbare Wochen in Spanien. Aber einmal geht jeder Urlaub zu Ende und wir sind wieder in Richtung Heimat gefahren. Für die Rückfahrt haben wir uns 4 Tage vorgenommen, denn wir wollen auch noch hier und da eine kleine Pause einlegen. Auch wollen wir zu dem kleinen Dorf in der Nähe von Carcasonne fahren um dort unsere Freunde zu besuchen.

In dem Dorf angekommen sind wir mit viel Hallo empfangen worden und Herbert und ich konnten uns überzeugen, das es den Hunden sehr gut ging. (hierüber ist schon einmal geschrieben worden) Erst am nächsten Mittag sind wir weiter nach Hause. Herbert hofft, das der Rest der Strecke in etwa 2 Tagen geschafft werden kann.

Wir sind noch etwa 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt und haben die Autobahn verlassen. Auf der Bahn vor uns ist eine Vollsperrung und diese dauert mit Sicherheit noch etliche Stunden. Die Vollsperrung ist eingerichtet worden, weil mehrere LKW und PKW in einander gerast sind. Dabei hat es zum Glück nur verletzte gegeben.

Schon etwa 30 Minuten fahren wir über Landstraßen als Herbert auf einmal auf die Bremse tritt. Als ich hoch schaue, erkenne ich vor uns einen großen Hund der mitten auf der Fahrbahn liegt. Etwas seitlich sehe ich einen PKW der vor einem Baum gefahren ist. Da der Wagen noch am Qualmen ist, kann der Unfall noch nicht lange zurück liegen.

Sofort greifen Herbert und ich zu unseren Taschen. Herbert, er ist Zahnarzt hat aber auch viel Ahnung von Menschen und Tieren, hat sich eine Tasche zu Recht gemacht die in etwa der eines Sanitäters entspricht. Ich hingegen habe alles dabei um Tieren zu helfen. Auch Betäubungsmittel oder ein OP-Besteck befinden sich in meiner Tasche.

Dann laufen wir beide zunächst zum PKW. Nachdem wir in den Wagen geschaut haben, schickt Herbert mich zu dem Hund. Dieser liegt noch immer mitten auf der Straße und versucht wieder auf zu stehen. Jedoch jedes Mal wenn er auf seinen Vorderpfoten steht, jault er auf und bricht wieder zusammen.

Dann bin ich bei ihm. Sobald er mich sieht versucht er nach mir zu schnappen, aber er hört damit sehr schnell auf, weil er dadurch wohl große Schmerzen hat. Darum legt er sich wieder auf die Seite und schaut mich dabei an. Sobald ich mich bewege, knurrt er wieder aber schnappt nicht mehr nach mir.

Darum halte ich ihm nun meine Hände hin und er fängt nach kurzer Zeit, trotz seines knurren, daran zu schnuppern. Da bekomme ich mit wie Herbert sagt: „Dem Fahrer geht es gut, aber sei vorsichtig, das ist ein echter freilebender Wolf!“

Doch ich höre nicht auf Herbert und hole nun langsam mein Stethoskop aus meiner Tasche. Obwohl der Wolf noch immer knurrt, zeige ich ihm das Gerät und zeige ihm auch, was ich damit vorhabe. Ich höre einfach meinen Herzschlag ab, der vollkommen normal ist, und halte dann den Anfang des Hörers zu ihm hin. Da er noch immer am knurren ist, setze ich nochmal den Hörer auf meine Brust. Gleichzeitig nehme ich die Hörer aus meinen Ohren und halte einen davon zum Wolf.

Er schnuppert daran dann schaut er mich an. Langsam führe ich meine Hand zu seinen Ohren so das er meinen Herzschlag hören kann. Dann lege ich das >Endstück auf seine Brust und der Wolf kann seinen eigenen Herzschlag hören. Nun knurrt der Wolf nicht mehr und ich lege das Gerät wieder auf meine Brust. Jetzt hört er wieder meinen Herzschlag und nach ein paar Augenblicken Wechsel ich wieder zur Brust des Wolfes.

Als er wieder seinen Herzschlag hört, legt er seinen Kopf auf den Boden und fängt leise an zu jaulen. Jetzt weiß ich, das ich den Wolf untersuchen darf. Ich stecke das Gerät in meine Ohren und kann nun den Wolf abhören. Sein Herzschlag, ich vermute er ist genauso wie bei einem Hund seiner Größe, ist stark erhöht. Dafür ist die Atmung vollkommen normal.

