Ich denke schon zu verstehen was Du sagen möchtest, stimme dem aber nicht zu.
So habe ich eben
Tierschutz Katzen weil ich selbst für mich und mein Gewissen die Auswahl u.A. nach Bedürftigkeit wähle (selbstverständlich gibt es weitere Aspekte die vorrangig erfüllt sein müssen - ich bin ja nicht Mutter Theresa). Deswegen erlege ich doch aber anderen nicht auf meine Ansicht anzunehmen. Was sollte ich über diese Beweggründe lügen, es gibt daran nichts vorzuwerfen. Unter die Nase reiben oder sich daran profilieren braucht man sich damit allerdings genauso wenig.
Jemand der eine Rassekatze wählt hat eben andere Gründe für seine Auswahl. Viele Gute davon gibts hier auch zu Hauf zu lesen, das ist in den allermeisten Fällen mitnichten eine sinnfreie "ach wie niedlich" Entscheidung. Warum sollte man sich also dafür schämen?
Wer sich beim Katzenkauf schämt tut dies nicht weil andere ihn/sie dazu bringen sondern weil er/sie weiß, dass die eigenen Prizipien nicht erfüllt sind und/oder das einige Handeln als falsch empfunden wird.
Wer gute Gründe für den Kauf von Rassekatzen hat braucht sich nichts vorzuwerfen geschweige denn schämt sich für die rational getroffene Entscheidung.
Einige finden es unethisch, angesichts der vielen Tierschutzkatzen eine Rassekatze vom Züchter zu holen.
Nun ja nur weil ich es für mich als ethisch korrekt empfinde muss doch das andere nicht unethisch sein. Genauso gut führt doch u.A. @saurier immer wieder an, dass seriöse Zucht z.B. im Sinne von Gesundheitsfürsorge ethisch korrekt läuft.
ich glaube, das die Rassebesitzer ein wenig das Gefühl haben, nicht etwas so Gutes getan zu haben, als die Kleinen aus den Heimen zu retten.
so wie Vegetarier ( nicht alle) und Fleischesser
Was Du meinst sind militante Persönlichkeiten, denen geht es nicht mehr um die eigenen Beweggründe und das davon abgeleitete Handeln sondern uns missionieren. Hier in diesem Forum sind Werte etabliert die von allerhand User als Usus gelten und nahezu 100% vertreten werden. Von daher ja auch dieses Forum kann manchmal nulltolerant und missionarisch in bestimmten Themen sein...
Das kommt vor allem dann vor wenn der zu verhandelnde Umstand nur einseitig gut und fundiert begründet werden kann die Gegenansicht aber keine Begründung hat.
Bei der Frage Tierschutz oder Rasse gibt es beidseitig nachvollziehbare und nachweisbare Argumente, von daher konnte bisher hier beides nebeneinander leben und Ansichten toleriert werden. (Empfand ich bei Wohnung vs Freigang bisher eigentlich genauso).
Ausnahmen: also einzelne Posts, Zwischenfälle oder User mal ausgenommen. Die sind dann aber nicht "Das Forum" sondern ein verschwindend kleiner Teil davon.