Vermehrer oder nicht?

Diskutiere Vermehrer oder nicht? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; uuuups mal schnell unauffällig ausbessern xDDD
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #43
Da ich ja eher selten online bin, muss ich immer viel nachlesen ... und dann werden meine Beiträge mit den Antworten auch immer sooooo lang - aber gut.

Lieber Nic, du stellst mich hin als hätte ich überhaupt keine Ahnung!

Hm ... ich habe dich jetzt nicht irgendwo "hingestellt ... aber in wie ich schrieb - entweder hast du dich nicht so informiert, wie ich mir das vorstelle (und das ist jetzt sicherlich nicht einzig "richtige" Art - sondern einfach nur meine persönliche Einschätzung) und/oder du bist unglaublich naiv (und das zeigt sich auch wieder an einer Reihe deiner Folgebeiträge.

Jetzt ist "keine Ahnung von Zucht haben" auch erst einmal nichts Negatives (also zumindest nicht, solange man (noch) nicht züchtet). Nur a) hörte es sich quasi so an, als stünde die Katze schon in den Startlöchern und b) hast du selbst behauptet, du hättest dich schon wer weiß wie informiert. Wenn dann aber schon mit so einer Frage angefangen wird, ob es auch "Vermehren" ist, wenn man Tier mit Stammbaum verpaart und dann aber selbst nicht im Verein ist und die Kitten dann ohne verkauft ... nun - das ist eine Frage, die jemand stellen kann, der sich noch nie mit Zucht beschäftigt hat - aber mit Sicherheit nicht von jemandem kommen sollte, der das von sich behauptet.

Ich mach jetzt mal ein Beispiel für Fremddeckung, ein Kater mit Stammbaum und Gentests, der natürlich dann nicht nur eine Katze zu Fremddeckung nimmt. Was wenn der Kater sich irgendwann mal Leukose einfängt? Nicht jeder lässt seinen Deckkater dagegen impfen.

Richtig .... deshalb muss man sich einen Kater, zu dem man Fremddecken geht auch sehr gut aussuchen. Ich habe über 15 Jahr Briten gezüchtet ... die gibt es wie Sand am Meer und wenn ich gewollt hätte, hätte ich quasi nicht mal ins Auto steigen müssen, um zu einen Deckkater zu gelangen. Aber ich bin bestimmt nicht zum Spaß teilweise 1000 km gefahren - weil ich einen bestimmten Kater wolle und eben auch bestimmte Ansprüche an die Haltung und Vorsorge hatte.

Und deswegen sollte es keine Neueinsteiger geben?

Habe ich an keiner Stelle gesagt.

Ich bin mir vieler Sachen durchaus bewusst, ....

Das glaube ich z. B. eben nicht!

Unter „Vermehrer“ verstehe ich definitiv etwas anderes!

Mag ja sein, dass wir da unterschiedliche Vorstellungen haben - aber wer ohne Papiere züchtet ist eben einer - und das ist nicht diskutabel. So - lassen wir die weg, bleibt eine Gruppe von "Vereinszüchtern" - und davon kannst du den meisten Rassen auch zwischen 60-80% komplett vergessen ... vielleicht wirst du hier im Forum öfter drauf stoßen, hier wird immer "seriöse Vereinszucht" betont. Die Papier und die Vereinsmitgliedschaft sind die Minimalanforderungen ... aber wenn wir in den Bereich der Züchterethik kommen - dann sieht es noch mal ganz anders aus.

Ich sage ja immer gerne: zum guten Züchter gehören die drei "V":
Die Verantwortung, dass einem wirklich klar ist, dass man tatsächlich mit Lebewesen arbeitet. Dass jede einzelne falsche Entscheidung die man trifft fast immer von den Tieren mit einem verdammt hohen Preis - im ungünstigsten Fall mit ihrem Leben bezahlt wird.

Der Verstand, der es einem ermöglicht sich in die teilweise doch recht komplexen Zusammenhänge einzuarbeiten. Ob jetzt medizinische Grundlagen, Genetik, Linienkenntnis oder Verhaltenspsychologie.

