Thema: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Diskutiere im Katzen Forum über Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht im Bereich "Zucht und Genetik". Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht (hauptsächlich bezogen auf Orientalen) Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um ...
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Alt 22.08.2009, 10:08   #1
 
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Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht
(hauptsächlich bezogen auf Orientalen)

Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um sich tatsächlich ernsthaft mit der gezielten Zucht eines anderen Lebewesens (und damit meine ich nicht die wahllose Vermehrung, weil "Kater und Katzen zusammen ja soooo schön aussehen") zu befassen, braucht man eine hohe menschliche (soziale und intellektuelle) Intelligenz, Verantwortungsgefühl und Geld.

Wer diese drei Komponenten nicht aufweisen kann, wird zu irgendeinem Zeitpunkt seiner "Zucht" an Grenzen stoßen, durch die das Tier Schaden nehmen wird.

Wer eine RASSEkatze (hier speziell Siam und OKH) haben will, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater/eine Katze, der/die so aussieht als könnte er/die mal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen und - wie schrieb es hier jemand mal so treffend? - "Look-a-like"s zu produzieren.

Und wer eine kauft, hat eine gewisse "Verantwortung" der Rasse gegenüber (dazu unten mehr).

Fundamentale und fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und -ernährung (und damit meine ich nicht Billigfutter-Kitten-Nahrung), medizinische Kenntnisse oder zumindest einen TA, der ständig (und damit meine ich auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, um auch einmal einen 10er Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in einen finanziellen Ruin zu stürzen, sind nur einige der grundlegenden Voraussetzungen für einen seriösen und ernsthaften Züchter. Wer das nicht annähernd gewährleisten oder bewerkstelligen kann, ist in der Rassekatzenzucht schlicht und ergreifend FEHL AM PLATZ!

Es geht hier nicht darum, auf einen Trabbi einen Mercedesstern zu pappen oder in ein in China produziertes Shirt ein gefälschtes Marken-Zeichen zu nähen: Es geht darum, das Original zu erhalten.

Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. Wobei
mal auch da genau hinsehen sollte, denn leider gibt es natürlich auch unter den Vereinszüchtern nicht nur seriöse.

Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Trotzdem möchte ich gerne mal von einem Schwarzzüchter vorgerechnet bekommen, wie sie ihre Kitten für z.B. 250 Euro (oder weniger) vollgeimpft, gechipt evtl. frühkastriert und bestens ernährt nach 12 Wochen abegeben können - das müssen wahre Wohltäter der Nation sein, sie legen bei jeden Kitten mind. 100-150 Euro drauf und da darf das Kitten nicht einen Tag krank gewesen sein, erstaunlich!).

Das war das, was ich mit "Verantwortung" gemeint habe. Ich persönlich "brauche" wie gesagt auch keinen Stammbaum, meine Katzen sind alle kastriert, ich züchte nicht, obwohl ich viele lukrative Angebote hatte (gerade wegen der außergewöhnlichen Farben).

Ich liebe sie auch so und kämen sie aus der Mülltonne, aber ich habe mich genau in DIESE Rasse verguckt und wenn ich eine SOLCHE RASSEkatze haben will (und nur darum geht es - um RASSEtiere, die bestimmte Merkmale der Rasse aufweisen sollen), kann es nur den einen anständigen Weg geben:

Ich unterstütze einen Züchter, der in einem Verein ist und sich dessen STRENGEN Zuchtregeln unterwirft (z.B. Kitten nicht, egal, was passiert (!), vor der 12. Lebenswoche abzugeben, Kitten nicht ungeimpft abzugeben, nur genehmigte Verpaarungen innerhalb der Rasse einzugehen undundund), der sich kontrollieren lässt (u.a. vom Gesundheitsamt), dessen Kitten in einem großen Familienverband aufwachsen und voll sozialisiert sind, der seine Kitten rund um die Uhr, auch wenn die Mutterkatze krank ist oder nicht genug Milch hat, versorgt (meine Züchterin hat bei einigen Würfen zufüttern müssen, alle zwei Stunden, Tag und Nacht, tagelang!!)

