Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion?

Diskutiere Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Okay also die Mitarbeiterinnen von denen ich zuvor sprach sind allesamt professionell. Sie werden dafür bezahlt und wurden dafür ausgebildet (als...
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #161
Okay also die Mitarbeiterinnen von denen ich zuvor sprach sind allesamt professionell. Sie werden dafür bezahlt und wurden dafür ausgebildet (als Tierpfleger soweit ich weiß) und sie können davon (mehr oder weniger) leben. Es ist, kurz gesagt, ihr Job, und den machen sie oben drauf noch sehr verantwortungsvoll.
Aber es stimmt schon, man kann auch im Tierschutz gute Arbeit leisten ohne dass man das ganze professionell macht. Die Diskrepanz hier ist einfach, dass das Wort professionell ziemlich inflationär genutzt wird wenn eigentlich mehr als nur professionell: "dafür bezahlt und eventuell dazu ausgebildet" gemeint ist.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #162
1. Beim Kaklo reinigen kann man auch jede Menge "falsch" machen als Nicht-Professioneller, vor allem in einem Tierheim. ;-)



2. Und ich denke, da ist das grosse Missverständnis, siehe Definition DUDEN. Und vor allem, frag doch mal ein Tier, das grad am Verrecken ist draussen. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder der Mensch überlässt dem Tier sich selbst, dann wird es vermutlich sterben oder er entscheidet sich dem Tier zu helfen und ihm das Leben zu retten. In dem Moment wo letzteres eintritt, hat sich die Situation für das Tier mal mindestens um 50% verbessert (wenn nicht mehr), wenn es vom Tierschutz eingesammelt, zum Tierarzt gebracht wird, verarztet wird und nach Gesundung wieder in die Freiheit gelassen wird. Das finde ich verantwortungsvoll und das kann auch jeder Laie. Ich lasse einen Menschen ja auch nicht am Strassenrand liegen, wenn er Hilfe braucht, sondern rufe einen Krankenwagen und im besten Fall leiste ich erste Hilfe (wenn ich einen Kurs gemacht habe) dafür muss ich keine Krankenschwester oder Sanitäter sein.

Das man AHNUNG haben muss um zu helfen, sehe ich nur bedingt so. Sicherlich gibt es vieles das gut gemeint ist aber nicht gut gemacht. Darüber habe ich mich ja auch schon aufgeregt. Aber: so what? Das passiert!

3. Betrachten wir die Angelegenheit mal aus einer anderen Perspektive. Der Tierschutz, so wie er momentan vorherrscht hat KEIN GELD, KEINE RESSOURCEN, KEIN PERSONAL und KEINE ZEIT, um das zu leisten, was du von jedem aktiven Tierschützer forderst, nämlich Professionalität. Dann wäre doch nach deiner Logik der Umkehrschluss bzw. der Appell an jeden Tierschützer, der momentan täglich Tierleben rettet: WENN DU KEINE AHNUNG HAST, LASS ES BITTE SEIN!

Habe ich dich richtig verstanden?

Das würde bedeuten, dass keiner der momentan ehrenamtlich Aktiven ausser vielleicht 1-2 Personen pro Tierschutzorganisation, die einen Sachkundenachweis gemacht haben, mehr Tiere retten dürfte, was wiederum dazu führen würde, dass ca. 80-90% der momentan geretteten Tiere, draussen elendig zugrunde gehen würde. (So kann man das Problem der Überpopulation natürlich auch lösen, einfach wegschauen, sterben lassen, dadurch reduziert sich die Katzenpopulation natürlich auch.:cool: )

Weil...und jetzt deine Begründung: die aktiven und ehrenamtlichen Tierschützer, die keine (professionelle) Ahnung haben, dürfen diese Tiere nicht retten. :mrgreen:

Wenn man beim Reinigen des Kaklos so viel falsch machen kann, dann könnte man auch die Fliesen wischen o. ä.!

