Liebhaber und Zuchtkatze

Diskutiere Liebhaber und Zuchtkatze im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ja es gibt auch unseriöse Vereine. Wenn ein Züchter von seinem Verein raus geworfen wurde, dann kann er einfach seinen eigenen Verein aufmachen...
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #161
Ja es gibt auch unseriöse Vereine.

Wenn ein Züchter von seinem Verein raus geworfen wurde, dann kann er einfach seinen eigenen Verein aufmachen. 7 weitere Mitglieder reichen.
Und dann macht er die Regeln wie er sie will.

Kontrolliert wird von einem Verein so gut wie nie.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze

Anzeige

  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #162
Ich meine, es ist doch bekannt, dass Felix und Whiskas nicht gesund für die Katzen sind ...
Ist es das? Da hab ich so meine Zweifel...
Was glaubst Du wohl wieviele Leute Sheba für ein super Futter halten?
Und dann gibt's ja auch noch die berühmt-berüchtigten Tests der Stiftung Warentest - von "ungesund" für Katzen lässt sich da nichts finden.
Und: Die Argumentation war doch einleuchtend, da gab's zwischendurch ab und an mal dieses Futter, damit die Katzen auch das kennenlernen und es später keine Probleme gibt.

Gibt es auch unseriöse Vereine ...
Weisst Du wie einfach es ist einen Verein zu gründen? Du brauchst nur 'ne Handvoll Leute die mitmachen. Hab selbst schon mehrmals einen Verein gegründet, und ich kann Dir versichern dass da niemand auf "Seriosität" kontrolliert hat.
Erst wenn's "gemeinnützig" werden soll wird hart kontrolliert - aber das ist bei Züchtern ja nicht der Fall.

Man muss unterscheiden zwischen den Richterbegutachtungen während einer Katzenausstellung und den Pokalen die vergeben werden.
Für die Pokale interessiert sich kein Mensch - das ist doch nur Deko-Kram den man zum Staubfangen in die Bude stellt (nicht anders als bei Sportpokalen auch).
Die Richterbewertung ist aber schon wichtig und bestimmt - natürlich - den Preis.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #163
Entschuldige TE, ist jetzt Off Topic

NickySim, dein Beitrag hat mich jetzt ehrlich gesagt erschreckt. Unsere Kitten, die zwischen Januar und Februar bei uns einziehen, sind zwar vom Tierheim, aber wir hatten mal einen Berner Sennenhund von einem Züchter. Wir haben ihm vertraut. Er schaute sich unsere zu Hause an und wir durften den Welpen ab seiner Impfung besuchen kommen, so oft wir wollten. Auch hinterher war er immer für uns da. Aber was du da schreibst, verstehe ich nicht. Ich dachte, Züchter, die in einem Verein sind, werden genau kontrolliert und es kommt zu Besuchen, die nicht angekündigt sind. So habe ich das mal gehört. Wie kann es dann sein, dass diese Züchter so durchkamen. Ich meine, es ist doch bekannt, dass Felix und Whiskas nicht gesund für die Katzen sind und dann geben das Züchter ihren Tieren? Gibt es auch unseriöse Vereine und falls ja, dann kann es schwer werden, die richtige Katze zu finden, wenn man keine Katze aus dem Tierschutz aufnehmen möchte.

Ob es da wirklich unangekündigte Besuche durch die Vereinsvorstände gibt, kann ich dir nicht sagen. Die eine Züchterin brüstete sich damit, dass vor kurzem das Veterinäramt da gewesen wäre, weil jemand sie angeschwärzt hätte. Damit hätte sie aber überhaupt kein Problem und das Amt hätte auch alles für gut befunden.

Ich glaube allerdings auch nicht, dass es den Katzen dort richtig schlecht geht, sie misshandelt werden, nicht mittelmäßig bis gut sozialisiert sind oder es dort total zugemüllt ist. Aber es geht da schon eher um Profit und das Einsacken von Preisen ...

Die Coonies sehen regelmäßig einen "Friseur" zum "Entfilzen"(Scheren). Das liegt natürlich am Fell und auf gar keinen Fall daran, dass man bei 16-20 Katzen und 3 Kindern vielleicht schlicht keine Zeit hat, täglich zu bürsten oder auch mal den Überblick verliert, wer wann zuletzt gebürstet wurde.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der in dem Maße züchtet tatsächlich noch auf die individuellen Bedürfnisse einer jeden Katze eingehen kann, lasse mich da aber gern eines besseren belehren!

