Ich glaube und das nimmst Du mir jetzt nicht böse, dass es noch andere Menschen gibt, die mit seinen Verhaltensauffälligkeiten umgehen könnten.
Ich zum Beispiel würde es mir zutrauen und hier im Forum allein, könnte ich Dir auch einige benennen, denen ich das zutauen würde.
Natürlich würdest Du an niemand anderen vermitteln, als an denjenigen dem Du das zutrauen würdest, Du würdest außerdem mit offenen Karten spielen und ihn wahrscheinlich auch zurücknehmen, wenn es so gar nicht klappen würde, im neuen Heim um erneut zu versuchen, den besten Besitzer zu finden.
Ich bin absolut nicht für Einzelhaltung, dass kannst Du hier überall nachlesen, aber wäre Pixi nicht so ein Fall?
Meinst Du, er könnte sich als Einzelprinz mit einem Menschen, der den ganzen Tag daheim ist, nicht gut arrangieren?
Ich nehm dir das natürlich nicht übel und ja klar, gibt es einige, die mit ihm klarkommen würden. Aber diejenigen müssen gerade auch auf der Suche nach einer Katze sein. Du würdest deine Gruppe sicher nicht mit Pixi aufmischen wollen. Da muss einfach vieles passen. Diejenigen im Forum, die das können (mir ist auch klar, dass es hier viele gibt, die Problemkatzen haben und die nötige Erfahrung mitbringen. Ich möchte mich da auch wirklich nicht als was besonderes darstellen, denn das bin ich nicht), müssten eben gerade auch die Kapazitäten dazu haben.
Ich denke außerdem nicht, dass er ein Einzelkater ist. Er schmust immer wieder Bamboo und Neko an und Bamboo hat ihn auch schon ein paar Mal geputzt. Außerdem spielt er oft mit Bamboo Fangen und hüpft mit ihm bockend durch die Wohnung.
Das Problem bei Bamboo ist, dass er mit Pixels aggressiven Schüben nicht gut zurecht kommt (die richten sich dabei nicht mal gegen Bamboo) und Bamboo das verstört. Feli hingegen kann Pixel einfach nicht ausstehen. Die Zweitkatze (und ich würde ihn nicht an einen Einzelplatz vermitteln. Dafür ist er den anderen Katzen zu sehr zugewandt) müsste souverän sein und sich wehren, wenn er sie ärgert, darf aber dann nicht nach vorne gehen. Sie muss es aushalten, wenn er sie -für die andere Katze - ohne ersichtlichen Grund ankreischt, anknurrt und anfaucht, wenn er vom Tierarzt kommt. Dann sind nämlich erst mal alle der Feind. Sie sollte mit ihm kuscheln oder zumindest Köpfchen geben wollen, denn er sucht den Körperkontakt. Allerdings wäre eine kleinere Katzengruppe für ihn sicher einfacher. Also ein, maximal zwei Partnertiere. Wenn von vielen Seiten gleichzeitig was passiert, dann überfordert ihn das oft.
Wenn sich hier jemand meldet, der das erfüllt und der sich ihm gewachsen fühlt, dann bin ich gerne zu einem Austausch bereit. Schlussendlich will ich für Pixel ein gutes Zuhause, in dem er sich wohl fühlt und glücklich ist. Und natürlich würde es mir überhaupt nicht schaden, wenn ich weniger Stress hätte.
Das ist eine unglaublich schwierige Entscheidung. Wie oft habe ich, als Obelix in den ersten beiden Jahren fast jede Nacht durchgeplärrt hat, überlegt, ihn abzugeben. Wären meine Lebensumstände andere gewesen, wäre mir gar nichts Anderes übrig geblieben. Meine Befürchtung aber war, dass er zum Wanderpokal werden würde und darum habe ich durchgehalten. Der Preis dafür war sehr hoch, kaum Schlaf, ständig Ärger mit meinem Mann wegen totaler Übermüdung und Reizbarkeit etc. Und ich war nicht schwanger und Obelix ist kein Wildpinkler.
Noch heute denke ich oft, dass es vielleicht besser gewesen wäre, ihn abzugeben, denn es ist über eine lange Zeit viel Lebensfreude auf der Strecke geblieben. Ich habe es halt nicht fertiggebracht......vielleicht wäre es sogar für ihn besser gewesen...
Es ist ein echtes Dilemma. Man will es einfach nur richtig machen, aber auch nicht einfach den leichtesten Weg wählen. Ich kann ja nicht mal ausschließen, dass Pixel im neuen Zuhause nicht weiterpinkelt.
Wie du das mit Obelix überstanden hast, ist mir immer noch ein Rätsel.