Vielleicht noch ein ganz anderer Aspekt.
Wir hatten ja damals einen Berner Sennenhund. Die Gründe, warum wir uns damals für einen solchen entschieden hatten, waren folgende:
- es sollte ein großer Hund sein
- er sollte hübsch aussehen:shock:
- er sollte keinen Jagdtrieb haben, sondern eher Hütehundeigenschaften
- er sollte auch Wachhundqualitäten an den Tag legen können, da wir damals ziemlich einsam am Waldrand gewohnt haben
"Tolle" Gründe, so im Nachhinein betrachtet:-o
Aber auf Katzen übertragen, könnte das ja auch bedeuten:
- sie soll groß sein
- sie soll hübsch aussehen
- sie soll möglichst verschmust sein;-)
- sie soll nicht so ne Schlaftablette sein
Und wenn man sich dann ausgiebig informiert und bei einer bestimmten Rasse landet und sich dann seine "Traumkatzen" bei einem seriöse Züchter holt, ...so what? Das ist doch nicht verwerflich.
Wenn ich heutzutage einen Hund wollte, würde ich da allerdings ganz anders rangehen und würde wohl eher "die ärmste Socke" aus dem Tierheim holen. Aber ich habe trotzdem nie bereut, dass ich damals einen reinrassigen Berner bei einem seriösen Züchter gekauft habe. Und ich finde, das kann man auch auf Katzen anwenden;-)
Ich finds nur immer extrem traurig, wenn von
Tierschutz-Tieren ständig von "verkorkst" oder "Macken" gesprochen wird (und man das dann als Begründung anführt, warum man sich lieber Rassekatzen holt). Das stimmt einfach nicht. Es mag zwar durchaus vereinzelte negative Erfahrungen geben. Aber meiner Meinung nach liegt das dann nicht am "verkorksten" Tier, sondern am fehlenden Einfühlungsvermögen des ungeduldigen Menschen.
Meine Mohrli kam damals zum Beispiel aus einem Tierheim. Sie war schon 3 mal vermittelt und wurde jeweils wieder nach 3 Tagen! zurückgebracht. Immer mit derselben Begründung: "die schmust ja gar nicht". (So kann man dann auch zu der Meinung kommen, dass Tierheim-Katzen "ne Macke" haben..)
Bei mir hat sie auch erst mal 8 Wochen lang in einer Kratzbaumhöhle verbracht. Aber dann schmuste sie. Und wie!

Und das fast 17 Jahre lang..