Ach, und ich dachte schon, hier liest keiner mehr mit :mrgreen:
Neuigkeiten von Tiffany: leider schwächelt sie, sie schnupft und rotzt ganz gewaltig. Vergangene Woche schon hatte ich ja den Termin für die Kastra ausgemacht, die morgen früh um achte sein soll.
Nun hab ich gleich zwei Probleme: wegen des Hörsturzes muß ich selbst früh's und abends zur Infusion. Und wegen der weiten Strecken kann ich nicht Beides: Tiffany zur TK fahren und selbst zum Doc.
Nun sitze ich in der Zwickmühle und leide seit heute morgen stündlich immer stärker bei dem Gedanken, die kleine Maus heute abend schon hinbringen zu müssen und dann dort zu lassen. Ausgerechnet dieses empfindsame, sensible, ängstliche kleine Mädchen soll eine Nacht allein im Käfig verbringen müssen??? :shock: Sie versteht doch gar nicht, was da los ist.... fremde Menschen, eingesperrt, die Gerüche - und dann auch noch so lange von ihren Kitten weg!!?
Konnte vor Sorge heute nacht nur schlecht schlafen und weiß nicht, wie ich das durchstehe, ihr sowas anzutun :-(
Leider ist sie auch gar nicht fit, deshalb muß heute abend sowieso eine Voruntersuchung stattfinden. Also fahren wir um fünfe los, damit wir pünktlich um sechse dort sind - mal sehen, was der Doc dann sagt. Ich bin total nervös und kurz vor den Tränen....
Sie soll ja nichts merken, also muß ich stark bleiben und ruhig, aber schwer isses trotzdem.
Sie selbst ist noch total entspannt, liegt gemütlich auf dem Schaffell im Sessel und genießt die Wärme des Ofens.
Ehrlich gesagt habe ich nicht das Gefühl, daß morgen der beste Tag für die OP ist. Vielleicht müssen wir eine Zwischenlösung finden.
Ihren Kitten geht es prima, die toben wie die Wilden und erklimmen gleichzeitig die höchsten und dünnsten Spitzen des dünnen Geästes meines Naturbaumes. Da schwanken sie dann in gut 4 Metern Höhe durch die Gegend und finden das sauwitzig :mrgreen:
An diesem Baum üben sie alles, was sie später für draußen können müssen :-D sie können bereits seitlich, rückwärts ja sowieso, und auch unfallfrei kopfüber runterklettern. Die Sprünge, die sie in ihrem jugendlichen Alter dort vollführen, sind abenteuerlich - eine echte Freude, dabei zuzusehen, wie sie wachsen und Gedeihen und ihre Fähigkeiten trainieren.
Heute haben sie wieder Purzeltach - 12 Wochen sind die Minis schon "alt"! Mei o mei, wie die Zeit vergeht! Ich kann mich noch sooo gut an die ersten tapsigen, wackligen Laufversuche erinnern - und nun fetzen sie über den Catwalk, übers Galeriegeländer und die Treppe hoch und runter, als hätten sie nie was anderes gemacht :-D
Sie futtern wie die Scheunendrescher, a Wahnsinn, was in so einen kleinen Körper reingeht. Nach der Mahlzeit wird das Ganze meistens noch mit einem guten Schluck Muttermilch runtergespült. Tiffany, sie ist wirklich eine herzensgute und aufopfernde Mama, hat ihre Kleinchen noch nicht ein einziges Mal am Trinken gehindert.
Soviel also zu der Theorie, man könne Babies mit 8 Wochen guten Gewissens abgeben, weil sie keine Milch mehr benötigen :roll:
Ein gut Teil ihrer Nahrung besteht aus der regelmässigen Trinkmahlzeit, und alle scheinen es sehr zu genießen. Tiffany macht einen ausgesprochen zufriedenen, in sich ruhenden Eindruck. Seit sie sicher weiß, daß niemand ihren Kleinchen was tut, herrscht auch schon längst wieder (seit Wochen) absoluter Friede in der Katzengruppe. Nichtmal Whitney, die ja aus Tiffany's Sicht später dazu kam (weil sie während Tiffany's Einzug vermißt war), wird von ihr noch irgendwie angegangen.