UND

- und jetzt kommt das Entscheidende, denn theoretisch könnte das ein "stammbaumloser" Vermehrer auch, wenn er es anständig macht -

DER DIE RASSE MIT SEINER ZÜCHTERISCHEN TÄTIGKEIT VORAN BRINGT:

Der nämlich in der Lage ist, seine RASSEtiere anderen Züchtern für deren Zuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Kein stammbaumloser Vermehrer kann das, da seine Tiere aus gutem Grund zur Zucht nicht zugelassen sind. Das heißt, gäbe es nur noch Leute, die bei Vermehrern kauften, gäbe es bald, so in 20-30 Jahren, keine Tiere der Rasse Siam/Orientalen mehr.

Alle Tiere würden anders aussehen, weil sie ja jeder, wie er gerade Lust hat, mit anderen Tieren verpaart hat. Nicht böse sein, aber z.B. eine Verpaarung Thaimix und Balinese oder Maine Coon, wie bei einigen Schwarzzüchtern Gang und Gäbe würde dazu führen, dass aus den Kitten der nächsten und übernächsten Generation wahrscheinlich Katzen werden, die irgendwann alle wie Hauskatzen aussehen, das Maskengen fiele vielleicht irgendwann mal weg, die Halblanghaarigkeit würde vielleicht noch etwas länger mitgeschleppt werden, aber im Grund haben wir in 5-10 Generationen nichts mehr, was noch der Siamkatze/Thaikatze, meinetwegen auch Maine Coon oder Perser entspräche, nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, ich schon, denn ich liebe die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen!

Daher ist es so wichtig, wenn man sich tatsächlich eine RASSEkatze, WEIL man sie vom Aussehen und Charakter so toll findet, anschaffen will, auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Möglichkeit auch anderen Menschen zu teil werden kann (und nicht "nach mir die Sintflut" ) und das geht nur, wenn man anständige Zuchtprogramme bei seriösen Zuchten unterstützt - und ja, so etwas und die Katzen kostet/kosten ein bisschen mehr, als sie "Fritz" um die Ecke anbieten kann, aber warum das so ist, kann jeder, der das will, an verschiedensten Stellen im Internet nachlesen und auch auf Nachfrage bei jedem seriösen Züchter erfragen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass "einen Stammbaum haben" nichts Schlechtes oder gar Arrogantes ist, sondern, dass darin ein Schatz für den Erhalt einer Rasse liegt und dass jeder, der diese (oder eine) Rasse liebt, mit daran arbeiten sollte, dass diese Rasse erhalten bleibt und sich auch noch Generationen nach uns daran erfreuen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich seriöse Züchter auch mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach ihrem Aufenthalt im Züchterhaushalt weitergeht. Aspiranten werden -in der Regel (leider gibt es überall Ausnahmen)- auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Orientalen äußerst soziale Tiere sind und nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten, man wird diese Hinweise in sämtlicher Fachliteratur - die man sich als Liebhaber, der sich ein Tier diese Rasse anschafft hoffentlich VOR Anschaffung des Tieres gelesen hat - finden.

Auch das überprüft ein guter und gewissenhafter Züchter normalerweise vorher, ob nämlich der neue Besitzer wirklich über das Wissen verfügt, die Katzen angemessen zu versorgen und aufzuziehen, leider habe ich von sehr vielen Vermehrern gehört, die Kitten (neben der absolut indiskutablen Sachen, sie mitten in der wichtigen Sozialisationsphase (vor der 12. Woche) (klar, nämlich dann, wenn sie anfangen futtermäßig echt Geld zu kosten) abzugeben), die Kitten wahllos Menschen anvertrauen, die kaum Sachverstand und Ahnung und noch weniger eine zweite Katze haben. Auch sorgen verantwortungsvolle Züchter dafür, dass Katzen aus ihrer Zucht, sollten sie tatsächlich im ursprünglichen Haushalt nicht mehr bleiben können, anderweitig unterkommen und eher selten im TH landen. "Rasse"tiere, die man dort findet, sind meist die oben erwähnten "Look-a-like"s, ohne Stammbaum vermehrt und aus-den-Augen-aus-dem-Sinn (aus Sicht des Schwarzzüchters).

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, der hat sowieso von Natur aus ein gewisses Interesse und dürfte nur zu einem geringen Prozentsatz zu denen gehören, um die es mir hier geht.

