Ich sollte mich immer auf mein Gefühl verlassen!
Im Januar war ich mit Murmelchen bei meiner TÄ, da mein Baby weniger aß und auch mehr schlief als gewöhnlich. Nach gründlicher Untersuchung und mehreren Aufnahmen war deutlich erkennbar, daß sich in ihrem Magen ein "Fremdkörper befand". Da Murmelchen nie erbricht, ab und an auch festeren Kot bedingt durch verschluckte Haare hat, nahmen wir an, das es ein Wollstrang sein könnte. Nach Medikation und Zugabe von Lactulose, erbrach sie oh Wunder eine dicke, lange verfilzte Fellwurst. Wir waren erleichtert, es wurde nochmals eine Kontrollaufnahme gemacht. Ich stellte zu diesem Zeitpunkt das Futter um. Auch bekam sie noch Medis, damit die Entzündung nachließ.
Zu Hause kontrollierte ich ebenfalls ihren Zuckerwert, da dieser beim Tierarztbesuch zu hoch war. Ich schob diesen jedoch auf Streß. Werte waren danach in Ordnung. Ebenfalls ihr Blutbild.
Ihr ging es wieder super.
Im Februar wieder das selbe Spiel. Harter Kot, schlapp, müde. TÄ sah wieder bei Aufnahme ungewöhnliche Strukturen.
Und da ihr Zuckerwert dermaßen hoch war, entschied sie sich zu einer einmaligen Gabe von Insulin. Ich wollte es eigentlich nicht, doch ich vetraue meiner TÄ zu hundert Prozent.
Zu Hause ging es Murmelchen immer schlechter. Das mitgenommene Meßgerät für den Blutzuckerweet zeigte am nächsten Morgen nur noch 43! Ich rief die TÄ über Handy an(Wochenende). sie sagte das kann nicht sein. Wahrscheinlich falsch gemessen.
Wir kamen trotzdem zu dem Schluß besser in die Tierklinik zu fahren. Sie bereitete alles für die Notaufnahem vor.
Als ich dort ankam, kontrollierte eine Sprechstundenhilfe kurz ihren Zustand und entschied aufgrund ihrer Ansprechbarkeit und offensichtlich nicht dramatischen Zustandes, das wir noch warten könnten.
Die Tä bei der Untersuchung war sehr freundlich und hat mir wirklich geduldig alle Fregen beantwortet.
Nach dem Check riet man mir, das ich Murmelchen eine Nacht zur Kontrolle dalassen solle. Ich wollte Murmelche nochmal sehen, durfte es aber nicht, da sie schon auf Station war. Sowas kenne ich gar nicht. Aber gut. Ich hatte Vertrauen zu der Ärztin.
Das Ergebnis der Untersuchungen waren die selben, die meine TÄ schon machte. Ultraschall und Röntgen ergaben ein nicht definierbares Etwas in ihrem Magen. Ansonsten waren die Blutwerte gut. Keine Auffälligkeiten. Auch der Blutzuckerspiegel war im Normbereich.
Am nächsten Tag rief ich an. Rückruf bekam ich esrt am Mittag. Ein anderer Arzt war am Telefon. Murmelchen sei stabil, frßt jedoch nichts. Auch die konventionelle Therapie mit Medis bringt keinen Erfolg bezüglich Kot absetzen. Auf meine Frage, zu was er mir riete, sagte er wortwörtlich: " das müssen sie slbst entscheiden, er könne nicht in die Glaskugel schauen." !!!!!!!
Auch als ich fragte, was denn seine Erfahrungen diesbzüglich wären, ob denn eine OP den erwünschten Erfolg bringe etc., war er kurz angebunden. Das wisse er nicht....blabla.
Ich netschied Murmelchen zu holen. Davor rief ich meine TÄ an, und sie unterstütze mich in meinem Vorhaben.Das Wochenende stünde sie für mich bereit.
Das Gespräch bei Abholung mit genau diesem Tierarzt, verlief ruhig, jedoch von meiner Seite aus sehr direkt, was ich davon hielte.
Das Empathieverhalten und sein Feingefühl gegenüber einer verängstigten Tierbesitzerin und vielen offenen Fragen ließe sehr zu wünschen übrig. Er rechtfertigte sich mit unsicherem Blick auf die Seite mit fadenscheinigen Erklärungen.
Zu Hause angekommen ginge es Murmelchen so lala. sie fraß jedoch aus meiner Hand und ging auch auf das Klo. Der Kot den sie absetzte war hart und dunkel. Telefonisch abgeklät, fuhr ich am Montag früh zu meiner TÄ.
Murmelchen war auf dem Tisch ein Häufchen Elend. Sie stresst Autofahren extremst, war eh schon geschwächt, so daß mir meine Tierärztin zu einer OP riet.
Ich wollte es immer noch nicht...mein Gefühl war dagegen. Dochj ich war auch so verunsichert.
Und jetzt kommt das nächste Kapitel...
