Oh, wie ich lese habt ihr euch jetzt eingeschossen auf uns, die zu viel von einer Katze erwarten. Ich kenn‘s einfach anders und ich habe eine Verantwortung für die Kinder und unser Wohl. Wenn es mir am Ende so geht wie Steffi hier im Forum, dann fragt man sich, wieso man den nicht schon damals zurück ins Tierheim gegeben hat. Abzeichen waren da. Aber da sind wir...noch...nicht.
Ja, ich bin mit meinem Kater damals zusammen groß geworden. Wir haben beide gerauft. Wir haben zusammen mit meinen Eltern die Katze gern gehabt, gestreichelt und auch mal unsere Hand oder den Fuß zum Raufen angeboten. Da war die Hand am Ende auch mal am Bauch der Katze, die sich mit allen vieren und Beissen daran abarbeitete. So lernten wir unsere Katzen kennen und konnten sie einschätzen. Genauso wie mit der Katze, die nach ihm kam. Aber das sind ja wieder alles Sachen, die man nach neuester Katzenerziehungsliteratur und -Meinung nicht mehr machen darf. Bloß nicht die Hand zum Spielen nehmen, bloß nicht menschliche Körperteile. Immer mit der Angel oder was zum Werfen dabei haben. Sorry aber ich habe tagsüber keinen Werkzeuggürtel mit Katzenspielzeug umgeschnallt, um genau in dem Moment wenn er an die Beine geht, das richtige Spielzeug parat zu haben.
Aber mal ab von eurer generellen Kritik an uns als Katzenhalter. Was konkret mache ich denn wenn er attackiert? Hole ich dann das Spielzeug und spiele direkt los? Damit fördere und belohne ich doch sein Verhalten und er wird immer an die Beine gehen, wenn er spielen will oder nicht?
Und nein, wir treiben die Katze nicht in die Enge. Er kommt auf uns zu in einem 1.300 m2 Garten wo er in hundert Richtungen laufen könnte. Er schmust um die Beine und packt dann zu. Ja, es sind Aufforderungen, aber wie machst du das den Kindern klar Mein 5jähriger Sohn kam heute nach einer Woche wieder zu uns. Max kam
Neugierig ins Auto geklettert und guckte alles an. Dann ließen wir ihn rausspringen und mein Sohn lief vom Auto über die Terrasse zum Pool. Max ging lässig hinterher. Ich lud vorne das Auto aus. Einen Augenblick später sehe ich wie er sich neben meinem Sohn hinsetzt. Ihm dann 2m hinterher ging und ihn zweimal an den Beinen attackierte. Lange Hose nix zu sehen, aber ein bitterlich weinendes und erschrockenes Kind. Soll ich dann wirklich gleich die Angel holen?
Tagsüber wiederum lässt er sich von mir den Bauch streicheln und dreht sich von einer Seite auf die andere damit ich besser dran komme oder kuschelt mit meiner Freundin auf der Couch.
Ich werde auch müde zu betonen, aber ich kenne sowas nicht und in meiner Familie gab es 6-7 Katzen, denen ich nahe stand.
Raufkumpel mag ne Option sein, ist aber für uns nicht vorstellbar. Erstens wie willst einen finden, ohne dass du für Max das Haus zum
Kriegsschauplatz machst. Zweitens ist es psychologisch schwierig zu erklären, dass ein „Problem“ besser wird, wenn man es verdoppelt

Ihr wisst wie ich das meine.
Und ihr sagt immer, der sei schlecht Sozialisiert. Wie sozialisiere ich denn nun? Kann ich das als Mensch überhaupt? Wie kann ich vertrauen, dass er mit einem Kind auf der Treppe oder im OG alleine sein kann?