Nicky, es klappt jetzt? Das ist ja toll.

Mir wäre eine gute Züchterin sehr wichtig.
So habe ich mir diesmal auch eher die Züchterin ausgesucht, als die Katze.
Und die Süße, die dann bei mir einzieht, hat einen kleinen Schönheitsfehler. Hätte sie den aber nicht, so könnte sie nicht bei mir einziehen.

Ja, ich denke schon, dass es klappt! Und es ist sogar gerade Nachwuchs da! :mrgreen: Dazu aber dann zu gegebener Zeit und in einem anderen Thread mehr ;-)
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #164
@Louisella:
Ich finde den Zusammenhang zwischen Preis und „Erfolgen“ auf Ausstellungen merkwürdig. Wenn man weiß, wie das mit den Ausstellungen funktioniert, verliert man irgendwie total die Hochachtung vor den Titeln. Naja, „man“ vielleicht nicht, aber ich.

ich auch ;-) paar mal auf Show gewesen und hinter das ganze geschaut, merkt man das Titel nichts wert sind.

lg Juli

Wie funktioniert das denn? Ich kenn's nur so, dass die Katzen von fachkundigen Preisrichtern angeschaut werden und die "typvollsten" eben prämiert werden. Damit hab ich kein Problem, und die Züchter wohl noch weniger, für die sind ja gerade die hohen Prämierungen wichtig (sofern der "Typ" in ihre Zucht passt).

Oder man geht nur oft genug auf Show, dann kriegt man irgendwann auch seine titel. Bacardy hatte nie Konkurrenz. Er war red tb mc White und in seiner Klasse gab es nie einen in derselben Farbe. Damit hatte er immer seinen Punkt, war aber nur 1 mal nominiert und hat nie gewonnen.

Gehe ich oft genug, kriege ich alle meine titel die ich will. Selbst mit einem Tier was nicht typvoll ist.

Xanthi hat 2 mal den Premior gemacht, in 2 verschiedenen Farben. Es ist nie einem aufgefallen das sie mackerel ist und nicht spottet. Bacardy ist internationaler Champion geworden in Red tabby mackerel White. Dumm nur das er eindeutig ein red White war. Mit Tommy, der red war, habe ich diskutieren müssen, das er kein tabby ist.

Das ist alltag auf den Shows. :lol:

lg Juli

Daher habe ich mich vor kurzem wieder auf die Suche nach Züchtern gemacht und habe auch mit 2 Damen längere Telefonate geführt. In den Mails habe ich gefragt, ob sie auf Showlinie oder Outcross züchten, wie die Tiere ernährt werden, wie die Tiere gehalten werden (mir Auslauf oder ohne), etc.

Darauf kam immer die Antwort, solche Fragen würden "normale" Liebhaber nicht stellen. Ob ich mit den Tieren auf Shows gehen wolle oder vielleicht selber züchten? Ähem, nein! Wieso fragen Liebhaber nicht, wie die Tiere ernäht werden? Das war auch im Tierheim damals meine erste Frage :shock:

!

Es geht nicht um die Ernährung, die normalen Liebhaber fragen nicht nach Showlinien, deswegen dachten sie das du vielleicht züchten willst.

lg Juli
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #165
@Louisella/überschnitten mit Canix:
Ausstellungen: Ich gehe gerne auf Ausstellungen, um mir Katzen anzugucken. Die ganze Richterei interessiert mich nicht. Und dennoch habe ich mitbekommen, wie das läuft. Wie groß oder klein ist die Ausstellung, wie groß ist die „Konkurrenz“ innerhalb der Rasse oder innerhalb der Untergruppen? Welcher Verein organisiert die Ausstellung? Wie gut kennen sich die Richter eigentlich wirklich mit den Rassen und den Typen aus?
Alles nicht so transparent.
Und wenn man strategisch vorgeht, bekommt man seine Punkte für die entsprechenden Titel in the long run. Sowieso.

