Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma?

Diskutiere Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Das unterschreibe ich, trotzdem sind Katzen- und Hundezucht nicht einfach so zu vergleichen. Ich habe da lange mit einigen, speziell mit einer...
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #81
Und ich stelle ernsthaft die Frage wieviele Vereinszüchter so akribisch testen und wirklich so viel Ahnung von Genetik haben wie sie müssten.
Das wird meinem Eindruck nach doch total unzureichend kontrolliert.

Was für mich die Gruppe der wirklich seriösen Züchter eher zu einer recht kleinen Gruppe werden lässt.
Das unterschreibe ich, trotzdem sind Katzen- und Hundezucht nicht einfach so zu vergleichen.

Ich habe da lange mit einigen, speziell mit einer Züchterin, die nach 40 Jahren Katzenzucht und mit einem enormen WIssen nun aus Altersgründen die Zucht eingestellt hat, gesprochen, weil sie sich in beiden Bereichen sehr gut auskannte, da sie auch in Hundezuchtkreisen unterwegs war und (ich meine) Zuchtrüden hatte.
Die Organisation und Struktur bei Hunden ist eine ganz andere und in vielen Bereich durchaus schärfer, trotzdem aber leider eben auch nicht immer am Wohl des Tieres orientiert.

Ich finde, das kann man zurecht kritisieren, aber grundsätzlich Zucht zu verteufeln und wahllose Verpaarungen von Mixen zu propagieren, halte ich für sehr blauäugig.

Muss leider wieder los, vielleicht schaffe ich es heute Abend noch mal.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma?

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  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #82
Und ich stelle ernsthaft die Frage wieviele Vereinszüchter so akribisch testen und wirklich so viel Ahnung von Genetik haben wie sie müssten.
Das wird meinem Eindruck nach doch total unzureichend kontrolliert.

Was für mich die Gruppe der wirklich seriösen Züchter eher zu einer recht kleinen Gruppe werden lässt.
Die Züchter sind doch in Vereinen und diese dann in Dachverbänden organisiert.
Es wird ja immer als zwingend notwendig propagiert, dass man nur vom Vereinszüchter kaufen soll, weil da bekommt man ja auch die Stammbäume.
Dann schaue man doch mal bitte, wie viele Qualzuchtrassen und tierschutzrechtlich bedenkliche Rassen dort gelistet sind.
Die höchste Quote mit 39 tierschutzwidrigen Rassen von insgesamt 92 Rassen, wobei langhaarige und kurzhaarige Variationen als eigene Rassen gelistet sind, finden sich in der deutschen WCF (tand 2021).
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #83
..
Ich finde, das kann man zurecht kritisieren, aber grundsätzlich Zucht zu verteufeln und wahllose Verpaarungen von Mixen zu propagieren, halte ich für sehr blauäugig.
...
Wer propagiert denn das?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #84
Von den Hunderassen begeistern mich diese



Wenn ich einen Hund hätte wäre das so einer und sonst kein anderer.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #85
[...] Es wird ja immer als zwingend notwendig propagiert, dass man nur vom Vereinszüchter kaufen soll, weil da bekommt man ja auch die Stammbäume. [...]
Dann solltest du aber genauer lesen. Es wird dazu geraten, einen SERIÖSEN Vereinszüchter zu suchen und sich voralb mit der Probelmatik intensiv auseinanderzusetzen.

Dass die Tiere Stammbäume haben, ist die niederste GRUNDlage. Danach muss man noch schauen, was "on top" kommt - und da muss einiges kommn, so dass es ein seriöser Züchter ist.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #87
wahllose Verpaarungen von Mixen zu propagieren,
Stimmt. Wahllose Verpaarungen sollte man wirklich nicht propagieren. Das schrieb ich ja schon. Habe aber auch nicht den Eindruck, dass das hier der Fall ist. Im Podcast wäre es vielleicht gut gewesen, das noch mal differenzierter zu betrachten, aber vielleicht sind sie einfach davon ausgegangen, dass man solche Einkreuzungen eben auch mit Bedacht und Testen vornimmt. (?) Für mich war das zumindest logisch, und ich bin nun wirklich keine Expertin auf dem Gebiet.