Wie zu erwarten war, hast Du mich NICHT richtig verstanden und Deinen :mrgreen:-Smilie am Ende Deines Beitrags, finde ich auch echt unpassend.

Ich spreche nicht von den Notfällen, die schnell von der Strasse müssen weil sie sich in einer lebensbedrohlichen Lage befinden.
Das da auch ein Laie helfen kann, indem er das verletzte Tier zu einem Tierarzt bringt, ist sogar mir bewußt.

Ich rede von vielen (zum Beispiel) Pflegestellen, denen da ein Tier (oftmals ein völlig verstörtes, krankes Problemkätzchen) anvertraut wird, obwohl diese Person überhaupt keine Ahnung von dem hat, was sie da tut.
Wenn erstmal wirklich nur die Pflegestellen geschult, begleitet und kontrolliert werden würden, wäre das doch schon ein großes Plus!
Nicht jeder ist dazu gemacht, Pflegestelle zu sein.

Warum ist das so schwer, solche Leute zu schulen?
Warum wird sich dagegen gewehrt?
Warum wird sich über die meisten Vorschläge zur Verbesserung, lustig gemacht?

Zu sagen: "So what?" kann jetzt nicht der Anspruch dieser Diskussion sein.
Man kann doch überlegen, was man besser machen könnte.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #163
yodetta: Das Thema hatten wir schonmal in einem anderen Thread. Ich bin absolut bei dir, wenn es darum geht, daß aus meiner Sicht im Tierschutz erheblich Verbesserungsbedarf besteht - in jeder Hinsicht. Aber das Problem mit dem ausbilden der Pflegestellen ist doch: wer soll das machen? Wenn jeder ausbilden darf, nur, weil er im Verein ist, heißt das noch lange nicht, daß auch wirklich Wissen weitergegeben wird. Als Beispiel der Umgang mit scheuen. Ich hab ne Mietz bei mir sitzen, die draußen die 90jährige Oma angeschmust hat, sie wurde eingefangen, war hochträchtig, kam ins Tierheim und hat da ihre Kitten großgezogen, da die 90jährige nicht mehr in der Lage ist die Mietz weiter zu versorgen kam sie danach zu mir zwecks Zähmung - gezähmt isse soweit, sie geht offen im Raum umher, spielt mit mir mit der Angel und ich darf sie streicheln, was sie schnurrend genießt - aber nur, so lang ich sie nicht mit der Hand streichel, sondern mit einem Stab. Sobald man mit der Hand auf sie zugeht zuckt sie panisch zusammen und haut sofort zu - der Grund: sie wurde im Tierheim mehrfach mit Nackengriff eingefangen! Hätte ich diese Katze "roh" bekommen, ohne, daß gutmeinende Tierheim-Mitarbeiter sich an ihr versucht hätten, wäre sie jetzt in der Vermittlung - so werde ich noch Monate zubringen den Fehler wieder gut zu machen.
Wenn diese Tierheim-Mitarbeiter nun anderen was beibringen - was wird das wohl sein?
Nützt nix.
Aber professionelle Kurse z.B. in Verhaltenstherapie sind teuer - wer sollte sowas bezahlen?
Und gehen wir weiter: wer schult und überwacht die privaten Pflegestellen?
Ich werde überall als "Die Expertin" gehandelt - und dürfte nach deiner Auffassung aber gar keine Pflegestelle sein, weil ich nicht geschult wurde....
Das funktioniert so leider nicht.
Wie gesagt - ich bin da eigentlich bei dir und würde gern den Tierschutz in vielerlei Hinsicht verbessern, aber es scheitert da schlicht an der Realität....
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #164
1. Beim Kaklo reinigen kann man auch jede Menge "falsch" machen als Nicht-Professioneller, vor allem in einem Tierheim. ;-)



