Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen

Diskutiere Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Das Testament habe ich schon mal irgendwann gelesen, ja. Aber ob's wirklich seins wäre - er hat alles und jeden vom Hof gejagt (Katzen und Kater)...
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #21
Das Testament habe ich schon mal irgendwann gelesen, ja. Aber ob's wirklich seins wäre - er hat alles und jeden vom Hof gejagt (Katzen und Kater) ?
Gerade musste ich einfach vor die Tür gucken, ob er auch wirklich nicht da ist. Dabei weiss ich es doch. Ach, heute tut es wieder so weh....
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #22
Auch von mir kommen mitfühlende Grüße. Du schreibst so liebevoll von Findus. Eure Liebe hat er bis zum Schluss ganz sicher gefühlt.
Er ist immer bei euch, irgendwie und nun hat er keine Schmerzen mehr. Ihr habt alles für ihn getan. Lieben Gruß
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #23
Heute morgen beim Aufstehen musste ich WIEDER an Findus' letzte Stunden denken und sofort wieder weinen, weil ich WIEDER dachte, ich hätte in der Klinik noch bei ihm bleiben sollen. Warum habe ich nicht wenigstens gefragt, ob ich ihn nochmal sehen kann, bevor wir nach hause gefahren sind? Sicher fühlte er sich einsam und hatte Angst.
Dann sage ich mir wieder, dass die Tierärztin mir doch gesagt hat, sie hätten ihn mit Medis versorgt...

Seine Qual ist seit 8 Wochen vorbei, wann hören endlich diese sinnlosen Selbstvorwürfe bei mir auf, ich kann es doch nicht mehr ändern!?
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #24
Wann es aufhört oder besser wird kann ich dir leider nicht sagen. Ich denke im Augenblick auch sehr viel an Miezi, sie war die Katze meines Kumpels und musste im Mai dieses Jahres erlöst werden. Ich glaube das es normal ist gerade in diesen Tagen an die Sternenkatzen zu denken und eben dadurch wieder in ein Loch zu fallen. Mit der Zeit wird es erträglicher
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #25
Es tut mir leid! Ich weiss gar nicht, was ich dir sagen soll! Ich denke aber, dass dein Findus wusste, wie sehr du ihn liebst. Er hatte doch ein sehr schönes Leben bei euch, wurde geliebt und das hat er bis zum Schluss gespürt, da bin ich mir sicher!
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #26
Dankeschön, das will ich nur zu gerne glauben.
Wir zünden immer noch täglich eine Kerze auf seinem Grab im Garten an und manchmal spreche ich dann mit ihm. Obwohl ich glaube, dass er dort längst nicht mehr ist.
Sein Katzenbett steht noch im Treppenhaus, die Näpfe gestapelt in der Küche; wir bringen es einfach nicht über's Herz, auch noch diese letzten seiner Spuren zu entfernen.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #27
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  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #28
Was für ein süsses kerlchen. Unsere Sternchen sind für immer in unseren Herzen
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #29
Ich bin froh, dass ich viele Fotos und auch ein paar kurze Videos von ihm habe. Auch, wenn sie mich im Moment noch immer zum Weinen bringen.

Leider sind die allerersten Fotos von der Zeit, als wir ihn als "Jugendlichen" aus dem Tierheim geholt hatten, auf einer defekten Festplatte verschollen.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #30
Was einem die Trauer für Streiche spielen kann. Findus hatte, wie die meisten Tiere, Angst an Silvester.
Nun knallen hier schon die ersten Böller und ich denke unwillkürlich, dass Findus da draussen im Garten liegt und Angst hat.
Gleichzeitig sagt mir mein Verstand, er hat an Silvester nie wieder Angst, ich muss mir keine Sorgen mehr machen.

