Die Wunde sieht gut aus, und ich denke, daß Du dir gar nicht so viele Sorgen machen mußt. Ich würde sie für 24 - 48 Stunden postOP in einen Raum sperren, in dem sie so wenig wie möglich klettern können (Kratzbaum auf die Seite legen ist ein guter Plan, das geht bei Standardbäumen auch allein, ansonsten in ein anderes Zimmer ziehen / schieben). Aber die Zeit ist bei euch ja eh langsam um.
Sieh's mal so: Im Tierschutz werden bei Kastrationsaktionen Katzen eingefangen, kastriert, und 12 - 24 h (oder weniger) später wieder freigelassen. Ohne Body, Halskrause, Nachsorge und jemanden, der ihnen hinterherläuft und alle Bäume umlegt.
Klar gibt es einige Tiere, für die es nicht gut ausgeht, aber die meisten kommen klar. (Ich folge da ein paar ganz tollen Katzenschutz-Blogs, wo Leute mit Bildern von ihrer Tätigkeit erzählen, auch über solches. Da mußte auch mal eine Katze nach einer großen Bauch-OP wenige Stunden nach der Narkose so laufen gelassen werden, und sie hat es geschafft.)
Ich möchte mich aber an dieser Stelle bei dir bedanken. Für die angehende Kastration meiner Katzen war ich (vielleicht etwas blauäugig) davon ausgegangen, daß die Praxis schon alles da haben wird, was man braucht. Nachdem ich deinem Bericht hier folge habe ich eben doch nochmal angerufen. Und da hat sich herausgestellt: Die halten nichts von Bodies (weil einige Katzen sich darin nicht mehr bewegen würden, bis man ihnen den wieder auszäge), und geben die Katzen einfach so wieder mit. Falls es nicht klappt könnte man sich Trichter abholen.
Guuuut, daß ich vorher gefragt habe. Ich habe jetzt zwei Bauchverbände nach Dr. Lauschner bestellt, die kenne ich noch aus meiner Praktikumszeit beim Tierarzt, und kann sie wirklich mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Die halten gut, lassen den Po frei und lassen sich gut an die jeweilige Katze anpassen. Wenn es bei uns im Oktober so weit ist stelle ich Bilder ein.