2. Und ich denke, da ist das grosse Missverständnis, siehe Definition DUDEN. Und vor allem, frag doch mal ein Tier, das grad am Verrecken ist draussen. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder der Mensch überlässt dem Tier sich selbst, dann wird es vermutlich sterben oder er entscheidet sich dem Tier zu helfen und ihm das Leben zu retten. In dem Moment wo letzteres eintritt, hat sich die Situation für das Tier mal mindestens um 50% verbessert (wenn nicht mehr), wenn es vom Tierschutz eingesammelt, zum Tierarzt gebracht wird, verarztet wird und nach Gesundung wieder in die Freiheit gelassen wird. Das finde ich verantwortungsvoll und das kann auch jeder Laie. Ich lasse einen Menschen ja auch nicht am Strassenrand liegen, wenn er Hilfe braucht, sondern rufe einen Krankenwagen und im besten Fall leiste ich erste Hilfe (wenn ich einen Kurs gemacht habe) dafür muss ich keine Krankenschwester oder Sanitäter sein.

Das man AHNUNG haben muss um zu helfen, sehe ich nur bedingt so. Sicherlich gibt es vieles das gut gemeint ist aber nicht gut gemacht. Darüber habe ich mich ja auch schon aufgeregt. Aber: so what? Das passiert!

3. Betrachten wir die Angelegenheit mal aus einer anderen Perspektive. Der Tierschutz, so wie er momentan vorherrscht hat KEIN GELD, KEINE RESSOURCEN, KEIN PERSONAL und KEINE ZEIT, um das zu leisten, was du von jedem aktiven Tierschützer forderst, nämlich Professionalität. Dann wäre doch nach deiner Logik der Umkehrschluss bzw. der Appell an jeden Tierschützer, der momentan täglich Tierleben rettet: WENN DU KEINE AHNUNG HAST, LASS ES BITTE SEIN!

Habe ich dich richtig verstanden?

Das würde bedeuten, dass keiner der momentan ehrenamtlich Aktiven ausser vielleicht 1-2 Personen pro Tierschutzorganisation, die einen Sachkundenachweis gemacht haben, mehr Tiere retten dürfte, was wiederum dazu führen würde, dass ca. 80-90% der momentan geretteten Tiere, draussen elendig zugrunde gehen würde. (So kann man das Problem der Überpopulation natürlich auch lösen, einfach wegschauen, sterben lassen, dadurch reduziert sich die Katzenpopulation natürlich auch.:cool: )

Weil...und jetzt deine Begründung: die aktiven und ehrenamtlichen Tierschützer, die keine (professionelle) Ahnung haben, dürfen diese Tiere nicht retten. :mrgreen:

Sehe ich ganz genauso - ich kenne wirklich keine einzige Tierschützerin, die irgendeinen Sachkundenachweis hätte, und das ist auch wirklich ganz egal.

Als ich angefangen habe, kranke Tiere aufzunehmen, hatte ich von Katzenschutz wirklich kaum Ahnung. Aber ich habe es eben gelernt: vom Tierarzt, von erfahreneren Tierschützern, aus dem Internet, aus Büchern ... und allen Tieren geht es weiterhin gut.

Wenn der Tierschutz erst Geld, Personal, tolle Unterkünfte etc. haben müsste, bevor Tiere gerettet werden können, dann wären wohl die meisten unserer Schützlinge schon tot.

Wie Kath oben schon sagte: auch jemand, der wirklich Null Ahnung hat, kann ein Tier in Not zum Tierarzt bringen oder den Tierschutz holen ... man kann immer etwas tun.

Warum ist das so schwer, solche Leute zu schulen?
Warum wird sich dagegen gewehrt?
Warum wird sich über die meisten Vorschläge zur Verbesserung, lustig gemacht?

Das wird ja getan! Wie oft war ich mit bei neuen PS, um denen zu erklären, wie man mit Angstkatzen umgeht ... meine Freundin macht das heute noch andauernd.

Aber ... weder sie noch ich haben auch nur irgendeinen Nachweis / "Führerschein" in sowas. Wir sind einfach nur stinknormale Privatpersonen, die sich das selbst angeeignet haben.

