Ok ... dann sage ich auch mal was dazu:
Die Trächtigkeit ansich ist ja inzwischen offensichtlich und mit nur noch ca. 2 Wochen auch recht weit fortgeschritten.
Grundsätzlich ist eine Kastration noch möglich allerdings ist es u.U. nicht ganz einfach einen
Tierarzt zu finden, der das macht. Idealerweise findest du hierfür einen, der viel aktiv für den Tierschutz macht, der wird vermutlich eher bereit sein. Dann ist das natürlich auch eine "moralische" Frage. Sicher hört sich "Kitten töten" böse an - auf der anderen Seite muss man aber auch bedenken, dass niemand weiß, in welchem Zustand sie sind. Die Katze kann sich bei der Deckung mit allem möglichen angesteckt haben. Dazu kommt die Frage, ob du wirklich in der Lage wärst, die Situation sinnvoll zu meistern. Ich habe gelesen, dass du schreibst:
... nun ja - das ist nicht mal eben "angelesen" und ich bin mir nicht sicher, ob du wirklich weißt, was es im worst case Fall bedeuten würde. (Versteh´ mich nicht falsch - ich will dir nichts unterstellen - aber vielen ist das eben nicht in vollem Umfang klar). Im ungünstigesten Fall stirbt dir die Mutterkatze bei der Geburt weg - dann hast du einen mutterlosen Wurf, den du über Wochen im zwei Stunden Takt (Tag UND Nacht) füttern musst. Die Wahrscheinlichkeit, die Babys durchzubekommen ist (wenn man keine Erfahrung hat) nicht besonders hoch.
Letztendlich müsstest du die Entscheidung treffen - und damit leben egal welche Konsequenzen sie hat. Das kann dir hier auch keiner abnehmen.
Richtig - dazu hatten ja auch andere bereits etwas geschrieben. Du kannst eine Kotprobe beim
Tierarzt abgeben und bei einem positiven Befunde mit ihm abstimmen, ab wann die Kitten entwurmt werden sollen. Und dann gibt es das Zeug für alle zusammen (auch die Mutter).
Spot on würde ich schon mal gar nicht machen ...
Jep - wenn du dich entscheidest, das durchzuziehen, dann sollte sie soviel Futtern bekommen, wie sie will - je hochwertiger umso besser. Gerne auch Rohfleisch. In dem Fall solltest du dir schnellsten Aufzuchtsmilch besorgen - ich empfehle da Zimic (
www.zimic.de ) - die kann die Mama auch bereits vor der Geburt bekommen (ein Schälchen pro Tag).
Das würde ich dann auch so lassen - allerdings musst du das durchziehen bis die Kitten ca. 8-10 Wochen alt sind. Denn säugende Katzen können da zu Furien werden.
Da ist die Frage, wie klein ist klein? Hast du wirklich schon einen 70g schweren Katzenwurm, der gerade ein paar Stunden alt ist, in der Hand gehabt und versucht zu füttern. Das ist eine andere Hausnummer als ein 8 Wochen altes Kitten. Ich frage nur, weil viele sich auch hier vertun.
Sorry, dass ich auch hier noch mal kritisch hinterfragen muss: ganz sicher?? Ein Kaiserschnitt im Notdienst kostet schnell mal eine vierstellige Summe (bei der geänderten Gebührenordnung wird es vermutlich inzwischen noch teurer sein). Wenn was mit Mama oder Babys nach der Geburt ist, geht das auch ganz schnell mal in den Bereich von ein paar hundert Euro .... also ich sag mal so: ich kenne Züchter, die haben rund 4 - 5000 Euro in einen Wurf gesteckt, wo dann mal alles schief lief. Muss natürlich nicht - kann aber. (Und nein - die Behandlung von Rassekatzen ist nicht teurer, als die von Streunern).
Ich persönlich würde das Trockenfutter ganz weglassen und ihr immer wieder frisches Futter (und Rohfleisch) hinstellen, sobald es zur Neige geht.
Verena sagte es schon - kann sein, dass ihr das nicht passt - Katzen können da komisch sein. Ich würde auch immer eine Kiste bevorzugen, die oben wenigstens halb geschlossen ist und bei Bedarf auch von oben ganz zugemacht werden kann (teilbarer Deckel) - und dafür vorne einen Einstieg hat. Außerdem würde ich sie für die Geburt in ein Zimmer bringen, wo dieser Karton dann die einzige Alternative ist. Keine Katzbäume, keine Höhlen, keine Verstecke unter Schränken. Außerdem, wie Verena auch sagte: Einweg-Wickelunterlagen (oder auch Inkontinenzeinlagen) - alleine während der Geburt wechselt man die schon ein paar Mal (bzw. ich habe immer sieben, acht übereinander gelegt und dann nur die oberste weggenommen). Dann kannst du hier im Forum schauen, wo es unendlich viele ähnliche Threads gibt, in denen Verena und ich schon unendlich oft aufgezählt haben, was man alles für eine Geburt braucht.
Aber ich würde einfach noch mal sehr gut überlegen, ob du das wirklich durchziehen willst. Ach ja - und wenn du magst, kannst du uns vielleicht mal erzählen wo du herkommst (PLZ reicht erst einmal) ... vielleicht kennt ja Jemand Jemanden in deiner Nähe, der Notfall helfen kann.
Grüße
Nic