Ich würde noch mal den Tierarzt fragen. Ob er noch Ideen hat, was man machen könnte. Du weißt ja jetzt genau Bescheid.
Ist es denn sehr stressig mit ihm? Oder kommst du klar? Und Holly?
Sonst wäre das ja schon eine Überlegung. Wäre er evtl mit Freigang glücklicher?
Also ich hab zu dem Thema ja schon Gedanken gewälzt...
- Freigang für Finny
Könnte ihn glücklicher machen. Aaaaber im Sommer ist er jetzt ganz gut drauf- weil Balkon. Im Herbst/Winter nicht, obwohl er Balkon hat. Würde er also in den Freigang gehen, sobald es kalt wird? Nein oder unsicher. Problem bleibt also.
- Freigang nur für Holly
Sie würde draußen hocken bleiben und vielleicht nicht mehr hereinkommen; vielleicht auch abwandern;
- Mehr Platz für Katzen
Mehr Versteckmöglichkeiten etc. - bringt das was? Sie sind die ganze Zeit mit mir im selben Raum, also kaum.
- Holly zu meiner Mama siedeln lassen
Frauchen hält das nicht aus.
- Frauchen verbringt mehr Zeit zuhause
Arbeit wäre ok, danach wäre nach Hause fahren angesagt; Frauchen ist aber Läuferin und braucht direkt nach der Arbeit noch eine Stunde Zeit. Und Frauchen wohnt alleine und braucht deswegen Sozialkontakte; sonst wird sie arschig wie Finny;
- nach noch einem Raufkumpel suchen, der Finny etwas Kontra gibt
Weiß nicht, ob das Sinn ergibt; Risiko alles noch schlimmer zu machen viel zu hoch
...und jetzt die Frage- wenn das oben alles nur "Vielleichts" sind was Findus betrifft, vor allem der Freigang- kann ich den Kater dann guten Gewissens Jemandem geben, der, wenn es nicht klappt, genauso viel Zeit in den Kater investieren müsste, wie ich?
Es ist... deprimierend mit ihm.
Man nimmt sich 3 Stunden täglich NUR für die Katzen Zeit, hockt am Boden, bastelt Spielzeug und und und.. was ich auch im Prinzip toll fände! Bitte her mit aktiven Oris, die machen wenigstens mit! Aber damit der Kater in Summe vielleicht 10 Minuten ein wenig spielt.... Und dann abends neben meinem Bett steht und maunzt. Oder ganz früh Morgens, wenn ich noch nicht mal den ersten Löffel meines Müslis im Mund habe, fängt er schon an zu jammern und die Katze zu scheuchen.
Das macht mich schon mürbe.
Holly gehts eigentlich gut. Ganz nüchtern betrachtet gibt sie ihm ordentlich Kontra- zumindest per Knurren, Fauchen und Drohen, verschwindet im richtigen Augenblick, hat ihre Verstecke, wo sie meist in Ruhe gelassen wird und kommt relativ rasch wieder dort heraus.
Sie frisst, sie spielt, sie schmust.
Nicht nüchtern betrachtet tut sie mir leid, weil sie immer auf der Hut sein muss und vielleicht um Einiges freier wäre, wenn sie nicht ständig die Bedrohung im Nacken spüren würde.
Aber es geht noch, sie ist eine harte Nuss.
Freigang wird auf jeden Fall irgendwann möglich sein, aber ich weiß nicht wie bald. Solange werde ich aber keine Katze abgeben können (vorausgesetzt Holly macht sich weiterhin gut).
Ich habe sogar schon an echte Antidepressiva oder sowas gedacht, aber da käme ich mir arrogant und egoistisch vor. Mehr fällt mir dann auch nicht mehr ein.
Ich muss wohl vorerst so weitermachen.