Zum Thema Buchsbäume kann ich nur sagen, das es sich bei deren Eingehen nicht um eine Krankheit sondern um einen äußerst aggressiven,aktiven Schädling handelt. Das Vieh heißt Buchsbaumzünsler, nein, keine Erfindung...eine Mottenart,deren Raupen wahnsinnig schnell Buchsbäume fressen.Einfach mal bei goggle eingeben...
Danke - jetzt hat das Kind einen Namen!
Mein Fehler, ich hab das bei mir irgendwie unter "Pilz" oder sowas in der Art im Kopf abgespeichert, habe selbst keine Buchsbäume. Vor zwei, drei Jahren wollte ich mal welche anschaffen, da hat mir aber ein befreundeter Gärtner geraten das zu lassen, eben weil die ja grad alle krank wären... Und was ich so in der näheren Umgebung gesehen hab (inkl. im öffentlichen Park nebenan) war's tatsächlich auch so - viele alte Buchsbäumchen hier sind in den letzten Jahren sozusagen von jetzt auf nachher gestorben.
Nach all dem Schußwaffenwahnsinn der letzten Jahre sollten die behörden da eigentlich etwas hellhörig sein.
Das war's womit ich mit der Erwähnung von Winnenden anspielen wollte.
Nur ist es größtenteils so dass die Behörden da garnicht viel machen können.
Ich wohn hier recht nah an Winnenden, meine beiden Stieftöchter waren zu der Zeit noch auf dem hiesigen Gymi, und hier war allen Gymnasien Vollalarm inkl. Einsperren der Schüler. Das hat schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
In der Folge gab's dann diverse Aktionen,
z.B. durfte man unregistrierte Waffen ohne eine Strafe zu riskieren abgeben. Schon mal 'ne sehr gute Aktion. Was da hauptsächlich abgegeben wurde waren alte Waffen, hauptsächlich aus WKII. Viele von irgendwelchen Dachböden, die dort schon versteckt wurden als die Allierten übernommen haben und Jahrzehnte später dann bei Renovierungsarbeiten gefunden wurden, sowas halt. Oder eben Waffen von Eltern, Großeltern etc., auch historische Waffen usw. Etliche Leute waren froh die Dinger endlich auf einem vernünftigen Weg loszuwerden ohne dafür bestraft zu werden. Aber ich will garnicht wissen wieviele Leute ihre Waffen garnicht loswerden wollen und lieber weiter auf dem Dachboden verstecken. Oder offen im Schlafzimmer stehen haben.
Und dann eben auch die erwähnte Aktion mit der Kontrolle der korrekten Aufbewahrung der registrierten Waffen. Waffenschränke haben Seriennummern, über die konnte man das recht easy abklären (ich hab das damals für meinen Vater gemacht, inkl. entsprechender Fotos sowohl der Waffen als auch der Schränke), ging sogar per E-Mail. Da wurden aber auch viele Stichproben gemacht, da kam teilweise wirklich jemand ins Haus und hat sich das angeguckt. Ich nehme an das war bei uns vor allem deshalb nicht der Fall, weil's bei uns um "historische Waffen" geht, die älteste ist aus dem vorletzten Jahrhundert.
ABER: Eben "dank" Winnenden wissen wir ja, dass auch der beste Waffenschrank nichts bringt wenn die Baretta offen und geladen in der Nachttischschublade liegt. Und der Sohnemann selbstverständlich ohnehin sämtliche Zugangscodes hat bzw. weiss wo die Schlüssel liegen. Und auch wenn ich nie selbst im Schützenverein war weiss ich doch, dass es da auch etliche Leute gibt die dort entsprechend Zugang haben.
Mal ganz abgesehen davon dass ich lügen müsste wenn ich behaupten wollte ich wüsste nicht wie ich an die Waffen meines Vaters komme, auch ohne dass er sich darüber im Klaren ist.
Sich ganz offiziell eine Waffe zu besorgen ist zwar sicher nicht einfach, aber leider eben auch nicht soooo schwer. Selbst mit Vorstrafen kann man eine "Waffenbesitzkarte" bekommen (jede Vorstrafe verjährt ja irgendwann, selbst wenn sie einschlägig ist). Die Mitgliedschaft in einem Schützenverein ist dazu garnicht notwendig, zumindest nicht in BaWü (ich glaub aber dass das meist vorgeschoben wird man sei "Sportschütze" weil man sonst in Erklärungsnot kommt).
Notfalls macht man halt 'n Crash-Kurs wie die "Soforthilfe am Unfallort" beim Führerschein die man halt absolviert und das war's dann - meist macht das ja eben der örtliche Schützenverein sogar gebührenfrei.
Ein Waffenschrank (und ohne den geht's halt nicht) ist teurer als die Waffe selbst (wenn sich's nicht um Sammlerstücke handelt auf jeden Fall).
Das war's aber schon.
Sich illegal eine Waffe zu besorgen ist bedeutend einfacher. Und letztendlich billiger.
Spätestens seit Winnenden hab ich meine vorherige Annahme, dass Waffen in den Händen von Sportschützen, Jägern, Polizisten usw. wenigstens einigermaßen sicher wären aufgegeben.
Selbst hab ich übrigens bisher nur mit Luftgewehr und Luftpistole geschossen.
Getroffen wurde ich da auch schon mal - zum Glück nur am Oberschenkel mit enganliegenden Jeans, aber der blaue Fleck war heftig, ich will nicht wissen was das mit 'ner Katze anstellt.