Ich bin so traurig. ?
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #31
Puppi2004, die Trauer wird nie verschwinden, sie wird sich verändern und das ist in Ordnung. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an meinen Herzenskater denken muss - manchmal mit einem Lächeln, manchmal mit unendlicher Traurigkeit. Trotzdem sind 2 neue Katzen eingezogen und sie haben soviel Freude mitgebracht. Gib Dir Zeit, mir hat dieses Forum und das Lesen ähnlicher Geschichten viel Trost gebracht, mehr, als in der realen Welt erfahren habe. Alles Gute für Dich?.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #32
Liebe Puppi2004,
ich konnte eine Weile gar nicht mehr in die Regenbogenbrücke-Posts schauen, weil die eigene Trauer dann wieder unerträglich wurde. Inzwischen ist es fast 5 Monate bei uns her, und ich habe es geschafft die Bilder des letzten Tages in den Hintergrund zu drängen, indem ich ganz bewusst an all die schönen Tage denke. Ich habe letzte Woche Wandbilder aufgehängt, mit Fotos aus glücklichen Tagen meiner Kleinen.
Was mir geholfen hat in der ersten Zeit war die Überlegung, wie ich selbst in Erinnerung bleiben will, wenn ich eines Tages sterbe. Ich möchte auch nicht dass die Erinnerung an mich auf den letzten Tag reduziert wird, sondern dass meine Angehörigen an mein ganzes Leben denken.
Dein Findus weiß wie sehr du ihn liebst, dass wusste er auch in der Klinik, wo er mit Medikamenten versorgt wurde und dadurch sicher keine Schmerzen mehr hatte, sondern ruhig einschlafen konnte. Dafür hast du alles getan, indem du ihn sofort versorgen ließest.
Du hast ihm sein ganzes Leben bei dir deine Liebe gegeben, mehr kann keiner von uns tun.
Liebe Grüße
Dorit
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #33
Vielen Dank für eure lieben Worte.
Eine Katze nach nur 3 Jahren schon wieder zu verlieren, ist wirklich schlimm, fühl dich gedrückt.
Habe es gerade nachgelesen.

Seit ich hier schreibe und lese, ist mir bewusst geworden, wieviel Glück wir eigentlich hatten.
Ich habe früher sehr viel im Tierheim gearbeitet, aber Findus war unsere erste eigene Katze und ich war schon sehr nervös. Aber er war so ein toller Kater, immer lieb, "pflegeleicht". Schon immer wieder mal krank oder verletzt, aber er hat mich auch dann nie gehauen oder gekratzt, wenn ich ihn in seinen Transportkorb stecken musste (natürlich hat er versucht, abzuhauen).

Wie ich hier in den letzten Tagen lese, ist ihm und auch uns möglicherweise einiges erspart geblieben. Altersbedingte Krankheiten traten ja noch nicht auf. Er musste sich nicht wochenlang quälen, er war ja augenscheinlich fit bis zum letzten Tag. Ich habe ihn immer gehütet wie meinen Augapfel und kleinste Veränderungen sofort bemerkt, wenn es ihm nicht gut ging. Aber an seinem letzten Tag war er noch fröhlich und verschmust wie immer.
Dann ist er plötzlich von uns gegangen; eine Entscheidung treffen zu müssen, blieb uns erspart.
So hat er es uns selbst zum Schluss noch "leicht gemacht".
Und er wurde immerhin 14 Jahre alt.
Ich versuche dankbar zu sein - auch wenn gerade schon wieder die Tränen laufen.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #34
Er war wunderhübsch, was für tolle Augen!
Wenn man deine Worte liest ist jedenfalls eines klar, er hatte ein sehr schönes Leben.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #35
So ein hübscher, ausdrucksstarker
Kater. Ich kann so sehr nachempfinden. Ein Seelenkater/katze fehlt so unendlich. Mein Kater musste im Sommer eingeschläfert werden, auch bei mir kommen die Bilder immer wieder hoch. Mein Kater war fast 15 und liegt auch im Garten. Und ja Weihnachten und Silvester war es besonders hart. Vielleicht spielt Findus dort oben mit meinem Smokey und den anderen Sternenkatzen. Ganz liebe mitfühlende Grüße
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #36
Schlafenszeit. Und gerade wollte ich wieder nachsehen, ob er schon zuhause ist... Ach Mensch.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #37
hallo, puppi
lese gerade deine traurigen geschichten!
auch wir haben vor mehr als einen jahr unsre schildpattkatze einschläfern lassen müssen!
du musst ihn gehen lassen!
sogar als mann denke ich noch oft an unsere mutz, sie war 18,5 jahre alt.
hab am heiligen abend ein licht und ein wichtelspielzeug ans feuchte, kalte, laubwaldgrab gebracht.
mittlerweile haben wir wieder 2 kerle die unsre wohnung auf trab halten, sage nur diese teufel!
eure schöne gemeinsame zeit kann euch keiner mehr nehmen.
lg manfred
 

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  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #38
Vielen Dank, Manfred.
Ich versuche loszulassen, du hast ja recht. Oft gelingt es mir, aber es gibt halt Rückschläge.

