Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert?

Diskutiere Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Ja, das sehe ich ähnlich. Ich würde niemals einen FIVie einschläfern, nur weil er positiv ist. Die Krankheit muss überhaupt nicht ausbrechen - das...
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #141
Eine Katze einschläfern, weil sie Fiv hat und wieder in den Freigang soll?



Dann würde ich aber erwarten, dass alle, komplett alle Freigänger auf Fiv und Leukose kontrolliert werden, regelmäßig und schon vor dem ersten Freigang. Ich glaube, dann würden viele staunen, wie viele infizierte Tiere mit einem Zuhause schon infiziert sind, bevor sie überhaupt mit evtl. infizierten Streunern überhaupt in Kontakt kommen.


Ja, das sehe ich ähnlich.
Ich würde niemals einen FIVie einschläfern, nur weil er positiv ist. Die Krankheit muss überhaupt nicht ausbrechen - das Tier kann jahrelang vollkommen gesund leben. Eine Ansteckungsgefahr bei kastrierten Tieren ist sehr gering - die grösste Gefahr geht von unkastrierten Tieren aus.

PS: ich kenne viele gemischte Gruppen - nirgends (!!!) hat es da je eine Ansteckung gegeben. Und die Leute haben getestet, da sie es sicher wissen wollten. Dort waren natürlich alle kastriert.
 
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  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #142
Eine Katze einschläfern, weil sie Fiv hat und wieder in den Freigang soll?

Dann würde ich aber erwarten, dass alle, komplett alle Freigänger auf Fiv und Leukose kontrolliert werden, regelmäßig und schon vor dem ersten Freigang. Ich glaube, dann würden viele staunen, wie viele infizierte Tiere mit einem Zuhause schon infiziert sind, bevor sie überhaupt mit evtl. infizierten Streunern überhaupt in Kontakt kommen.

Ich denke auch so. Aber ich kann auch Verena verstehen. Wenn es eine Katze ist, die ich nie wieder sehe, wenn ich sie raus lasse und diese irgendwann elendig zugrunde geht, ist einschläfern wohl die humanere Methode. Ist es aber ein Tier, was regelmäßig zum festen Futterplatz kommt, evtl sogar angebotene Schlafplätze annimmt, würde ich nicht einschläfern lassen. Ich denke, wenn man gut beobachtet, wird man sehen, wenn es dem Tier nicht gut geht und man kann es einfangen. Klar, es besteht die Möglichkeit, dass es nicht auftaucht, wenn es ihm nicht so gut geht. Das würde mir wohl auch Bauchschmerzen bereiten. Ich denke, man kann nicht wirklich sagen, das ist richtig und das ist falsch.

Man muß jetzt wohl erst mal abwarten, wie der kleine Mann sich entwickelt und dann entscheiden, was weiter passiert.
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #143
Eine Katze einschläfern, weil sie Fiv hat und wieder in den Freigang soll?

Dann würde ich aber erwarten, dass alle, komplett alle Freigänger auf Fiv und Leukose kontrolliert werden, regelmäßig und schon vor dem ersten Freigang. Ich glaube, dann würden viele staunen, wie viele infizierte Tiere mit einem Zuhause schon infiziert sind, bevor sie überhaupt mit evtl. infizierten Streunern überhaupt in Kontakt kommen.

Wir reden hier von einem Streuner, keinen Freigänger mit familiären Hintergrund und wenn ich Freigänger hätte würden sie regelmäßig von mir kontrolliert werden und haben sie sich infiziert kommen sie nicht mehr raus. So einfach ist es.

Man muss im Tierschutz auch unbequeme Entscheidungen treffen können, wenn alles ausgeschöpft ist. Ich habe mich noch nie gedrückt davor und werde es auch weiterhin nicht tun.

lg
Verena
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #144
Wir reden hier von einem Streuner, keinen Freigänger mit familiären Hintergrund und wenn ich Freigänger hätte würden sie regelmäßig von mir kontrolliert werden und haben sie sich infiziert kommen sie nicht mehr raus. So einfach ist es.

Man muss im Tierschutz auch unbequeme Entscheidungen treffen können, wenn alles ausgeschöpft ist. Ich habe mich noch nie gedrückt davor und werde es auch weiterhin nicht tun.

lg
Verena

Ich weiß, ich hab das schon verstanden. Und ich glaube dir das auch, deine eigenen Katzen betreffend.

