So, kleines Update.
Lucie lebt sich zusehens ein, sie spielt, frisst, schläft kackt..... alles super. Sie ist auch neugierig an allem. Sie hat keine Probleme Mottes Napf, Toilette und ihr Spielzeug zu benutzen. Wegen den Gerüchen. Sie ist sehr offen, ohne aufdringlich zu sein. Sie schläft vornehmlich auf einem der Esszimmerstühle. Wenn es ihr zu bunt wird, verkriecht sie sich unter das Sofa. Wenn ich meine Balkontür nachmittags weit auf habe und die Sonne wärmend hereinscheint, sitzt sie auch an der offenen Tür oder dreht eine kurze Runde auf dem Balkon. Sie lag auch schon entspannt in der offenen Tür und hat die Luft und die Sonne genossen.
Sie ist nicht übergriffig, sondern nutzt halt alles, was da ist und lebt sich ein. Obwohl sie so jung ist, ist sie nicht spielverrückter oder wirbelt mehr herum als Motte. Trotz des Altersunterschieds.
Aber in der Beziehung der beiden untereinander gibts derzeit überhaupt keine Entwicklung, weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Lucie respektiert die Grenzen, die Motte ihr durch knurren oder fauchen steckt.
Es ist allerdings schwer für Motte, da Lucie nun anfängt alles nach und nach zu benutzen und zu bewohnen. Nur das Schlafzimmer ist noch tabu für Lucie.
Das mit den gemeinsamen Näpfen hat gar nicht funktioniert. Lucie hat beide Näpfe ständig leer gefressen. Motte kam immer zu spät und ist dann irgendwann gar nicht mehr in die Küche. Daher habe ich ihren Napf wieder ins Schlafzimmer gestellt. Geb ihr kleinere Portionen, damit es nicht anfängt zu riechen.
Wenn Lucie zufällig mitten im Weg sitzt und Motte möchte gerade dort lang, dann knurrt und faucht sie die Kleine ordentlich an. Falls Lucie nicht sofort geht oder nicht weit genug, dann wird aus dem Knurren ein Angriff, sie rennt auf die Kleine zu, diese flüchtet und Motte rennt noch kurz hinterher, erhebt ihre Pfote, tut ihr aber nichts.
Ich hatte ja schon gesagt, Motte hat eine sehr deutliche Gestik und Mimik und greif nur im allergrößten Notfall richtig an. Ist zumindest schön zu sehen, dass sie der Kleinen nichts tut, sondern immer nur soweit aktiv wird, wie es wirklich notwendig ist.
Dennoch ist sie alles andere als entspannt. Ausser im Schlafzimmer und auf dem Balkon in ihrem Hängekörbchen. Sie zieht sich auch ganz viel dahin zurück. Sie lässt sich von mir absolut nicht mehr hochnehmen und nur noch bedingt streicheln. Sie knurrt mich auch an und gibt mir manchmal eine mit der Pfote.
Und genau so habe ich Motte halt eingeschätzt, weshalb ich immer meinte, sie mag keinen Gefährten an ihrer Seite, sondern würde sich lediglich fügen, da sie keine Wahl hat. Und genau so empfinde ich es gerade und das tut mir wahnsinnig weh. :-(