Fünf kleine Waisen-Fussel ...

Diskutiere Fünf kleine Waisen-Fussel ... im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Tyler, Du machst das ganz toll und ich finde es sehr tapfer, dass Du das so durchziehst. Ich drück Dich mal und wünsche Dir viel Kraft für...
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #161
Hallo Tyler,
Du machst das ganz toll und ich finde es sehr tapfer, dass Du das so durchziehst.

Ich drück Dich mal und wünsche Dir viel Kraft für die weiteren Abschiede.

Ich kann Dir gut nachfühlen, denke aber dass Du alles richtig machst.
Bestimmt kannst Du Kontakt zu den neuen Katzendosis halten und Dich somit hin und wieder vom Zustand der einzelnen Situationen überzeugen, das macht das Loslassen vielleicht etwas einfacher.
Alles Gute Dir und Deinen Fellnasen
Bine
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #162
Ich oute mich mal.
Ich bin an den zwei, eventuell drei restlichen Kitten interessiert.

Ich habe Tyler in meiner ersten Mail geschrieben, dass wir den Coronavirus haben.

Es besteht also das Risiko, dass die kleinen den Coronavirus und damit auch eventuell FIP bekommen, da Kitten bekannterwiese sehr viel anfälliger für die Mutation sind.

Ich habe Tyler heute nochmal alles über Corona und Fip geschrieben, was ich darüber weiß. Auch dass ich nicht glaube dass wir den Virus los sind. Ohne Tests weiß ich es aber nicht sicher.

Ich bin selbst unsicher, ob Kitten aufzunehmen weise wäre. Im Zweifelsfall gehen die Interessen, also die Gesundheit der Kitten vor den eigenen Interessen.

Tyler möchte gern eure Kommentare dazu hören.

Tobt euch aus.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #163
Das ist ein ziemliches Dilemma, das ihr uns da aufbürdet. ;-)

Wenn Wikipedia recht hat, sind 90% aller Katzen die ein paar Wochen in Tierheimen leben, ebenfalls mit einem Coronavirus infiziert. Die Aussage klingt zumindest logisch, da der Infektionsdruck in vielen Heimen automatisch sehr hoch ist.

Jeder, der eine Katze aus dem Tierheim holt, geht also fast dasselbe Risiko ein, wie Du.

Das war mir bis eben nicht bewusst.

Für eingefangene, verwilderte Hauskatzen beträgt das Risiko einer Korona-Infektion 10%

Die Erhöhung des Infektionsrisikos von 10 auf 90% ist dramatisch. Bei Dir haben die Katzen zwar sicher keinen so hohen Infektionsdruck, dafür aber auch mehr Zeit als ein paar Wochen, sich anzustecken. Das spricht für Nein.

Warum ich trotzdem dafür bin ist folgendes. Rein logisch dürfte man mit diesem Argument die Welpen an niemanden vermitteln, der Katzen aus einem Tierheim hat, weil es praktisch egal ist, ob die Welpen mit 90 oder 100% Wahrscheinlichkeit auf den Virus treffen. Selbst gelegentlicher Kontakt mit Tierheimkatzen ist schon fast ein Ausschlussargument, weil der Virus bis zu einer Woche lang übertragen werden kann. Das wiederum ist eine absurde Forderung. Die Erhöhung des Risikos muss daher als allgemeines Lebensrisiko für vermittelte Tiere angesehen werden, so traurig das klingt.

Ebenfalls für eine Vermittlung spricht die Tatsache, dass ein Ausbruch der Krankheit (auch) vom Immunstatus der Katzen abhängt. Ich gehe davon aus, dass Du Deine Katzen gesund ernährst, regelmäßig gesundheitlich checken lässt und vor allem Stress vermeidest, da Du in diesem Thema ohnehin stark sensibilisiert bist. Ihre Chancen stehen daher bei Dir sogar ein Stück besser als bei anderen, auch wenn ich keine Möglichkeiten habe, das zu quantifizieren.

Fazit von mir: Ja zur Vermittlung.

