Ich würde hier gern auch noch meinen "Senf" dazu loswerden ...
Schon seit meiner Kindheit wollte ich eine Maine Coon haben. Vor 5 Jahren ist es dann tatsächlich aus Geldgründen doch ein
Tierschutz-Doppelpack geworden. Und zwar, weil ich dachte diese komischen "Züchter" spinnen doch, 300 € für eine Katze bei ebay ...
Heute schäme ich mich da etwas für, wenn ich auch meinen Felix ne im Leben wieder hergeben würde
Als dann letztes Jahr unser Dian verstorben ist, kam wieder der Gedanke auf, eine Maine Coon aufzunehmen. Jetzt bin ich in den 4 Jahren sowohl durch die Katzen selbst, als auch hier durch das Forum viel schlauer geworden und habe nach seriösen Züchtern gesucht. Gefunden habe ich unsere Züchterin über die Maine Coon Hilfe.
Ich habe Zuerst eine andere "Anzeige" gesehen und bin über den Cattery-Namen auf die HP gelangt. Da sah ich dann, dass mind. 14 Kitten ungefähr gleich alt waren und gleichzeitig noch eine Katze tragend und in der Scheune des Hofes noch einmal gut 18 Border Collie Welpen "aufwuchsen".
Auf der HP stand nichts von den Tieren selbst, ausser die Namen, keine persönlichen Worte ...
Das hat mich nicht angesprochen, wenn ich ehrlich bin.
Dann bin ich wie gesagt auf eine "Anzeige" unserer Züchterin gestoßen und habe direkt beim ersten Telefonat 45 Minuten mit ihr gesprochen über alles, ausser den Preis eines Kittens bzw der angebotenen Kastratin. Es ging um unseren verstorbenen Kater, um den verbliebenen einsamen Felix, um Ernährung, Freigehege/Balkon etc. pp. Sie war super mitfühlend, wegen unserem Verlust, hat uns aber von der Kastratin direkt abgeraten, weil diese das Freigehege so liebt. Aber es sei noch ein kleiner Kater (da schon 5 Monate) abzugeben, Hamish.Sie hat mir Fotos von ihm geschickt, ich war hin und weg :-D
Am selben Abend durften mein Mann und ich noch vorbei kommen und sowohl Hamish als auch den Rest der Bande kennen lernen. Wir sind dann eine Woche später noch einmal hingefahren, weil sie uns Zeit gegeben hat, drüber nachzudenken. Sie bringt die Katzen grundsätzlich in das neue Zuhause und hat uns gesagt, dass Hamish schon einmal quasi vermittelt war, sie dann aber vor Ort gesagt hat, das wird doch nichts.
Als sie ihn gebracht hat, ist sie über 2 Stunden geblieben, hat Felix kennen gelernt und am Ende sogar 2-3 Tränchen verdrückt.
Wir stehen immer noch in Kontakt, tauschen uns aus. Sie stand mir mit Rat und Tat zur Seite wegen Hamish's "Tick", hat ihren
Tierarzt zu Rate gezogen und hält mich auf dem Laufenden, wie es den anderen Katzen bei ihr geht oder den Geschwistern von Hamish.
Einziges Manko war, dass sie meinte, unsere Wohnung 80m² sei zu klein für eine dritte Katze.
Daher habe ich mich vor kurzem wieder auf die Suche nach Züchtern gemacht und habe auch mit 2 Damen längere Telefonate geführt. In den Mails habe ich gefragt, ob sie auf Showlinie oder Outcross züchten, wie die Tiere ernährt werden, wie die Tiere gehalten werden (mir Auslauf oder ohne), etc.
Darauf kam immer die Antwort, solche Fragen würden "normale" Liebhaber nicht stellen. Ob ich mit den Tieren auf Shows gehen wolle oder vielleicht selber züchten? Ähem, nein! Wieso fragen Liebhaber nicht, wie die Tiere ernäht werden? Das war auch im
Tierheim damals meine erste Frage :shock:
Die erste erzählte mir, vor allem die Kitten würden auch mal Felix Whiskas etc. bekommen, weil viele Liebhaber den "Rotz" ja sowieso füttern und dann wäre die Umstellung nicht so hart für die Kleinen ... Außerdem sagte ich ihr, wenn ich die Wahl hätte, würde ich jetzt keine Cremezeichnung mehr wollen und sie hat mir ein creme-weißes Mädel nach dem anderen angeboten ... Sie hat mir zwar zugehört und war auch nett, aber da gab es noch so einige Argumente, die einfach ein No-Go für mich waren, dass eine Zucht erst bei mind. 16 Katzen anfängt z. B.
Die zweite hat mir gesagt, dass sie niemals an reine Barfer vermitteln würde, weil das völlig schädlich sei und diese wilden Theorien von wegen Blasensteine durch
Trockenfutter fänd sie völligen Humbug ... Sie wollte mir auch unbedingt ein Kätzchen aus dem Wurf "andrehen" und erwähnte immer wieder ihren Namen. Zum Ende des Gespräches sagte ich, ich könne mir das Tier frühestens in einer Woche ansehen und da war es fast vorbei mit der Freundlichkeit. Ich solle doch einfach die Anzahlung schon mal überweisen und dann könnte ich sie eben in 1 Woche direkt abholen, ohne Papiere versteht sich, weil sie ja noch nicht kastriert ist.
Beide Züchterinnen sind regelmäßig auf Shows und Wettbewerben unterwegs, die Tiere bekommen eine Auszeichnung nach der anderen und sie sind in einem bekannten Verein. Seriös sind sie für mich trotzdem nicht!
Das ist jetzt ein richtiger Roman geworden - Sorry dafür! Was ich damit sagen möchte, ist eigentlich nur, dass man schon auf die Details achten sollte und das was du da schreibst von der "Züchterin" ist nicht gut und ich bin froh, dass ihr die Finger davon lassen wollt ;-)
Ich habe festgestellt, dass ich durch unsere Züchterin aus dem vergangenen Jahr echt verwöhnt worden bin, selbst wenn es da mal die ein oder andere Mainungsverschiedenheit gibt!
Übrigens: das mit der zu kleinen Wohnung war ein Missverständnis zwischen Hamish's Züchterin und mir. Sie hat eine Tür zu einem weiteren Zimmer schlichtweg übersehen, die immer geschlossen ist, wenn wir Besuch haben - also selbst vor Ort können noch Missverständnisse auftreten! ;-)
Einer Nr. 3 steht also bei uns, zumindest was die Züchterin anbelangt, nichts mehr im Weg!
Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche nach einem geeigneten Züchter!