Dann fange ich an den Wolf mit den Händen ab zu tasten. Zuerst will er sich wehren, denn er versucht wieder nach meiner Hand, die ihn nun berührt, zu schnappen. Doch ich rede schon mit ihm und er lässt sich auch bald abtasten.

Dabei stelle ich fest, das der Wolf nur ein paar sehr schmerzhafte Prellungen hat. Ich hole ein Schmerzmittel aus meiner Tasche und will dieses dem Wolf geben. Zunächst wert er sich gegen die Spritze, aber ich lege nur die freie Hand auf seinen Kopf, da beruhigt er sich wieder. Nun setze ich die Spritze und nach ein paar Minuten kann der Wolf wieder aufstehen.

Langsam erhebt er sich und er schaut mich die ganze Zeit an. Dann dreht er sich um und er verschwindet im nahen Gebüsch. Hinter mir höre ich wie mehrere Personen hörbar die Luft aus ihren Lungen pressen und ich schaue mich um. Hinter mir stehen wohl 20 Personen und alle schauen mich an. Trotzdem frage ich, ob es in der Nähe einen Parkplatz gibt. Schnell bekomme ich zur Antwort, das es nur 200m sind bis zu einem Parkplatz. Das sagt ein junger Polizist zu mir.

Herbert und ich fahren zu dem Parkplatz und der ältere der Beiden Polizisten sagt zu mir: „In der ganzen Nacht wird des Öfteren eine Streife hier lang fahren. Denn sie warten mit Sicherheit auf den Wolf. Irgendwann fangen seine Schmerzen wieder an und dann wird er sie suchen.“

Ich sage zu ihm, das er vollkommen Recht hat. Wir reden noch etwas zusammen, dann verlassen uns die Beamten wieder. Herbert und ich setzen uns an einen Tisch, den Herbert aus einem Staufach sowie die Stühle, hervor geholt hat.

Da wir nun mitten im Niemandsland stehen, überlegen Herbert und ich, was es nun zu Essen geben kann. Wir haben nur etwas Brot und Aufschnitt im Kühlschrank, das sage ich auch zu Herbert. Er meint nur wenn es denn sein muss, wird nur das zu Abend gegessen.

Etwa eine Stunde später fährt ein Polizeiwagen auf den Parkplatz. Der junge Beamte steigt aus u7nd holt eine Warmhaltebox aus dem Wagen. Dann kommen er und der ältere Beamte auf uns zu. Herbert steht nach der Begrüßung auf und holt noch zwei Stühle herbei. Zusammen vertilgen wir vier unsere Mahlzeit, die die beiden Beamten bei einer Imbisskette erstanden haben.

Nach etwa 30 Minuten fahren die beiden wieder, versprechen aber gleich Morgen wieder zu unserem Mobil zu kommen. In der Nacht fahren öfters Kollegen über den Parkplatz um zu schauen ob alles OK ist. Wir machen noch ein Zeichen aus, im Eingang des Wohnmobiles soll die ganze Nacht über ein Licht brennen, dann fahren die beiden wieder davon. Dieses Licht muss die ganze Nacht an bleiben. Sollte es erloschen sein werden sofort Beamte das Wohnmobil stürmen.

Herbert und ich bleiben noch ein paar Stunden auf und mehrmals fährt ein Polizeifahrzeug über den Parkplatz. Freundlich werden wir gegrüßt und Herbert und ich grüßen zurück. Dabei hält kein einziges dieser Fahrzeuge an. Auch nach Einbruch der Dunkelheit, das Licht im Eingangsbereich des Wohnmobiles brennt schon, kommen im Abstand von etwa 30 Minuten Polizeifahrzeuge über den Platz. Beruhigt gehen Herbert und ich ins Bett.

Um etwa 2.30 Uhr werde i9ch wieder wach. Auch Herbert ist wach und er lauscht schon nach dem Geräusch das uns beide geweckt hat. Als ich die Vorhänge in unserem Bett etwas zur Seite schiebe, bemerke ich sofort das immer wieder ein blaues Licht zwischen den Bäumen an unserer Rechten Seite aufblinkt. Sofort weiß ich, das es die Polizei ist die hinter uns steht.
Aber die Beamten scheinen Angst zu haben aus ihrem Fahrzeug aus zu steigen. Das sage ich zu Herbert und wir beide kleiden uns an. Bevor wir das Wohnmobil verlassen, löscht Herbert das Licht im Eingangsbereich um es nach etwa 20 Sekunden wieder an zu schalten.

