Das kann auch ganz harmlos sein! Wenn da ein größere Kruste drüber war, ist es wahrscheinlich wirklich nur eine Verwachsung eines Kratzers...Das kommt schon mal vor!
Das Ding ist im Kern schon eher so Tischtennisball-groß - und hat Ausläufer, unter anderem in die Leiste (Lymphknoten sind aber sonst OK). Bisher gut versteckt im unteren Bauch zwischen "Kastrationsschwabbel" und "Winterspeckmäntelchen".
Der Knubbel ist definitiv kein Abszess oder eine Verwachsung von einer Verletzung. Die Kruste kommt wohl davon dass das Ding aufgegangen ist, das würde durchaus häufig vorkommen meint die TÄ. Den Teil kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen, aber ich werde jetzt trotzdem NICHT dazu nachlesen, es kann ja noch nicht mal die Vermutung "Fibrorsarkom" ohne pathologische Untersuchung bestätigt werden, und im Moment helfen mir Horroszenarien und grausige Bilder wirklich nicht weiter.
Gibt eh keine Wahl - das Ding muss raus, darf nicht weiterwachsen.
Oder sieht da jemand eine Alternative?
Ich hab großes Vertrauen zur operierenden Ärztin - sie hat Ella bisher auch betreut und operiert (Kastration, Zähne).
Dass wir heute erstmalig in der Gemeinschaftspraxis eine (für uns) neue behandelnde Ärztin hatten, liegt daran dass diese seither im Mutterschaftsurlaub war. Hat mich auch erstmal geplättet, dass da plötzlich jemand Fremdes dasteht. Tatsächlich ist sie aber eigentlich die Katzenexpertin in dieser Praxis. ABER:
Die "neue" Ärztin hat mich auf Anhieb überzeugt, sie war nicht nur äußerst einfühlsam sondern hat auch absolut kompetent auf Fragen meinerseits wie z.B. "Fibrorsarkom? Aber am Bauch hat sie doch garkeine Spritze gekriegt und wir haben doch bewusst nur adjuvantienfreie Impfmittel eingesetzt?" reagiert.
Zudem hat sie mir nachvollziehbar erklärt wie sich das mit Einkapselungen usw. verhält, und dass dieses Ding sich leider nicht verkapselt anspürt.
Als ich das Ding gestern abend entdeckt habe, war meine Hoffnung dass es sich nur um einen großen Abszess oder sowas handelt, ohnehin schon sehr, sehr gering - denn dann hätte Ella es sich erst recht nicht gefallen lassen dass ich das so direkt abtaste.
Gerade WEIL sie keinerlei Schmerzen zu haben scheint, ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass es sich um was "böses" handelt.
Eine Entzündung, auch eine Entzündung der Milchleiste (auf die ich insgeheim schon gestern Abend "gehofft" habe) kann's nicht sein, das sah man spätestens mit rasiertem Bauch.
Temperatur völlig im Rahmen, Allgemeinzustand super. Bisserl Übergewicht durch den Winterspeck (dazu meinte die TÄ nur dass sie auch einen Kater hätte, der rund 1,5kg Schwankung im Jahr hätte).
Das erste was die Ärztin sagte ohne Ella auch nur angefasst zu haben war, dass Ella ja völlig im Stress ist (sag ich ja schon immer: Panikstarre beim Tierarzt bei Ex-Scheuchen/Wildlingen - das sieht nur "brav" aus, ist aber in Wirklichkeit der ultimative Stress).
Das zweite war "WOW - was für ein tolles Fell".
Das dritte war dann weniger erfreulich, je mehr sie rasiert hat desto eher konnte ich ihr ansehen dass das keine schöne Geschichte ist (ich sah nicht Ellas Bauch weil ich sie von hinten gehalten habe während die TÄ rasiert hat).
Spätestens beim Abtasten hat man fast körperlich gespürt dass die TÄ überhaupt kein gutes Gefühl dabei hat - ich weiss nicht wie ich das jetzt erklären soll, aber ihr kennt das sicher auch, dass man bei manchen Menschen tatsächlich spüren kann wie sie zu einer Sache stehen, auch wenn sie was ganz anderes sagen (nein, die TÄ hat nichts anderes gesagt als das was ich "unterschwellig" bei ihr gespürt habe - und das zeichnet sie aus).
Entsprechend gibt's auch keine Prognose wie das jetzt ausgeht.
Daumen und Pfoten sind natürlich trotzdem gedrückt!
Das wird wieder! ganz sicher!
Ella ist eine Kämpferin. Der "Verreckling" im Wurf, aber zäh, eigensinnig und stark.
Und es ist nicht so, dass "Krebs" immer gleich ein Todesurteil wäre!