Und weiter: Ich glaube, dass der Perser-Standard eher bei wenig als bei viel (bzw. ausreichend) Nase liegt. Also wären gesunde, nasenvolle Perser bei Ausstellungen „durch“ – no chance. Oder nimm mal diejenigen, die ein nicht so triviales Zuchtziel erreichen wollen: zum Beispiel black silver tabbyBKH-Streifis mit orangefarbenen Augen. Und damit bist du mit viel Mühe schon weit gekommen, aber natürlich sind Zeichnung und Augenfarbe noch nicht „optimal“. Tja, und dann konkurrierst du mit den blauen Briten. Und was sagt das dann aus?

Und weiter: All die wahnsinnigen Titel sagen ja noch nichts aus über: Gesundheitsmonitoring in der Cattery (HCM/PKD etc.). Es gibt seriöse Züchter, denen die Ausstellungen schnurz sind. Es gibt seriöse Züchter, die sich auf Ausstellungen präsentieren. Alles OK.

Aber an einem „Titel“ die Vollerfüllung des „Typs“ einer gesunden Katze festzumachen – no way. The show must go on....
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #166
ich auch ;-) paar mal auf Show gewesen und hinter das ganze geschaut, merkt man das Titel nichts wert sind.
Dann bringt Dir aber auch ein Stammbaum nichts.
Sorry, aber wenn ich würde züchten wollen, dann hätte ich mindestens ein Ziel vor Augen (außer denen, die sowieso "rassetypisch" sind).
Und so eine Beurteilung durch unabhängige, anerkannte Fachleute - die ist in Euren Augen also garnichts wert?
Wie soll man denn dann überhaupt sinnvoll züchten können? Ohne unabhängige Kriterien?
Wie kommen Züchter sonst an "frische Gene" die in ihren Zuchtplan passen? Leute auf der Straße ansprechen oder wie?

Nicht falsch verstehen, ich finde solche Ausstellungen auch reichlich fragwürdig.
Aber wenn man gänzlich auf Beurteilungen und Stammbäume verzichtet, was soll das ganze dann?
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #167
Ich kann Dir nicht folgen, Du schreibst doch Du hättest den Liebhaberpreis bekommen?


Hat der Züchter denn bei den vier roten dann einen davon für die Zucht genommen und die anderen bekamen unterschiedliche Preise?
Wenn da keiner "herausragend typvoll" ist, würde ich einen preislichen Unterschied auch nicht verstehen. Wenn aber einer besonders heraussticht schon.


Mit Gesundheitsvorsorge oder Ernährung hat das ja erstmal nichts zu tun. Hier würde eine Bengal letztendlich dasselbe Futter kriegen wie unsere FWW-Pantherin. Und zum gleichen Tierarzt gehen.
Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Züchter da seine Kitten unterschiedlich behandelt.


Na weil das eine Kitten eben besonders schöne Rosetten hat - für mich ist das logisch.

Auch für die Käufer macht das einen Unterschied - wenn das Rosettentier mehr Nachfrage hat, ist der Preis natürlich höher, ist doch bei allem so.


Der Züchter entscheidet nur in welche Richtung er züchten will.
Wer die Preise auf den Ausstellungen abräumt, wer "Champion" wird usw. entscheiden die Preisrichter. Und eine besonders gute Bewertung erhöht natürlich den Preis gewaltig - ob für das Tier selbst oder beim Kater für die Deckung.

Ja, habe ich auch. Weil ich von Züchtern gekauft habe die einen Einheitspreis haben. Da geht es nicht nach Typ. Sondern nur danach ob ich züchte mit dem Tier, oder nicht. Bin ich Liebhaber kostet es eben 650 euro. Egal welche Katze aus dem Wurf ich dann nehme.

Die 4 hätte man typmäßig alle einsetzen können zur Zucht, sie sind aber alle kastriert. 2 davon bei mir, T-Jay ist aber sicherlich der bessere gewesen als Tommy wenn man ganz genau hinschaut. Obwohl Tommy auch alle auf Show begeistert hat, allen voran die Besucher. (Richter allerdings auch)

Ich meinte das eher allgemein. Ich verstehe den Preisunterschied für Zuchttiere. Aber für Liebhaber nicht. Ich verstehe nicht warum ein Liebhaber jetzt 600 zahlen soll, und der der den Bruder vielleicht nimmt, 700. Das meinte ich.