Insofern könntest Du das auch - viele Leute könnten das.

Hat nur kaum einer Bock zu ... weil es langwierig ist, anstrengend, nicht immer von Erfolg gekrönt ... womit wir beim Anfang der Diskussion wären.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #165
Wenn man beim Reinigen des Kaklos so viel falsch machen kann, dann könnte man auch die Fliesen wischen o. ä.!

Wie zu erwarten war, hast Du mich NICHT richtig verstanden und Deinen :mrgreen:-Smilie am Ende Deines Beitrags, finde ich auch echt unpassend.

Ich spreche nicht von den Notfällen, die schnell von der Strasse müssen weil sie sich in einer lebensbedrohlichen Lage befinden.
Das da auch ein Laie helfen kann, indem er das verletzte Tier zu einem Tierarzt bringt, ist sogar mir bewußt.

Ich rede von vielen (zum Beispiel) Pflegestellen, denen da ein Tier (oftmals ein völlig verstörtes, krankes Problemkätzchen) anvertraut wird, obwohl diese Person überhaupt keine Ahnung von dem hat, was sie da tut.
Wenn erstmal wirklich nur die Pflegestellen geschult, begleitet und kontrolliert werden würden, wäre das doch schon ein großes Plus!
Nicht jeder ist dazu gemacht, Pflegestelle zu sein.

Warum ist das so schwer, solche Leute zu schulen?
Warum wird sich dagegen gewehrt?
Warum wird sich über die meisten Vorschläge zur Verbesserung, lustig gemacht?

Zu sagen: "So what?" kann jetzt nicht der Anspruch dieser Diskussion sein.
Man kann doch überlegen, was man besser machen könnte.

Ja, ich habe auch schon vorher damit gerechnet, dass du mich NICHT RICHTIG verstehst. Aber komm, lass uns das Beste draus machen, oder?

Ich respektiere deine Meinung und deine Ansichten und ich hoffe, dir ist nicht entgangen, dass ich auch darauf eingehe. In einer Diskussion bleibt es aber nicht aus, vor allem und insbesondere, wenn zwei Parteien völlig verschiedene Perspektiven einnehmen, dass man aneinander vorbeiredet. Und ein Spass am Rande heisst nicht gleich, dass ich dich nicht ernst nehme. Wenn das so rübergekommen ist, dann tut es mir leid. :???:
Bin halt eher so der witzige Typ, weisst du, ich mach schon mal ein Spässchen zwischendurch, kann aber auch verstehen, dass jemand, der mich nicht kennt, das in den falschen Hals bekommt. Also alles gut!

Wir diskutieren das jetzt aus und ich hoffe, wir kommen zu einer für alle Parteien zufriedenstellenden Lösung.

Zum Inhaltlichen:
Dass es dir NUR um Pflegestellen geht, war aus deinen vorherigen Beiträgen nicht ersichtlich. Für mich zumindestens nicht. Also die Pflegestellenproblematik:

Ich hatte in einem meiner vorherigen Beiträge ja schon erwähnt dass es 4 Gründe dafür gibt

1. Kein Geld
2. Keine Zeit
3. Keine Ressourcen
4. Kein Personal

Wenn sich an dieser Situation etwas ändern soll, dann muss bei diesen 4 Ursachen angesetzt werden. Zu deiner Info: momentan ist es so, dass das Vet-Amt jede Tierschutzeinrichtung dazu verdonnert mindestens 1 Person zu haben, die einen Sachkundenachweis besitzt ohne das dürfte die Tierschutzeinrichtung gar nicht bestehen. Also das ist Vorschrift. Jede Tierschutzeinrichtung hat also mindestens 1 Person, die fachkundig und sagen wir es mal mit deinen Worten "professionellen Tierschutz" machen kann. Wobei ich auch kritisch anmerken muss, dass es fraglich ist, was denn genau bei diesem Sachkundenachweis gelehrt wird, ob das wirklich qualitativ hochwertig ist, ist wieder eine andere Frage.