Und nicht zuletzt das Vermögen, dass es ermöglicht, diese extrem kostspielige Hobby zu finanzieren. Je nach Umfang der Zucht, kostet einen der Spaß mehrere Tausend Euro im Jahr. Ein verantwortungsvoller Züchter, der weiß (und versteht) um was es geht, muss jederzeit in der Lage sein auch mal vierstellige Summen auf den Tisch legen zu können. Wenn es bei der Geburt Komplikationen gibt - und es nachts, am Feiertag im Notdienst ... dann ist keine Zeit, um nachzurechnen, ob man den Kaiserschnitt auch im 3,5-fachen Satz bezahlen kann. Wer hier erst überlegen muss, hat - meiner Ansicht nach - nichts in der Zucht verloren.

Ich finde du hast das alles auf sehr Vorwurfsvolle Art geschrieben.

Ja - das kann schon sein. Wenn du öfter Beiträge von mir liest, wirst du feststellen, dass ich in dieser Hinsicht eine sehr spezielle Art habe. Ich bin immer sehr direkt und vor allem ehrlich - damit können viele nicht umgehen. Diplomatie gehört garantiert nicht zu meinen Stärken - aber ich weiß IMMER, wovon ich rede.

Wie gesagt ich denke die große Erfahrung kommt mit der Zeit ...

Siehst du - und so wie du meinen Ton zu vorwurfsvoll findest - finde ich deinen zu lapidar. Zucht ist kein Hobby wie z.B. Kochen - wo es am Anfang - mangels Erfahrung mal nicht klappt - und dann nicht schmeckt. Fehler in der Zucht, die aus mangelnder Erfahrung entstehen, werden nicht selten von den Tieren mit ihrem Leben bezahlt.

du hast viele Erfahrene Leute an deiner Seite die dich unterstützen udn du gehst nicht von Anfang als als Experte rein.

Auch hier - meiner Ansicht nach - eine gravierende Fehleinschätzung der Züchterszene. Eins kann ich dir an der Stelle schon mal ganz klar sagen: die Züchterszene ist ein Haifischbecken - selten habe ich so viele verlogene und hinterhältige Menschen kennengelernt wie dort. Mit ganz, ganz viel Glück (und da wären wir fast bei dem 6er im Lotto), findest du einen guten Mentor innerhalb deiner eigenen Rasse. Am ehesten findest du jemanden, der eine komplett andere Rasse züchtet. Aber 9 von 10 Altzüchtern winken ab, wenn Anfänger ankommen ... also, dass ist nicht die tolle Gemeinschaft, die nur auf dich gewartet hat. Räum auf der Ausstellung einen Pokal mehr ab, als dein Mentor - verkauf ein Kitten teurer .... und lernst die Leute von ganz anderen Seiten kennen.


Ja das ist mir schon klar, wenn man sich eine Katze von einem Verantwortungsbewussten Züchter holt, dann sind Erbkrankheiten ja auch über Generationen nicht vorhanden.

Siehst du - da könnt ich schon wieder mit Kopf auf den Tisch schlagen .... DAS ist einfach nur naiv ...

Das ist natürlich selbstverständlich und es würde ja dann auch nur eine Katze mit Stammbaum in Frage kommen.

Das hat sich in deinem Eingangspost mal gar nicht so angehört ... also: das es selbstverständlich ist.

Ich hatte das in meiner Frage ganz am Anfang jetzt nur auf mich bezogen weil ich wissen wollte ob ich dann quasi als unter die „Vermehrer“ fallen würde, ich habe es aber nicht so vor gehabt. Kam wohl ein bisschen falsch rüber.

Ja - solche Sachen kommen ganz schnell mal falsch rüber ... und dann wundert dich mein Ton?