Während das Licht aus ist, hören wir beide das leise jaulen eines Tieres. Sofort nehme ich meine Tasche und wir beide verlassen das Wohnmobil. Herbert schaltet sofort die starke Taschenlampe an, die im Mobil neben der Tür hängt und leuchtet die Umgebung ab.

Dann sehen wir das Tier welches geheult hat. Es ist der Wolf und er sitzt keine 3m vor unserem Mobil. Sofort gehe ich zu dem Wolf und sage zu Herbert, das er zur Polizei geht, damit ich hier etwas mehr Licht bekomme. Herbert versteht sofort und geht zum Polizeifahrzeug. Kurz darauf wird es sehr hell bei dem Wolf und mir. Der Polizeiwagen steht neben unserem Mobil und hat sein Fernlicht angeschaltet. Da der Wagen auch zwei Zusatz Scheinwerfer angebaut hat und diese nun angeschaltet sind, leuchten nun vier sehr helle Lichter da.

Wieder gebe ich dem Fuchs etwas gegen seine Schmerzen und ich fange wieder an zu reden. Diesmal sage ich ihm, das seine Schmerzen noch oft wieder kommen werden, wenn er aber mit mir mit fährt, ich dafür sorgen werde, das seine Schmerzen nicht mehr so stark werden. Lange schaut mich der Wolf an dann jault er einmal kurz und macht ein paar Schritte Richtung Wohnmobil.

Sofort lasse ich den Wolf in unser Mobil und als ich mci um drehe, schaue ich in drei verdutzte Gesichter. Es sind nicht nur die beiden Polizisten sondern auch Herbert. Ich frage sofort einen der Beamten nach einer TK und bekomme auch sofort eine Antwort. Eine TK befindet sich etwa 10 Kilometer entfernt.

Dann geht Herbert vorsichtig in unser Mobil und als ich dieses betrete, liegt der Wolf auf einer Bank der Sitzecke. Jedoch hat er noch nicht einmal geknurrt, als Herbert das Mobil als erster betreten hat. Dann setzt sich der Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht vor uns und wir fahren zur TK.

Dort angekommen wird sich sofort um den Wolf gekümmert und nach zwei Wochen darf er wieder in seinem Revier herum ziehen. Ein Jahr später waren Herbert und ich wieder in dem Gebiet. Diesmal in Begleitung unserer Tochter. Wir haben wieder auf dem Parkplatz von vor einem Jahr angehalten und dort übernachtet. Auch diesmal haben wir das Licht im Eingangsbereich in der ganzen Nacht angelassen.

Mitten in der Nacht wurden wir von Geräuschen geweckt. Herbert und ich, haben uns sofort angezogen und sind aus dem Wohnmobil. Dicht vor dem Mobil saß ein Wolf. Ganz alleine bin ich auf ihn zu gegangen und er hat einmal ganz kurz über meine rechte Hand geschleckt, dann war er wieder verschwunden. Wir blieben noch zwei Nächte auf dem Parkplatz, jedoch kam der Wolf nicht wieder.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Marek

Wie so oft sitze ich im meinem Büro und verfasse die monatliche Meldungen für das TH. Dabei fällt mir auf, das ich im nächsten Monat schon 25 Jahre TH-Leiterin bin. Aber weitere Gedanken mache ich mir darüber nicht, denn ich werde es nicht an die große Glocke hängen.

Ich vertiefe mich wieder in meine Arbeit als das Notfall Telefon klingelt. Sofort lasse ich den Kuli fallen den ich zum Schreiben benutze und greife zum Telefon. Jedoch höre ich nur das Freizeichen. Obwohl ich mehrere Augenblicke in das Telefon lausche, höre ich keine Stimme. Nur meine ich das schwere Atmen eines Mannes zu hören, neben dem Freizeichen.

Darum fange ich an mit dem Fremden zu reden und fordere ihn auf, sich auf der normalen Leitung zu melden. Doch das Telefon bleibt still. Darum frage ich nach dem Grund für seinen Anruf, doch da wird am anderen Ende aufgelegt.

Verdutzt schaue ich den Hörer an und wähle anschließend die Rufnummer des Störungsdienstes. Schließlich will ich wissen, warum neben dem Freizeichen auch noch der andere gehört werden konnte.

