Wenn man beim Reinigen des Kaklos so viel falsch machen kann, dann könnte man auch die Fliesen wischen o. ä.!
Wie zu erwarten war, hast Du mich NICHT richtig verstanden und Deinen :mrgreen:-Smilie am Ende Deines Beitrags, finde ich auch echt unpassend.
Ich spreche nicht von den Notfällen, die schnell von der Strasse müssen weil sie sich in einer lebensbedrohlichen Lage befinden.
Das da auch ein Laie helfen kann, indem er das verletzte Tier zu einem Tierarzt bringt, ist sogar mir bewußt.
Ich rede von vielen (zum Beispiel) Pflegestellen, denen da ein Tier (oftmals ein völlig verstörtes, krankes Problemkätzchen) anvertraut wird, obwohl diese Person überhaupt keine Ahnung von dem hat, was sie da tut.
Wenn erstmal wirklich nur die Pflegestellen geschult, begleitet und kontrolliert werden würden, wäre das doch schon ein großes Plus!
Nicht jeder ist dazu gemacht, Pflegestelle zu sein.
Warum ist das so schwer, solche Leute zu schulen?
Warum wird sich dagegen gewehrt?
Warum wird sich über die meisten Vorschläge zur Verbesserung, lustig gemacht?
Zu sagen: "So what?" kann jetzt nicht der Anspruch dieser Diskussion sein.
Man kann doch überlegen, was man besser machen könnte.
Ja, ich habe auch schon vorher damit gerechnet, dass du mich NICHT RICHTIG verstehst. Aber komm, lass uns das Beste draus machen, oder?
Ich respektiere deine Meinung und deine Ansichten und ich hoffe, dir ist nicht entgangen, dass ich auch darauf eingehe. In einer Diskussion bleibt es aber nicht aus, vor allem und insbesondere, wenn zwei Parteien völlig verschiedene Perspektiven einnehmen, dass man aneinander vorbeiredet. Und ein Spass am Rande heisst nicht gleich, dass ich dich nicht ernst nehme. Wenn das so rübergekommen ist, dann tut es mir leid. :???:
Bin halt eher so der witzige Typ, weisst du, ich mach schon mal ein Spässchen zwischendurch, kann aber auch verstehen, dass jemand, der mich nicht kennt, das in den falschen Hals bekommt. Also alles gut!
Wir diskutieren das jetzt aus und ich hoffe, wir kommen zu einer für alle Parteien zufriedenstellenden Lösung.
Zum Inhaltlichen:
Dass es dir NUR um Pflegestellen geht, war aus deinen vorherigen Beiträgen nicht ersichtlich. Für mich zumindestens nicht. Also die Pflegestellenproblematik:
Ich hatte in einem meiner vorherigen Beiträge ja schon erwähnt dass es 4 Gründe dafür gibt
1. Kein Geld
2. Keine Zeit
3. Keine Ressourcen
4. Kein Personal
Wenn sich an dieser Situation etwas ändern soll, dann muss bei diesen 4 Ursachen angesetzt werden. Zu deiner Info: momentan ist es so, dass das Vet-Amt jede Tierschutzeinrichtung dazu verdonnert mindestens 1 Person zu haben, die einen Sachkundenachweis besitzt ohne das dürfte die Tierschutzeinrichtung gar nicht bestehen. Also das ist Vorschrift. Jede Tierschutzeinrichtung hat also mindestens 1 Person, die fachkundig und sagen wir es mal mit deinen Worten "professionellen Tierschutz" machen kann. Wobei ich auch kritisch anmerken muss, dass es fraglich ist, was denn genau bei diesem Sachkundenachweis gelehrt wird, ob das wirklich qualitativ hochwertig ist, ist wieder eine andere Frage.
Der Grund warum Pflegestellen in Vereinen diesen Sachkundenachweis nicht besitzen, ist schlichtweg mit Ursache No. 1 zu begründen: KEIN GELD! 90% dieser Pflegestellen hätten - laut meiner Kenntnis - aber nichts dagegen diesen Sachkundenachweis zu machen. Im Gegenteil, viele haben das Bedürfnis sich weiterzubilden (meine Wenigkeit auch), aber die Möglichkeiten sind begrenzt bzw. nicht da. Deine erste Frage dürfte damit aber noch nicht beantwortet sein, denn die Person, die den Sachkundennachweis besitzt könnte ja alle restlichen intern schulen im sinne der Weitergabe von (Fach)wissen. Das ist schwierig wegen Ursache No. 2,3 und 4. Die Person, die sich gut auskennt ist in der Regel extrem eingespannt im ganzen Vereinsgeschehen, meist sind es Vorsitzende oder Vorstände, die nciht nur praktische Verpflichtungen haben. Hinzu kommt, dass bei
Tierschutz-Verein keine Örtlichkeiten zum schulen da sind, so wie in einem Tierheim. Aber zu 80% würde ich sagen scheitert es an Ursache No.2 Keine Zeit. Wenn Tierschützer sich entscheiden müssen Tierleben von der Strasse zu retten oder eine Pflegestelle zu schulen, damit sie ihre Arbeit besser macht, wird jeder Tierschützer ersteres wählen. Ist das für dich nachvollziehbar?
Du kannst natürlich dem Tierschutz den Vorwurf machen, dass er seine Priorität auf die Tierrettung legt anstatt auf die Schulung der Mitarbeiter. Ich weiss nur nicht, wieviel Verständnis du dafür erhalten wirst.
Dass sich irgendjemand dagegen wehrt, das deckt sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung und auch nicht mit dem, was ich hier von aktiven Tierschützern gelesen habe. Viele wären froh, könnten sie sich weiterbilden und gäbe es dafür Raum und Möglichkeiten.
Ich habe also folgenden Vorschlag für dich. Ich persönlich denke, man muss bei den Vorschriften ansetzen. Wenn das Vet-Amt beispielsweise jede Pflegestelle dazu verpflichten würde, einen Sachkundenachweis zu besitzen, dann wäre das eine enorme Veränderung. Man könnte alle Vet-Ämter in Deutschland kontaktieren oder eine Petition starten. Man müsste sich nur noch überlegen, woher das Geld für diese Massnahme kommen soll. Die TSVe werden es sicher nciht bezahlen können? Aber wer soll das bezahlen? Hast du vielleicht eine Idee, wer die Schulung von diesen Pflegestellen bezahlen könnte? Eine Schulung kostet glaube ich um die 150€, da variieren die Preise aber auch je nach Anbieter massiv. Und beim Vet-Amt muss man dann auch nochmal eine Prüfung ablegen, die kostet auch ein paar Euro.
Die meisten Tierschutzvereine sind hochgradig überschuldet durch hohe Tierartzkosten und Verpflegungskosten der hunderte von Tieren, die sie retten und die ja meistens auch krank sind und dadurch eben diese hohen Kosten verursachen.
Also erster Schritt: Vetamt und danach das Vetamt davon überzeugen, dass es notwendig ist, alle Pflegestellen zu schulen und am besten schon eine Antwort auf die Frage parat zu haben: Wer soll das bezahlen? Denn das Vet-Amt wird dir diese Frage mit 100%-Sicherheit stellen.
Anderer Vorschlag: man könnte auch eine Petitition starten und diese an den Bundestag schicken. Auch hier sind schlagkräftige Argumente notwendig und die Budgetfrage muss geklärt werden.
Wenn du das gerne in Angriff nehmen möchtest, dann würde ich dich dabei unterstützen. :-D (der Smiley ist nicht böse gemeint!)