Tiffany integriert sich so wunderbar, daß sie häufig mit dabei ist, wenn ich mit fünf Miezen gleichzeitig die Couch besetze :mrgreen: Auch mit Harley kuschelt sie gern, der ja schwerst verliebt ist in sie und sich als absolut perfekter Zieh-Papa für die Kitten herausgestellt hat. Nun gut, er mußte sich auch lange genug drum bewerben ;-)
Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst und läßt sie draußen, wenn wir alle gemeinsam im Garten sind, keine Sekunde aus den Augen!
Es ist unglaublich schön, mit ansehen zu dürfen, wie prima diese Katzengruppe funktioniert und sich sogar die beiden festen Streunerles voll mit einbringen. Die Babies haben also die beste Erziehung, die sie nur bekommen können und es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn sie nicht bleiben könnten. Im Januar möchte ich sie kastrieren lassen, wenn bis dahin alles prima klappt, bin ich's zufrieden.
Die kleinen Trolle machen tagtäglich soviel Juxereien, daß ich sie kaum alle aufzählen kann. Vorgestern nacht meinten sie, meine Füße fangen zu müssen. Leider lag Lilly im Weg, die es gar nicht gut fand, in ihrem Schönheitsschlaf gestört zu werden. Einmal feste gefaucht und gleichzeitig zugehauen - mein rechter Fuß verletzt, die Babies nicht... na GsD!

Da sie bereits reingebissen hatten - in den großen Zeh - und gekrallt, dann noch Lilly's Schlag dazu kam, konnte ich erstmal zwei Stunden nicht einschlafen, so hat's die Nerven im Fuß beschäftigt :roll:
Naja, Hauptsache, Lilly konnte gemütlich weiterpoofen und die Babies verzogen sich auf die Galerie, um dort mit irgendwas zu spielen, was auf jeden Fall genügend Geräusche machte, .... Omma Pedi muß ja auch mitten in der Nacht darüber informiert sein, daß es den Kleinen gut geht und sie hier rein zu ihrem persönlichen Vergnügen residieren ....
Was mich immer wieder sehr erstaunt, ist die Tatsache, wie sorgfältig sie mit dem Klo umgehen. Ich glaubte an meilenweit verstreuten Strandeffekt, so wie es sonst immer war, wenn ich Kitten da hatte.
Nix da. Die beiden haben eine excellente Mutterstube im wahrsten Sinne des Wortes: es wird ORDENTLICH aufs Klöchen gegangen :-D und möglichst wenig Streu an den Pfötchen mitgenommen.
Leider haben sie aber auch die Angewohnheit ihrer Mama übernommen, die Häufchen nicht zu vergraben.
Aber gut, frau ist ja flexibel. Von oben gleich den Stinker mit Zewa runtergenommen und im Menschenklo versenkt, fertig. Hat also auch was für sich ;-)
Trinity hat kürzlich die Spielstunde eingeläutet und versucht nun ihr Bestes, um Billie-Jean, den Miniwauzi, zu ärgern. Bisher läßt diese sich aber nicht provozieren und hängt wie ne schlaffe Puppe in ihrem Körbchen rum.
Tennessee weiß noch nicht so genau, wen sie als nächstes töten soll. Ich vermute mal, es wird gleich die eh schon recht kahle Spielmaus sein, die wie durch ein Wunder noch immer am KB hängt.
Ihre Mama beobachtet das Treiben der Süßen vom Sideboard aus und Harley liegt ganz oben im linken KB und guckt ebenfalls zu.
So brauch ich also nix weiter zu machen, als die Rumhüppereien mir anzuschauen und mich darüber zu grämen, daß sie für die Digi-Cam einfach zu schnell sind.
So, das war es für jetzt, wenn ich heute abend vom Doc mit Tiffany zurückkomme, werde ich nochmal berichten, wie wir jetzt verfahren werden.
Daumen drücken kann nicht schaden!