Sehr schnell wurde am anderen Ende abgenommen und nach einer kurzen Vorstellung meinerseits stellte ich meine Frage. Die Erklärung ist ganz einfach. Aus irgendeinem Grund hat sich das Freizeichen nicht abgeschaltet und lief neben der Sprache weiter. Das kann aber nur passieren wenn es ein Anruf aus dem Ausland oder dem Grenzgebiet zu Deutschland ist.

Zufrieden mit der Antwort lege ich den Hörer wieder auf und gehe meiner Arbeit nach. Noch etwa 30 Minuten bin ich am Schreiben, dann lege ich meinen Kuli weg und gehe, nachdem ich das Telefon umgestellt habe, zum Katzenhaus.

Dort helfe ich bei der Arbeit mit und schon bald ist das Futter für die Katzen fertig. Gleich anschließend wird das Hundefutter zubereitet. Aber zwei Mahlzeitenmehr wie es Tiere im TH gibt. Das liegt aber daran, das wir im Moment zwei Hunde bei den verwilderten Katzen haben.

In diesem Moment klingelt wieder das Nothilfe Telefon. Auch auf der Katzenstation haben wir ein Notruftelefon. Aber normalerweise wird dieses erst nach dem 5 Ruf abgenommen oder wenn ich nicht da bin, auch sofort.

Ich nehme daher den Hörer sofort hoch und höre diesmal eine männliche Stimme. Der Mann sagt zu mir: „Ich hoffe diesmal kannst Du mich besser verstehen. Vorhin war ja noch irgendein Tut Ton dazwischen. Darum bin ich weiter gefahren und habe es mehrmals versucht, dich anzurufen. Aber erst jetzt scheint es zu klappen. Wo genau ist dein TH, denn ich habe einen sehr kranken Hund bei mir. Und nein, ich weiß nicht was er hat, nur habe ich ihn auf einer Müllkippe gefunden!“

Er erklärt mir noch die Symptome des Hundes, sagt aber gleichzeitig das er vermutet, das der Hund einen Wirbel gebrochen oder eine starke Prellung auf dem Rücken hat. Denn jedes Mal wenn er den Hund auf den Rücken fast, fängt dieser an zu jaulen.

Schnell erkläre ich ihm den Weg zu unserem TH, nachdem ich erfahren habe wo er ist. Er verspricht sich sofort auf den Weg zu machen. In etwa einer Stunde wird er da sein. Nachdem ich den Hörer wieder aufgelegt habe, gehe ich in den Behandlungsraum, schalte das Röntgengerät ein und bereite alles für die Ankunft des Hundes vor.

Nach einer Stunde fährt ein Müllwagen bei uns auf den Hof. Als der Wagen steht steigt ein Mann aus und läuft sofort zur Beifahrerseite des LKW. Aber auch Heinz und Bernd sind sofort mit einer Rolltrage da um etwaige Patienten in Empfang zu nehmen.

Was auch geschieht denn kurz darauf verlässt der Mann wieder den Wagen und Bernd steigt ein. Zusammen mit dem Mann heben hebt nun Heinz die Trage hoch und vorsichtig legt Bernd einen Hund auf die Trage. Dann wird die Trage wieder vorsichtig abgesetzt und die Beiden kommen auf das Behandlungszimmer zu.

Währenddessen steigt der Mann wieder in seinen LKW und er fährt wieder davon. Schnell öffne ich das Fenster vor dem ich stehe und rufe hinter ihm her. Doch er kümmert sich nicht darum, sondern er verlässt das TH Gelände.

In diesem Moment wird der Hund in das Behandlungszimmer geschoben und Bernd reicht mir einen Briefumschlag. Schnell schaue ich in den Brief und kann nun die Fundumstände und die Symptome bei der Auffindung des Hundes nach lesen. Auch steht in dem Brief: Wenn ich wieder zu Hause bin, melde ich mich wieder!“ Damit schließt der Brief.

Ich lege den Brief zur Seite und kümmere mich nun um den Hund. Zunächst taste ich ihn ab und stelle dabei neben den gebrochenen Hinterpfoten auch noch eine strake Prellung der Wirbelsäule fest. Der Hund bekommt eine Narkose von mir und der Hund wird geröntgt. Bei der Auswertung der Aufnahmen stelle ich fest, das es wirklich nur eine starke Prellung der Wirbelsäule ist. Auch um eine hintere Pfote brauche ich mich nicht zu kümmern, da reicht ein strammer Verband aus um die Pfote zu stabilisieren.