Und natürlich ist nicht jeder Vereinszüchter ein wirklich guter und seriöser Züchter (Gründe werden ganz oben genannt, denn nur die Vereinszugehörigkeit macht den Braten auch nicht fett) und nicht jeder, der Katzen ohne Stammbaum vermehrt, ist ein "Geldmacher ohne Verstand".

Man muss im Einzelfall abwägen, wobei für mich, nachdem ich mich VOR der Anschaffung meiner Rassekatzen lange mit dem Thema beschäftig habe, nur ein seriöser Vereinszüchter und die entsprechende auch finanzielle Unterstützung der Rassezucht in Frage kam.

Wer bewusst andere Wege gehen will, muss eben auch mit massiver Kritik derer rechnen, die den seriösen Vereinsweg für richtiger halten!

Danke fürs Zuhören!

Geändert von saurier (19.04.2014 um 18:30 Uhr) Grund: Ergänzung
saurier ist offline  
Alt 22.08.2009, 10:08
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen?
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
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Schäppchen für Fellnasen
Alt 22.08.2009, 10:54   #2
 
Avatar von Raggy-Duo
 
 
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Sehr guter Text.

Ich möchte noch etwas aus meiner Sicht hinzufügen:

wenn ich plane mir eine Katze anzuschaffen muss ich daran denken das diese Tier mich im besten Fall die nächsten 15-20 Jahre begleiten wird.

Für mich war es wichtig diese Zeit wenn möglich unbeschwert mit einem Tier zu verbringen dem nicht von Anfang an "Macken" in die Wiege gelegt werden. Ein Kitten das gut sozialisiert abgegeben wird bereitet doch viel mehr Freude wie eins das von Anfang an z.B. unsauber ist.

Auch sollte bei der Auswahl der Züchter die Lebensumstände berücksichtigt werden in denen die Kitten groß werden. Wenn in meinem Haushalt Kinder leben ist es sinnvoll darauf zu achten das die Kitten von Anfang an an Kinder gewöhnt sind. Kätzchen die in einem sehr ruhigen Haus geboren wurden bekommen erstmal einen "Kulturschock" wenn plötzlich lärmende Kinder um sie rum toben, Kitten die das von Anfang an gewohnt sind sehen das gelassener.
Raggy-Duo ist offline  
Alt 22.08.2009, 11:19   #3
 
 
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Danke für den, wie ich finde, sehr guten und gelungenen Beitrag. Als relativer Laie würden mich mal einige Punkte zu dem Thema Rassekatzenzucht im Allgemeinen interessieren.

Erstens, woher kommen eigentlich Rassekatzen? Ich meine, haben sie sich von selber entwickelt oder wurden sie erst vom Menschen so gemacht? Und zweitens, ist es wirklich sinnvoll und etisch vertretbar eine bestimmte Tierrasse zu züchten, die sich offenbar allein und ohne den Menschen zumindest in dieser Art gar nicht durchsetzen könnte? Und zuletzt drittens, weshalb bleibt gerade bei Rassekatzenzüchter die artgerechte Haltung, sehr oft auf der Strecke bzw. wird meiner Meinung nach völlig ungenügend beachtet. Wobei eine artgerechter Haltung leider allzuoft mit paradisischen Zuständen einer optimalen Natur verwechselt wird. Ich denke, in Wahrheit handelt es sich lediglich um gewisse minimale Haltungsbedingungen die den natürlichen Grundbedürfnissen des betreffenden Tieres entsprechen. Und die sind mit der reinen Wohnungshaltung bsw. eben nicht gegeben. Mal ein Beispiel... welchen Sinn macht es eigentlich, eine Katzenrasse wie die Main Coon zu züchten, mit extrem dichten und langen Fell, das diese Rasse doch eigentlich eher den teilweise extrem kalten Winter Nordamerikas zu verdanken hat, um die Tiere später allesamt in reine Wohnungshaltung zu vermitteln, was gerade für diese Rasse doch bestimmt alles andere als optimal ist?
aLuckyGuy ist offline  
Alt 22.08.2009, 18:23   #4
 
