[...] Verstehe ich das richtig...? :
1.) Nur weil eine Katze den Virus in sich trägt, heißt es nicht, dass sie krank ist? Dass der aber irgwann ausbrechen kann (aber nicht MUSS?) besonders wenn Stress da ist bzw. es sich um besonders junge/besonders alte Katzen handelt? Ist das mit einem Herpesvirus zu vergleichen, der ein ganzes Leben schlummert und sich nur bei Stress zeigt? Abgesehen davon, dass DIESER Virus wenn er ausbricht tödlich endet? [...]
Nein, bei dem Coronavirus funktioniert das anders als beim Herpesvirus.
FIP entsteht, wenn die an sich harmlosen Coronaviren mutieren. Es gibt Mutationen, die durch den Darm in den Körper gelangen können (die "normalen" Coronaviren können das nicht) und dann im Körper diverse Entzündungen auslösen. Ziemlich häufig eben die Bauchfellentzündung. Daher
FIP.
Stress ist ein
vermuteter Auslöser. Wieso, weshalb, warum und wann das Virus mutiert ist nicht abschließend geklärt.
[...] 2.) Dass davon auszugehen ist, dass Tierheim-Katzen ihn in sich tragen etc hab ich schon mal gehört. Also habe ich die Möglichkeiten
a) zu Motzkatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 100% Virus
b) zu einer Katze unbekannter Herkunft zu vermitteln mit unbekannter Wahrscheinlichkeit Virus
c) zu einer Tierheim-Katze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 90% Virus
d) zu einer verwilderten, gezähmten Hauskatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 10 % Virus
Mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen bringt doch nichts. Es gibt verschiedene Zahlen, aber allgemein wird davon ausgegangen, dass 70-80%
aller Katzen schon mal mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sind.
Zumal es keine entgültige Sicherheit bietet, dass alle Katzen in einem Haushalt Coronavirenfrei sind. Eine kontaminierte Fläche beim Arzt oder der Virus an den Schuhen oder den Händen kann eine Katze ebenfalls mit den Viren infizieren.
Aber ja, am sichersten wäre dies:
[...]e) zu einer negativ getesteten Katze vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 0% Virus
f) zu 2t in einen Haushalt ohne Katzen zu vermitteln mit einer Wahrscheinlichkeit von 0% Virus
Allerdings stellt sich mir da die Frage, ob denn deine Katzen eigentlich jemals auf Coronaviren getestet wurden?
Dazu kommt, dass auch ein negatives Ergebnis (
Titer < 1:25 gelten als negativ) nicht 100% bedeutet: kein Corona.
[...]Aber mal abgesehen von allem: Die Lütten wurden mit "Purevax" geimpft gegen Zitat: "Katzenschnupfen (Rhinotracheitis- Calicivirus) und Katzenseuche (Parvovirus)". Deswegen ... wenn sie doch geimpft sind ... Dann können sie sich doch nicht bei Motzkatze anstecken? Oder doch? Verstehe ich nicht. [...]
Eine Coronavireninfektion hat mit Katzenschnupfen und Katzenseuche nichts zu tun.
Das eine sind eben Coronaviren.
Bei Katzenschnupfen wird gegen Herpes- und Caliciviren geimpft und bei Katzenseuche handelt es sich um den Parvovirus.
Ich persönlich weiß auch, dass meine Katzen Coronaviren haben und wir haben auch weitere Katzen aufgenommen. Dieser Virus ist so verbreitet, dass man ohnehin kaum eine Chance hat ihn in einem Mehrkatzenhaushalt nicht einzuschleppen. Die meisten wissen es nur nicht, weil nie getestet wurde. "Nicht wissen" ist aber nicht gleich "nicht haben".
Die größte Sicherheit hast du wohl wirklich dann, wenn du die Kitten alleine oder zu getesteten Katzen vermittelst (Vorsicht, der Antikörpertest ist bei Kitten auch oft falsch negativ!), aber dazu müsstest auch du wissen, dass deine Katzen Coronavirenfrei sind.