Aber es gibt ja auch noch viele andere Katzen mit Haltern, und wenn man ein Tier tötet aus der Angst heraus, dass es andere infiziert, dann sollte sichergestellt sein, dass die anderen Tiere selber zum einen noch gar nicht infiziert sind bzw. wenn, sie dann nicht selber andere im Freigang infizieren können. Alles andere ist in meinen Augen nur eine Milchmädchenrechnung und der Streuner ein Bauernopfer, dann entweder alle verifiziert nicht infiziert oder eben die Freiheit für alle. Meine Meinung, die auch nichts mit bequem zu tun hat.



@Erbse: auch das Argument verstehe ich. Aber ist das das Hauptargument? Oder geht es nicht vielmehr darum, dass man Angst hat vor einer weiteren Ansteckung? Bei dem Argument muss man dann auch schauen, wie ist das Tier generell gesundheitlich, wie alt ist es usw. Ein gesundes Tier zu töten, weil es irgendwann mal stirbt (für uns Haustierhalter unter Umständen und in einem Zustand, den wir vorher beenden würden) ... ich sehe das tatsächlich anders.


Grundsätzlich sehe ich Fiv einfach nicht als so gefährlich infektiös an, wenn das Tier kastriert und kein aggressives "Alphamännchen" ist. Aber ich denke, da gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen und unterschiedliche Argumente und wir werden da nicht auf einen Nenner kommen.
 
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  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #145
Aber es gibt ja auch noch viele andere Katzen mit Haltern, und wenn man ein Tier tötet nimmt aus der Angst heraus, dass es andere infiziert, dann sollte sichergestellt sein, dass die anderen Tiere selber zum einen noch gar nicht infiziert sind bzw. wenn, sie dann nicht selber andere im Freigang infizieren können.

Ich habe nie geschrieben ein Besitzer seinen Freigänger, der infiziert ist ist einschläfern soll.

Aber wenn ich Verantwortung für ein Streuner übernehme, übernehme ich auch die Verantwortung für die anderen Tiere in meiner Umgebung wenn ich ihn wieder nach draußen lasse.

lg
Verena
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #146
Ich finde, es ist mehr als nur eine „unbequeme Entscheidung“, ein vollkommen gesundes, nur mit einem Virus infiziertes, kastriertes Tier (von dem eine äusserst geringe Ansteckungsgefahr ausgeht), zu töten.
Zumal es möglicherweise schon Jahre mit der Infektion in dem Gebiet lebte, unkastriert... und die Infektion sowieso schon dort weitergegeben wurde.
Das Tier zu töten, obwohl man die Ansteckungsgefahr mit der Kastra quasi vollständig gebannt hat, das erschliesst sich mir nicht.
Jedes Tier, das man wieder raussetzt, kann - leider - draussen elend zugrunde gehen. Wegen Seuche, Calici, Forl... oder einer Verletzung. Das ist die Gefahr, mit der jeder Streuner lebt. Deshalb habe ich auch niemanden wieder rausgesetzt.
Aber deshalb lieber gleich einschläfern? Käme für mich niemals in Frage.
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #147
Ein infiziertes Tier mit FIV wird letztendlich einen qualvollen Tod in Freiheit erleben... diese Verantwortung ist für mich, da spreche ich für mich nicht tragbar. Weder für das Tier noch für die anderen Tiere.

Du möchtest das ich hier schreibe was ich tun lassen würde, ja ich würde ein krankes Tier einschläfern lassen... wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Verena, leider sterben viele ältere Streuner einen qualvollen Tod wenn sie nicht gefunden werden, die müssen gar nicht FIV positiv sein. Es kann plötzliches Nierenversagen, Herztod oder anderes sein. Man kann auch Streuner an betreuten Futterstellen nicht immer rechtzeitig einfangen wenn sie krank sind. Oft verkriechen sie sich. Ich würde auch keine FIV positive Katze wieder raus setzen wenn sie nicht an einer Futterstelle betreut wird und da ein warmes Plätzchen hat. Das würde ich aber auch bei jeder anderen Katze nicht machen.

FIV positive Katzen sind erst mal nicht krank, nur ihre Immunabwehr ist geschwächt. Einem sehr kranken Tier würde ich auch den Übergang erleichtern wenn es keine Hilfe mehr gibt.

Hat sich mit Neryz überschnitten.
 