Dazu hätte ich mal eine Frage, @Westpark-Nic. Man liest ja immer wieder, dass der entscheidende Unterschied unter anderem ein bestimmtes Zuchtziel ist. Aber was kann denn dann Zuchtziel sein? Rassenerhalt, Gesundheit und Charakter empfinde ich auch mehr als allgemeine Voraussetzung und nicht als konkretes Ziel. Ist das Ziel dann eine bestimmte Farbe, eine bestimmte Mischung aus Charakterzügen, ein bestimmter Körperbau? Was kann so ein konkretes Zuchtziel sein?

Auch hierzu eine Antwort:
Jeder Züchter hat in der Regel innerhalb des Standards - der ja durchaus auslegbar ist - eine bestimmte Vorstellung, wie die "perfekte" Katze aussehen soll. Ich persönlich hatte immer die Macke mit kleinen Öhrchen - und superkurzem Fell. Letzteres war bei mir immer sehr schwierig, da ich leider sehr viel Langhaar drin hatte und meine Fellqualität grottig war. Daran hätte ich defintiv weitergearbeitet, wenn ich nicht aufgehört hätte. Du versucht den Typ so nah wie möglich - an deine Interpretation des Standards zu bringe. Und du versuchst diese Merkmal so zu festigen, dass sie sich über Generationen möglichst dominant weitervererben.
Und wenn du das gut - und lange genug machst, haben die Katzen irgendwann "dein Catter-Gesicht" ... es gibt BKHs, die gucke ich mir an und kann dir sagen, aus welcher Zucht die stammen.

Das ist jetzt so mal die Kurzform.

Grüße
Nic
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #44
Kurz gesagt: Nicht schön. Egal, wie gut es gemacht ist. Deswegen lässt ein verantwortungsvoller Züchter seinen Deckkater auch eher bald kastrieren, damit dieser auch noch ein schönes Leben haben kann.
Das war zumindest mein Fazit, als ich vor einer Weile einen Thread dazu erstellt habe und vor allem von @Westpark-Nic tolle und sehr informative Einblicke bekommen habe 🙂.

Hier der Thread:

Vielen Dank! Und meine Meinung bestärkt sich auch dadurch.. es ist einfach alles andere als "schön" weder für den Kater noch für die Katze.
Es muss einfach nicht sein. Nochmal danke für den link 😊
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #45
Darf ich fragen in welchem Verein du gezüchtet hattest, @Westpark-Nic ?
Auch wenn ich niemals züchten würde finde ich das alles sehr spannend und interessant 😃
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #46
Es muss einfach nicht sein.
Das sehe ich anders 😉. Es muss schon sein, denn es gibt ganz wunderbare Rassen 🥰🥰. Gerade muss ich mich abends immer mit meiner Tochter durch Ägyptische-Mau-Züchterseiten klicken. Die haben es ihr - und mit mittlerweile auch - echt angetan 😄. Und den allerschönsten (ne, schöner geht nicht, keine Chance..) Kater des Forums - Feivel 😍😍😍 - gäbe es ja sonst auch nicht!

Im Übrigen darf man in meinen Augen bzgl. Katzensex auch nicht in die andere Richtung übertreiben. Natürlich hat die Katze keinen "Spaß" dabei, das wäre eine unpassende Vermenschlichung. Genauso ist es aber eine Vermenschlichung, wie es so oft als schmerzhafte Vergewaltigung dargestellt wird. Letztlich erfahren Katze und Kater nämlich auch Befriedigung. Eine Befriedigung des Sexualtriebs und damit des Triebs, sich fortzupflanzen. Wäre es einfach nur schlimme Quälerei, wäre die Art schon längst ausgestorben.

Schöner geht immer, aber leiden tun bei einem verantwortungsvollen Züchter (!) sicher weder Katze noch Kater.
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #47
Wenn dann aber schon mit so einer Frage angefangen wird, ob es auch "Vermehren" ist, wenn man Tier mit Stammbaum verpaart und dann aber selbst nicht im Verein ist und die Kitten dann ohne verkauft ... nun - das ist eine Frage, die jemand stellen kann, der sich noch nie mit Zucht beschäftigt hat - aber mit Sicherheit nicht von jemandem kommen sollte, der das von sich behauptet.