Tä konnte beim besten Willen an diesem Tag nicht operieren. Sie hätte es in der Mittagspause machen müssen, zwischen anderen Ops und Versorgungen von stationären Tieren. Auch konnte die Helferin nicht über Mittag dableiben, jedoch am Dienstag. Hätten wir auch gemacht doch: die Tä hatte vor nicht all zu langer Zeit ein schlimmes Erlebnis eines Hundes ihrer Freundin... er verstarb bei einer OP (Tumor). Sie macht sich so große Vorwürfe...sie wollte es nicht nochmal erleben müssen, oder mir schlechte Nachrichten überbringen müssen. Wir kennen uns schon sehr lange, mögen uns sehr gerne, und sie weiß um die Beziehung zwischen mir und Murmelchen.
Sie rief wieder beim Krankenhaus an, und vereinbarte einen OP Termin am darauffolgeneden Dienstag um 14Uhr.
Murmelchen brachte ich schweren Herzens morgens hin. Es war ein anderern Arzt dort. Nett, einfühlsam.
Trotzdem fühlte ich mich nicht gut. Irgendwas war nicht richtig....
16 Uhr...Anruf in Klinik. OP hätte sich verschoben, sie seien gerade dabei. Um 17 Uhr bekam ich niemanden ans Telefon.
Danach sagte man mir, der Arzt riefe um 17.30 zurück. Er rief um 18.00 Uhr an. Es sei alles gut verlaufen. Eine walnußgroße Haarkuel entfernt, jedoch nicht alt, sondern frisch. Der Magenausgang sei in seiner Struktur verändert. Sie hätten eine Biopsie gemacht.Der Hämatokritwert sei jedoch ur bei 21. Jedoch seien die Blutzellen erhöht, was auf eine Neubildung der roten Blutkörperchen schließt.
Am nächsten Morgen wieder keinen Arzt ans Telefon bekommen.Der Anruf kam erst um 13.00Uhr. Der Wert sei immer noch schlecht, aber sie sei stabil. Ich solle sie nochmals in der Klinik lassen. Mein Gefühl sagte mir wieder was anderes, aber ich wußte nicht was richtig ist.
Schweren Herzens noch eine schreckliche Nacht.
Um neun Uhr am Donnerstag das gleiche Spiel. Kein Arzt, ekine Biopsieergebnisse. Ich solle um 17.00 Uhr nochmals anrufen. Nach hartnäckigem Verhalten meiner seits hatte dann doch endlich der Arzt Zeit mit mir zu sprechen. Er sagte Murmelchen sei in einem sehr kritischem Zusatnd. Apathisch, sehr schwach, der Hämatrokit Wert nur noch bei 10!!!!!!!! Wir sollten über eine
Euthanasie nachdenken!!!! Ich sagte ich hole Murmelchen zu mir. Sofort. Er sagte, es ginge erst um 17.30.
Ich rief meine Tierärztin an, heulte...sie sagte ich soll sie gleich holen!
Also rief ich nochmal bei Tierklinik an, und sagte wir kommen sofort. OK.
Wir gingen zu Zweit hinein. Dort ließ man uns warten. Nach 10 Minuten ist mein Schatz hin und sagte ganz bestimmt als Mann: wir wollen sofort zu Murmelchen. Man ließ dann ihren Käfig aus der Station in den 2. Stock in ein extra Zimmer bringen. Dort angekommen sah ich mein Murmelchen. Verängstigt, schwach. Große Pupillen und mit einem Halskragen viel zu eng!!!! Wie bitte schön soll da eine Katze ans Fressen denken???!!!
Ich nahm ihr das Ding ab, hob sie aus dem Käfig mit zu mir auf den Boden auf mein Schoß und ihrem Lieblingskissen. Sie hob den Kopf, schaute uns an. begrüßte Martin und mich mit Nasenstupser, fing an zu schnurren. Dort saßen wir über eine Stunde!!!!Dann kam der Arzt. Er sah mich und die Katze und sagte...das gibt es nicht...sie ist wie ausgewechselt. Wir sprachen mit ihm, konfrontierten ihn mit seiner Aussage...er entschuldigte sich deutlich, aber lieber sage er auch solche unangenehmen dinge wie Einschläferung, bevor die Tierbesitzer total überrascht seien....glauben sie mir, wir haben alle Tiere, und wissen wie es für sie sein muß! Ich sagte nichts mehr...Leck mich doch am Arsch mit Deinem Geschwafel.
Katze mit, Medikamente mit und nach Hause.
Abends habe ich noch das Ergebnis der Biopsie erhalten. Es ist nichts 100 Prozentig nachweisbar. Es könnt Krebs sein....Wozu bitteschön macht man eine Biopsie? Egal!
Murmelchen geht es den Umständen entsprechen. Sie schleckt/frißt, nimmt brav ihre Medikamente, schmust nur noch mit mir. Wenn ich auch nur einen Schritt vom Sofa wegmache, maunzt sie, läuft mir hinterher und läßßt mich keien sekunde aus den Augen. Ich verlasse mein Murmelchen nie wieder!
Heute haben wir Samstag. Meine Tierärztin wird sich sicher noch melden. Dann bespreche ich mit ihr alles weitere.
Und falls alles schlimmer wird, dann ist Murmelchen bei mir. Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben. ❤❤❤

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