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  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #148
Wer sagt das durch die Kastratation die Ansteckungsgefahr gebannt ist... sie ist minimiert aber nicht gebannt. Katzen wehren sich wenn sie von anderen Tieren angegriffen werden, wehren sich wenn sie Schmerzen haben dann beißen sie zu.... haben wir alle auch schon erlebt... mehr oder weniger schmerzhaft. Kein Tierheim lässt eine FIV— Katze zu anderen Tieren wenn er es nicht einschätzen und wenn es so Easy—Peasy ist, warum hat nicht jeder zweite hier ein FIV—Tier aufgenommen.


Jeder handelt so, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

lg
Verena

Mascha das ist mir bekannt, ich finde genügend verendete Tiere. Die sind noch nicht mal alt. Damit werden wir leben müssen, dass nicht alle Tiere ein behütetes Leben haben oder einen sanften Tod. Aber das haben alle Tiere, die in freier Wildbahn leben müssen.

Wir können nicht alle aufnehmen und wir können nicht alles verhindern.

Mag in euren Augen sich hartherzig lesen, wenn das infizierte Tier sich nicht mit meinem Leben arrangieren kann... und die Möglichkeit eines versorgten Lebens hinter Gitter nicht leben möchte und keiner das Tier in einen geschützten Freigang oder in eine FIV — Gruppe aufnehmen kann. Ziehe ich das einschläfern vor.

lg
Verena
 
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  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #149
Ich kenne nun wirklich viele Leute mit FIV-Katzen in ihrer Gruppe. Verglichen mit anderen Krankheiten ist FIV eher diejenige, die mir am wenigsten Angst macht - dazu kenne ich zu viele FIVies, denen es gut geht und die niemanden anstecken. Felv ist da eine ganz andere Nummer, von der Ansteckungsgefahr her.

Natürlich gibt das "Null-Risiko" nicht. aber das gibt es nie - wer weiss schon, auf was für Katzen die diversen Freigänger draußen treffen? Die können sich andauernd dort anstecken - theoretisch. Habe persönlich noch keinen einzigen Freigänger-Halter getroffen, der aus diesem Grund seinen Katzen den Freigang streicht...

Lange Rede kurzer Sinn: man sollte es mit der Angst vor FIV nicht übertreiben. Da ist jedes Auto eine größere Gefahr.
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #150
Wer sagt das durch die Kastratation die Ansteckungsgefahr gebannt ist... sie ist minimiert aber nicht gebannt. Katzen wehren sich wenn sie von anderen Tieren angegriffen werden, wehren sich wenn sie Schmerzen haben dann beißen sie zu.... haben wir alle auch schon erlebt... mehr oder weniger schmerzhaft. Kein Tierheim lässt eine FIV— Katze zu anderen Tieren wenn er es nicht einschätzen und wenn es so Easy—Peasy ist, warum hat nicht jeder zweite hier ein FIV—Tier aufgenommen.


Jeder handelt so, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann.



lg
Verena

Ich kann wie bereits geschrieben nur dazu sagen, dass unser Tierheim die FIV-Katzen separat untergebracht hat, da man dort natürlich die anderen Fellpopos nicht immer einschätzen kann ( kommen ja auch ständig Neue dazu ) Vermittelt werden sie jedoch auch zu nicht FIV-Katzen, vorausgesetzt die Tiere sind alle friedlich und es gibt keine blutigen Kämpfe. In den Freigang werden sie meines Wissens aber nicht gegeben. Allerdings handelt es sich wohl bisher um Katzen mit Vorbesitzern, also keine Streuner, die eventuell die Wände hoch gehen und verrückt spielen, wenn sie nicht raus dürfen. Gesicherter Freigang ( Garten/Terrasse oder zumindest Balkon ) wird aber natürlich in jedem Fall am liebsten gesehen. Zumindest dann, wenn die betreffende Katze vorher Freigänger war.

Einschläfern lassen käme für mich aber auf gar keinen Fall in Frage, außer der Virus wäre ausgebrochen und das Tier würde leiden. Der FIV Kater von Gögas Arbeitskollegen wurde 17 Jahre alt und starb am Ende an einer ganz anderen Erkrankung, die nicht mit dem FIV zusammen hing. Er lebte mit zwei gesunden Katzendamen zusammen.

Jedes Tier, das man wieder raussetzt, kann - leider - draussen elend zugrunde gehen. Wegen Seuche, Calici, Forl... oder einer Verletzung. Das ist die Gefahr, mit der jeder Streuner lebt. Deshalb habe ich auch niemanden wieder rausgesetzt.
Aber deshalb lieber gleich einschläfern? Käme für mich niemals in Frage.