Nur bei der zweiten Pfote muss ich operieren, was aber auch schnell erledigt ist. Nach nur 45 Minuten kommt der Hund kommt der Hund in einen Nebenraum wo er wieder wach werden kann. Nun warte ich auf den Anruf von dem Mann der den Hund gebracht hat. Jedoch ruft er in den nächsten Wochen nicht an.

Zwischenzeitlich habe ich den Hund auf eine Tätowierung untersucht, doch leider nichts gefunden. Darum haben wir den Hund nach zwei Wochen zu den anderen gelassen. Aber schon in dem Raum wo er vorher war, hat er sich schon mit zwei Katzen angefreundet. Diese sind nun mit im Hunderaum und auch die anderen Hunde akzeptieren die beiden Katzen.

Weitere 12 Wochen später haben wir einen Tag der offenen Tür. Dabei soll auch der Hund mit den beiden Katzen vermittelt werden. Doch keiner der Besucher will einen Hund mit zwei Katzen. Nur alleine wollen viele die drei mitnehmen.

Bis ein Paar den Raum betritt. Sofort erkenne ich den Mann wieder, der den Hund gebracht hat. Ich gehe schnell zu ihm und begrüße die beiden. Zunächst entschuldigt sich der Mann, das er sich nicht mehr gemeldet hat. Dann meldet sich seine Begleiterin, seine Frau, zu Wort: „ Ich habe lange auf meinen Mann eingeredet nachdem er mir endlich erzählt hat, warum er an dem Tag so spät gekommen ist. Jetzt sind wir hier, nachdem ich erfahren habe, das heute ein Tag der offenen Tür stattfindet. Wo ist denn nun der Hund?“ fragt sie noch zum Schluss.

Zusammen mit dem paar gehe zum Gehege wo der Hund und seine Freunde sind. Als die Frau sieht das die Freunde Katzen sind ist es um sie geschehen. Sofort sagt sie: „Alle drei können sofort mit zu uns kommen!“

Nach einer Stunde verlässt uns das Paar wieder und auch die drei Tiere scheinen glücklich zu sein. Jedenfalls ist ein jedes der Tiere zu mir gekommen und hat sich bedankt. Der Hund hat mich abgeschleckt und die beiden Katzen an meinen Fingern geknabbert.

Zwei Jahre später waren die beiden mit ihrem Hund wieder da. Sie holten sich zwei neue Katzen, da die beiden anderen innerhalb kürzester Zeit verstorben sind. Und der Hund hatte nun einmal große Sehnsucht nach Katzen. Er suchte sich auch die Katzen aus. Als er den Katzenraum betreten hat, sind sofort zwei Katzen zu dem Hund gegangen und haben mit dem Hund geköpfelt. Diese beiden Katzen durften natürlich sofort mitgehen.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Aida

Ich bin endlich zu Hause. Inzwischen ist es 20.30 Uhr und vor dreißig Minuten bin ich nach Hause gekommen. Die Verspätung lag daran, das ich noch zwei Katzen kastriert habe. Vorher hatte ich leider keine Zeit dazu und die OP der beiden Katzen ist von 12.00 Uhr auf den späten Abend verschoben worden.

Das Essen zu Abend hat darum Herbert zubereitet und es hat sehr gut geschmeckt. Wie immer, denn Herbert ist ein sehr guter Koch was man gar nicht vermuten kann, da er Zahnarzt ist. Aber seine Mutter hat ihm sehr viel bei gebracht als er noch ein Kind war. Außerdem hat er sich immer fürs Kochen interessiert.

Nun sitze ich vollkommen satt in meinem Sessel und lese eine Medizinische Abhandlung in einer Zeitschrift, die ich schon seit Jahren Abonniert habe. Einmal im Monat erscheint diese Zeitschrift und wird mir per Post zugestellt. Doch leider zu meiner Adresse zu Hause und nicht ins TH. Aber das werde ich auch nicht ändern, denn im TH hätte ich keine Zeit um darin zu lesen.

In dieser Zeitschrift werden in einer besonderen Rubrik Fälle geschildert die TÄ mit Tieren hatten und auch gleichzeitig die Lösungen zu ihren Fällen Auch ich habe schon öfters Fälle hier geschildert. In dieser Ausgabe wird der Fall des Pferdes mit dem gebrochenen Bein geschildert, das von mir mit Hilfe eines Treckers für drei Wochen außer Gefecht gesetzt wurde.