Wikilink für die 90%:
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #164
Danke schon mal @argon, aber bevor ich mich dazu äußere noch was anderes:

1.) Mir wurde zugetragen dass Moritz bereits neben Max auf dem Kratzbaum zusammen geschlafen hat. Da gabs dann Freudentränen! :-D
2.) Hier wurde heute den ganzen Tag kaum gegessen. Immer nur so ein/zwei Bissen genagt und wieder weg. Ich hab verschiedene Sorten versucht und Huhn gekocht mit bisschen Brühe. Keine Begeisterung. Also nur ein paar Bissen. Milch hab ich auch angeboten. Da haben sie bisschen getrunken aber die Begeisterung hielt sich auch in Grenzen. Es ist nicht heiß hier! Im Gegenteil! Ansonsten verhalten sie sich vollkommen normal. SIe toben und hüpfen und springen, jagen sich gegenseitig usw. Wenn ich füttere kommen sie wie immer gelaufen und schnurren und schnüffeln, fangen aber einfach nicht an zu fressen! Was ist denn das nur?! Nur Sprenkel frisst. Sie trinken wie immer ihr Wasser und machen Pipi. Aber Futter - kein Interesse. Auch kein Kot. Das ist so seit heute. Also gestern abend spät die Mahlzeit für die Nacht war heute morgen nahezu unangetastet. Ich kann nicht glauben dass das Trauer ist. Kann das Schock sein? Denn gestern gabs hier ein mega Feuerwerk da haben sie sich zu Tode erschrocken. Versteckt und so.
Vllt hätte ich heute schon fahren sollen, aber weil sie so munter am toben waren und zwischendurch auch mal gesnackt haben, bin ich nicht zum Tierarzt. Mach ich aber morgen früh direkt. Also ich denke sie werden jetzt icht deswegen verhungern, aber ich bilde mir ein dass sie dünner sind. :cry: Ich denke mir auch - wenn sie trauern würden oder sowas würdn sie doch vllt den ganzen Tag rumliegen und lustlos sein? Ich weiß eig auch gar nicht wie sie Energie zum Toben haben, wenn sie nicht essen?!
Jetzt schlafen alle. Seit Löwenzahn weg ist rotten sie sich übrigens wieder alle zusammen beim Schlafen. Haben sie eig schon länger nicht mehr. Lagen eig in 2er Grupen oder 3 +2 oder sogar einzeln. Jetzt immer nur noch zu 4t?!
Kann jmd was dazu sagen? Hat schonmal jmd so ne Trauer erlebt? Bei so kleinen Katzen, wenn eins weg ist? Oder als Reaktion auf so ein Feuerwerk-Erlebnis?
Da sie auch alles so machen wie immer wenn ich füttere außer zu fressen dachte ich schon ob sie Zahnschmerzen haben vllt? also beim Kauen?
Vllt reagiere ich auch über.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #165
ab dem dritten Monat tritt ja schon der Zahnwechsel ein... die haben sie ja fast erreicht... und es sind Mädels die sind mitunter früher. Kann gut sein, dass sie ihre Milchzähnchen verlieren und sie können durch diesen Vorgang:

vermehrtes speicheln

die Nahrungsaufnahme wird reduziert
oder bei starken Schmerzen sogar verweigert

Durchfall

die Katze wird quengelig

Zahnfleischentzündungen

Mundgeruch

kauen auf (vor allem harten) Gegenständen

lg
Verena
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #166
Ja, ich hoffe eig. dass es genau das ist. So kommt es mir auch vor. Es ist als würden sie sich erst in dem Moment, wo sie zum ersten Mal ins Futter beißen daran erinnern, dass sie eig doch nichts essen wollten. Machen aber den Eindruck als hätten sie schon irgwie Hunger ...
Aber seltsam, wenn das bei allen gleichzeitig passiert, oder?
Fleur hatte ihre Zähnchen damals auch in meinem Beisein verloren (einen habe ich sogar gefunden!) aber keinen Hungerstreik durchgeführt. :roll:
Naja, egal, ich habe mit dem Tierarzt telefoniert und alles geschildert, heute mittag soll ich kommen. Pinsel hat DF, die anderen haben mittlw Kot abgesetzt. Weiß ich zwar nicht wo der herkommt, da sie nur mikroskopisch kleine Mengen gegessen haben seit gestern, aber ok.
Mal abwarten was der Doc sagt. Hier wird immer noch zu 4t auf einem Haufen rumgegluckt. :roll:

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Dann jetzt zu Motzkatzes und Argons Beitrag:

Verstehe ich das richtig...? :
1.) Nur weil eine Katze den Virus in sich trägt, heißt es nicht, dass sie krank ist? Dass der aber irgwann ausbrechen kann (aber nicht MUSS?) besonders wenn Stress da ist bzw. es sich um besonders junge/besonders alte Katzen handelt? Ist das mit einem Herpesvirus zu vergleichen, der ein ganzes Leben schlummert und sich nur bei Stress zeigt? Abgesehen davon, dass DIESER Virus wenn er ausbricht tödlich endet?
2.) Dass davon auszugehen ist, dass Tierheim-Katzen ihn in sich tragen etc hab ich schon mal gehört. Also habe ich die Möglichkeiten
a) zu Motzkatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 100% Virus
b) zu einer Katze unbekannter Herkunft zu vermitteln mit unbekannter Wahrscheinlichkeit Virus
c) zu einer Tierheim-Katze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 90% Virus
d) zu einer verwilderten, gezähmten Hauskatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 10 % Virus
e) zu einer negativ getesteten Katze vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 0% Virus
f) zu 2t in einen Haushalt ohne Katzen zu vermitteln mit einer Wahrscheinlichkeit von 0% Virus
... Dazu müsste ich dann sagen @argon, dass ich zustimme, was die Vernachlässigbarkeit von 100 oder 90% angeht, wenn man sich aber überlegt, dass ich auch Möglichkeiten habe mit 10 oder sogar 0 % ... dann ergibt das Argument wenig Sinn; oder hab ich was übersehen?

Aber mal abgesehen von allem: Die Lütten wurden mit "Purevax" geimpft gegen Zitat: "Katzenschnupfen (Rhinotracheitis- Calicivirus) und Katzenseuche (Parvovirus)". Deswegen ... wenn sie doch geimpft sind ... Dann können sie sich doch nicht bei Motzkatze anstecken? Oder doch? Verstehe ich nicht.

Und auch davon abgesehen: Wenn es einen gut organisierten Katzenhaushalt gibt, der diesen Virus bei sich hat, aber trd gewillt ist weiteren Kätzchen ein ZuHause zu geben -- wäre es dann nicht eine hm ... bessre Idee einem Kätzchen eine Chance zu geben, was ebenfalls den Virus hat und eine ZuHause sucht? ... Das ist jetzt aber nur so ein Gedanke ...
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #167
[...] Verstehe ich das richtig...? :
1.) Nur weil eine Katze den Virus in sich trägt, heißt es nicht, dass sie krank ist? Dass der aber irgwann ausbrechen kann (aber nicht MUSS?) besonders wenn Stress da ist bzw. es sich um besonders junge/besonders alte Katzen handelt? Ist das mit einem Herpesvirus zu vergleichen, der ein ganzes Leben schlummert und sich nur bei Stress zeigt? Abgesehen davon, dass DIESER Virus wenn er ausbricht tödlich endet? [...]

Nein, bei dem Coronavirus funktioniert das anders als beim Herpesvirus.
FIP entsteht, wenn die an sich harmlosen Coronaviren mutieren. Es gibt Mutationen, die durch den Darm in den Körper gelangen können (die "normalen" Coronaviren können das nicht) und dann im Körper diverse Entzündungen auslösen. Ziemlich häufig eben die Bauchfellentzündung. Daher FIP.

Stress ist ein vermuteter Auslöser. Wieso, weshalb, warum und wann das Virus mutiert ist nicht abschließend geklärt.

[...] 2.) Dass davon auszugehen ist, dass Tierheim-Katzen ihn in sich tragen etc hab ich schon mal gehört. Also habe ich die Möglichkeiten
a) zu Motzkatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 100% Virus
b) zu einer Katze unbekannter Herkunft zu vermitteln mit unbekannter Wahrscheinlichkeit Virus
c) zu einer Tierheim-Katze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 90% Virus
d) zu einer verwilderten, gezähmten Hauskatze zu vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 10 % Virus

Mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen bringt doch nichts. Es gibt verschiedene Zahlen, aber allgemein wird davon ausgegangen, dass 70-80% aller Katzen schon mal mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sind.