Für einen Liebhaber ist das Tier deswegen nicht wertvoller, wenn du verstehst. Der Liebhaber unterscheidet da nicht. Er kauft sich die Katze weil er die Rasse schön findet und sich in das eine kitten verliebt hat. So war es bei mir. Für mich ist Painty nicht mehr wert als Tessa. Painty ist aber optisch und streng genau genommen, die bessere von beiden. Beide sind nicht verwandt, aber beides sind Maine Coons. Tessa ist schön, war ursprünglich als Zuchttier gekauft, wurde von mir aber kastriert. Painty zog direkt als Liebhabetier ein. Beide sind für mich gleich viel wert, sie sind beide unersetzbar und ich liebe sie.

lg Juli
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #168
@ Louisella: Auf Stammbäume verzichtet niemand. Mit entsprechender Kompetenz kann man daraus viel lesen.SEHR viel.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #169
Dann bringt Dir aber auch ein Stammbaum nichts.
Sorry, aber wenn ich würde züchten wollen, dann hätte ich mindestens ein Ziel vor Augen (außer denen, die sowieso "rassetypisch" sind).
Und so eine Beurteilung durch unabhängige, anerkannte Fachleute - die ist in Euren Augen also garnichts wert?
Wie soll man denn dann überhaupt sinnvoll züchten können? Ohne unabhängige Kriterien?
Wie kommen Züchter sonst an "frische Gene" die in ihren Zuchtplan passen? Leute auf der Straße ansprechen oder wie?

Nicht falsch verstehen, ich finde solche Ausstellungen auch reichlich fragwürdig.
Aber wenn man gänzlich auf Beurteilungen und Stammbäume verzichtet, was soll das ganze dann?

Für mich ist es nichts mehr wert. Weil ich oft genug erlebvt habe das der schönste nicht auf der Bühne stand. und da rede ich nicht von meinen Tieren, das waren Shows in denen ich als Besucher war. Wo ich wußte das der der gewonnen hatte alle Richter kannte, per du mit denen war.

Sinnvoll züchten bedeutet herz und verstand. Man braucht nicht zwingend von Richtern eine Meinung dazu. Du kannst Tiere haben die für die Show niochts sind, aber die wundervolle Mütter sind und gut vererben. Das sieht ein Richter nicht.

Ich habe meine Züchter über Hps gefunden, das Internet hilft da super. Da brauche ich keine Shows. Mein letzter Neuzugang, seit einer Woche da, kommt aus Spanien, Madrid vom Züchter. Hab ich über FB gesehen, allerdings kannte ich die Züchterin schon, aber eben nicht live, sondern übers Internet. ;-)

Stammbäume sind wichtig, wie gesagt wurde, daraus kann man viel lesen. Allerdings lernt man sowas nicht innerhalb von einigen Tagen.

lg Juli

PS: bevor man mich falsch versteht, ich bin grundsätzlich kein Gegner von Shows. Sicher ist es auch ein Unterschied wo ich ausstelle. Ob auf einer Tica Show oder in einem freien Verein. Ich war nur bei freien Vereinen. Ich finde es für Liebhaber die eine katze suchen klasse. Weil man viele verschiedene Rassen sieht, mit den Züchtern ins Gespräch kommt. Für mich ist es nur völlig egal ob die Eltern meiner Katzen titel haben oder nicht. Ich selber gehe auch nicht mehr auf Show mit meinen Katzen, nur als Besucher.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #170
Und so eine Beurteilung durch unabhängige, anerkannte Fachleute - die ist in Euren Augen also garnichts wert?
Wie soll man denn dann überhaupt sinnvoll züchten können? Ohne unabhängige Kriterien?
Doch, in meinen Augen ist es schon was wert, wenn nicht nur der Züchter seiner Katze eine besondere Schönheit zuspricht, sondern auch andere Kenner von Rassekatzen (das sollten die Richter bei Shows zumindest sein...) bestätigen, dass das eine Katze ist, die dem Standard ihrer Rasse gut entspricht und die Zucht weiter bringen kann. Als Bestätigung der optischen Zuchttauglichkeit sozusagen. Manche Vereine schreiben so eine Bestätigung sogar vor, denn der Stammbaum sagt auch nicht alles über das reale Tier.

Aber dann ist eigentlich auch wieder gut. Viele Züchter stellen aus, bis ihr Zuchttier Champion ist und lassen es dann dabei, sie könnten aber auch weiter machen und hätten dann Chancen, irgendwann einen "Großen Internationalen Champion" oder "Supreme Champion" oder was auch immer zu haben. Das Tier und seine genetische Eignung ändern sich dadurch nicht.