Der Grund warum Pflegestellen in Vereinen diesen Sachkundenachweis nicht besitzen, ist schlichtweg mit Ursache No. 1 zu begründen: KEIN GELD! 90% dieser Pflegestellen hätten - laut meiner Kenntnis - aber nichts dagegen diesen Sachkundenachweis zu machen. Im Gegenteil, viele haben das Bedürfnis sich weiterzubilden (meine Wenigkeit auch), aber die Möglichkeiten sind begrenzt bzw. nicht da. Deine erste Frage dürfte damit aber noch nicht beantwortet sein, denn die Person, die den Sachkundennachweis besitzt könnte ja alle restlichen intern schulen im sinne der Weitergabe von (Fach)wissen. Das ist schwierig wegen Ursache No. 2,3 und 4. Die Person, die sich gut auskennt ist in der Regel extrem eingespannt im ganzen Vereinsgeschehen, meist sind es Vorsitzende oder Vorstände, die nciht nur praktische Verpflichtungen haben. Hinzu kommt, dass bei Tierschutz-Verein keine Örtlichkeiten zum schulen da sind, so wie in einem Tierheim. Aber zu 80% würde ich sagen scheitert es an Ursache No.2 Keine Zeit. Wenn Tierschützer sich entscheiden müssen Tierleben von der Strasse zu retten oder eine Pflegestelle zu schulen, damit sie ihre Arbeit besser macht, wird jeder Tierschützer ersteres wählen. Ist das für dich nachvollziehbar?

Du kannst natürlich dem Tierschutz den Vorwurf machen, dass er seine Priorität auf die Tierrettung legt anstatt auf die Schulung der Mitarbeiter. Ich weiss nur nicht, wieviel Verständnis du dafür erhalten wirst.

Dass sich irgendjemand dagegen wehrt, das deckt sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung und auch nicht mit dem, was ich hier von aktiven Tierschützern gelesen habe. Viele wären froh, könnten sie sich weiterbilden und gäbe es dafür Raum und Möglichkeiten.

Ich habe also folgenden Vorschlag für dich. Ich persönlich denke, man muss bei den Vorschriften ansetzen. Wenn das Vet-Amt beispielsweise jede Pflegestelle dazu verpflichten würde, einen Sachkundenachweis zu besitzen, dann wäre das eine enorme Veränderung. Man könnte alle Vet-Ämter in Deutschland kontaktieren oder eine Petition starten. Man müsste sich nur noch überlegen, woher das Geld für diese Massnahme kommen soll. Die TSVe werden es sicher nciht bezahlen können? Aber wer soll das bezahlen? Hast du vielleicht eine Idee, wer die Schulung von diesen Pflegestellen bezahlen könnte? Eine Schulung kostet glaube ich um die 150€, da variieren die Preise aber auch je nach Anbieter massiv. Und beim Vet-Amt muss man dann auch nochmal eine Prüfung ablegen, die kostet auch ein paar Euro.

Die meisten Tierschutzvereine sind hochgradig überschuldet durch hohe Tierartzkosten und Verpflegungskosten der hunderte von Tieren, die sie retten und die ja meistens auch krank sind und dadurch eben diese hohen Kosten verursachen.

Also erster Schritt: Vetamt und danach das Vetamt davon überzeugen, dass es notwendig ist, alle Pflegestellen zu schulen und am besten schon eine Antwort auf die Frage parat zu haben: Wer soll das bezahlen? Denn das Vet-Amt wird dir diese Frage mit 100%-Sicherheit stellen.

Anderer Vorschlag: man könnte auch eine Petitition starten und diese an den Bundestag schicken. Auch hier sind schlagkräftige Argumente notwendig und die Budgetfrage muss geklärt werden.

