Ja, das sagen immer wieder viele hier im Thread, obwohl ich von Anfang an betont habe, dass ich/wir das nicht können. Vielleicht habe ich selber Anlass dazu gegeben, weil ich für die "normale Wahrnehmung" nicht vehement genug und laut genug gesagt habe, dass es nicht geht und vielleicht auch, weil nun 9 Monate rum sind und die "Kitten" immer noch hier sind. Aber auf meine eigene (vielleicht zu leise) Art habe ich immer wieder gesagt, dass wir die Kleinen nicht behalten können und auch wenn ich weiß, dass ihr alle es wirklich nur gut meint, fühle ich mich sehr in die Ecke gedrängt. Warum wird bei so vielen Usern hier im Forum kommentarlos akzeptiert, wenn sie sagen, dass 2 (!) Katzen ihr Limit ist und bei mir wird immer wieder noch drauf gehofft, dass ich nicht bei 4 Katzen Halt mache, sondern noch zwei weitere aufnehme...?
Mal ganz davon abgesehen, dass es finanziell einfach nicht machbar ist, dass es von der Zeit her auch nicht mehr klappt, dass ich nur noch am putzen und reinigen bin und ich mich auch mal einfach nur zurück lehnen möchte, verändern diese Kitten auch noch den letzten Zusammenhalt zwischen den anderen Katzen, einfach weil sich die Dynamik verändert. Max kommt seit Monaten nur noch stundenweise rein und dann faucht sie die ganze Zeit. Bibi pinkelt nun regelmäßig in die Wasserschale (könnte eine Blasenentzündung sein, könnte aber auch der Stress sein). Emma hat weitere 400 g abgenommen und zieht sich sehr zurück. April will die ganze Zeit mit den Großen spielen, aber die fühlen sich attackiert, fauchen, laufen weg, kreischen. Lilly ist irgendwo in der Mitte zwischen allen, denn bisher war sie das gemobbte Kind.
Ich bin ein gebranntes Kind mit Lilly und habe mir danach fest vorgenommen, dass ich diesen Fehler nie wieder machen würde. Vor Lilly hatten wir hier ein perfektes Trio. Stapelkatzen sozusagen. Dann habe ich Lilly gefunden, 7-10 Tage alt, Augen noch geschlossen und habe sie aufgenommen. Und sie ist mir in einer sehr speziellen Situation in die Hände gefallen. Damals habe ich versucht schwanger zu werden, hatte einige Fehlgeburten und dann kam dieses Kitten, das wir danach 7 Wochen lang mit der Flasche groß gezogen haben. Der Plan war, eine Familie für sie zu finden und sie zu vermitteln, aber wir konnten uns nicht von ihr lösen, erst recht nicht, als ich festgestellt habe, dass sie auf einem Auge blind ist. Sie wurde behütet und beschützt. Zu viel denke ich nun, denn sie wurde nie in die Katzengruppe aufgenommen. Jahrelang habe ich Bibi und Lilly trennen müssen. Wir hatten nie wieder glückliche Stapelkatzen. Wir haben nur noch Fauchen, Kreischen, Stress, Blutspuren. Irgendwann muss die Katzensituation bei uns auch mal besser werden, denn ich bin emotional ziemlich am Limit und kann auf gar keinen Fall zwei weitere aufnehmen.
@Sancojalou Sorry, dass ich jetzt ausgerechnet bei deinem Post so gefühlsmäßig ausgebrochen bin, denn es haben ja auch schon einige andere vorher die Hoffnung geäußert, die Kleinen mögen doch hier bleiben. Ich hatte im letzten Jahr einige emotionale Belastungen auszuhalten und habe mich deswegen in vielerlei Hinsicht sehr überfordert gefühlt. Das möchte ich hier auch nicht im Detail aufschreiben, aber deswegen habe ich mich leider nicht intensiv genug darum gekümmert, ein Zuhause für die Kitten zu finden. Je mehr Zeit vergeht, desto dringender wird es aber und ich wäre euch allen sehr dankbar, wenn ihr mir dabei helfen würdet.
So, wir haben heute Rosenmontag. Auf geht's ins Grüne!