Hallo!
Zu meinem Anliegen ein kurze Vorgeschichte.
Ich bin im letzten Jahr in ein Mehrfamilienhaus gezogen. Fast alle Wohnungen sind meines Wissens nach Eigentumswohnungen.
Einige Tage nach meinem Einzug musste ich für mehrere Stunden ausser Haus. Womit ich nicht rechnete war, dass mein alter Hund, nach meinem Weggehen für mehrere Stunden ein Jaulkonzert veranstaltete (das hatte er im Vorfeld noch nie gemacht). Als ich zurückkehrte fand ich neben einem schimpfenden Nachbarn ein Schreiben vom Amt für Umwelt und Lärmschutz in meinem Briefkasten vor.
Das Schreiben bezog sich auf die Ruhestörung, ausgehend von meinem alten Hundeherrn. Bei wiederholter Störung drohte man mir mit einem unverschämt hohen Bussgeld. Kurzum - es blieb bei diesem einmaligen Vorfeld. Zur Sicherheit gab ich einer mir wohlgesonnenen Nachbarin meine Handynummer, mit der Bitte mich zu informieren, sollte das Problem nochmals auftreten.
Am 31.12.12 zog nun mein Notfellchen, ein etwa 1,6 jähriger Kater bei mir ein. In den ersten Tagen miaute er erbärmlich, so bald ich das Haus verliess. Zum Glück gab sich das bereits nach wenigen Tagen.
In den letzten Tagen jedoch, trat das Problem erneut auf, allerdings beruhigte er sich nach ca. 5 Minuten wieder und es kehrte Stille ein.
Heute hatte ich einen Geschäftstermin ausserhalb Berlins und verliess gegen 4.30 Uhr das Haus. Wieder miaute er bei meinem Gehen.
Gegen 8.45 Uhr klingelte mein Handy. Meine Nachbarin am Apparat, die mir erzählte das aus meiner Wohnung seit Stunden ein klägliches, lautes Miauen dringt und mein Nachbar schräg über mir vor meiner Tür steht und alle Bewohner die raus oder rein gingen darauf anspricht.
Also auf der nächsten Autobahn-Auffahrt kehrt gemacht und zurück nach Berlin.
Ich traute eben meinen Ohren kaum - den Kater konnte ich bereits auf dem Hof hören - es klang wie eine Mischung aus Miauen und Schreien.
Die Wohnung aufgeschlossen, der Kater begrüsste mich gleich freudestrahltend. Mir blieb die Freude jedoch im Halse stecken. Er hat mir Tapete von den Wänden geholt und mir zweimal auf die Couch uriniert.
Jetzt liegt er auf meinem Schoss und schaut, als könnte er kein Wässerchen trüben.
Mein Nachbar droht mir beim nächsten Vorkommen wieder das Amt für Umwelt und Lärmschutz einzuschalten.
Jetzt kann ich erstmal meinen Chef über den vermasselten Termin informieren ...
Und ja, ich habe für katergerechte Unterhaltung in meiner Abwesenheit gesorgt. Aber nicht mal das
Trockenfutter auf dem Fummelbrett hat er angerührt obwohl er dem eigentl. nie widerstehen kann.
Und nein, ich habe keine Zweitkatze. Eigentl. hatte ich bereits einen kleinen Kater im Auge, habe jedoch gestern die Übernahme wieder verworfen, weil ich mir Sorgen wg. des grossen Altersunterschiedes gemacht habe.
Ich habe keine Wahl - das KaFu will ja auch verdient sein. Wenn ich das Problem nicht gelöst bekomme, wäre das das Ende unser Mensch-Kater-Freundschaft. Doch ich habe ihn ganz fest in mein Herz geschlossen und er wurde schon so oft in seinem jungen Leben herumgereicht, dass der Gedanke daran mich total fertig macht.