Zumal es keine entgültige Sicherheit bietet, dass alle Katzen in einem Haushalt Coronavirenfrei sind. Eine kontaminierte Fläche beim Arzt oder der Virus an den Schuhen oder den Händen kann eine Katze ebenfalls mit den Viren infizieren.

Aber ja, am sichersten wäre dies:

[...]e) zu einer negativ getesteten Katze vermitteln mit Wahrscheinlichkeit von 0% Virus
f) zu 2t in einen Haushalt ohne Katzen zu vermitteln mit einer Wahrscheinlichkeit von 0% Virus

Allerdings stellt sich mir da die Frage, ob denn deine Katzen eigentlich jemals auf Coronaviren getestet wurden?

Dazu kommt, dass auch ein negatives Ergebnis (Titer < 1:25 gelten als negativ) nicht 100% bedeutet: kein Corona.

[...]Aber mal abgesehen von allem: Die Lütten wurden mit "Purevax" geimpft gegen Zitat: "Katzenschnupfen (Rhinotracheitis- Calicivirus) und Katzenseuche (Parvovirus)". Deswegen ... wenn sie doch geimpft sind ... Dann können sie sich doch nicht bei Motzkatze anstecken? Oder doch? Verstehe ich nicht. [...]

Eine Coronavireninfektion hat mit Katzenschnupfen und Katzenseuche nichts zu tun.
Das eine sind eben Coronaviren.
Bei Katzenschnupfen wird gegen Herpes- und Caliciviren geimpft und bei Katzenseuche handelt es sich um den Parvovirus.

Ich persönlich weiß auch, dass meine Katzen Coronaviren haben und wir haben auch weitere Katzen aufgenommen. Dieser Virus ist so verbreitet, dass man ohnehin kaum eine Chance hat ihn in einem Mehrkatzenhaushalt nicht einzuschleppen. Die meisten wissen es nur nicht, weil nie getestet wurde. "Nicht wissen" ist aber nicht gleich "nicht haben".

Die größte Sicherheit hast du wohl wirklich dann, wenn du die Kitten alleine oder zu getesteten Katzen vermittelst (Vorsicht, der Antikörpertest ist bei Kitten auch oft falsch negativ!), aber dazu müsstest auch du wissen, dass deine Katzen Coronavirenfrei sind.
 
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  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #168
Die größte Sicherheit hast du wohl wirklich dann, wenn du die Kitten alleine oder zu getesteten Katzen vermittelst (Vorsicht, der Antikörpertest ist bei Kitten auch oft falsch negativ!), aber dazu müsstest auch du wissen, dass deine Katzen Coronavirenfrei sind.

Um den Coronavirus auszuschließen müßten die Kitten zumindest über einige Wochen getestet werden.

Bei infizierten Tieren dauern die Testreihen Monatelang, eventuell mehrere Jahre und dann gibt es auch den Unterschied zwischen den Dauerausscheidern und denen bei den der Virus nicht mehr nachgewiesen kann.

Da meine Katzen auf Tierarzt-Besuche mit Maximalstress reagieren und Stress als möglicher Auslöser gilt, habe ich keine Testreihen machen lassen. Wenn der Virus mutiert kann man eh nicht mehr machen und wie man die Mutation verhindern kann, weiß auch niemand.
 
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  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #169
Aah ok. Nein, sie sind bislang nicht getestet.
Ich bin auch so hohl - wer lesen kann ist klar im Vorteil: Corona ist nicht gleich Parvo, natürlich. Dumm!

Wenn ich sie testen lasse und sie HABEN diesen Virus, würde ich sie gehen lassen. Aber Motzkatze nimmt sie dann nicht.
Wenn ich sie testen lasse und sie haben den Virus NICHT, würde ich lieber ein 0% ZuHause suchen, denken ich. Ach Mann ... dabei war ich von allem was ich sonst so von Motzkatze gehört habe total begeistert. Aber ich glaube das kriege ich nicht hin so. Besteht denn gar keine Möglichkeit dass du DEINE Katzen testest?

Ich spreche heute mittag auch den Arzt noch mal drauf an (auch mal fragen wie teuer überhaupt so ein Test ist). Ach Mann ... @Motzkatze :cry:
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #170
Ich würde sie nicht nehmen, wenn sie Fiv und/oder Felv hätten.