Wenn du das gerne in Angriff nehmen möchtest, dann würde ich dich dabei unterstützen. :-D (der Smiley ist nicht böse gemeint!)
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #166
Eine Pflegestelle zu sein bedeutet nicht unbedingt Ahnung von Futter, medizinischer Grundversorgung zu haben. Sondern erst mal die Bereitschaft ein oder mehrere Tiere zu nehmen! Die wenigsten machen es aus Profilierung, sondern weil sie unkompliziert wenn auch ein wenig unprofessionell helfen wollen.

Mir sind aber solche tatkräftigen Unterstützer lieber, als welche die nur grundsätzlich über ein Regelwerk lamentieren. Das kann man machen, wenn es keine Katzenschwemme gibt, dann kann man gern über die Qualifikationen und Verbesserungen der Pflegestellen nachdenken.

Die Tierheime sind voll, die Pflegestellen entsprechen keiner Norm und keinem QM. Vielleicht dann doch besser die Euthanasie oder Draußen verrecken lassen!

lg
Verena
 
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #168
3. Betrachten wir die Angelegenheit mal aus einer anderen Perspektive. Der Tierschutz, so wie er momentan vorherrscht hat KEIN GELD, KEINE RESSOURCEN, KEIN PERSONAL und KEINE ZEIT, um das zu leisten, was du von jedem aktiven Tierschützer forderst, nämlich Professionalität. Dann wäre doch nach deiner Logik der Umkehrschluss bzw. der Appell an jeden Tierschützer, der momentan täglich Tierleben rettet: WENN DU KEINE AHNUNG HAST, LASS ES BITTE SEIN!
Warum nicht: Wenn du keine Ahnung hast, informiere dich bitte!
Kostet doch eigentlich nur guten Willen.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #169
Warum nicht: Wenn du keine Ahnung hast, informiere dich bitte!
Kostet doch eigentlich nur guten Willen.

Also wenn ich Yodetta nicht wieder missverstanden habe, reicht ihr das nicht. Sie verlangt ja SCHULUNG, KONTROLLE etc.

aber das kann sie sicherlich besser selbst erläutern.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #170
Warum nicht: Wenn du keine Ahnung hast, informiere dich bitte!
Kostet doch eigentlich nur guten Willen.


Also, wenn sich jemand informiert und weiterbildet, dann ja wohl Kath ;-)
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #171
Also, wenn sich jemand informiert und weiterbildet, dann ja wohl Kath ;-)
An sie war ja auch diese Aufforderung wirklich nicht gerichtet. :roll:
Und ja, es gibt diese Tierschützer, die sich aus eigenem Antrieb informieren und weiterbilden, leider zu wenige.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #172
Warum nicht: Wenn du keine Ahnung hast, informiere dich bitte!

Kostet doch eigentlich nur guten Willen.


Ich denke (hoffe) jede Pflegestelle hier im Forum tut das, und sehr viele private Halter auch. Darum, sich zu informieren ging es ja nicht, sondern darum geschult zu werden.

Find ich prinzipiell gut, je mehr jeder lernt, der mit Tieren zu tun hat, desto besser.
Aber nicht mal Tierärzte sind sich einig, Tierpfleger ebenfalls nicht, jeder hat irgendwann irgendwo was gelernt, jeder handhabt Dinge anders, wer gibt also vor, welche Inhalte universell als "die Richtigen" geschult werden. Wer bildet diejenigen aus, die diese Schulungen dann durchführen dürfen, wer überprüft ob das tatsächlich so gemacht wird. Nicht falsch verstehen, ich will die Idee nicht schlecht reden, aber woher kämen die Ressourcen? Nicht mal "unser" Schulsystem schafft es, einheitlich und auf aktuellem Stand zu sein, und da steckt ein Milliardenbudget dahinter, trotzdem sitzen dann laufend inkompetente Lehrer irgendwo, die eigentlich nicht mal in die Nähe von Kindern gelassen werden sollten. Dagegen habe ich im großen und ganzen die Pflegestellen ganz allgemein als wesentlich engagierter erlebt. Und es kann ja auch nicht wirklich Sinn und Zweck sein dass von Pflegestellen erwartet wird, Tierpfleger, Tierarzt und PR-Beauftragter in einem zu sein. Die gehen doch auch wie der andere Katzenhalter zum Tierarzt oder wenden sich an andere, wenn sie irgendwo nicht weiter kommen :)
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #173
Mir geht es mehr um die Bereitschaft. Jeder, der bereit ist zu lernen und auf dem Laufenden bleibt, bringt den Tieren mehr als einer, der meint, er müsse nichts wissen im Umgang mit Tieren und auf dem Stand von anno dazumal rumwurschtelt und berät. Wer sich informiert, stößt irgendwann auf die wichtigsten Standards.
Und in den Details macht es sowieso jeder anders, das finde ich nicht schlimm.

