Wenn ich das jetzt schreibe, dann habe ich auch nicht vor das Prey-Modell schlecht zu machen (im Grunde ist mir die Idee dahinter sogar sehr sympatisch), aber es wird ja wohl erlaubt sein kritisch zu hinterfragen. Ich würde es nicht als Angriff sehen, denn wenn man am Wohl der Tiere interesiert ist, dann sollte man das doch ansich grundsätzlich begrüßen oder?
Die Maus dient einfach als Basis für eine natürliche Ernährung. Wo wir wieder beim Taurin wären, dessen Gehalt in der Maus nicht mit anderen Beutetieren vergleichbar ist. Natürlich könnte man argumentieren, dass die Katze gar nicht so viel Taurin benötigt, um optimal versorgt zu sein, aber das ist ja auch eher Spekulation, nur weil keine erkennbaren Mangelerscheinungen auftreten oder?
Und auch das Jod sehe ich kritisch. Eine SDU ist bei Katzen sehr selten, aber liegen die Gründe wirklich im sehr geringen Jod-Bedarf? Oder ist das meiste Futter einfach so sehr mit Jod überfrachtet, dass die SDÜ in der Masse so sehr überwiegt und sogar zunimmt? Beim Jod sehe ich auch die Bedarfswerte im Kalki kritisch, da die Jodmenge ja sehr langfristig gesehen erst Auswirkungen zeigt. Und wie Stulle schreibt, ohne Zahlen kann man im Krankheitsfall viel schlechter reagieren.
Bei Bierhefe und Vitamin E lässt sich natürlich vortrefflich streiten, inwiefern das Sinn macht. Wobei abgehangenes Fleisch in Nährstoffhinsicht auch immer ein fauler Kompromiss zur lebendgefangenen Beute ist. Ebenso der Nachbau einer Beute nach Prozenten oder auf Grund von rechnerischen Bedarfswerten. Aber viele Nährstoffbedarfe lassen eben auch enorme Toleranzmengen zu und Katzen können auch sehr viel kompensieren, so dass es bei einem gesunden Tier unter Beachtung der Grundlagen wohl eher selten Probleme geben wird. Aber man kann auch nicht bei jeder Krankheit einen Zusammenhang zur Fütterung herstellen.
Im Grunde geht ihr ja auch Kompromisse mit dem Taurin oder dem Lachsöl ein. Und gerade am Lachsöl sieht man ja auch, dass die Fütterung der Beutetiere selbst einen großen Einfluß auf die Nährstoffe hat. Ich denke man kann keine Barfmethode als absolut ansehen. Entscheidend ist wirklich die Abwechslung, um den möglichen Fehlerfaktor zu minimieren.
Edit: @Labiae Psst...Es heißt Prey-Barf und gehört somit auch zum Barf..ist nur ein anderer Ansatz.
Welche Stoffe im Kalki Barf findest du denn so unnatürlich?