Deswegen sag ich ja - bei Katzen, die auch ohne Probleme und genauso gerne etwas anderes fressen, hat Trockenfutter eben nur Nachteile und keine Vorteile. Dass das bei kranken Katzen, Nassfutter- und BARF-Mäkelkatzen, und Katzen, die noch nie etwas anderes gefressen haben, oft anders aussieht und Trockenfutter da oft Vorteile hat, ist ja klar.
Ich hab hier ja selbst zwei Katertiere, die jeden Tag ihr Trockenfutter bekommen. Sirius, weil er ein kleiner Tabletten-Spuck-Kasper ist und die im Moment am besten funktionierende Möglichkeit, seine SD-Tabletten in ihn reinzukriegen, ein halb ausgehöhltes Trockenfutterdragee ist (ja... ich stehe jeden Tag zwei Mal in der Küche und höhle ein Feini oder ein Dreamie aus, mache dann einen Miniklecks Katzenleckerlipaste hinein und klebe eine Tablette in das Loch, um das entstehende Produkt dem Katertier mit Engelszungen anzupreisen. Wenn du mir das vor einem Jahr gesagt hättest, ich hätte es selbst nicht geglaubt :roll

. In ein paar Wochen geht es dann vielleicht wieder mit Leberwurst, Teewurst oder Butter. Im Moment mag er das aber alles nicht
Lucky, weil Lucky ein kleiner Doofschatz mit
CNI ist, und er seine Nacht lieber damit verbringt, meinem Verlobten in die empfindlichen Teile zu treteln und sich dann dort einzurollen, als ab und zu aufzustehen und mal einen Happen zu fressen. Und wie das bei
CNI-chen so ist, ist ihm dann morgens vor allem eines - kotzübel, besonders, wenn er beim Abendessen gespart hat. Und wenn ihm kotzübel ist, dann kötzelt er nicht nur (heute Morgen: Tablet, Netbook, Bettdecke. Nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge :-?), sondern er will auch partout nicht fressen (kommt von selbst nicht einmal auf die Idee, zum Napf zu gehen), und schon gar kein Nassfutter und schon dreimal kein Nierendiät-Nassfutter mit Medikamenten reingemischt. Was macht die findige Dosi also, um ihm sein Futter schmackhaft zu machen? Richtig. Man läuft dem Katertier morgens nach dem Aufstehen mit dem Napf hinterher und hält ihn ihm so lange unter die Nase, bis er zumindest einmal daran schnuppert. Und wenn das Erschnupperte nicht genehm ist, dann wird das Futter eben gepimpt - mit ein bisschen reingedrücktem Trockenfutter, oder liebevoll selbstgekrümelten Dreamies. Nierendiät-Trockenfutter, um genau zu sein. Und nachdem er diese erste Portion gefressen hat und ihm nicht mehr schlecht ist, mag er dann auch Nassfutter und geht von selbst zum Napf, um es sich zu holen.
Ich versteh also die Problematik auf jeden Fall, und bei Katzen mit jeglicher Art von Erkrankung ist das allerwichtigste sowieso immer, dass überhaupt etwas in die Katze hineingeht, auch wenn es jetzt nicht gesund ist, egal ob Trockenfutter, Nassfutter, Fleischwurst oder Thunfisch pur. Ich hatte die Situation mit Sirius auch schon, und es war das schrecklichste Wochenende meines Lebens, das ich damit verbracht habe, ihm alle möglichen ungesunden Sachen vors Näschen zu halten, von denen er dann mir zu liebe ein kleines bisschen geschleckt hat.
Aber wieso man eine Katze oder einen Kater, die keine solchen Probleme haben und die gutes Nassfutter fressen, zusätzlich noch an Trockenfutter "gewöhnen" und Mahlzeiten damit ersetzen soll, erschließt sich mir nicht. Und wieso man einem Kitten, das noch gar nichts anderes kennt und daher gar nicht in die Verlegenheit kommen könnte, dass Trockenfutter die einzig mögliche Ernährung ist, Trockenfutter füttern sollte, versteh ich auch nicht.