Denn eine dieser Krankheiten und dann noch Corona wäre sehr schlecht, wahrscheinlich tödlich.

Ich habe nochmal das Datum des letzten Coronatests nachgesehen. Furia hatte Anfang Mai einen Titer von 1:500. Wegen ihrer Krankheit war sie die meiste Zeit im Haus und hat natürlich die selben KaKlos wie Aimée benutzt. Charly geht meist draussen.

Ich glaube einen Test kann ich mir sparen. Wir haben immer noch den Coronavirus.

@Tyler Sprich mit dem Arzt. Ich wollte ja morgen kommen, aber ich glaube das lasse ich dann erstmal lieber. Überleg dir alles in Ruhe. Solltest du es dir anders überlegen, kannst du mir ja Bescheid sagen. Jetzt muss ich nur noch heute mein Bahnticket erstatten lassen. In deiner Situation würde ich genauso handeln.
Ich mußte mich auch im letzten Jahr damit abfinden, dass alle meine Katzen einen potentiell tödlichen Virus haben, der sie jederzeit umbringen kann. Eine mehr als gruselige Vorstellung.

Es gibt eine Impfung gegen Coronaviren, aber die ist nicht wirklich gut und muss jedes Jahr wiederholt werden. Mach diese bitte nicht, die schadet meist mehr als sie nützt.
 
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  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #171
Tyler, von den 0% Risiko kannst Du Dich verabschieden. Das schafft man selbst in einem Züchterhaushalt nicht, der ständig testen lässt und sofort separiert.

Der Coronavirus ist außerhalb des Katzenkörpers bis zu einer Woche lang überlebensfähig, kann also schon durch Schuhe irgendwohin verschleppt werden.
Die 10% bei verwilderten Hauskatzen dürften deshalb auch grundsätzlich das Minimum an Risiko sein. Drunter kannst Du aus meiner Sicht nicht kommen. Normal dürfte auch deutlich höher liegen. Hier sind wir wieder bei den Tierheimkatzen. Selbst wenn Du Deine Tiere nur in reine Wohnungshaltung mit mehrfach getesteten Tieren vermittelst, was ist mit den Freunden und Nachbarn des neuen Halters? Wenn einer von denen eine Tierheimkatze hat, schleppt er ja auch den Virus durch die Gegend. Das wird das Risiko vielleicht nicht auf 90% treiben, aber doch sicher deutlich erhöhen. Wie hoch genau, kann man nicht abschätzen.

Das Dilemma beim Spielen mit Wahrscheinlichkeiten ist, dass Wahrscheinlichkeiten nun mal keine Realitäten sind. Auch 10% Risiko können zu 100% Realität werden, falls das Tier doch auf einen Überträger trifft. Es passiert nur seltener. Anders ausgedrückt: von 10 Haushalten mit nur 10% Risiko wird einer wahrscheinlich ein Überträger sein. Du weißt nur nicht, welcher.

Wenn Du also alle Risiken für Deine Katzen ausschließen willst, kannst Du sie nicht vermitteln.
Zudem solltest Du Deine Wohnung in einen Reinraum, mindestens der Sicherheitsstufe 3 umbauen und möglichst auch selbst die Wohnung nicht mehr verlassen ;-) Dann schaffst Du vielleicht 99%.

Das klingt übertrieben, ist es aber nicht. Bei Motzkatze weißt Du einfach nur, dass es ein Risiko gibt. Bei allen anderen weißt Du es nicht. Wahrscheinlichkeiten sind Mittelwerte über extrem viele Einzelfälle. Es wird für Dich nicht möglich sein, alle Risiken auch nur zu erfassen. Folglich kannst Du das Risiko auch nicht für einen einzelnen Haushalt bestimmen.

Beispiel:
Was würde es nützen, die Katzen in einen Haushalt zu geben, der zwar möglicherweise eine prozentual geringere Chance hat, die Viren zu verteilen, aber aus anderen Gründen den Stresslevel der Katzen erhöht. Oder aus nochmal anderen Gründen den Virus in die Mutation treibt. Es ist nicht abschließend geklärt, warum diese Mutation auftritt. Es könnte die exotischsten Auslöser geben.
Das kannst Du nicht beurteilen. Das könnte niemand.