Diese Geschichte hat mir ein Honorar von 50 Mark eingebracht, doch kommt schon nach einer Woche ein Angebot der Zeitschrift. Sie luden mich ein zu einem persönlichen Gespräch. Ein paar Wochen später bin ich in der Redaktion der Zeitschrift und sie haben mir zwei Möglichkeiten angeboten. Zu einem war es, das ich bei ihnen für ein festes Honorar weiter Geschichten veröffentliche und sie diese dann drucken oder das ich zum Verlag wechsele und dort auch die anderen Geschichten der Einsender durchlesen und bewerten kann. Doch ich habe beides abgelehnt. Ich will lieber in meinem TH bleiben.

Bis zu 1000 Mark habe ich zum Schluss für meine Geschichten erhalten und ich habe mich jedes Mal gefreut wenn eine Geschichte abgedruckt worden ist. Doch stellte der Verlag sein Erscheinen nach einigen Jahren ein. Einen Nachfolger gab es leider nicht, trotzdem habe ich meine Geschichten bei einem anderen Verlag unterbringen können. Dort gab es aber pro Veröffentlichung nur bis zu 100 Mark. Aber mir war es egal. Denn mit meinen Veröffentlichungen wollte ich anderen TÄ helfen.

Nun sitze ich also auf der Couch und lese gerade meine eigene Geschichte als unser Telefon klingelt. Sofort steht Herbert auf und geht in den Flur wo unser Apparat steht. Dort nimmt er ab und ruft sofort nach mir. Schnell eile ich zu ihm und er stellt das Telefon auf Lautsprecher.

Ich bekomme mit wie eine Frau sagt das es sich um ihren Hund Aida handelt. Dieser scheint sehr krank zu sein, denn obwohl er in einer TK ist, kann ihm dort nicht geholfen werden. Sofort frage ich nach den Anzeichen die der Hund hat. Die Frau erklärt daraufhin, das ihr Hund angefangen ist zu taumeln, dann ist er umgefallen und nun ist er nicht mehr ansprechbar. Obwohl der Hund bei Bewusstsein ist, kommt keine Reaktion mehr von ihm.

„Es scheint als wenn er in ein Wachkoma gefallen ist. Auch bei einem CT seines Gehirns wurde nichts festgestellt. Können Sie helfen?“ fragt die Frau noch zum Schluss. Ich frage sie nur wo die TK ist in dem der Hund nun liegt. Als sie mir die Adresse nennt, schaut Herbert sofort in eine Karte und sagt mir, das es etwa 300 Kilometer bis zur entsprechenden TK sind. Trotzdem steht mein Entschluss fest. Ich werde sofort fahren!

Da Herbert morgen seine Praxis öffnen muss, fährt er nicht mit. Aber er gibt mir sein Auto. Dieses ist erheblich schneller wie mein Wagen und schon bald sitze ich in dem Wagen und fahre in Richtung der TK.

Da auch in Herberts Wagen ein Funkgerät eingebaut ist, schalte ich sofort auf den Trucker Kanal. Dort setze ich sofort einen Notruf ab. „Hier ist der kleine Doktor und ich bin unterwegs zu einem Notfall. Bitte hört sofort mit eueren Überholvorgängen auf und lasst mich vorbei. Ich fahre in einem Audi 200 mit dem Kennzeichen xx- xx 294. Wenn dieser Wagen an euch vorbei ist, könnt ihr machen was ihr wollt.“ Diesen Ruf habe ich während meiner Fahrt nur einmal absetzen müssen.

Als ich die Autobahn befahre, bemerke ich sofort wie alle LKW nur noch rechts fahren. Als ich den ersten LKW überholt habe, schert dieser sofort wieder auf die Überholspur und sagt: „Gib Gas, kleiner Doktor. Ich werde alle hinter dir aufhalten, bis ich von vorn eine weitere Meldung erhalte.“

So geschieht es auch. Immer wieder schert ein LKW, wenn ich an ihm vorbei bin, aus und blockiert die Fahrbahn. Ich kann fast Höchstgeschwindigkeit fahren mit meinem PKW, obwohl die Autobahn sehr dicht mit LKW befahren ist. Nur sehr selten muss ich auf die Bremse treten, aber sofort wird Platz gemacht, damit ich vorbei komme.
Nach nur 2,5 Stunden verlasse ich die Autobahn nicht ohne mich bei den Truckern zu bedanken. Ich habe noch etwa 15 Kilometer vor mir auf einer sehr gut ausgebauten Straße. Auch hier gebe ich Vollgas und überhole sehr wenige PKW die noch unterwegs sind. Inzwischen ist es auch nach 2.00 Uhr!