Das einzige was ich als Kitteninteressent an hohen Titeln eines Vorfahren erkennen kann, ist, dass es sich wahrscheinlich um ein besonders entspanntes Exemplar handelt, sonst hätte es der Züchter wahrscheinlich nicht wieder und wieder zu Austellungen gebracht. Und Charakter (Entspannntheit) wird ja auch vererbt. :smile:
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #171
All die wahnsinnigen Titel sagen ja noch nichts aus über: Gesundheitsmonitoring in der Cattery (HCM/PKD etc.).
Mir ging's jetzt eigentlich um die Beurteilung der Katzen.
Ich gehe natürlich davon aus dass die entsprechende gesundheitliche Versorgung (und nicht nur die) zu 100% gegeben ist - ist das nicht auch Vorraussetzung für die Zulassung?

Aber an einem „Titel“ die Vollerfüllung des „Typs“ einer gesunden Katze festzumachen – no way. The show must go on....
Die Titel wären's jetzt auch weniger die mich interessieren würden. Würde ich für meine Zucht nach bestimmten Katzen suchen, würde mich die Beurteilung der Katzen aber durchaus interessieren - ich will ja ein Ziel verfolgen, das muss ja nicht unbedingt die "Vollerfüllung" des Typs sein, vielleicht interessiert mich nur die Fellqualität. Oder die Augenfarbe. Oder die Zeichnung. Oder von welchen Eltern das Tier abstammt. etc...
Genetik ist kompliziert, aber ich dachte immer dass Stammbäume, Beurteilungen usw. dafür da seien, dass man entsprechend sinnvoll züchten kann.

Aber klar - vermutlich ist das wie so oft mit dem "gesunden Menschenverstand"...

Der Kartäuserkater meines Freundes (der nicht mehr lebt - den Kater hat meines Wissens seine Schwester übernommen) war ein bildschönes Tier. Wie ich heute weiss übrigens ganz klar ein blauer Brite, aber damals in den 90ern wurden die eben auch ganz offiziell als Kartäuser bezeichnet. Aufgrund der guten Beurteilungen (und natürlich auch der Abstammung) wurde da echt viel bezahlt für Deckungen (initiiert wurde das damals aber durch die Züchterin wenn ich mich richtig erinnere) - aber einmal im Jahr Ausstellung war wohl Pflicht.

Ist aber wirklich schon 'ne ganze Weile her, wie gesagt, 90er.
Bin mir aber sicher wenn ich wirklich will, finde ich in meinem Bilderarchiv sogar noch Kittenfotos vom Blaubärchen.

Was mir immer wieder auffällt sind die vielen Namensbezeichungen, nicht nur bezüglich Zeichnung, Augenfarbe usw. sondern eben und gerade auch bei den Rassen.
Auch das genannte Beispiel "EKH" / "Europäer" / "Keltisch Kurzhaar" - das geht mir schon wieder viel zu weit und ist mir auch zu wechselhaft, siehe "Kartäuser".
Ich weiss nicht ob das Blaubärchen noch am Leben ist (möglich wär's), aber wenn, dann wär's jetzt offiziell kein "Kartäuser" mehr oder wie?
Die Siam "alten Schlags" mit denen ich zusammengelebt habe, wären wohl heute auch keine Siam mehr? Übrigens wären diese Siam bei uns auch in der engeren Wahl gewesen. Wie war das noch, heute heisst diese Rasse "Thai"?
Und dann erscheinen ja ständig neue Rassen auf der Bildfläche...

Alles nicht so einfach.
Zum Glück stellt sich uns die Frage nicht mehr...
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #172
@Louisella: Wenn der Kater Papiere hat, da wird ja wohl drin stehen, ob die Vorfahren Kartäuser oder Briten waren, selbst wenn er als Kartäuser drin steht, braucht man ja nur mal schauen, ob die Farbe auch immer nur blau war bei den Vorfahren, allein daran kann man schon erkennen, ob da nicht was anderes mitgemischt hat.

Falls es noch ein Bild von ihm gibt? Briten sind runder als Kartäuser, die Ohren sind höher am Kopf angesetzt und nicht wo weit auseinander wie bei den BKH und spitzer, die Kopfform ist mehr Trapez-förmig und weniger rund, Schwanz und Beine sind mittellang im Verhältnis zum Körper, nicht ganz so kurz wie bei den Briten und auch etwas schmaler.