Hübsch sind eure Kerle.
Eines Tages zieht auch bei uns wieder jemand ein.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #39
Gib Dir Zeit Puppi, alles darf, nichts muss. Unsere Sternchen werden wir nie loslassen, wozu auch, sie haben einen festen Platz in unseren Herzen. Trotzdem ist irgendwann wieder Platz für ein neues Seelchen. Die Zeit wird kommen und das oder die Seelchen werden Dich finden😌.
 
  • Mein armer Schatz, warum musstest du dich so quälen Beitrag #40
Ihr Lieben,

Anfang Oktober verstarb unser Katerchen ganz plötzlich und qualvoll - und ich werde die Bilder der letzten Stunden nicht los. Ich denke schon länger, vielleicht hilft es mir, wenn ich mir einmal alles von der Seele schreibe. Also versuche ich das jetzt. Ihr müsst es nicht lesen, aber ich habe das Gefühl, ich muss das alles nochmal irgendwie loswerden. Ich weiss immerhin, dass IHR nicht denkt "Es ist ja nur eine Katze".

Geboren wurde er im Oktober 2004 und wir holten ihn 2005 aus dem Tierheim. Er war ein schlaksiger Jungspund, der zwischen all den süßen Babys kaum Chancen auf Vermittlung hatte. Er kletterte auf einen Kratzbaum, der neben mir stand und "gab Köpfchen", da war die Entscheidung gefallen.
In den ersten Tagen saß er noch in einem Karton unter dem Küchentisch, traute sich aber bald heraus und irgendwann hörten wir sein erstes Schnurren.
Seitdem war er unser Familienmitglied und Freund; wir bauten eine Katzenklappe ein und so konnte er rein oder raus, wann immer er wollte. Natürlich brachte er Tiere mit - Mäuse, Vögel, Hasenkinder. Manchmal tot, manchmal quicklebendig. Auch gab es Zankereien mit den Katzen und Katern aus der Nachbarschaft. Verschiedene Verletzungen. Oft Fieber, dann bekam er Antibiotika und ein paar Tage "Hausarrest". Einmal hatte er sich einen Stachel in sein Auge gerammt; damit mussten wir in die Tierklinik - er hat alles mitgemacht, auch die wochenlangen Behandlungen mit Augensalbe, Augentropfen, Tabletten. Ich brauchte keinen Helfer und musste ihn auch nicht in ein Handtuch wickeln. Ich kam immer alleine mit ihm zurecht, er hat immer mitgespielt und mich nie gekratzt oder gar gebissen. Wenn wir zum Tierarzt mussten, musste ich ihn natürlich überraschen, dann guuuut festhalten und ihn fix in seine Box setzen - aber auch da hat er sich nie richtig gewehrt, höchstens hat er versucht, abzuhauen.
Eines Tages hatte er auch eine gebrochene Schwanzspitze, seitdem hatte sein Schwanz einen ganz leichten Knick.
Also in den 14 Jahren hatten wir oft Sorgen und mussten nicht gerade selten zum Tierarzt.
Ich habe alles gemacht; wenn er sich komisch verhielt, habe ich ihn untersuchen lassen. Ich habe ihn impfen lassen, entfloht und entwurmt. Er fing an, sich viel zu kratzen und sich etwas Fell auszureissen, also habe ich sein Futter umgestellt. Vor zwei Jahren wurde ihm Zahnstein entfernt, wir liessen bei der Gelegenheit (Narkose) auch ein Ultraschall vom Bauch machen und ein grosses Blutbild. Nichts war besonders aufflällig.