Und jetzt mal ehrlich: es gibt weitaus mehr Risiken, an denen eine Katze mit höherer Wahrscheinlichkeit sterben kann. Wenn jemand strickt, können theoretisch Wollreste versehentlich liegen bleiben. Ein Angler könnte vergessen, seine Angelschnur wegzuräumen. Ein leidenschaftlicher Koch hat einen Messerblock, den Mauzinger in seiner Abwesenheit abräumt und sich daran verletzt. Klingt exotisch? Ist aber nicht sehr unwahrscheinlich.

Größere Risiken:
Wohnungskatze entkommt aus der Wohnung und wird überfahren, weil sie weder Gefahren einschätzen kann,noch weiß, wo sie ist.
oder: Mauzinger frisst an einer Pflanze, die ihm nicht bekommt. (Nicht alle für Katzen giftigen Pflanzen sind in den üblichen Listen bekannt)
oder: Mauzinger findet einen Zugang in den Chemieschrank. Für Zähne sind kindersichere Nachfülltüten nicht ausgelegt.

Wenn man zu sehr darüber nachdenkt, ist das Leben plötzlich nur noch ein riesiges Horrorhaus voller tödlicher Gefahren. Es scheint ein Wunder, dass es Überlebende gibt.
Loslassen ist immer ein Risiko. Festhalten auch. Letzteres ist meistens das größere.

Bei Motzkatze weißt Du, dass es an diesem einen Punkt ein erhöhtes Risiko gibt, wobei man nicht mal einschätzen kann, wie viel größer als im Durchschnitt das Risiko ist. Alle anderen Punkte sind unbeachtet und können auch gar nicht eingeschätzt werden. Ist das Leben bei Motzkatze deshalb gefährlicher? Eher nicht. Niemand kann wissen, welche anderen Punkte es in anderen Haushalten gibt.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #172
Ich glaube Tyler, will ein "hätte ich es doch nicht getan" vermeiden.

Das hatte ich letztes Jahr bei Sambi.

Ich frage mich heute noch, ob Sambi noch leben würde, wenn sie nicht zu mir gekommen wäre, da sie nach dem Stress der Kastration (eine Woche bevor sie zu mir kam) auch den Stress duch den Flug und die neue Umgebung hatte.

Da meine anderen Katzen auch aus dem Tierschutz kommen, weiß ich auch nicht ob sie durch Sambi angesteckt wurden oder ob Sambi sie ansteckte.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #173
Dieser Satz hat nur dann eine Berechtigung, wenn man wider besseren Wissens handelt.

z.B. weiß, das Impfen wichtig ist, es aus Bequemlichkeit oder Desinteresse aber doch nicht tut.

Er wäre nicht mal dann richtig, wenn man überzeugter Impfgegner ist, und dann an eine Katze an eine vermeidbare Krankheit verliert. Die Überzeugung basiert ja auch auf "besserem" Wissen. Das sich dann leider als Irrtum herausgestellt hat. Dagegen ist niemand gefeit.

Man kann nur versuchen, auf möglichst aktuellem Wissenstand zu bleiben und dann das Beste daraus zu machen. Dabei ist es aber auch völlig normal, dass man niemals alles auf dem Schirm haben kann. Und schon gar nicht ist es möglich, immer alle Risiken auszuräumen. Irgendetwas taucht doch immer wieder auf.

Im Gegenteil, die Lebenserfahrung lehrt, dass das Vermeiden sämtlicher Risiken nicht nur die Lebensqualität verringert, sondern auch selbst ein Risiko darstellt. -> Eine keimfreie Umgebung z.B. macht genau so krank wie ziemlich heftige Erreger.

Bequemlichkeit, Desinteresse und natürlich grobe Fahrlässigkeit sind mit Sicherheit gute Gründe, sich Vorwürfe zu machen.

Unwissenheit und Irrtum sind keine Gründe für Schuldgefühle. Weil man mehr nicht tun kann, als nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

Natürlich ist es hin und wieder klug, sich auch Gegenmeinungen anzuhören und über das Gehörte nachzudenken. Dann ändert man entweder seine Meinung, oder verwirft die Meinung der Gegenseite. Gegen Irrtum schützt das aber auch nur bedingt. Davor, ein Thema nicht auf dem Schirm zu haben, noch viel weniger.

