Ich bin überzeugt das dir etwas Auszeit gut täte. Aber wie soll das gehen, wenn Baby und Hund nicht ohne dich können und die Arbeit ruft?
Schon allein:e eine Hunde- und/ oder Banysitter:in würden helfen, werden im Moment aber wahrscheinlich weder von Hund, noch Baby angenommen
Ich habe jetzt erstmal so umstrukturiert, dass ich alles unter einen Hut bringe. Also tagsüber nur Otto, Frida, die Katzen und Haushalt. Das hört sich immer so wenig an, aber mit Kind fertig machen, Katzen versorgen, Spaziergang, Einkauf und Kochen ist der Vormittag schon voll.
Wenn Otto abends schläft, beginne ich zu arbeiten.
So schaffe ich zumindest alles und habe nicht den Druck, dass die Arbeit liegen bleibt.
Natürlich habe ich jetzt gar keine Zeit für mich, das ist aber grad ok so.
Die Auszeit brauche ich eher gedanklich. Ich mach mir so einen Stress und Druck, dass ich permanent denke- wieso hilft mir denn niemand??
Ich hab jetzt 10 Therapeuten durchtelefoniert. Alle meinen ich solle auf jeden Fall weiterhin versuchen, einen Platz zu bekommen, denn es ist dringend. Aber selbst hat niemand Platz und schreibt mich auch auf keine Warteliste. Wie soll das jemals was werden?
Irgendwie wird mir Dein Freund sympathischer. Alleine dafür, dass er für Holly die Türen vom Wirtshaus offen lässt. Er scheint ja auch an ihr zu hängen und sein Argument, dass er nicht möchte, dass es Dir schlecht geht zeigt , dass er sich Sorgen um Dich macht. Ich würde ehrlich gesagt erstmal noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt und nichts überstürzen. Otto wird größer und schläft irgendwann in absehbarer Zeit die Nächte durch und solange Frida die Katzen nicht angreift und verletzt und sie ja eigentlich friedlich ist würde ich mit einer Abgabe noch warten. Wenn ich ganz ehrlich bin ist meine Meinung, dass es dann aber eher für den Hund gilt und nicht für eine der Katzen, zumal Holly ja bereits als Seniorin gilt. Leider scheint es bei Frida nicht einfach zu sein ein für sie passendes neues Zuhause mit hundeerfahrenden Menschen zu finden.
Er mag alle unsere Tiere, aber Holly besonders. Man muss sie aber auch lieben.
Ich würde ja so gerne abwarten, aber es gefriert, es ist kalt, Holly kommt nicht mal auf den Balkon (wo ich ihr Nester gebaut hätte) und nimmt auch das Angebot der offenen Tür unten nicht an. Sie hat sich einen riesigen Bauch angefuttert (sie frisst alleine bei mir 400g Nassfutter am Tag und bei den Streunern nascht sie auch mit) und ich schätze sie hat sich schon ein warmes Winterqartier gesucht.
Für mich ist das unerträglich. Ich will, dass sie einen warmen Safe-Space hat, wo sie jederzeit stundenlang auf der faulen Haut liegen und umsorgt werden kann. Ob sie das braucht, steht auf einem anderen Blatt, aber ich fühle so.
Nein, Frida schadet den Katzen nicht. Sie ist eben sehr explosiv, aber wir separieren jetzt nachts und damit kann so ein Käse auch nicht mehr passieren.
Die Hundetrainerin, mit der ich vorgestern gezoomt habe, hat gemeint, die Tierheime sind rappelvoll und unser Hund hat als Herdenschutz- oder Hofhund das Privileg auf einem Hof zu leben. Sie meint ich soll mal chillen, dem Hund gehts supergut und die Probleme, die ich schildere sind zwar doof, aber daran kann ich immer noch arbeiten, wenn ich wieder Zeit und Kraft dafür habe.
Ich soll den Hund einfach mal Hund sein lassen und nicht den Anspruch haben, alles perfekt machen zu wollen, denn das Gegenteil passiert.
Hat mir auch irgendwie geholfen, kurz durchzuatmen.
Otto hat Schnupfen und war irgendwie die ganze Nacht wach. Bin müde. Ich geh mal eine Hunderunde, damit das Kind noch ein wenig Schlaf bekommt.