Wir waren immer lieb zu ihm, also war er auch immer lieb zu uns. Mit zunehmendem Alter wurde er NOCH anhänglicher, als er es sowieso schon immer war. Er kam häufig auf meinen Schoß, im Winter durfte er mit im Bett schlafen - er lag immer am Fussende auf der Bettdecke meines Mannes. Er weckte uns erst, nachdem der Wecker sowieso schon angesprungen war. Er holte uns in den Garten zum spielen. Wir spielten fangen und verstecken. Wenn wir spazieren gingen, lief er uns nach und rief, bis wir auf ihn warteten und dann ging er mit.
Wenn ich mich abends aufs Sofa legte, wartete er es kaum ab, bis ich mich zugedeckt hatte (ich musste immer ganz schnell sein). Dann kletterte er auf mich rauf und legte sich an meine Schulter.
Auf dem Weg zum Tierarzt versuchte er sich unsichtbar zu machen; auf dem Rückweg miaute er ungeduldig. Wenn ich von der Arbeit kam, wartete er auf einer Decke vor der Haustür.
In den letzten zwei Jahren machte ich Klickertraining mit ihm. Er konnte High-five und Guten Tag (also gib Pfötchen). Er liebte seine Leckerchen, war also auch bestechlich. Oft saß er in der Küche und ich stand in der Tür und wir "diskutierten", weil er nichts mehr bekommen sollte, aber gern noch etwas hätte. Irgendwann gab er grummelnd nach. Manchmal auch ich.
Einmal lag er neben dem Haus im Feld und antwortete, als ich ihn rief, kam aber nicht. Ich bekam einen grossen Schreck, aber damals hatte er nur ein verknackstes Bein.
Meine grösste Angst war immer, dass ich ihn eines Tages über- oder angefahren auf der Straße finden würde. Oder dass er einfach nicht mehr heimkommt.

Am Ende kam es beinahe noch schrecklicher.
Morgens war noch alles in Ordnung, er fraß etwas zum Frühstück und legte sich dann vor die Haustür in die Sonne. An diesem Tag hatten wir frei und wurstelten im Haus vor uns hin. Der Kater lag noch lange auf seiner Decke und lief dann ein bisschen draussen herum. Gegen abend dann lag er plötzlich im Flur auf der Fussmatte und atmete schwer. Er hielt ein Vorderpfötchen sehr komisch und so dachte ich mit Schrecken, das Bein sei verdreht, gebrochen oder sonstwas. Ich telefonierte mit der Tierärztin, die mir riet, ihm ein Schmerzmittel zu geben und etwas abzuwarten. Er legte sich in sein Katzenbett, ich versperrte die Katzenklappe und gab ihm das Schmerzmittel, was wir wegen diverser Zipperlein für den Notfall immer im Haus hatten. Ich setzte mich zu meinem Mann ins Arbeitszimmer, als ich den Kater plötzlich schreien hörte. Als ich nachsah, lag er wieder auf der Matte vor der Katzenklappe. Plötzlich legte er sich flach auf die Seite, rang nach Luft und schrie. In Panik rief ich nochmal die Tierärztin an, ich dachte er stirbt mir in diesem Moment. Wir sollten vorbei kommen.
Also holte ich den Katzenkorb und stellte ihn direkt neben den Kater. Normalerweise wäre er jetzt stiften gegangen, aber er blieb einfach liegen und sah mich an. Immer, wenn ich ihn anheben wollte, schrie er furchtbar vor Schmerzen. Ich stand heulend über dem Kater und erklärte ihm, dass ich ihn jetzt in den Korb heben müsse, weil wir zum Tierarzt müssen. Ich tat es so schnell wie möglich und fuhr mit ihm los. Unterwegs schrie und hechelte er. Kurz vor dem Tierarzt rang er plötzlich wieder nach Luft, schrie und übergab sich dann sehr angestrengt. Ich sprang quasi aus dem fahrenden Auto, drückte der Tierärztin den Katzenkorb in die Hand und lief dann nochmal raus, um mein Auto zu parken.
Die TÄ spritzte dem Kater etwas und setzte ihn auf den Boden, um ihn zu untersuchen und sein Laufverhalten zu überprüfen. Sie konnte nur feststellen, dass die Knochen offensichtlich heil waren, aber der Bauch war sehr schmerzempfindlich. Der Kater wurde etwas ruhiger und sie empfahl mir, ihn in die Tierklinik zu bringen. Die ist etwa 1 Stunde Autofahrt entfernt.
Ich rief meinen Mann zuhause an, holte ihn ab und wir fuhren auf die Autobahn. Mein Mann saß mit dem Handy als Navigationsgerät auf der Rückbank, neben mir auf dem Beifahrersitz rang mein Kater im Transportkorb um sein Leben. Die Fahrt kam mir endlos vor. Zwischendurch musste der Kater sich immer wieder übergeben, er schrie und steckte ein Pfötchen durch das Gitter. Ich werde dieses Bild nie vergessen.
Endlich in der Klinik angekommen sollten wir noch einen Moment auf die TÄ warten, aber dann flippte der Kater im Transportkorb völlig aus, also rief ich um Hilfe und die Tierarzthelferin entriss mir den Korb und verschwand mit dem Kater im Behandlungsraum.
Nach einer gefühlten Ewigkeit rief die Ärztin uns hinein. Sie hatten den Kater geröntgt, konnten aber nichts aussergewöhnliches erkennen. Ein Ultraschall hätte er in dem Moment nicht überlebt, also hatten sie ihn zur Stabilisierung mit einer Infusion, Sauerstoff und einer Wärmelampe versorgt. Die Ärtzin sagte uns, der Kater sei "mehr tot als lebendig", aber wenn er die Nacht überstünde, wollten sie ein Ultraschall machen.
Wir fuhren also ohne Katerchen die lange Strecke zurück. Morgens kurz nach dem Wecker klingelte dann auch das Telefon, unser Kater war am Morgen verstorben.
Ein nachträglicher Ultraschall zeigte, dass er ein oder mehrere Tumore im Bauch hatte. Einer davon war am Abend geplatzt. Mein Katerchen ist vor meinen Augen innerlich verblutet.
Ich war nicht bei ihm, als er starb.