Ich rechtfertige mich jetzt ganz kurz mal warum ich danach gefragt habe. Im allen Foren wo es um Kitten geht oder einer eine Frage stellt in dem er/sie schreibt, dass die eigene Katze trächtig ist wird immer direkt gefragt ob die Katze Papiere hat oder auf Erbkrankheiten getestet wurde etc. ich denke ihr wisst was ich meine. Deswegen wollte ich von Euch einmal wissen wir ihr persönlich „Vermehrer“ oder „Schwazzüchter“ definiert. Ich wollte einfach wissen auf was es da ankommt deswegen habe ich danach gefragt und nicht weil ich das so machen wollte.

Das glaube ich z. B. eben nicht!
Das habe ich auch so aus deiner Antwort rausgelesen dass du mir das nicht glaubst. Ich denke trotzdem ich bin nicht ganz ahnungslos 😉

Mag ja sein, dass wir da unterschiedliche Vorstellungen haben - aber wer ohne Papiere züchtet ist eben einer - und das ist nicht diskutabel.
Ich habe mit dem Satz „unter Vermehrer verstehe ich definitiv estesa anderes“ gemeint, dass für mich Leute auf einem Zuchtverband die mit Tieren züchten die GESUND sind und zwar körperlich und Genetisch und das auch nachweisbar ist, weil es getestet wurde für mich nicht keine typischen „Vermehrer“ sind, da habe ich nicht von Vereinslosen Leuten gesprochen. Und ich denke jeder der Ernsthaft in sie Züchterszene einsteigen möchte weiß, dass es kein billiges Hobby ist.
Ja - das kann schon sein. Wenn du öfter Beiträge von mir liest, wirst du feststellen, dass ich in dieser Hinsicht eine sehr spezielle Art habe. Ich bin immer sehr direkt und vor allem ehrlich
Das habe ich gemerkt als ich einiges von dir gelesen habe😉, aber ich weiß jetzt natürlich auch dass du viel Ahnung hast.
Zucht ist kein Hobby wie z.B. Kochen - wo es am Anfang - mangels Erfahrung mal nicht klappt - und dann nicht schmeckt. Fehler in der Zucht, die aus mangelnder Erfahrung entstehen, werden nicht selten von den Tieren mit ihrem Leben bezahlt.
Das weiß ich und ich weiß auch das züchten eine Branche ist, in die man mit der viel Vorwissen und Kenntnis einsteigen sollte, aber trotzdem denke ich, dass man im laufe der Jahre trotzdem in bestimmten Bereichen halt an Erfahrung gewinnt.
Siehst du - da könnt ich schon wieder mit Kopf auf den Tisch schlagen .... DAS ist einfach nur naiv ...
Aber da denke ich mir, wenn man bei dir eine Katze gekauft hatte aus der, weiß nicht genau, sagen wir mal 4. Generation, hättest du da nicht aus Überzeugung sagen können dass deine Tiere in allen vorherigen Generationen gesund waren und bestimmte Erbkrankheiten nicht vorkamen und man die Katze mit guten Gewissen zur Zucht „verwenden“ (doofes Wort) kann? Wie sonst soll man denn dann eine Zuchtkatze auswählen?
Das hat sich in deinem Eingangspost mal gar nicht so angehört ... also: das es selbstverständlich ist.
Von einer Katze ohne Stammbaum war nicht die Rede, da habe ich nur mal von BKH‘s gesprochen aber nicht von Burmesen die mich ja interessieren.
Ich hab aber weiter oben geschildert warum ich so gefragt habe.

