Hallo,
bei mir leben Maine Coons, und das kam so:
Ich bin eigentlich ein Hundemensch. Katzen fanden mich immer doof (und ich sie deswegen auch). Wenn ich bei Freunden war, die Katzen hatten, haben sich selbst die zutraulichsten nettesten menschenfreundlichsten Exemplare vor mir versteckt. :?
Mein Lebensgefährte liebt Katzen, er wollte immer welche, konnte das aber nie so recht mit seinem Job vereinbaren.
Mein Haus ist höllisch alt mit Ritzen und Winkeln, alten Dielen, Balken und Schindeln und beherbergte deswegen eine Mäuseplage, der ich nicht Herr wurde. In regelmäßigen Abständen haben die Nager meine gesamte Vorratskammer verwüstet und fast sämtliche Lebensmittel vernichtet.
Die verwöhnten Hunde betrachteten das Treiben nur wohlgefällig in der Gewissheit, dass ich das Futter geschält serviere und Hund sich deswegen nicht mit pelzigen Happen abplagen muss. :roll:
Also spielte ich doch irgendwann mit dem Gedanken, hier Katzen wohnen zu lassen. Mein Lebensgefährte, der nur am Wochenende hier ist, versprach, sie gerne zu haben, wenn sie von mir nix wissen wollen würden...
Dann waren wir auf einer Feier und dort wohnte ein großer, majestätischer Maine Coon Kater. Der stolzierte souverän durch die Gästeansammlung, auch über Tische und Bänke, bediente sich von diversen Tellern um dann schließlich auf meinem Schoß zu landen. :shock: Die erste Katze auf meinem Schoß in meinem Leben... ich war verloren.
Der Kater hat einen nachdrücklichen Eindruck bei mir hinterlassen, ich begann mich zu informieren und kam zu dem Schluss, dass Maine Coons perfekt zu uns passten. Sie kommen gut mit Hunden zu recht und sind praktischerweise auch genauso groß, wie meine Hunde. Sie sind recht anhänglich und manchmal in ihrem Wesen Hunden ähnlicher, als Katzen, was mir entgegen kommt. Sie sind sehr sehr sehr sozial und nicht so extrem lebhaft. Nicht zuletzt finde ich, das sie toll aussehen mit ihren dicken Schnuten, der Mähne, dem buschigen Schwanz und den Pinselohren. Sie wirken wild, was in einem interessanten Gegensatz zu ihren Piepsestimmchen steht. :mrgreen:
Letztes Jahr im März zog ein älteres Maine Coon Pärchen hier ein, die ich von einer Bekannten aus einem Hundeforum übernommen habe. Im Juni kamen dann zwei jüngere Kater hinzu, die ich aus sehr schlechter Haltung holte. Leider starb einer von ihnen an
FIP.

Damit der andere junge Kater wieder einen Spielkameraden hat, holte ich einen 5-monatigen Kumpel von einer Züchterin, die beiden haben sich sofort verstanden und sind ein eingeschworenes Team.
Die fünfte im Bunde ist eine anderthalbjährige Katze, die einen Ringelschwanz hat und deshalb aus der Zucht genommen wurde, sie zog Anfang März ein. Auch hier war die Vergesellschaftung problemlos, sie spielt ebenfalls viel mit dem jungen Kater.
Und natürlich wollen - entgegen meiner anfänglichen Bedenken - alle von mir etwas wissen, ich bin ihre Hauptbezugsperson, sie hören auf ihre Namen und kommen, wenn ich sie rufe. Sie verstehen sich mit den Hunden, aber nicht mit den Mäusen. Die sind ausgezogen.

Eine tote Maus lag in der Küche, seitdem habe ich keine Mäusespuren mehr gefunden.
Für mich ist das perfekt so, ich muss nicht unbedingt Kitten haben, aber ich finde die Rasse rundrum einfach so toll, dass ich es mir schwerlich anders vorstellen kann.
Percy, der junge Kater, und Whiskey, die ältere Katze:
Grüße ~ Ursel