Morgens ist noch alles in Ordnung, aber heimlich ist da innerhalb von wenigen Monaten im Bauch etwas gewachsen.... niemand konnte es wissen. Aber warum musste es platzen? Warum musste er sich so furchtbar quälen?
Ich habe unseren Kater am selben Tag aus der Tierklinik nach hause geholt und wir haben ihn im Garten an einem seiner Lieblingsplätze begraben. Bis heute zündet mein Mann jeden Abend auf seinem Grab ein Windlicht an.
Wir trauern immer noch sehr, er fehlt natürlich überall. Wenn wir aufstehen, wenn wir ins Bett gehen, wenn wir in der Küche sind, im Garten, wenn wir nach hause kommen, wenn wir im Wohnzimmer sitzen..... immer.
Die Impulse, zur Tür zu gehen und zu gucken, ob der Kater da ist, werden seltener. Auch das Weinen wird etwas weniger. Manchmal liegt die Decke komisch auf dem Sofa und dann erschrecke ich kurz. Oder ich höre ein Geräusch in der Küche.
ABER: diese letzten Bilder, wie der Kater sich gequält hat, das Übergeben, das Schreien, und das Pfötchen, was durch das Gitter des Transportkorbs nach mir getastet hat... das holt mich wie ein böser Film immer wieder ein. Beinahe täglich, immer überraschend, wenn ich irgendetwas tue oder an etwas völlig anderes denke... abends im Bett liege und lese.... plötzlich sind sie wieder da, diese Bilder und Geräusche. Dann muss ich weinen, springe auf, versuche mich abzulenken und die Bilder loszuwerden.
Manchmal frage ich mich, ob mir das jemals gelingen wird.
Hätte ich gewusst oder auch nur geahnt, was los ist, hätte ich ihn bereits bei unserer Tierärztin erlösen lassen. Der arme, arme kleine Kerl.

Ich entschuldige mich für diesen langen Beitrag und bedanke mich bei denen, die es bis hier her durchgehalten haben. Aber auch wenn es keiner liest - vielleicht hilft es, all das einfach mal niedergeschrieben zu haben. Ich bin schon wieder in Tränen aufgelöst.
Ich habe oft dieses Forum zu Rate gezogen bei allen möglichen Krankheiten meines Katerchens und möchte mich bei euch dafür bedanken.

Unser Katerchen war übrigens ein grauer Tiger namens Findus.
Ergänzung ()

Es tut mir sehr leid für euch. 😓
 
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