Hallo Zusammen,
unser 13 1/2 Jähriger Kater war bis vor kurzem munter und fidel.
Nun hat er o. a. Krankheit im Mäulchen und baut zusehends ab. Operativ wäre nichts zu machen, sagt uns die Tierklinik.
Er bekommt nun Antibiotika und oral ein Schmerzmittel. Er geht noch gerne in den Garten, aber er frisst nicht mehr so wie sonst. Erklärt sich ja auch von selbst. Wir locken ihn mit allen möglichen Nassfutter und Trockenfutter. Zwischendurch schleimt der Süße auch sehr stark, was natürlich wegen dem langen Fell sehr verklebt. Er kann nicht immer sein Mäulchen so ganz schließen. Es ist traurig, ihn so zu sehen, wenn man ihn vorher kannte.
Er ist ein seeehr lieber Kater, hat absolut keine Macken und uns noch nie verärgert oder Sorgen bereitet in seinem Leben. NIE gekratzt, gefaucht oder gebissen, absoluter Traumkater!!!
Wir sind tottraurig und wissen nicht, was wir noch machen können.
Wir haben in diesem Jahr schon 2 andere Katzen verloren, 14 und 14 1/2 Jahre alt, alles Krebs und unseren Hund mit 14 1/2. Wir waren eine schöne Familie, ehemals 2 Hunde (Pon u. Bobtail) und 3 Katzen. Wir sind so unheimlich traurig !!!!
Da wir sehr viel in Haus u. großem tollen Garten mit unseren Tieren verbracht haben, alle Urlaube seit 2005 - bricht für uns eine Welt zusammen.
Im März haben wir eine jetzt 3jährige Birma zu uns geholt und nächstes Wochenende - ein undenkbar schlechter Zeitpunkt - kommt ein kleines NOrwegermädchen. Das ist alles unabhängig von der Krankheit unseres Leo geplant und wir können uns jetzt gar nicht mehr so freuen.
Liebe und ganz traurige Grüße
Lezah
Liebe Lezah,
ich habe deinen Thread erst jetzt gelesen, da ich einige Tage in Urlaub war. Es tut mir sehr leid für euch, dass in den diesem Jahr so viele traurige Abschiede von euren geliebten Tieren nehmen musstet. Leider gibt es solche Phasen, das habe ich vor drei Jahren auch erlebt, als mein Westie mit 14 Jahren auf Grund von Nierenversagen starb und mein Kater Minas nur 5 Wochen im Alter von 14 1/2 später ganz unerwartet verstarb. Auch wir hatten vorher zwei Hunde (der Schnauzer ist mit 15 Jahren fünf Jahre zuvor verstorben) und wir hatten einen Kater, der dann knapp 6 Jahre alt war. Zu ihm kam dann ein Hundewelpe und ein kleines Katerchen. Jetzt nach 3 Jahren fühlt sich das natürlich wieder rund an, aber in der Zeit des Verlustes unserer vorherigen Tiere ging es uns wirklich nicht gut mit all den traurigen Umständen.
Ich hoffe sehr, dass euer süßer Kater Leo noch einige Zeit bei guter Lebensqualität bei euch sein kann. Wichtig ist für ihn, dass er noch Freude am Leben hat, dass er keine Schmerzen hat und frisst und dass ihm nicht ständig übel ist. So wie ich eure Berichte hier lese, habt ihr all das im Auge und verwöhnt den Süßen, habt aber auch im Blick, dass seine Lebensverlängerung nicht um jeden Preis erfolgt, dass es ihm dabei gut gehen soll. Ich drücke ganz fest die Daumen für ihn, dass das noch ganz lange so bleibt.
Bei meinem Westie habe ich wegen der Nierenprobleme ihm lange Zeit das Diätfutter und die Medikamente gegeben. Als er am Ende all das nicht mehr nehmen wollte, habe ich ihm an Futter das gegeben, was er noch mochte (das war nicht immer das beste Futter, aber er hätte sonst gar nicht mehr gefressen) und ihm Nux vomica gegeben. Natürlich war immer die Tierärztin mit im Boot, die am Ende dann auch zu uns nach Hause kam, als sein letzter Weg anstand.
Eine gute Tierärztin zu haben ist viel wert, sich hier austauschen zu können, kann in Bezug auf Tipps hilfreich sein, aber besonders wichtig ist es, dass man sich mit Menschen, die die Sorgen verstehen können, austauschen kann und mentale Unterstützung erhält. Ich wünsche euch und eurem Kater Leo jedenfalls alles Gute und noch eine lange, gute gemeinsame Zeit.
