Ich bin fix und fertig wenn er zum Tierarzt muss, zittere wie sau weil ich ihn so quälen muss und er es nciht verste4ht
Ich weiß, meine vorherigen Kommentare waren durchaus mit einem herausfordernden Unterton geschrieben, aber jetzt ganz ehrlich und sachlich: Wenn du Angst davor hast oder dir Sorgen machst dein Tier zum Tierarzt zu bringen, dann ist das keine Schande und auch kein unlösbares Problem. Die Wellenlänge zwischen dir und dem
Tierarzt sollte schon stimmen, da kann es auch sein, dass man erstmal den richtigen Tierarzt finden muss. Wenn du das Gefühl hast, dass es mit dem jetzigen
Tierarzt nicht ganz passt, dann schau dich um welche es noch in deiner Gegend gibt. Frag Freunde und Bekannte nach ihren Tipps, informiere dich auf den Webseiten und vergleiche die Ärzte ganz persönlich für dich. Auch ich hab "meine" Tierärztin erst nach einem Wechsel gefunden. Du kannst dort anrufen und fragen, ob sie ein Beratungsgespräch auch ohne deine Katze machen würden, ganz ungezwungen und ohne Stress. Tierärzte sind auch Menschen mit Gefühlen, haben in den allermeisten Fällen selbst Tiere und können ganz viele Sorgen und Ängste nachvollziehen. Sprich offen darüber, es wird dich kein empathischer Tierarzt verurteilen, wenn du deine Situation erklärst.
Ich gehöre zu einem miniminimini kleinen Prozentteil der Leute, die wirklich schon sehr oft bei Tierärzten waren, vor allem in so kurzer Zeit. Die meisten Tiere müssen zum Glück kaum zum Tierarzt, und ich wünsche jedem Tierbesitzer, dass die Tiere lange gesund sind

Was ich schon mit Balu erlebt habe sind absolute Ausnahmezustände, Verzweiflung und Angst, ob er es schafft. Uns sind die Tränen heruntergelaufen, als Balu aus den epileptischen Anfällen nicht mehr heraus kam. Und mit uns meine ich nicht nur mich und meinen Mann, auch unsere Tierärztin war fix und fertig, weil sie am Ende ihrer Möglichkeiten war. Wir sind noch am Abend 250km nach München in eine Tierklinik mit neurologischer Abteilung gefahren, Balu mitsamt Infusion und in absolut kritischem Zustand im Auto, ohne zu wissen was auf uns zukommt und ob er es schafft.
Wir sind so froh, dass es ihm mittlerweile wieder richtig gut geht und er sich ins Leben zurückkämpft, aber ich bin auch ehrlich: Vor der anstehenden Operation hab ich auch bammel, es ist eine sehr seltene Erkrankung, die OP können nur wenige Spezialisten durchführen und die Risiken sind im Vergleich zu Routineoperationen deutlich höher. Aber es ist der einzige Weg um ihm ein langes und gesundes Leben zu ermöglichen, damit ich eben in Zukunft nicht mehr ständig zum Tierarzt muss, damit ich nicht mehr täglich Medikamente geben muss.
Und die allermeisten Erkrankungen sind wirklich gut zu behandeln, wenn sie früh erkannt werden. Und dann muss auch kein Tier leiden, sondern erfreut sich am Leben. Tiere leben im hier uns jetzt, die denken nicht darüber nach was morgen ist. Und jeder Tag, an dem es ihnen gut geht, sie keine Schmerzen haben und geliebt werden ist wertvoll.
Ich wünsche dir und deinen Katzen alles Gute
