Guten Morgen Ihr Lieben!
Es gibt bereits viele ähnliche Beiträge, ich habe mich auch schon viel durchgelesen.
Nachdem jedoch auch jede Zusammenführung individuell ist, möchte ich mich an Euch wenden,
denn meine Nerven liegen blank und das Stresslevel ist doch sehr hoch inzwischen bei uns allen drei
Zur Geschichte: Unser Artus (bald 1 1/2 Jahre alt, kastriert) kam vor etwas über einem Jahr zu mir als Zweitkatze.
Merlin musste leider im Juli eingeschläfert werden. Artus war von Anfang an immer sehr verschmust, hing sehr an mir
und ist sogar (bitte nicht lachen) mit mir spazieren gegangen. Er kam aus einer großen Familie, in der viele Katzengenerationen
gemeinsam wohnten. Nach Merlins Tod war er irgendwie etwas verloren und tigerte immer etwas ziellos rum.
Nachdem ich bald wieder ganztags anfange zu arbeiten, dachte ich, es wäre schöner für ihn, wieder einen Gefährten zu haben,
er ist sehr sozial und gesellig.
Also zog vor etwa 6 Wochen ein bald 6 Monate altes Kerlchen zu uns, Joschi. Es war mir klar, dass es nicht ganz ohne Probleme
laufen wird und so zog ich es schwitzend durch. Nach 2 Wochen Fauchen und Knurren und Pfotenhieben seitens Artus, zeichnete
sich tatsächlich eine Wende ab, sie jagten sich um den Strauch im Garten und Artus schlief sogar schon wieder AUF dem Bett
mit dem Bauch nach oben. Fressen nebeneinander ging ganz gut, der Kleine durfte sogar an seinen Öhrchen schnuppern ohne Gegenwehr.
Ich dachte schon, jetzt haben sies geschafft. Aber plötzlich ist wieder alles anders. Artus knurrt, faucht und tatzt den Kleinen, sobald er
nur in seine Nähe kommt. Rennt mit eingezogenem Schwanz an ihm vorbei und kommt nur nach viel Locken zum Fressen rein. Am liebsten würde er auch sofort wieder abhauen, wenn ich ihn nicht hier behalten würde, dass er sich mal ausruhen kann. Ich mache dann die Schlafzimmertür zu, damit er etwas Ruhe findet. Der Kleine scheint nicht so sehr beeindruckt von seinem Verhalten zu sein, also er springt nach wie vor freudig auf ihn zu.
Am schönsten ist es, wenn ich mit beiden draußen spiele. Dann ist es eine Freude, zuzusehen. Und Artus genießt das sichtlich, er springt von Baum zu Baum und freut sich.
Aber: ich merke, dass die Situtation generell hier deutlich Stress hervorruft. Nicht nur bei den beiden Fellnasen, sondern auch bei mir.
Ich schlafe sehr unruhig und bin irgendwie immer auf dem Sprung. Mittlerweile bin ich auch echt ratlos, wie ich weiter vorgehen soll. Ich möchte nicht,
dass Artus oder der kleine Wicht einen psychischen Schaden bekommen, oder Artus das Vertrauen verliert. Ich muss mich auch schon anfauchen lassen, und vor Schreck hat er mich auch schonmal gekratzt. Aber gut, das kann ich verstehen.
Meine Frage an Euch ist nun ganz konkret: Würdet Ihr die Zusammenführung abbrechen, das heisst, der Kleine müsste ausziehen, oder wie lange
sollte ich noch warten? Ich bin wirklich schon ganz kaputt.
Habt vielen Dank für Eure Antworten!