Die beiden Rassen wurden bereits 1977 von der Fife wieder getrennt und Kartäuser (Chartreux) als eigene Rasse anerkannt. Wurde ja nur nach dem Krieg mangels Genpool hier in Deutschland blaue Briten da miteingekreuzt und dank der Fife dann auch als Kartäuser bezeichnet, nur weil sie auch blau waren. Aber nach massiven Protesten der Kartäuser-Züchter, hat es die FiFe dann 1977 wieder getrennt. In Frankreich und Beneluxländern wurde aber vornehmlich die alte Linie ohne Briteneinkreuzung weiter gezüchtet.

Thai- und Siamkatzen haben den gleichen Ursprung, nur wurden die Siamkatzen dann immer noch schlanker gezüchtet und den ursprünglichen/traditionellen Typ, bezeichnet man heute als Thaikatze in England auch gerne mal als "Old Style Siamese".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #173
Da geht es nicht nach Typ. Sondern nur danach ob ich züchte mit dem Tier, oder nicht. Bin ich Liebhaber kostet es eben 650 euro. Egal welche Katze aus dem Wurf ich dann nehme.
Kann das sein dass das auch steuerlich relevant ist? Blöde Frage, ich weiss, aber ich bin neulich mal zufällig in einem gänzlich anderen Zusammenhang auf die finanzielle Seite bei der Zucht gestoßen, und das macht ja durchaus einen deutlichen Unterschied ob das als Gewerbe angemeldet ist oder nicht.

Ich meinte das eher allgemein. Ich verstehe den Preisunterschied für Zuchttiere. Aber für Liebhaber nicht. Ich verstehe nicht warum ein Liebhaber jetzt 600 zahlen soll, und der der den Bruder vielleicht nimmt, 700. Das meinte ich.
Ich verstehe. Aber kommt da nicht vielleicht doch auch "Angebot und Nachfrage" durch z.B. bei unterschiedlichen Zeichnungen? Wir wollten Lackfellchen (mindestens eines), aber die stehen ja z.B. im Ruf schwer vermittelbar zu sein... - nur als wirklich banales Beispiel.

Doch, in meinen Augen ist es schon was wert, wenn nicht nur der Züchter seiner Katze eine besondere Schönheit zuspricht, sondern auch andere Kenner von Rassekatzen ...
Danke - damit hast Du super ausgedrückt was ich eigentlich sagen wollte :)

Das einzige was ich als Kitteninteressent an hohen Titeln eines Vorfahren erkennen kann, ist, dass es sich wahrscheinlich um ein besonders entspanntes Exemplar handelt, sonst hätte es der Züchter wahrscheinlich nicht wieder und wieder zu Austellungen gebracht. Und Charakter (Entspannntheit) wird ja auch vererbt. :smile:
DA sagste was Wahres!
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #174
Mir ging's jetzt eigentlich um die Beurteilung der Katzen.
Ich gehe natürlich davon aus dass die entsprechende gesundheitliche Versorgung (und nicht nur die) zu 100% gegeben ist - ist das nicht auch Vorraussetzung für die Zulassung?


Die Titel wären's jetzt auch weniger die mich interessieren würden. Würde ich für meine Zucht nach bestimmten Katzen suchen, würde mich die Beurteilung der Katzen aber durchaus interessieren - ich will ja ein Ziel verfolgen, das muss ja nicht unbedingt die "Vollerfüllung" des Typs sein, vielleicht interessiert mich nur die Fellqualität. Oder die Augenfarbe. Oder die Zeichnung. Oder von welchen Eltern das Tier abstammt. etc...
...

Mal ein kleines Beispiel was Züchterfreunden passiert ist. Sie hatten 2 Kater mit, einer hatte eine erstklassige Bewertung, Züchter hat sich riesig gefreut. Dann der 2., da stand exakt dasselbe drin, nur das dieser Kater (es waren beide 5 Monate alt, Nachzuchten von ihnen) eine Nasenlinie zu der Zeit hatte, die jedem Norweger Konkurrenz hätte machen können. Was stand drin? Erstklassige Nasenlinie und Profil. Damit war die Freude des Züchters vorbei, weil er es sehr wohl sieht und dementsprechend war auch die erste Bewertung nicht objektiv, sondern für die Tonne.