 
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

ich stimme voll und ganz zu, dass seriöse vereinszucht gefördert und unterstützt werden sollte im gegensatz zu diesen "Schwarzzüchtern" wie du sie nennst. Allerdings habe ich mich persönlich bewusst für eine stink normale Hauskatze entschieden. Denn wie so oft wenn es um Rassen geht (seis bei Katzen, Hunden, Pferde...) sind doch die meisten ganz schön arm dran. Warum züchtet man gezielt weiße Katzen, die häufig taub geboren werden? Warum denn Katzen ohne "richtige" Nase, die kaum ohne zu schnorcheln atmen können? Warum sollte ich eine Katze kaufen die keinen Schwanz hat? Das werde ich wohl nie verstehen können.
inkheart ist offline  
Alt 23.08.2009, 10:24   #5
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

da hab ich noch ne frage:
was ist wenn mal eine rolligekatze abgehauen ist und schwanger wieder gekommen ist? das ist schon einigen züchtern passiert aber nicht weil sie verantwortungslos sind sowas kann passieren, bloß man bekommt es nicht so oft mit weil das ein züchter nicht rausposaunt... da kommt auch gleich meine zweite frage, wen hier in deuschland in einer zucht sich eine krankheit eingeschliechen hat (kann auch passieren z.b. fip kann auch ohne kontakt mir einer enderen katze sich einschleichen) würde der züchter nicht sagen: "hey bei mir ist die und die krankheit aufgetaucht, was kann ich dagegen tun?" sondern versucht es unterm teppich zu kehren! in amerika ist man offener und die züchter tauschen sich miteinander auf, holen sich hilfe wenn sie probleme haben und sprechen ganz ehrlich über solche sachen. in deuschland ist es anders wenn dort ein züchter von einen anderen sowas brisantes erfährt kann es gut sein das es dann alle wissen!

wieso ist es so müssten nicht die züchter zusammen halten und sich helfen? wieso sind die züchter in der usa ehrlicher zu einander? und lassen sich voneinander helfen?
sein gesicht waren ist ja ok, aber wenn man hilfe brauch wieso fragt man nicht?

in dem punkt können wir auf jeden fall noch was von anderen lehren, einfach mal den stolz runterschlucken und anderen auch mal die verwundbare seiten an sich zeigen!
hannoverin ist offline  
Alt 23.08.2009, 13:54   #6
 
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

@ inkheart: es gäbe ja aber auch weiße Katze die nicht von Taubheit betroffen sind. Siam mit "Turner-blauen" Augen sind nicht von Taubheit betroffen.
@ hannoverin:
Ja es stimmt leider schon, daß es Züchter gibt, die Krankheiten verschweigen. Und richtig ist das selbstverständlich nicht! Ich selber habe das Glück, daß mich, bzw. meine Zucht noch keine schlimme Krankheit eingeholt hat, zumindest nix schlimmes ansteckendes und ich hoffe natürlich inständig, daß das so bleibt!
Ich kenne aber durchaus, auch Züchter die sich etwas wie Fip eingehandelt haben und es gesagt haben! Da ist dann halt Zuchtpause angesagt! Ich würde auch von solch einem Züchter ein Tier für meine Zucht kaufen, wenn ich aufstocken wollen würde und die Cattery wieder für "gesund" erklärt wurde! Und zwar genau weil diese Leute offen damit umgegangen sind und ich auch der Meinung bin, daß man sich gegenseitig unterstützen und helfen sollte! Es wäre schön wenn mehr Leute offen mit solchen Themen umgehen würden, denn nur so können wir lernen Krankheiten zu bekämpfen! Jeden von uns können Krankheiten (nicht nur ansteckende, sondern auch z.B. erbliche) erwischen, auch wenn wir reine Wohnungstiere haben und auch wenn sie geimpft sind und und und!
Egal ob es Flöhe sind, ansteckende Krankheiten wie die von dir genannte FIP sein sollten, oder nichtansteckend aber evtl. vererbbar wie Schielen, Knickschwanz, Polydaktylie, Kryptorchismus, PKD oder sonstwas... wir sollten immer miteinander reden! Manchen dieser Krankheiten sind allerdings auch nicht immer ansteckend oder vererbbar, es gibt auch immer erworbene/ nicht ansteckende Formen! Das muß sorgfältig geprüft werden, vorschnelle Aktionen können da auch fehl am Platz sein. Ein Tier ist vielleicht einmal auch unnötig aus der Zucht genommen, kastriert oder eingeschläfert...
Zum Schluß denke ich, möchte ich trotzdem vielleicht auch die Züchter die nicht gleich rumposaunen wenn sich sich was "eingefangen" haben aber auch ein wenig in Schutz nehmen. Ein wenig kann ich sie schon verstehen, wenn sie soetwas nicht an die große Glocke hängen, was aber nicht heißt, daß sie nicht trotzallem offen damit umgehen sollten, sprich Kaufinteressenten und Züchterkollegen mit denen sie zusammenarbeiten sofort, aktuell und bei Interessenten vorab darüber informieren!
Ich werde mich weiterhin mit Züchterkollegen und meinen TÄ austauschen, bei allem, sollten es Fragen, Unklarheiten, Krankheiten oder was auch immer meine oder befreundete Catterys betreffend sein!
Ich hatte z.B. einen Fall von evtl. Knickschwanz, über den ich mich offen mit Züchterkollegen und unseren TÄ ausgetauscht habe! Die Katze ist sowieso als Liebhabertierverkauft worden, Elterntiere sind inzwischen lange kastriert und hatten aber beide sonst nie Kitten mit diesem Problem! Wir gingen nach entsprechender Begutachtung und Beratung (und sogar Rückverpaarung um es auszuschließen!) davon aus, daß es erworben, sprich ein Bruch war, warscheinlich während der Geburt passiert. Denn der Knick lag auch an einer für Knickschwanz untypischen Stelle und wir hatten dem Kätzchen bei der Geburt helfen müssen (rausziehen).
Offen genug?!
MyTho ist offline  
Alt 23.08.2009, 15:28   #7
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

