Danke für den Link.
Ich habe jetzt mal den Anfang gelesen.
Nochmal - es geht hier nicht darum, neue Rassen zu erschaffen durch Einkreuzung, sondern bestehende Rassen gesünder zu bekommen. Dafür kann ich natürlich auch nicht Hinz und Kunz miteinander verpaaren.
Ich versuche das Problem nochmal konkreter zu fassen.
In der Hundezucht sind Farbschläge wie Silver, Cinnamon etc. in, die durch ein Dilute-Gen erzeugt werden (sehr vereinfacht erklärt). Diese tragen aber auch das Risiko zu Hauterkrankungen mit sich. Analog die getupften Ohren der Dalmatiner und das erhöhte Risiko für Taubheit. Man nimmt also gesundheitliche Einschränkungen in Kauf, um irgendeine erwünschte Optik oder einen Rassestandard zu erzielen.
Könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass es sowas in der Rassekatzenzucht nicht gibt? Wenn man jetzt die Wahl zwischen einer nicht so typvollen, aber gesunden Katze und einer, die dem Rassestandard 1:1 entspricht (und deren Nachkommen gute Einnahmen versprechen), nur halt das Risiko von Defekt XY hat - welche Katze wird im Durchschnitt eher in die Zucht genommen?
(Natürlich haben auch die Käufer daran einen Anteil - wo kein Markt, da keine oder nicht so viel Nachzuchten).
Wenn du @saurier sagst, dass auch gute Gene sich doppelt können - müsste man dann nicht zusehen diese guten Gene weiter zu verteilen, auch wenn man evtl. bei der Optik Abstriche machen müsste?
Ich begreife halt tatsächlich auch nicht, wie man nicht sehen kann, dass geschlossene Zuchtbücher Mist sind und man nicht ewig im eigenen Saft züchten sollte, weil damit die genetische Vielfalt ärmer wird. Für mich klingt es total logisch, dass gezieltes (!) Outcrossing absolut Sinn macht.
Wenn ich immer weiter mit einem kleinen begrenzten Genpool züchte, inwieweit macht das die Sache besser? Ich begreife es wirklich nicht .....