Das gilt meiner Meinung nach auch auch für Tierärzte, Tierpfleger (und Lehrer ;-)) und eigentlich alle Berufe und Tätigkeiten.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #174
Mir geht es mehr um die Bereitschaft. Jeder, der bereit ist zu lernen und auf dem Laufenden bleibt, bringt den Tieren mehr als einer, der meint, er müsse nichts wissen im Umgang mit Tieren und auf dem Stand von anno dazumal rumwurschtelt und berät. Wer sich informiert, stößt irgendwann auf die wichtigsten Standards.

Ich bin bisher nur in Tierheimen oder o.ä. Institutionen auf Granit gestossen, also vor allem, wenn die Einrichtung ein Haus o.ä. hat, dann ist es meist am schlimmsten und jedes Interesse, jede Nachfrage wird sofort als Kritik aufgefasst und die Mitarbeiter sind empört. So auch diese eine Einrichtung die ich Eingangspost erwähnte. Bei den TSV variiert es mehr, da kommt es wirklich drauf an, was für Leute im Vorstand sitzen innovativ vs. altbacken. Ich habe beides schon kennengelernt. Mit ersteren bin ich befreundet, von letzteren habe ich mich verabschiedet :-D
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #175
Linette: Bin ich voll bei dir. Das wird man aber nicht mit einer einmaligen Schulungspflicht bewirken können. Da hat man dann nen Wisch mit Unterschrift, der aber nix über die tatsächlichen Befähigungen desjenigen aussagt. Das ist nen Verwaltungsakt, der Geld in die Kassen von verschiedenen Leuten spült - und das wars. Sowas geht nur über echtes Interesse und den Willen zu lernen - und das läuft dann so oder so freiwillig. Mit Zwang hat man noch nie wirkliche Verbesserungen erreicht.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #176
Hmm, also doch ein Mentalitätsproblem bei einem Teil der Tierschützer und "kein Geld, keine Zeit" an dieser Stelle(!) eine bequeme Ausrede nichts lernen zu müssen?
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #177
Linette: Bin ich voll bei dir. Das wird man aber nicht mit einer einmaligen Schulungspflicht bewirken können. Da hat man dann nen Wisch mit Unterschrift, der aber nix über die tatsächlichen Befähigungen desjenigen aussagt. Das ist nen Verwaltungsakt, der Geld in die Kassen von verschiedenen Leuten spült - und das wars. Sowas geht nur über echtes Interesse und den Willen zu lernen - und das läuft dann so oder so freiwillig. Mit Zwang hat man noch nie wirkliche Verbesserungen erreicht.

Das ist ein gutes Gegenargument.

