Das weißt du aber auch nicht wenn du Bio Futter kaufst was die Tiere zu fressen bekommen, wie sie gehalten wurden.
BIO ist kein geschüttet Begriff und ein Biofutter kann auch aus kommerzieller Haltung sein.Gerade bei verarbeiteten Lebensmitteln oder verarbeitetem Futter muss nicht angegeben woher das Fleisch stammt.Wenn da Bio drauf steht auf Trockenfutter ist eher kein Bio drin.
Meines Wissens gelten die Standards nicht für weiter verarbeitete Lebensmittel.
...
Das ist nicht richtig.
Die Begriffe "Bio" und "Öko" sind seit 1993 gesetzlich geschützt. Wer mit ihnen wirbt, muss die Voraussetzungen dafür erfüllen.
Bei Produkten, die aus mehreren Zutaten bestehen, müssen diese mindestens zu 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen. Die restlichen 5 Prozent dürfen aus konventioneller Landwirtschaft stammen – dies aber nur, wenn sie nicht in Bio-Qualität verfügbar sind.
Bio Katzennahrung beispielsweise enthält durch die Vorgaben der Haltung der Schlachttiere keine Hormone, keine Antibiotika und keine Wachstumsbeschleuniger. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens resistenter Bakterienstämme ist gering. Die Fütterung muss ebenfalls ökologische Kriterien erfüllen.
Das EU-Bio-Logo ist seit 2010 Pflicht für alle vorverpackten Biolebensmittel. Neben der Angabe der Code-Nummer der Öko-Kontrollstelle sind bei der Verwendung des EU-Bio-Logos auch die Herkunftsangaben der einzelnen Zutaten erforderlich.
Einzelne Biosiegel haben sogar noch strengere Vorschriften als das EU-Bio-Siegel.
Natürlich geht es auch in der Biobranche um Wirtschaft und schwarze Schafe gibt es auch dort, wie überall. Gibt es Lücken im System, werden sie von manchen genutzt.
Meiner Ansicht nach gibt es zwei Probleme bei Biofutter.
Zum einen entspricht seine Zusammensetzung gerade bei Katzenfutter nicht unbedingt den Ansprüchen an ein qualitativ hochwertiges artgerechtes Futter.
Zum anderen haben die Vorgaben z.B. in Hinsicht auf Medikamente bei Krankheiten eindeutig Nachteile für die Tiere. Antibiotika z.B. dürfen nur in Ausnahmefällen gegeben werden, es wird häufig auf Naturheilverfahren, Homöopathie etc. zurückgegriffen. Tierärzte aus der Fleischbeschau erkennen mitunter am Band stehend anhand des Infektionsgeschehens im Schlachtkörper, wann die Bioschweine an der Reihe sind. Von Tierwohl während der Krankheit keine Spur.
Auch die Haltungsbedingungen sind in der Biohaltung nicht automatisch immer besser als auf konventionellen Höfen, mitunter ist es umgekehrt.