So, wo fange ich an?
Ich glaube, ich kann mittlerweile sagen: Quincel und Reddi sind allerbeste Freunde. Sie jagen sich, sie raufen miteinander, und sah ich da nicht auch eine Reddi putzende Zunge? Lucky ist etwas außen vor, aber rückt immer zur Beobachtung an. Meistens halten sich
alle da auf, wo ich bin. Außer beim Mittagsschlaf.
Reddi und Quincy raufen sehr körpernah und „schrubben“ sich dabei auch. Häufig. Und so kam es (ja, ich führe das auf diese „Schrubberei“ mit den Hinterpfoten zurück), dass Quincels Mega-Fell (Stichwort: Unterwolle) mehr und mehr verfilzte. Vielleicht kam auch die hohe Luftfeuchtigkeit der letzten Wochen dazu. Meine täglichen Bürstversuche scheiterten an den täglich neuen Knoten, die innerhalb von 24 Stunden größer und verfilzter wurden. Also lief ich hier eigentlich immer mit Schere herum und habe täglich versucht, alles zeitnah und sanft zu entfernen (und so sah Quincy auch aus: felltechnisch äußerst „angefressen“). Schultern, Achseln, Brust und Bauch waren natürlich ein wenig kompliziert (bzw. zum Teil unmöglich) in der Handhabung, aber auch auf dem Rücken: ständig neue Verfilzungen.
Lucky’s Fell habe ich ja durch 4 X Profi-Kämmen pro Jahr beim Tierfriseur prima in den Griff bekommen, aber Quincy hat einfach
noch mehr Unterwolle.
Dienstag hatte ich mit dem Quincy-Zottelmann seinen ersten Friseur-Termin. Das Auskämmen wäre – trotz aller Profi-Kompetenz – schmerzhaft gewesen. Ging gar nicht. Tja.
Der Brust-Achsel-Bauch-Po-Bereich hätte sowieso geschoren werden müssen. Also wurde der Quincy „einfach“ komplett geschoren. Für Quincy war das nicht schön, ca. 1 Stunde die Schererei über sich ergehen zu lassen. Er hat das aber recht tapfer gemacht. Mit Lucky wäre diese Prozedur absolut und total undenkbar. Nur ich war dabei und hinterher ein komplettes Nervenbündel… - wie nach 3 Stunden Zahnarzt mit durchgehender Wurzelbehandlung. Ohne Übertreibung.
Die Aha-Effekte:
- Der Quincel ist überhaupt nicht moppelig, sondern ein kleines, drahtiges Katerchen! Finde ich. Jawollll. Mit vergleichsweise langen Beinen. Finde ich. Ich war total erstaunt, als diese gefühlten 2 Kilo Fell ab waren.
- Der Quincel fühlt sich offenbar ohne Fell sehr wohl; springt, rennt und tollt noch viel mehr als zuvor.
- Nach einer Stunde hatten sich daheim auch Lucky und Reddi an den „neuen Gesellen“ (wieder) gewöhnt.
Er wurde richtig „chic“ und gleichmäßig geschoren, und sieht nun aus wie ein samtiges, sehr süßes Schäfchen mit einem Puschelschwanz. Mache zum WE mal Bilder. Und all die hässlichen und ihn störenden Batzen an der Brust-Haut sind weg!
Eine total gute Ausgangslage, um jetzt täglich (gut) zu bürsten, später (gut) zu kämmen – in der Hoffnung, damit das Problem proaktiv und nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Und was ich unglaublich schön fand: Quincel war mir gegenüber (und ich musste ihn während der Prozedur halten!!) überhaupt nicht nachtragend!
Nun zu Reddi: Reddis „Breikot“ wurde durch erhöhte E. coli verursacht. Nach langer und kontroverser Diskussion bekam er ein AB. Richtig normal ist sein Kot noch immer nicht, aber exakt dieselben Probleme hatte ich am Anfang auch mit Quincel. Und es hat sich – mit probiotischen Produkten – von selbst gelegt.
Reddi ist mega-fit, äußerst lebendig, neugierig und verspielt – und ein Oberschnurrer vor dem Herrn.
Ich habe es mir mit drei Katern schön vorgestellt.
Dass es aber
so schön werden würde, das hatte ich nicht erwartet!