Dann sehe ich das Hinweisschild zur TK auftauchen und ich werde langsamer. Kurz darauf muss ich nach rechts abbiegen und gebe wieder Gas, da auf einem Hinweisschild steht, das es noch 2 Km bis zur TK sind.

Kurz darauf sehe ich ein hell erleuchtetes Gebäude und ich werde langsamer. Doch es scheint ein Hotel zu sein, darum fahre ich weiter. Erst als ein zweites Gebäude auftaucht das ebenfalls hell erleuchtet ist erkenne ich das Hinweisschild zur TK. Hier bin ich richtig! Sofort fahre ich auf den Parkplatz vor dem Gebäude, nehme meine Tasche und steige aus dem Wagen aus.

Vor dem Eingang erkenne ich eine Frau die dort zu warten scheint. Als ich bei ihr bin, fragt sie mich ob ich Frau Gerda XXXX bin. Was ich bestätige. Daraufhin fällt mir die Frau um den Hals und ist am Weinen. Doch ich nehme sie am Arm und zusammen betreten wir die TK.

Am Empfang sitz eine ältere Frau die gerade etwas in einen Computer eingibt. Aber sobald sie uns bemerkt, hört sie mit der Eingabe in den Computer auf und fragt was wir wollen. Die Frau neben mir sagt: „Ich habe eine Spezialistin kommen lassen wegen meinem Hund Aida! Nun ist sie da und wir wollen sofort zu meinem Hund.“ Nur kurz schaut die Frau in ihrem Computer, dann schickt sie uns zu dem Tier.

Der Hund liegt in einem Raum mit noch zehn anderen Hunden zusammen. Aber Irene, so heißt die Besitzerin des Hundes, geht Zielstrebig zu einem Hund. Dieser schaut mich zwar an, doch ansonsten erfolgt keine Reaktion von ihm.

Als ein TA den Raum betritt, frage ich ihn sofort nach den Untersuchungsergebnissen des Hundes. Dieser geht zu einem Schreibtisch und hat auch bald alle Untersuchungsergebnisse gefunden. Er gibt mir diese und ich schaue mir alles genau an. Auch die Ergebnisse des Ct vom Gehirn sind besonders interessant für mich.

Doch alles scheint normal zu sein. Darum schaue ich mir noch einmal die Blutergebnisse an und finde nun endlich eine Unregelmäßigkeit. Die Entzündungswerte sind leicht erhöht, aber liegen noch im normalen Bereich. Daraufhin schaue ich mir noch einmal die Ergebnisse des CT an. Zentimeter für Zentimeter schaue ich mir nun die Aufnahmen an und finde auch bald einen kaum sichtbaren Schatten.

Daraufhin ordne ich sofort noch einmal eine Aufnahme des entsprechenden Bereiches an, doch der TA verweigert mir diese Aufnahme, da kein Personal mehr da ist um diese Aufnahme zu machen. Daraufhin sage ich ihm, das ich diese Aufnahme mache, da ich auch eine Ausbildung zur Röntgenschwester habe. Dabei zeige ich ihm meine Sondergenehmigung und er willigt sofort ein, die Aufnahme zu machen.

Ich mache die Aufnahme die ich brauche und nach Auswertung dieser, fange ich sofort mit der OP an. Dabei helfen mir der TA und die Frau vom Empfang. Diese wird von Irene vertreten, die zwar keine Ahnung hat, aber keiner ruft in der Zeit an, die ich für die OP benötige.

Der Hund hatte einen kaum sichtbaren Tumor im Gehirn den ich entfernt habe. Übernachtet habe ich bei Irene und sobald ich wieder wach war, nach dem Frühstück, sind wir beide zur TK. Aida ging es den Umständen entsprechend, darum fuhr ich wieder nach Hause.

Aida wurde wieder vollkommen gesund und nach nur 6 Wochen tauchte er in unserem TH auf. Als er mich sah, sprang er mich sofort an und freute sich riesig, mich zu sehen.
 

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