Oder: Black tabby kater. zu schwarz im black tabby
Bacardy, der eine hammer Schnauze hatte: zu wenig Kinn. Ich bat den Richter noch einmal hinzuschauen, er war richtig angefressen, korrigierte es aber.

Dagegen der Kater von Freunden, kräftiges Kinn, was immer extrem witzig war, weil sie auch wussten das er wirklich zu wenig Kinn hatte.

Also, was hat man denn von solchen Bewertungen?

Xanthi meine Britin, ein Richter sah sie und sagte ..."ahh, die kleine (Name des Züchters) dieser war der einzigste der bei ihr ein gutes Kinn gesehen hat, alle anderen nicht. Dafür hat ein anderer bei Xanthi silber gesehen, nicht einmal als ich sagte: genetisch nicht möglich, Mutter blue tb und Vater blue, hat ers mir geglaubt, er zog einen anderen Richter hinzu, der es glücklicherweise sah.

lg Juli
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #175
@Louisella: Wenn der Kater Papiere hat, da wird ja wohl drin stehen, ob die Vorfahren Kartäuser oder Briten waren, selbst wenn er als Kartäuser drin steht, braucht man ja nur mal schauen, ob die Farbe auch immer nur blau war bei den Vorfahren, allein daran kann man schon erkennen, ob da nicht was anderes mitgemischt hat.
Sorry, damit kann ich nicht dienen. Ich hab mir den Stammbaum nie angeguckt, hat mich nie interessiert, war ja nicht mein Kater.
Dass ich mit dabei war zum "Kittengucken" war einfach nur als Begleitung, zumal die Züchterin um die Ecke zu meinem damaligen WG-Zimmer wohnte.
Das waren definitiv Briten, alles echte "Bärchen" - in verschiedenen Farben.
Es gab zwei Mütter die sich gekümmert haben, und sowas wie einen "Laufstall" für Kinder, mit Holzsprossen usw., nur größer - daran erinnere ich mich noch sehr gut. Der war Absperrung für Menschen, nicht für Katzen - die konnten rein und raus wie sie wollten.

Falls es noch ein Bild von ihm gibt? Briten sind runder als Kartäuser, die Ohren sind höher am Kopf angesetzt und nicht wo weit auseinander wie bei den BKH und spitzer, die Kopfform ist mehr Trapez-förmig und weniger rund, Schwanz und Beine sind mittellang im Verhältnis zum Körper, nicht ganz so kurz wie bei den Briten und auch etwas schmaler.
Ich hab nur Kittenbilder - die müssten sich aber finden lassen.
Und das war/ist definitiv ein Bärchen, das ist schon auf den Kittenbildern selbst für Laien so offensichtlich wie's nur sein könnte.
Ich überleg grad nur ob ich die überhaupt veröffentlichen darf, ich hab nicht das Urheberrecht sondern der mittlerweile verstorbene Halter.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #176
Kann das sein dass das auch steuerlich relevant ist? Blöde Frage, ich weiss, aber ich bin neulich mal zufällig in einem gänzlich anderen Zusammenhang auf die finanzielle Seite bei der Zucht gestoßen, und das macht ja durchaus einen deutlichen Unterschied ob das als Gewerbe angemeldet ist oder nicht.


Ich verstehe. Aber kommt da nicht vielleicht doch auch "Angebot und Nachfrage" durch z.B. bei unterschiedlichen Zeichnungen? Wir wollten Lackfellchen (mindestens eines), aber die stehen ja z.B. im Ruf schwer vermittelbar zu sein... - nur als wirklich banales Beispiel.


!

Die die ich kenne würden sich freuen wenn sie es steuerlich absetzen könnten. Das Finanzamt interessiert sich nicht dafür, soweit mir bekannt. Aber ich hab mich damit nie wirklich befasst, muss da also passen.

Ja, kann sein das ein Züchter runter im Preis geht, aber dann ist das Tier älter und kein Kitten mehr ;-) alleine auf grund der Farbe oder Zeichnung wird das wohl keiner so machen, wenn das Kitten noch nicht einmal auszugsbereit ist.

lg Juli
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #177
Die die ich kenne würden sich freuen wenn sie es steuerlich absetzen könnten. Das Finanzamt interessiert sich nicht dafür, soweit mir bekannt. Aber ich hab mich damit nie wirklich befasst, muss da also passen.
Ich kann Dir dazu auch nur die URL raussuchen, mein Fazit beim flüchtigen Überfliegen war, dass eine gewerbliche Anmeldung der Zucht sich steuerlich eher negativ auswirkt (bin da aber auch nicht Experte und es war wie gesagt ein gänzlich anderer Zusammenhang).