@mytho: es sollte nicht böse klingen, aber mir ist bei der katzensuche viel lästerei aufgefallen wie z.B. "da würde ich nicht kaufen die hat vor einem jahr fip tiere gehabt usw." und du glaubst nicht wie viele solche aussagen ich mir angehört habe. ich verstehe das man es nicht an die große glocke hängen will, aber vertuschen ist dann doch schon ein nevau für sich! was ich auch schlimm finde ist das andere züchter dann gegen solche, die ehrlich sind, versuchen aufzuhätzen. ich finde in vielen deutschen catterys (nicht in allen, aber in deutschland mehr als in anderen ländern) sollte mehr ehrlichkeit, weniger konkurenzkampf und mehr hilfsbereitschaft herrschen!
hannoverin ist offline  
Alt 23.08.2009, 18:18   #8
 
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AW: Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht

Oh nein, nicht doch, das hat nicht böse von dir gekungen! Ich kann dich gut verstehen. Wollte dir nur zeigen, daß es auch die gibt, die offen sind!
MyTho ist offline  
Alt 23.08.2009, 19:38   #9
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ok
hatte schon angst das es von mir falsch rüber kam, ich lege nämlich auch wert auf seriöse züchter, auch wenn man ein bissel mehr ausgibt und ich habe ja meine perfekte züchterin gefunden , aber ich finde es auch toll wie einige menschen sich für wilde/ katzen einsetzen.
deine ehrlichkeit finde ich toll und einige züchter könnten sich von dir eine scheibe abschneiden.
hannoverin ist offline  
Alt 24.08.2009, 11:25   #10
 
 
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Ähm... eigentlich vermisse ich noch Antwort auf meine Fragen. Vielleicht sollte ich es an dieser Stelle noch mal wiederholen. Ich möchte es mal so ausdrücken... ich habe bei vielen Züchtern den Eindruck, das sie Verantwortung nur in Zusammenhang mit züchterischen Grundsatzfragen verstehen und die meisten Punkte, betreffs der Katzenhaltung wenig bis kaum Beachtung finden. Ganz im Gegenteil... man kann bei vielen Züchtern immer wieder lesen, das sie ausschliesslich Katzen in Wohnungshaltung abgeben. Meiner Meinung tut sich da doch ein Konflikt auf. Wobei ich nicht generell gegen jegliche Wohnungshaltung bin. Nur kann es wohl kaum die alleinige Zukunft der Katzen sein.
aLuckyGuy ist offline  
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