Mit dieser Gefahr leben nicht nur Streuner, sondern auch an Menschen gewöhnte Freigänger.
Das liegt wohl in der Natur , dass sich ein Tier ( egal ob Hund oder Katze ) zum Sterben zurück zieht, wenn es die Möglichkeit dazu hat und vom Besitzer nicht rechtzeitig zum Tierarzt gebracht werden kann. Der bereits 22-jährige Langhaardackel ehemaliger Nachbarn und Freunde verschwand spurlos aus dem eigentlich ausbruchssicheren Garten ( Grundstück mitten im Wald ) Trotz tagelanger intensiver Suche wurde er nicht gefunden :-(
Das war ganz schlimm für seine Besitzer, aber anscheinend wollte Illtiss es genau so :-?
 
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  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #151
Mit dieser Gefahr leben nicht nur Streuner, sondern auch an Menschen gewöhnte Freigänger.
Das liegt wohl in der Natur , dass sich ein Tier ( egal ob Hund oder Katze ) zum Sterben zurück zieht, wenn es die Möglichkeit dazu hat und vom Besitzer nicht rechtzeitig zum Tierarzt gebracht werden kann. Der bereits 22-jährige Langhaardackel ehemaliger Nachbarn und Freunde verschwand spurlos aus dem eigentlich ausbruchssicheren Garten ( Grundstück mitten im Wald ) Trotz tagelanger intensiver Suche wurde er nicht gefunden :-(
Das war ganz schlimm für seine Besitzer, aber anscheinend wollte Illtiss es genau so :-?

Ja, das stimmt. Das kann einem bei jedem Freigänger auch so passieren.
Das mit dem Dackelchen ist für die Leute sicher ganz schrecklich gewesen. Es ist aber ein sehr normales Verhalten von Tieren, das ist nicht nur bei Hunden so :cry: es entspricht einfach ihrer Natur :cry:
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #152
Hallo,

eigentlich möchte ich die Diskussion nicht weiter "anstacheln", da es hier ja eigentlich auch gar nicht hin gehört, aber mir platzt fast der Kragen. Eine Katze einzuschläfern, nur weil sie FIV positiv ist? Was ist eigentlich genau die Begründung? Weil sie als Freigänger andere Katzen anstecken könnte? Weil sie evtl. elendig stirbt?
Sorry, aber das ist mir zu hoch. Wenn ich einen Freigänger habe, ist es MEINE Verantwortung, dafür zu sorgen, daß er sich nicht anstecken kann! Wenn ich diese nicht tragen kann oder will, darf die Katze nicht raus.
Übrigens denke ich, das mehr Freigänger elendig sterben nach Unfällen als an FIV.
Für mich klingt das genauso, wie wenn man sagt, ein Mann ginge nur fremd, weil die Frau, mit der er fremd geht ihn verführt hat.
Wenn alle so handeln würden bei diesem wirklich gefährlichen Virus, dessen Mutation FIP auslöst, könnte ich es vielleicht noch verstehen. Denn das ist wirklich eine gemeine Seuche, die noch dazu viel "einfacher" übertragen werden kann als FIV. Und man kann einfach nichts dagegen tun.
Meine Meinung, sorry.

LG
Rea
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #153
Wenn alle so handeln würden bei diesem wirklich gefährlichen Virus, dessen Mutation FIP auslöst, könnte ich es vielleicht noch verstehen. Denn das ist wirklich eine gemeine Seuche, die noch dazu viel "einfacher" übertragen werden kann als FIV. Und man kann einfach nichts dagegen tun.
Meine Meinung, sorry.

LG
Rea


Corona ist nicht gefährlich, "nur" die Mutation.
Katzen, die den Coronavirus haben, einzuschläfern, wäre wirklich absurd. Die Ansteckungsgefahr für Freigänger ist beim Coronavirus auch deutlich geringer als bei Felv.
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #154
Unsere guten Wünsche für 2018 haben wir schon bei "Dario & Dakota" im Thread gelassen ;-) , daher hier die wichtigste Frage:

Wie haben die drei D`s denn den Jahreswechsel überstanden? :?:
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #155
Ihr Lieben,

puh, ich mußte jetzt erstmal ganz tief durchatmen, als ich die entstandete Diskussion gelesen habe.

Der Streuner heißt jetzt Diego und ich habe die Verantwortung für ihn übernommen.

Die Frage der TÄ, ob er als Wildtier behandelt werden soll, bezog sich nicht nur auf die Kostenübernahme, sondern auch auf die Nachsorge nach der OP. Sie konnte ja schlecht ein Tier operieren, das kurz danach wieder ausgesetzt wird.