Ich hätte jetzt auch noch eine persönliche Frage an dich, da du selbst gezüchtet hast. In in vielen Vereinen habe ich in den Zuchtrichtlinien gelesen, dass für erste Belegung der Katze bereits mit dem vollendeten 10. Lebensmonat erlaubt ist. Wie stehst du dazu und wie hast du das bei deinen Katzen gehandhabt? Würde mich über eine Antwort freuen 🙂

Grüße
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #48
Das sehe ich anders 😉. Es muss schon sein, denn es gibt ganz wunderbare Rassen
Es muss per se keine Rassekatzen geben. Es kann sie aber geben, weil einige Menschen sich das Wissen über deren Zucht angeeignet haben und weil einige Menschen sie schön finden.
Es gibt aber auch Menschen, die Rassekatzen nicht schön finden und für die muss es auch keine Rassekatzen geben. Rassekatzen werden für Menschen gezüchtet, die Rassekatzen schön finden, da geht es um Angebot und Nachfrage aber auch um Liebhaberei.
Die Welt würde aber jetzt nicht untergehen, gäbe es keine Rassekatzen..
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #49
[...] Aber da denke ich mir, wenn man bei dir eine Katze gekauft hatte aus der, weiß nicht genau, sagen wir mal 4. Generation, hättest du da nicht aus Überzeugung sagen können dass deine Tiere in allen vorherigen Generationen gesund waren und bestimmte Erbkrankheiten nicht vorkamen und man die Katze mit guten Gewissen zur Zucht „verwenden“ (doofes Wort) kann? Wie sonst soll man denn dann eine Zuchtkatze auswählen? [...]
Ich bin zwar nicht die Gefragte, aber genau das meinte Nic sicherlich mit dem Hinweis, dass du (noch ziemlich) wenig Ahnung hast, ohne das böse zu meinen. Du solltest dich dringend mit Genetik beschäftigen. JEDES Tier, egal, wie gesund die Eltern sind oder waren, kann an einer (Erb-)Krankheit oder einer erworbenen erkranken - es sinkt lediglich die Wahrscheinlichkeit, wenn die Eltern vermeintlich gesund sind. Aber es gibt doch noch so viele Erkrankungen, auf die man gar nicht oder nicht vollständig testen kann, weil man noch gar nicht weiß, ob es überhaupt einen vererbten Anteil gibt oder auf welchen Genloki die ganzen Mistkerle, die die Probleme verursachen, sitzen.

Ich empfehle (wenn man mal wieder zusammen kommen darf) ein Genetikseminar zu besuchen, z.B. das:
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #50
Ich empfehle (wenn man mal wieder zusammen kommen darf) ein Genetikseminar zu besuchen
Das werde ich, wenn es soweit ist auf alle Fälle!
Natürlich bevor ich anfange zu züchten😉. Bis dahin wird’s auch noch dauern.
Auch wenn du nicht der „gefragte“ warst, danke für deine Antwort. Habe schon viel von dir gelesen und da kommt immer wahnsinnig viel Wissen rüber 👍🏼
Hast du auch mal gezüchtet oder woher weißt du so viel? Hab dich ja wie gesagt in einigen Fragestellung hier im Forum schon gelesen und hast wirklich immer fachlich total gute Antworten.
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #51
Darf ich fragen in welchem Verein du gezüchtet hattest, @Westpark-Nic ?

Als ich angefangen habe, bin ich in den Verein eingetreten in dem der Züchter meiner ersten Katze war. Das war allerdings eher ein ganz kleiner "Mauschelverein", wo schon die rechtlichen Rahmenbedingungen (Hauptversammlung, Kassenprüfung etc) nicht stimmten. Dann habe mir einen anderen Verein gesucht, der damals auch eher klein war und Wert auf "familiär" legte. Ein längeres Telefonat mit der Vorsitzenden ließ mich vermuten, dass das für mich ok wäre. Ein großer Irrtum, wie sich nach relativ kurzer Zeit herausstellte. Die Vorsitzende, die Züchter- und Genetikseminare anbot, hatte zwar sicherlich Grundkenntnisse - von spezielleren Dingen sowas von keine Ahnung, dass mir die Luft wegblieb. Das fiel auf, als ich den Stammbaum einer Katze umschreiben lassen musste, weil die Farbbestimmung nicht stimmte.

