Hallo allerseits,
heute brauche ich einmal Euren Rat.
Es geht um meine Katze, ca. Jahrgang 2012.
Am 7. November hat es abends ganz plötzlich angefangen. Sie ist miauend hin und hergelaufen. Hat sich immer wieder hingesetzt. War x mal auf dem Klo, aber es kamen nur ein paar Tropfen. Oder ein bisschen Durchfall.
Auch sonst hat sie an vielen Orten immer ein paar Tropfen Urin abgesetzt. Teilweise orangefarben. Auf dem Boden, auf den Fußmatten, auf Ihrer Decke, sogar in eine Zimmerpflanze. Das habe ich noch nie erlebt. Auch richtige Bluttropfen waren mal dabei. Ich habe mir jedenfalls echt Sorgen gemacht und da es Abend war bei einer Tierklinik angerufen und alles geschildert, wollte wissen ob wir vorbeikommen sollen oder es bis morgen beim normalen Tierarzt warten kann. Der Tipp lautete auf Blasenentzündung und da es eine Katze ist und kein Kater könne bis morgen nichts passieren. Ich solle sie warmhalten. Da war ich sehr erleichtert.
Am nächsten Morgen, Freitag, gleich beim Tierarzt angerufen (da war es auch nicht mehr so gravierend) und wir sind dann noch vormittags hingefahren.
Es wurde Blut entnommen (CREA 1,11 mg/dl; Leukos 13.200). Es wurde Ultraschall der Blase gemacht (keine Steine oder sonstiges zu sehen, nur die Blasenwand (?) wäre an einer Stelle (oder war es doch überall?) etwas dicker). Der Durchfall käme vom vielen Pressen. Verdachtsdiagnose Blasenentzündung. Es könne auch psychisch sein, ob sich etwas geändert habe. Da musste ich erstmal überlegen. Sie bekam Antibiotika und Schmerzmittel gespritzt. Und ab Samstag 9.11. bekam sie dann 2x täglich Antibiotika in Tablettenform und 1 x täglich flüssiges Metacam. Am 9.11. abends hat sie das Futter mit den Tabletten erbrochen. Bis zum Sonntagmorgen ging es ihr gut, dann fing das Spielchen mit dem Klorennen usw. wieder an. Für ca. 2 Stunden. Dann hat vielleicht das Antibiotika von morgens gewirkt?! Und seitdem war alles gut. Es hat auch alles gut geklappt mit den Medikamenten, die ich bis einschließlich 16.11. geben sollte. Donnerstagnachmittag entließ ich sie dann seit Tagen wieder in den Freigang. Da war sie ganz glücklich.
Nun kam ich am Freitag nachmittag nach Hause. Und sie hatte ihr am Morgen gefressenes Futter erbrochen, hatte Gras gefressen. Mist. Wieder beim Tierarzt angerufen. Da sie insgesamt schon 2x erbrochen hat, solle ich die Behandlung abbrechen jetzt und schauen wie es sich entwickelt. Also 1,5 Tage früher als gedacht. Es sah auch gut aus.
Aber gestern kam ich nach Hause und finde an vielen Stellen wieder Pipibluttropfen und ein durchwühltes Klo. Gleich beim Tierarzt angerufen. Kein Antibiotika geben. Paar Tage wieder Metacam geben (das wäre auch entzündungshemmend), am Donnerstag wieder melden. Heute morgen hat sie normal gefressen und sich nach kurzer Zeit in ihre Höhle gelegt. In der Toilette waren ein paar größere Klumpen, Gott sein Dank.
Wie ist die weitere Vorgehensweise? Ich versuche sie warmzuhalten. Nicht rauszulassen. Ein bisschen Wasser unter ihr Futter zu mischen. Werde eine Urinuntersuchung ansprechen. Und sonst? Wieder Antibiotika? Ein anderes? Wie lange kann sich das hinziehen?
Und ich habe über eine psychische Ursache nachgedacht. Etwa 1,5 Wochen bevor das Anfing haben wir ein neues Küchengerät bekommen. Das ist etwas laut. Und sie eben eine ängstliche Mietze. Aber sonst ist mir keine Änderung eingefallen. Aber ob das wirklich so eine Wirkung haben kann?! Vielleicht hat sie nur draußen zu lange in der Kälte gesessen?
Ich bin für jeden Rat und jeden Erfahrungsbericht dankbar!