Langsam werde ich zum Teil der Lösung und stelle nicht mehr ausschließlich das Problem dar. Das Futterproblem.
Trockenfutter mit Getreide habe ich sofort und ohne Rückfall „im Schrank“ gelassen. Einen frischen 7kg-Beutel wegzuwerfen, fand ich dann doch etwas hart. Geht demnächst an den Tierschutz, auch wenn ich dabei ein schlechtes Gefühl habe – den Tierschutzkatzen gegenüber.
Von meinen zahlreichen (halbherzigen) Umstellungsversuchen der Vergangenheit hatte ich noch einen Beutel mit getreidefreiem Trockenfutter, das damals nicht mit dem Hintern angeguckt wurde. Dies habe ich in Miamor Royale (mit Sauce) „eingeweicht“ und Lucky und Quincy angeboten. Begeisterung sieht anders aus. Aber mein Ziel lautet nicht „sofort glückliche Katzen“, sondern „konsequente Nassfutterfütterung“. Es wurde gefressen, nicht viel, aber genug, nicht freudvoll grunzend, aber immerhin! Quincy maunzt zwischendurch, als würde ihm mit einem Schlag sein gesamter Lebensinhalt genommen. Lucky’s Gesicht sagt: Du bist böse! Du liebst mich nicht! Im Gegensatz zu früher ignoriere ich das und lasse mich nicht erweichen.
Zwischenkonsequenz: Es wird deutlich mehr gepinkelt, was mit sehr gut gefällt.
Ab heute steht die Komplettverabschiedung von Trockenfutter auf dem Plan. Als Türöffner habe ich Catz Finefood mit Cosma Thunfisch (Ergänzungsfutter, das beide einigermaßen mögen) gemischt, auch um endlich von den blöden Miamor „Presspellets“ wegzukommen. Die wurden zwar auch nicht gemocht, dafür aber die Sauce.
Mir geht durch den Kopf: Ich war lange Zeit der Depp, der immer wieder Tütchen aufgerissen und Döschen geöffnet hat, um schlussendlich alles (und im Laufe der Zeit war das schon viel – Kilos!) im Müll zu versenken und den glücklichen Trockenfutter-Mümmlern mit schlechtem Gewissen zuzusehen. Schluss jetzt damit!
Maßgabe: Ich stelle sicher, dass Lucky und Quincy jeden Tag zumindest etwas fressen, und das gelingt bislang. Auch heute – mit dem Finefood/Thunfisch Matsch.
Reddi versteht im übrigen die Welt „oben auf dem Küchentresen“ überhaupt nicht und frisst sein „gesundes“ Futter „unten“. Der Breikot wird weniger, Würstchenformen lassen sich ahnen, er kackt überhaupt und glücklicherweise seltener, Würmer hat er nicht, Kotprobe ist natürlich zum großen Profil im Labor. Ich tippe auf Stress, der sich jetzt legt.
So, und was macht überhaupt die Zusammenführung? Die läuft prima. Reddi bewährt sich als Activity Trainer, und so habe ich spätesten um 6.30 Uhr morgens eine äußerst lebendige Kater-Roll-Kugel aus Quincy und Reddi im Bett. Auf der Bettdecke. Auf mir. Wenn die halbe Portion Reddi den Quincomat „anspringt“: das sieht schon unglaublich putzig aus. Quincel macht gerne mit, ist dem Kurzen gegenüber aber vorsichtig, nix mit Krallen. Manchmal jagen sie sich zu dritt. Wenn Luckel-Bär Lust hat, und er hat in der Tat manchmal Lust.
Quincomat ist momentan auch ein Filzomat. Seine Unterwolle bringt mich um. Vielleicht liegt das auch an dem seit Wochen schwülen Wetter. Kurzum: Nächste Woche hat er ein Date im „Salon“. Das ist der Salon, der Lucky zu einem wirklichen schönen Fell verholfen hat. Mal sehen, wie mein Sensibelchen damit umgeht…
Übrigens: Lucky und Quincy sitzen gerade aufmerksam vor mir und wollen offenkundig anderes Futter…
Ich bleibe stark!