Immer öfter hörte ich dann auch von Dingen, die mich schwer an der Seriösität zweifeln ließen, so dass ich zugesehen habe, dass ich da raus kam. Der anfänglich "kleine, familäre" Verein hat heute wohl mehr als 1000 Mitglieder .... massive Probleme haben dazu geführt, dass einige anderen Vereine hier schon die Stammbäume nicht mehr anerkennen usw.

Danach bin ich in den KVL eingetreten - sicherlich auch hier ein großer Verein und auch hier wird es zahlreiche Mitglieder geben, mit denen ich bestimmt nicht zwingend in einem Atemzug genannt werden möchte - aber wenigstens sind keine gravierenden Verfehlung bekannt. Ich bin auch immer noch Mitglied, schon alleine um meinen Zwingernamen zu behalten. Zum einen möchte mir nicht die allerletzte Tür zuschlagen, falls es mich doch noch mal überkommt, wieder anzufangen - und natürlich will ich auf jeden Fall verhindern, dass jemand anders sich den "Westpark" sichert und ich möglicherweise mit etwas in Verbindung gebracht werde, was ich gar nicht will.

Ich wollte einfach wissen auf was es da ankommt deswegen habe ich danach gefragt und nicht weil ich das so machen wollte.

Wir hatten ja weiter oben bereits festgestellt, dass du das eine oder andere unglücklich formuliert hast ... das ist ja ja beim Schreiben dann auch nicht ganz einfach und so entstehen Missverständnisse.

Und ich denke jeder der Ernsthaft in sie Züchterszene einsteigen möchte weiß, dass es kein billiges Hobby ist.

Nein - das ist den meisten nicht bewusst .... fast jeder glaubt, dass bei einem Wurf mit 6 Kitten, die für 800 Euro (also in Summe 4200 Euro) doch etwas hängenbleiben MUSS ... vor allem, wenn man auch noch zwei oder drei Würfe im Jahr macht.

Aber da denke ich mir, wenn man bei dir eine Katze gekauft hatte aus der, weiß nicht genau, sagen wir mal 4. Generation, hättest du da nicht aus Überzeugung sagen können dass deine Tiere in allen vorherigen Generationen gesund waren und bestimmte Erbkrankheiten nicht vorkamen und man die Katze mit guten Gewissen zur Zucht „verwenden“ (doofes Wort) kann?

Ich sage jetzt mal so ... ICH hätte das gewusst. Aber jemandem, der so blöd gewesen wäre, hier nur auf mein Wort zu vertrauen und nicht anhand von Linienkenntnissen und den Unterlagen, die ich vorzulegen habe, dass selbst zu erkennen - dem hätte ich überhaupt keine Katze zur Zucht verkauft.

Das meine ich ja damit, dass du unglaublich naiv bist. Grundsätzlich gilt: Traue niemals der Aussage eines Züchters, wenn du sie nicht selbst überprüfen kannst, glaube niemals etwas, was du nicht schwarz auf weiß gesehen hast.

Ich hätte jetzt auch noch eine persönliche Frage an dich, da du selbst gezüchtet hast. In in vielen Vereinen habe ich in den Zuchtrichtlinien gelesen, dass für erste Belegung der Katze bereits mit dem vollendeten 10. Lebensmonat erlaubt ist. Wie stehst du dazu und wie hast du das bei deinen Katzen gehandhabt?

Die 10 Monate sind schon aus einem Grund total schwachsinnig, weil es so etwas von keinen Sinn macht, eine Katze auf HCM schallen zu lassen, die nicht mindestens ein Jahr alt ist. Ich habe nie eine Katze von unter einem Jahr eingedeckt, sondern am liebsten gewartet, bis sie mindestens anderthalb oder noch älter waren.

Nach dem ich ein paar Jahr gezüchtet habe, wurde zwar der erste Schall vor Eindeckung bedeutungsloser und diente eher einer allgemeineren Kontrolle der Katze. Relevanter waren da dann immer die Ergebnisse der Eltern und Großeltern - da die wesentlich aussagekräftiger waren, als der Erstschall bei einer einjährigen.