Das hat aber mit Schuld nichts zu tun.

Man kann niemals alle Gefahren abschätzen und schon gar nicht alle Gefahren minimieren. Bestenfalls kann man Gefahren die man kennt, gegeneinander abwägen und hoffen, das alles so läuft, wie man es sich vorstellt.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #174
Ich kann Argons Beitrag (eigentlich die letzten beiden) nur unterschreiben.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #175
Es ist Tylers Entscheidung, denn sie hat die Verantwortung für die kleinen.

Ich warte mal ab, wie sie sich entscheidet.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #176
Hallo Tyler und alle Mitleser,
ich habe viel über Eure Argumente nachgedacht.

Da die Kitten ja wirklich zum Verlieben sind,
hatte ich auch kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt...

Nun folgende Überlegung und Gedankenanstoß, besonders für Dich Tyler:

Wenn jetzt ich mich, anstatt Motzkatze, bei Dir gemeldet hätte;-)
mit der Anfrage, zu meinem 15jährigen Wuschelopa und dem 1jährigen Finduskater gerne noch 2-3 Kitten zu nehmen...

Heile Dorfwelt bei uns, 2000m² Garten +2000m² eigenes freies Grundstück nebenan,
sowie nur Felder drumrum...
Alle 2 Stunden mal ein Auto auf der Straße.

Wie hättest Du reagiert?

Hättest Du mich gefragt, ob ich meine beiden kastrierten Freigängerkater,
(welche sich viel im Haus ansonsten im Garten und immer in der Nähe aufhalten),
auf Coronaviren getestet habe?

Oder hättest Du eher gefragt:
was ich füttere, ob unser Hund sich auch mit den Katzen versteht, ob sie am Gartenteich trinken gehen, wieviel Platz im Haus ich ihnen bieten kann.....?

Ich möchte hier nur für die unterschiedliche Sichtweise sensibilisieren.

Motzkatze hat dir von vornherein gleich klare und ehrliche Fakten geliefert,
das hätte ich auch getan, allerdings hätte ich über diese Viren nichts gewusst,
weil ich seither noch niemals drüber nachgedacht hatte.

Ich möchte damit nur sagen, dass jeder eventuelle Abnehmer ebenso unwissend sein kann
und Du somit bestimmt nie die absolute Gewissheit erlangen wirst.

Dein Dilemma ist schrecklich, ich möchte nicht in Deiner Haut stecken.
Finde es klasse, dass Du Dir so viele Gedanken machst und dass Motzkatze so großes Verständnis zeigt.

Ich wünsche Euch und den Kitten eine gute Lösung.
Liebe Grüße Bine
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #177
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #178
Es ist Tylers Entscheidung, denn sie hat die Verantwortung für die kleinen.
[...]

Selbstverständlich ist es einzig und alleine Tylers Entscheidung was sie macht.

Aber sie wollte ja Meinungen hören. Diese haben wir geschrieben.
Aber das muss man natürlich auch ganz klar sagen: es sind nur Meinungen!

(Wenn ich jetzt an dieser Stelle dennoch mal dazu sagen möchte, dass ich mich wirklich schon seit Jahren mit dem Thema Corona/FIP beschäftige und ich habe auch schon einen Kater an FIP verloren. Kann also durchaus verstehen, dass man die geliebten Katzen davor schützen möchte. Ich denke nur einfach, dass das nicht funktionieren wird.)

Allerdings kann ich euer Dilemma schon ein bisschen verstehen. Wenn jetzt wirklich ein Kitten bei dir, Motzkatze, an FIP erkranken sollte, dann wird die Frage nach der Schuld kommen, alleine schon nur deshalb, WEIL das Thema jetzt hier so genau erörtert wurde, auch wenn das Risiko wahrscheinlich fast überall ähnlich hoch ist.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #179
Ich würde gern mal wissen, was der Tierarzt dazu gesagt hat.
 