Falls es noch ein Bild von ihm gibt? Briten sind runder als Kartäuser, die Ohren sind höher am Kopf angesetzt und nicht wo weit auseinander wie bei den BKH und spitzer, die Kopfform ist mehr Trapez-förmig und weniger rund, Schwanz und Beine sind mittellang im Verhältnis zum Körper, nicht ganz so kurz wie bei den Briten und auch etwas schmaler.
Wie gesagt, nur Kittenfotos. Aber auch ein gutes Beispiel wie unterschiedlich die Farbe "blau" in unterschiedlichen Lichtverhältnissen rüberkommt:
23799850pi.jpg

23799851vk.jpg
(Das im Vordergrund ist selbstverständlich ungefährlicher Zierhanf.)
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #178
Interessante Themen. Ich verstehe nur Bahnhof.?

Allerdings. Preis wird durch Nachfrage bestimmt.
Ich habe von Rassekatzen absolut keine Ahnung, daher würde ich es auch komisch finden wenn der Bruder 500 und die Schwester 700 kostet.
Aber da es Leute gibt, die auf die Zeichnung achten, und eben auch deswegen dieses Tier wollen, ist es nur logisch, dass dort Preisunterschiede sind.

Mir ist es aber trotzdem egal, wie die Streifen an der Schulter beim Begalen verlaufen oder wie die Rosetten sind. Denn ich finde die Rasse schön und ich finde auch die Katzen innerhalb des Wirfes unterschiedlich schön. Nur kann es eben sein, dass die Katze mit Fehlern viel mehr meinem Geschmack trifft, weil ich nicht darauf achte bzw. Nicht weiß wie die perfekte Bengalkatze aussehen soll.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #179
Mir ist es aber trotzdem egal, wie die Streifen an der Schulter beim Begalen verlaufen oder wie die Rosetten sind. Denn ich finde die Rasse schön ...
Da sehe ich genau die Schwachstelle - findest Du die Rasse schön aufgrund ihrer Abstammung oder aufgrund ihrer Zeichnung?
Für meinen Teil hab ich entschieden dass mir die Rasse als solche NICHT gefällt - eben weil mich die Hybridzucht abstösst. Es ist definitiv die Zeichnung die mich bei Bengalen so fasziniert. Nicht mehr und nicht weniger.
 
  • Liebhaber und Zuchtkatze Beitrag #180
Die Bengalrasse ist 1986 durch Hybridiseirung der Leopardenkatze mit verschiedenen zahmen Katzen entstanden. Jetzt sind die Bengalen eine definierte Katzenrasse in die keine anderen Katzen eingekreuzt werden dürfen.

Die anderen Rassen sind wahrscheinlich auch durch Hybridisierung entstanden, es ist nur nicht dokumentiert.

Bei der Hybridisierung der Bengalen sind auch keine missgebildeten Tiere entstanden.

Typische Hybriden sind Maulesel und Maultiere. Nur man hat daraus keine Rasse gemacht. Maultiere und Maulesel entstehen immer wieder durch Kreuzung von Pferd und Esel.
 
Thema:

Liebhaber und Zuchtkatze

Liebhaber und Zuchtkatze - Ähnliche Themen

Welche Rasse hat meine Katze?: „Welche Rasse hat meine Katze?“, ist eine der häufigsten gestellten Fragen in den diversen Katzenforen. Dabei ist die Antwort recht einfach: „Die...
Vereinsvorstellung: IG Herzgesunde Katze e. V.: Die Webseite der Interessengemeinschaft Herzgesunde Katze e. V. ist online! http://ig-hgk.de Die Interessengemeinschaft Herzgesunde Katze e.V...
Vereinsvorstellung: IG Herzgesunde Katze e. V.: Die Webseite der Interessengemeinschaft Herzgesunde Katze e. V. ist online! http://ig-hgk.de Die Interessengemeinschaft Herzgesunde Katze e.V...
Oben Unten