Wer Katzen unter einem Jahr eindecken lässt, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn es hinterher mit der Aufzucht Riesenprobleme gibt, weil die Mutter mit der Situation völlig überfordert ist. Es mag Katzen geben, die das wegstecken und trotzdem Top-Mütter sind ... aber es gibt auch die absoluten Gegenteile - und warum sollte man hier ein Risiko eingehen, wenn man genauso gut ein paar Monate warten kann.

Grüße
Nic
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #52
.....fast jeder glaubt, dass bei einem Wurf mit 6 Kitten, die für 800 Euro (also in Summe 4200 Euro) doch etwas hängenbleiben MUSS ... vor allem, wenn man auch noch zwei oder drei Würfe im Jahr macht.
De facto, wenn das also ins Kommerzielle geht, ist der "Züchter" ein Vermehrer.
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #55
Ziel des Züchtens ist Umsatz, verdienen!

Das ist eine Theorie, die immer wieder von Menschen verbreitet wird, die KEINE Ahnung haben, was Zucht bedeutet.
Und nur, damit wir uns nicht falsch verstehen: ich rede jetzt von seriöser Zucht - damit verdienst du - auch bei drei Würfen - keinen Cent, sondern zahlst richtig drauf.
Ich habe es 15 Jahre lang gemacht - und glaube mir: ich kann rechnen!
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #56
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #57
In der Tat, Ahnung habe ich keine. Möcht ich auch nicht haben, ....

Aha ... ich finde es geradezu unverschämt, wenn jemand - der selbst zugibt, keine Ahnung von einer Sache zu haben - sich dann aber hinstellt und derartige Behauptungen aufstellt!

Du unterstellst mir etwas, was ich persönlich zutiefst abartig finde
Ziel des Züchtens ist Umsatz, verdienen!

... du gibst zu, dass du keine Ahnung hast und trotzdem nennst du mich eine Lügnerin?
Ich habe in diesem Forum oft genug (und auch hier weiter oben) oft genug gesagt, dass das Gegenteil der Fall ist.

Und nur um eins klar zu machen: Wir reden über Tatsachen und Fakten - das ist nichts, wozu man eine Meinung haben kann oder woran man glauben kann - oder auch nicht.

Ich bin ja sicherlich oft grell, keine Frage - aber ich maße mir nicht an, Behauptungen aufzustellen in Belangen, von denen ich überhaupt keine Ahnung habe. So etwas finde ich nämlich einfach nur zutiefst unverschämt!
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #58
Quatsch!
Keine aussage in der form, schlicht und einfach: wer rassekatzen mit der absicht züchtet, damit geld zu machen, ist m.E. den vermehrern zuzuordnen. Generell! DICH habe ich nicht angesprochen.
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #59
Du unterstellst mir etwas, was ich persönlich zutiefst abartig finde
Erst mal... ich weiß, dass man damit nichts verdient. Aber warum fändest du das abartig, wenn es anders wäre? Nehmen wir einmal an, dass das allgemeine Preisniveau so hoch liegen würde, dass auch beim seriösen Züchter etwas hängenbleibt. Also ich würde das nicht schlimm finden. Warum soll man mit der Zucht von Tieren kein Geld verdienen dürfen?
 
  • Vermehrer oder nicht? Beitrag #60
@Westpark-Nic
Ich hatte überhaupt nicht das Gefühl gehabt, dass Dir etwas von Fritz unterstellt wird :unsure:
De facto, wenn das also ins Kommerzielle geht, ist der "Züchter" ein Vermehrer.
Hier schreibt Fritz doch genau wie er es meint. Und da Du ja schon vorher in Form eines Rechenbeispiels dargestellt hattest, dass Du nie auf Gewinn züchtest, geht es bei seinem Kommentar sicher nicht um Dich. Ich glaube das ist ein Missverständnis.
 
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