Hmm, also doch ein Mentalitätsproblem bei einem Teil der Tierschützer und "kein Geld, keine Zeit" an dieser Stelle(!) eine bequeme Ausrede nichts lernen zu müssen?

würde ich so nicht sagen. Ich denke, diejenigen, die mehr wissen wollen, würde der Zwang gerade recht kommen. Aber sicherlich hat Taskali Recht, diejenigen, die auch jetzt nicht bereit sind sich zu updaten wird man sicherlich auch nciht mit einer Zwangsvorschrift bekehren können. Das einzigste wäre, dass man darauf hofft, dass sie von selbst Interesse entwickeln, dadurch dass sie praktisch gezwungen werden sich weiterzubilden. Kann ja auch passieren...aber schwarze Schafe wird es wohl immer geben und überall :-D
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #178
Also wenn ich Yodetta nicht wieder missverstanden habe, reicht ihr das nicht. Sie verlangt ja SCHULUNG, KONTROLLE etc.

aber das kann sie sicherlich besser selbst erläutern.

Nein, der Einwand von Linette war gar nicht schlecht.
Ich habe ja ganz oft auch von "Ahnung" gesprochen.

Taskali und Neryz, ja wir hatten das Thema schon in meinem Pflegestellen-Thread.
Mir erscheint das logisch, was ihr schreibt und ich glaube durchaus, dass ihr Euch vieles selbst beigebracht habt und ihr den "Job" auch gut macht.

Dennoch:
Ich verstehe weiterhin nicht, warum man Pflegestelle wird, wenn man keine finanziellen Rücklagen hat, wenn man keine Räume hat um Katzen zu separieren, wenn man keine Ahnung hat, wie man mit verschiedenen Situationen umzugehen hat, kein Auto hat um im Notfall zu reagieren, wenn man denkt, dass Trockenfutter DAS Futter der Wahl ist, wenn man davon ausgeht, dass Wurmkuren monatlich und Impfungen jährlich zu verabreichen sind undsoweiterundsofort?

Wenn ich also von nix eine Ahnung habe, muß ich dann echt Pflegestelle (und somit ganz nahe am Tier arbeiten) werden?
Kann ich dann nicht doch lieber Fliesen schrubben (nicht abwertend gemeint, denn das ist auch wichtige Arbeit), wenn ich den Tierschutz doch so gerne unterstützen möchte?

Aber ich sehe ein, dass sich diese Frage wohl jeder selbst stellen muß, der Pflegestelle werden möchte oder bereits ist.

Ja, Kontrollen und Schulungen wären immer noch sehr wünschenswert.
Woher das Geld nehmen?
Darauf habe ich leider keine Antwort.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #180
Nein, der Einwand von Linette war gar nicht schlecht.


Dennoch:
Ich verstehe weiterhin nicht, warum man Pflegestelle wird, wenn man keine finanziellen Rücklagen hat, wenn man keine Räume hat um Katzen zu separieren, wenn man keine Ahnung hat, wie man mit verschiedenen Situationen umzugehen hat, kein Auto hat um im Notfall zu reagieren, wenn man denkt, dass Trockenfutter DAS Futter der Wahl ist, wenn man davon ausgeht, dass Wurmkuren monatlich und Impfungen jährlich zu verabreichen sind undsoweiterundsofort?
QUOTE]


Ich habe weder Auto ( da kein Führerschein ) noch finanzielle Rücklagen ( für meine Kater natürlich schon ).
Aber ich wurde trotzdem von unseren örtlichen Tierheimleitern gefragt, ob ich mich als Pflegestelle zur Verfügung stellen würde. Man sollte vielleicht mal den Mangel an Pflegestellen beachten. Jedes Tierheim wird froh sein, wenn sie welche finden , bei denen die Tiere ( vorübergehend ) untergebracht und liebevoll betreut werden, egal wie viel Räume zur Verfügung stehen. Auch ich bin nicht der Experte in Sachen Katzenpflege, aber ich habe einen Mund zum Nachfragen , wenn ich etwas nicht weiß oder mir unsicher bin richtig zu handeln. Was das Finanzielle betrifft sind die privaten Pflegestellen natürlich auf Spenden und Eigeninitiative durch Verkauf von z.B. Katzenbettchen etc. angewiesen. Und das finde ich vollkommen in Ordnung.
 
Thema:

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