Claude war heute Morgen mit Bobo noch mal beim
Tierarzt, der war erstaunt wie sehr sich das Auge von Bobo verbessert hat und hat ihr empfohlen einen Spezialisten in Dortmund aufzusuchen und hat auch gleich einen Termin für Samstag gemacht. Vllt. kann man doch noch etwas Augenlicht von Bobo retten.
Dann waren wir heute wieder auf dem Bauernhof. Es ist ein großer Kraftakt, all diese Kitten und ihre Mütter irgendwo gut unterzubringen, das kann man nicht im Alleingang bewältigen. Ich bin so dankbar für die Hilfe die wir hier, vom Katzennetzwerk und über Facebook bekommen. Leider ist meine Bilderausbeute nicht besonders groß geworden. Nach fünf Fotos war die Speicherkarte der geliehenen Kamera voll.
Klein Merlin, er erinnert mich sehr an meinen Marlon, als er ein Baby war.
Sikari
Rottigerchen
Wir haben heute fünf Kitten mitgenommen, davon hatten zwei ein beeinträchtigtes Auge und bei einem war das Auge schon ausgelaufen. Sie wurden auf dem Rückweg dem Tierarzt vorgestellt, wurden von ihren Ohrmilben und Flöhen befreit und bekamen ein Antibiotika.
Fieber hatte zum Glück keins der Babies und auch keine Geschwüre im Mäulchen. Vier Babies sind jetzt bei Janine und das kleine Piratenmädel ist bei Claude. Es war höchste Zeit, dass wir sie mitgenommen haben. Zwei Augen sind wahrscheinlich noch zu retten. Merlin und ein kleines cremefarbenes Tigermädel waren die einzigen Katzen ohne augenscheinliche Symptome, sie werden aber trotzdem mit behandelt.
Sikari haben wir auch mitgenommen, sie hat ein etwas getrübtes Auge, das wir mit der richtigen Behandlung sicher wieder hin kriegen. Die Kitten sind zum Glück lieb und umgänglich, nur am Anfang etwas scheu bei Fremden. Sie mögen auch Hunde, sind mit einem Berner Sennenhund aufgewachsen, leider ist das einigen von ihnen zum Verhängnis geworden und der Nachbarshund hat sie getötet.
Für diese Kitten war es fünf vor zwölf. Da frag ich mich doch, was ist besser, draussen so langsam zu erblinden und qualvoll zu sterben, vom Hofhund getötet zu werden oder in einer liebevollen Pflegestelle unterzukommen, die vllt. nur eine kleine Wohnung hat.
Wenn ich unter diesen Umständen die unsägliche Diskussion über Pflegestellen verfolge und dann auch noch lese dass sich Pflegestellen an Pflegekitten bereichern können, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wenn Pflegestelle sein so lukrativ ist warum rennen uns dann die Leute nicht die Bude ein? Wir haben weder bei Claude noch bei Janine eine Vorkontrolle gemacht, weil sie schon seit langem für verschiedene Vereine Pflegestelle sind Und auch für uns schon waren. Ich weiss dass ich mich auf sie verlassen kann wenn ich Hilfe brauche, da spielt die Größe der Wohnung nicht unbedingt eine Rolle. Wenn man erst mal hautnah diesen Dreck und das Elend gesehen hat, in dem manche Katzen leben und ihre Babies bekommen müssen ist man froh über jeden der helfen will und kann.