Mein kleines Paulinchen
Dein Bruder kam in der letzten Nacht schon um 23.30 Uhr ins Haus. Ich nehme an weil es am regnen war und das mag er nicht. Er futterte etwas und legte sich dann , wie immer, auf seine Decke neben mir. Als ich später los musste, habe ich ihn noch einmal richtig gestreichelt und ihm gesagt, das er nun auf das Haus aufpassen muss. Denn deine Dosine ist im Moment im Kurzurlaub bei meiner Tochter in Bayern. Wie mir die Tochter erzählte, die auch hier im Haus lebt, war sie um etwa 3.00 Uhr mit den Hunden unten. Da lag dein Bruder noch immer auf seiner Decke. Da die Zeitung heute sehr spät kam, war ich erst um 7.35 Uhr wieder zurück. Als ich die Zwischentür öffnete kam mir dein Bruder sofort entgegen. Er ging bis zur geöffneten Haustür und schaute raus. Dann ging er in den Keller und ich betrat die Wohnung, legte Brötchen und meine Zeitung auf die Arbeitsplatte der Küche. Dann ging ich wieder zur Wohnungstür in der dein Bruder stand. Nachdem ich ihn gestreichelt hatte, ist er ganz in die Wohnung gekommen und ich konnte die Tür schließen. Danach war dann erst einmal Kampfschmusen angesagt. Immer wieder strich dein Bruder um meine Beine. Ich konnte gar nicht in die Küche kommen, wo ich ihm sein Futter fertig machen wollte. Also habe ich mich kurz entschlossen auf den Boden gesetzt und dein Bruder ist sofort zu mir auf den Schoß gesprungen wo er dann seine Streicheleinheiten bekam. Als er endlich genug hatte und ich in die Küche kam habe ich gesehen, das es inzwischen 7.55 Uhr war. Er bekam sein Futter und auch die Schale mit Milch. Beides hat er leer gemacht, darum gab es noch mehr Futter. Dieses Mal hat er den Napf aber nur zur Hälfte geleert. Dann ist er raus. Als ich ins Bett ging, war er noch draußen. Als ich nach Stunden wieder wach wurde, musste ich um einer meine Hosen kämpfen, denn er wollte keine heraus rücken. Jedes Mal wenn ich zu der einen oder anderen Hose griff, kam seine Pfote und hat meine Hand wieder weg gestoßen. Natürlich ohne Krallen. Also habe ich mit ihm geschmust und konnte so eine Hose erbeuten. Vor etwa 30 Minuten war ich kurz vorne aus dem Haus um nach dem Mond zu schauen, jedoch hat sich dieser hinter Dunst versteckt, so dass man ihn nicht klar sehen kann. Schließlich ist der Mond an diesem Wochenende etwa 30000km näher an der Erde. Trotzdem habe ich zwei Fotos gemacht, aber leider sind die nicht gut. Vielleicht klappt es Morgen. Als ich wieder ins Haus ging, kam auch dein Bruder. Er hat mich vorher gerufen, damit ich nicht ohne ihn ins Haus gehe. Er hat gefuttert und da ich die Tür hinten noch nicht geschlossen habe, schaute er mich an und ich sagte zu ihm. „ Geh nur! Noch ist die Tür auf! Ich werde dich rufen, wenn ich ins Bett gehe.“ Er Miaute einmal und ging dann raus. Da ich nicht vor 4.00 Uhr ins Bett gehen werde, kann er noch lange draußen sein. Aber das kennt er eigentlich schon. Es ist am Sonntag früh morgens immer dasselbe. Irgendwann gegen 3.30 Uhr rufe ich nach deinem Bruder und er kommt dann auch meistens sofort.
Mein kleines Paulinchen