Natürlich kann es auch am Halter liegen, wenn Katz mäkelt... ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass das relativ oft so ist (und ehrlich, bei manchen Threads hab ich mir da auch schon gedacht, dass die Leute sich ziemlich selbst im Weg stehen *g*). Das hat sich dann meistens über Monate und Jahre hinweg eingespielt, dieses Verhalten (von beiden Seiten), was hier ja nicht der Fall sein kann. "Entspannt bleiben" ist allerdings nie falsch als Rat, wenn man trotzdem alles abklärt

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Aber man muss auch seine Pappenheimer kennen - und gerade in einem Fall, wo die Katze schon so lange nicht richtig gefressen hat, ein halbes Kilo abgenommen hat, neu im Haushalt ist und auch das Tierheim keine wirkliche Auskunft über das Futterverhalten geben kann, würde ich schon sagen, dass man erstmal herausfinden soll, was und wie er denn eigentlich frisst, und dann kann man langsam daran gehen, dieses vielleicht nicht so tolle Fressverhalten zu ändern.
Lucky hat Nieren- und Gallenprobleme, daher
kann die Übelkeit tatsächlich kommen (Fressunlust kann ich es eigentlich nicht nennen, wenn Monsieur 300g plus Trockenfutter am Tag vertilgt :roll

. Es gibt aber auch gesunde Katzen (und Menschen *g*), denen schlecht wird, wenn sie zu lange nichts essen, und wo es dann schwierig wird, sie wieder ans Futtern zu bekommen, wenn sie zu lange ausgesetzt haben. Ich kann mir dann sagen "Gleich ist es vorbei" und mir einen trockenen Toast reinwürgen - erklär das mal einer Katze
Bei Sirius (der auch Nieren- und Schilddrüsenprobleme hat) ist es tatsächlich noch einfacher: Wenn der etwas nicht einmal anguckt, dann sollte ich mir echt überlegen, ob ich das Hackfleisch tatsächlich noch selber essen möchte. Wenn ich mir ganz, ganz viele Sorgen mache, mache ich den guten, alten Dreamiestest mit ihm: Ein Dreamie vor die Nase, wenn es verschwindet, muss ich mir keine Sorgen um sein Fressverhalten machen, auch wenn das Nassfutter grade tendenziell nicht so beliebt war. Wenn nicht, kann ich schon einmal anfangen, mich auf ein paar anstrengende Tage einzustellen, weil dann ist Feuer am Dach.
Ich vermeine mich auch zu erinnern, letztens auf der Homepage von ANAA von einer Fundkatze gelesen zu haben, die zwar äußerlich fit war, aber einfach nicht fressen wollte... bis sie dann auf die Idee gekommen sind, ihr etwas von der Hand anzubieten, und siehe da, mit der Handfütterung und der zusätzlichen Beachtung dadurch hat sie dann plötzlich gefressen und irgendwann konnte man sie dann auch auf den Napf umstellen, weil sie wusste, sie kommt nicht zu kurz und ihre Pflegestelle ist trotzdem für sie da.
Aber das sind diese Eigenheiten (und es gibt offensichtlich viele Katzen, die nicht einfach nur fressen, sondern da ein bisschen mehr Aufmerksamkeit brauchen!), die man erst durch den persönlichen Test über die Katzen herausfindet, und dann kann man das Verhalten auch besser einschätzen und weiß eher, ob man jetzt die Kavallerie rufen muss oder nicht. Nur: Wenn man nichts ausprobiert, findet man im Zweifel leider auch nichts, was die Katze vielleicht zum Fressen bewegt
Ein paar Teelöffel Thunfisch sind ja schon einmal ein Anfang. Wenn ihr jetzt wisst, dass er Thunfisch gerne mag, könnt ihr vielleicht auch probieren, ein bisschen Nassfutter drunterzumischen, oder mal ein, zwei von diesen Schesir-Thunfischbeutelchen anschleppen. Das ist zwar auch nur Ergänzungsfutter, aber vielleicht ein Schritt weiter auf dem Weg hin zum richtigen Katzenfutter.
Andere Idee: Rinderhack roh, oder gebraten mit ein bisschen Butter? Wenn er es nicht mag, kann man den Rest mit ein bisschen Salz auch prima selbst essen *g*