Diego kam seit Oktober jede Nacht zu mir zum fressen und manchmal auch zum schlafen. Er macht keine Randale in seinem Zimmer, ist ängstlich, nicht aggressiv. Inzwischen frißt er ganz gut, faucht auch nicht mehr sobald er mich sieht.

Ich habe großen Respekt vor anderen Ansichten und freue mich auch darüber Gedankenanstöße zu bekommen. Aber ich werde keinen 2-3 jährigen Kater töten, weil er vielleicht eine Krankheit übertragen könnte. Und ich werde ihn auch nicht zu einem Leben zwingen, dass ihn unglücklich macht.
In Gesprächen mit mehreren Tierschutzvereinen (hab ich, glaub, schon drüber geschrieben) habe ich erfahren, dass FIV nicht das größte Problem von freilebenden Katzen ist. Das wurde in der Diskussion auch mehrfach erwähnt.
Nicht jede Katze bevorzugt ein behütetes Leben, das ist genauso wie bei Menschen.
Das elendige Sterben eines Wildtieres ist schrecklich, und wenn ich es verhindern kann, tue ich das. Seinen es Vögel oder Igel, wen ich sie nicht selbst behandeln kann, schleppe ich sie zum Tierarzt.
Aber ein Tier aus Angst davor einzusperren, ist für mich persönlich der falsche Weg. Die zentrale Frage ist für mich, will ich dem Tier 10 glückliche Jahre schenken, oder 20 Jahre in denen es, wenn nicht leidet, dann doch unerfüllte Wünsche hat.
Das beurteilt jeder für sich selbst, ich denke nicht, dass es hier ein objektives richtig oder falsch gibt.

Die Medis waren tatsächlich gegen die Schmerzen. Leider mußte er da ohne Hilfe durch. Arnika soll man bei offenen, stark durchbluteten Wunden nicht geben, daber hab ich mich für Stephanskraut entschieden.

Die Silvesternacht hat ihn noch zusätzlich verstört.

Morgen werden ich nochmal mit der Tierarzt sprechen, vielleicht ist der 2. Test bezüglich FIV dann schon da.
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #156
Die Silvesternacht hätte ihn auch verstört, wenn er draußen gewesen wäre.
Ich finde, da er nicht randaliert und die Wände hochgeht, scheint er sich doch ganz wohl zu fühlen.
Das er ängstlich ist, ist doch völlig normal. Sind deine anderen beiden Ds auch. Und die kennen das schon viel länger.
Also einfach mal abwarten wie es sich entwickelt.
Für mich ist das immer das beste Vorgehen. :mrgreen:
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #157
Liebe Melanie,

ich kann dich gut verstehen und denke, du machst alles richtig ;-) schön, das er doch relativ gelassen mit seiner Inhaftierung umgeht:-D
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #158
Aber ein Tier aus Angst davor einzusperren, ist für mich persönlich der falsche Weg. Die zentrale Frage ist für mich, will ich dem Tier 10 glückliche Jahre schenken, oder 20 Jahre in denen es, wenn nicht leidet, dann doch unerfüllte Wünsche hat.

Kann ich akzeptieren und ich hoffe, dass du dann so fair bist den Freigängerbesitzern zu vermitteln, dass ein FIV— Kater draußen rumläuft.

Das beurteilt jeder für sich selbst, ich denke nicht, dass es hier ein objektives richtig oder falsch gibt.

Das ist genau der Punkt.

lg
Verena
 
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #159
Kann ich akzeptieren und ich hoffe, dass du dann so fair bist den Freigängerbesitzern zu vermitteln, dass ein FIV— Kater draußen rumläuft.

... der auch schon früher bereits draußen rumgelaufen ist.

Und so wie die Feigängerbesitzer dann auch selber nachweisen können, dass ihre Tiere regelmäßig getestet werden und selber virenfrei sind ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Streuner gerettet oder Freigeist inhaftiert? Beitrag #160
Zudem Diego ja das FIV irgendwo her hat... was heißt, dass da draussen mindestens eine andere FIV-Katze herumläuft, und das schon eine Weile.
Und wie gesagt: man sollte wegen FIV nicht in Panik verfallen, es lauern für jeden Freigänger draussen grössere und leider viel, viel wahrscheinlichere Risiken. FIV wäre für mich der allerletzte (bzw kein) Grund, meine Katzen nicht rauszulassen.
 
Thema:

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