Bei der Sache mit dem Zuhören gehe ich absolut mit Dir d'accord.
Leider ist unser Gesundheitssystem inzwischen so überlastet, dass Ärzte gar nicht mehr die Zeit haben, länger zuzuhören als 3 Minuten. Auch die Strukturen, in denen abgerechnet wird, bedürfen einer Novelle. Und es gibt auch immer wieder Ärzte, die sehr engstirnig reagieren, wenn ein Patient, z.B. mit einer langjährigen chronischen Erkrankung, inzwischen über mehr Erfahrungswerte auf diesem Gebiet verfügt, als man selbst und dieses auch so kommuniziert.
Beim HP bekommt man wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Der TLC-Faktor ist um einiges höher. Wahrscheinlich fühlen sich schon deshalb viele Menschen hier besser aufgehoben, als bei einem Schulmediziner, der ständig im Stress ist.
Die Zeiten, wo der Arzt sich noch um alles lange kümmern konnte, alle Familienmitglieder kannte und somit auch die soziosomatische Ebene einer Erkrankung einschätzen konnte, sind leider vorbei. Genauso wie die ganzheitliche Betrachtung des menschlichen Körpers, wo das eine nicht ohne das andere funktionieren kann. Inzwischen gibt es ja für jeden Körperteil einen Facharzt. In gewissen Situationen sicher von Vorteil, in vielen aber leider auch nicht. Das Wissen der Ärzte ist dann sehr einseitig fokussiert und wenn man dort nicht weiterkommt, ist der Patient schnell lästig und wird abgeschrieben. Hilfe sollte, auch meiner Meinung nach, anders aussehen.
Nichtsdestoweniger gehe ich immernoch lieber zu einem gestressten Schulmediziner, der mir ein wissenschaftlich geprüftes Medikament verschreibt, als zu einem "Heiler" ohne richtige Ausbildung, der mir Zuckerkugeln als heilsbringendes Allheilmittel anpreist.
Bei allem was zwischen diesen Extremen liegt, bin ich zumindest skeptisch und informiere mich ausgiebig zu den Hintergründen. Wenn mir das Ganze dann nicht plausibel erscheint, lasse ich lieber die Finger davon.