  • Fünf kleine Waisen-Fussel ... Beitrag #180
Ich melde mich nur ganz kurz, weil ich mega müde bin. Ich habe eure Beiträge alle gelesen (von unterwegs) und danke schon mal dafür. Werde morgen auch (mehr zu sagen). Jetzt erst mal zum Tierarzt-Besuch:

Leider gab es keine guten Nachrichten - im Gegenteil. Die TÄ war alles andere als begeistert. Sie ist sicher, dass die Kleinen einen Virus haben. Morgen kommt das Ergebnis von der Blutuntersuchung, dann wissen wir mehr. Kot auch eingeschickt.

Die Kleinen fressen immer noch nicht und haben stark abgebaut. Es ist zum Verzweifeln, wie sie dann mit ihren großen Kulleraugen neben dem vollen Napf stehen und mich anschreien. Mehr als 1 oder 2 Bissen wird nicht genommen. Sie wiegen alle so um die 1000 Gramm. Darm hat sich vollständig entleert. Sie haben 2 Spritzen bekommen. Glukoselösung oder wie man das nennt. (Sprenkel nicht - sie ist fit) Ich hab Dysticum mitbekommen für übers Futter (Pinsel hatte ja auch Durchfall - sie ist am schlimmsten dran) und die TÄ gab mir einen Beutel Futter mit, von dem sie meinte dass das immer gern gefressen wird. Nun: Hier wollte das niemand haben. Mit oder ohne Pulver.
Die TÄ sagte ich soll wieder von der Aufzuchtmilch geben. Hatte ich gestern schon angeboten - haben sie auch nur ein paar Schluck genommen. Deswegen hat sie mir Spritzen mitgegeben - ich soll es ihnen einflößen. Das habe ich jetzt gemacht und wahrscheinlich werd ich mir den Rest der Nacht genauso um die Ohren schlagen. Gekotzt hat GsD niemand. TÄ sagte ich soll in die Klinik fahren nachts falls jmd unentwegt erbricht. Oder Wasser "hinten" raus kommt. Nicht dergleichen ist passiert. Morgen mittag spätestens solln wir wieder zur TÄ - wenn ich denke dass es schlecht aussieht kann ich sie noch morgens bringen und sie kommen an einen Tropf!?!? :cry: So wies jetzt aussieht wird das wohl nicht nötig sein.
Man konnte ihnen zugucken wie sie immer dünner wurden heute. Dann waren alle noch mal ka**en (Pinsel mit Df) und plötzlich waren sie nur noch Hungerhaken irgwie. Ganz eingefallene Bäuche! Aber die TÄ meint so kleine haben halt nichts zuzusetzen und wenn sie irgwas einfangen, sich - dann sind sie immer direkt so angeschlagen.
Sie lassen sich geduldig die Milch ins Mäulchen spritzen und bleiben dabei sitzen und schnurren sogar. [WIESO TRINKEN SIE SIE DENN NUR NICHT VON ALLEIN!??!?!?!?!?!? :cry::cry:] Sie machen den Eindruck als ob sie echt voll Hunger haben - aber dann fressen sie einfach nicht.

Sie sind jetzt kleine Klappergestelle, aber ansonsten immer noch vollkommen normal. Sie rennen rum und so (selbst nach der TÄ-Tortur!) sie hatten kein Fieber, keine Nickhäute zu sehen, sogar noch Kot abgesetzt heute mittag ... ABER SIE FRESSEN NICHT!!! Ich flipp noch aus. Ihre Pfötchen und Öhrchen sind kalt irgwie. Deswegen lege ich jetzt immer eine Wärmflasche mit in den Korb oder baue Nester aus einem Fell, was hier als Wohnzimmerdecke dient. Sie rotten sich immer noch zusammen, wie kleine Piraten; aber ich denke das ist weil sie frösteln.

Tja da hat mans. Die TÄ meinte es sei müßig da jetzt nach Gründen zu suchen. Ich kann irgnen Erreger am Schuh gehabt haben ... die Mutter kanns ihnen mit auf den Weg gegeben haben [Habe vergessen ob das durch die Impfung ausgelöst werden könnte] ... eine meiner Katzen hats eingeschleppt etc ... :cry:

Drückt die Daumen, dass sie endlich WAS ESSEN! Und die vom Labor morgen sagen, dass es kein "schlimmer" Virus ist ... :cry::cry::cry:

Zum Coronavirus sagte die TÄ ähnliches wie ihr alle. Das war jetzt die Kurzform.
 
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