Ich möchte mal einen neuen Gedanken einbringen, nämlich den der Verhältnisse. Vorsicht, das wird wieder ziemlich zwiespältig.
Wenn ein Tier aus schlechten Lebensumständen kommt und nun nicht ideal gehalten wird - ist das dann nicht immernoch besser, als wenn es in den schlechten Verhältnissen geblieben wäre? Muss ein Streuner, der keinerlei Auskommen hatte, weder futtertechnisch, noch von der Unterbringung her, keine ärztliche Versorgung, nicht "dankbar sein", wenn er nun einen Menschen hat, der ihm Obdach, Futter und Betreuung gibt, selbst, wenn er sich ein langweiliges Zimmer mit anderen teilen muss?
Versteht mich nicht falsch, wenn ich sage: Es gibt auch viele Menschen, die sich mit einem Minimum an Existenz zufrieden geben müssen. Es ist zwar nicht wünschenswert, aber sind bei einem solchen Tier die Maßstäbe nicht anders zu setzen, als bei einem, welches aus einer vorbildlichen Zucht in schlechte Hand vermittelt wird? Ist ein Goldfisch, der sein Leben in einem runden kahlen Glas fristen musste nicht gut dran, wenn er in ein kleines Aquarium kommt, wo er ein paar Pflanzen und 2 Kumpel hat? Ist der Goldfisch, der im Park im Teich wohnen durfte, mit Seerosen und vielen Fischen, mit Sonne und soweiter nicht eine arme Sau, wenn er in das selbe kleine Aquarium umziehen muss?
Das ist jetzt schon irgendwie philosophisch, aber der Gedanke kommt mir manchmal.