Mich interessieren die Unterschiede zwischen Hunde- und Katzenzucht aber wirklich. Ich verstehe es so, dass sich das in erster Linie auf die Strukturen und die Organisation bezieht?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #88
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #89
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #90
Und ich stelle ernsthaft die Frage wieviele Vereinszüchter so akribisch testen und wirklich so viel Ahnung von Genetik haben wie sie müssten.
Die Frage ist berechtigt und ich stelle sie mir auch.
Oh man der Geisterfahrer sind die die Äpfel mit Bitnen vergleichen.
Ist das Deutsch oder kann das weg?
Grauenvoll und dem Mitleser gegenüber extrem unhöflich wenn jeder dritte Post ein semantisches Desaster ist! Man kann sein Geschreibsel überprüfen, ehe man es abschickt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #91
Mich interessieren die Unterschiede zwischen Hunde- und Katzenzucht aber wirklich. Ich verstehe es so, dass sich das in erster Linie auf die Strukturen und die Organisation bezieht?
So verstehe ich das auch. Unterschiedliche Naturgesetze gibt es ja nicht.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #92
Man kann sein Geschreibsel überprüfen, ehe man es abschickt.
Ich gebe dir einen Tipp: lese diese Posts einfach nicht! 🧐
Deine Formulierung deines Geschreibsels finde ich unterste Schublade!
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #93
Hast Du es nicht verstanden?Ich KANN sie nicht lesen..
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #95
Habe den Thread, den ich im Kof hatte, gefunden, weiß aber nicht mehr, ob es wirklich der war, den ich meinte, weil ich gerade keine Zeit habe, noch mal querzulesen:

 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #96
Danke für den Link.

Ich habe jetzt mal den Anfang gelesen.

Nochmal - es geht hier nicht darum, neue Rassen zu erschaffen durch Einkreuzung, sondern bestehende Rassen gesünder zu bekommen. Dafür kann ich natürlich auch nicht Hinz und Kunz miteinander verpaaren.

Ich versuche das Problem nochmal konkreter zu fassen.
In der Hundezucht sind Farbschläge wie Silver, Cinnamon etc. in, die durch ein Dilute-Gen erzeugt werden (sehr vereinfacht erklärt). Diese tragen aber auch das Risiko zu Hauterkrankungen mit sich. Analog die getupften Ohren der Dalmatiner und das erhöhte Risiko für Taubheit. Man nimmt also gesundheitliche Einschränkungen in Kauf, um irgendeine erwünschte Optik oder einen Rassestandard zu erzielen.

Könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass es sowas in der Rassekatzenzucht nicht gibt? Wenn man jetzt die Wahl zwischen einer nicht so typvollen, aber gesunden Katze und einer, die dem Rassestandard 1:1 entspricht (und deren Nachkommen gute Einnahmen versprechen), nur halt das Risiko von Defekt XY hat - welche Katze wird im Durchschnitt eher in die Zucht genommen?
(Natürlich haben auch die Käufer daran einen Anteil - wo kein Markt, da keine oder nicht so viel Nachzuchten).

Wenn du @saurier sagst, dass auch gute Gene sich doppelt können - müsste man dann nicht zusehen diese guten Gene weiter zu verteilen, auch wenn man evtl. bei der Optik Abstriche machen müsste?

Ich begreife halt tatsächlich auch nicht, wie man nicht sehen kann, dass geschlossene Zuchtbücher Mist sind und man nicht ewig im eigenen Saft züchten sollte, weil damit die genetische Vielfalt ärmer wird. Für mich klingt es total logisch, dass gezieltes (!) Outcrossing absolut Sinn macht.
Wenn ich immer weiter mit einem kleinen begrenzten Genpool züchte, inwieweit macht das die Sache besser? Ich begreife es wirklich nicht .....
 
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  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #97
Achso, dass die Umsetzung schwierig wird, weil man erstmal genug gesunde Tiere zum Einkreuzen finden muss, ist mir auch klar.

Auch bei Bauernhofkatzen gibt es Inzucht und Streunerpopulationen sind auch nicht per se gesünder. Jetzt einige Generationen zu warten, bis sich die genetisch robustesten Tiere durchgesetzt haben und diese dann einzukreuzen, ist halt auch keine Option.

Die Frage ist - wie kriegt man Tiere hin, die gesund sind und bestimmten optischen Vorlieben entsprechen? Und worauf sollte der Fokus liegen?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #98
Die Diskussion hier ist an vielen Stellen interessant, vieles wiederholt sich inhaltlich, was schon bei anderen Threads zum Thema Zucht / Vermehren geschrieben wurde und wie immer ist es ein Thema, das polarisiert.

Ich bitte hier erneut darum, dass trotzdem der Tonfall sachlich bleibt und dass persönliche Angriffe und abwertende Kommentare unterbleiben sollen.

Denkt vielleicht auch mal daran, dass morgen Heilig Abend ist, dass man vielleicht doch etwas freundlicher miteinander umgehen könnte und dass auch wir Moderatoren so kurz vor Weihnachten eigentlich besseres zu tun haben, als Beitragsmeldungen zu bearbeiten oder Beiträge zu überarbeiten. Verwarnen würden wir die User nur sehr ungern so kurz vor Weihnachten…
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #99
Das Problem in der Hundezucht scheint ja zu sein, dass einige Züchter und Zuchtvereine sehr verbohrt an ihren Rassestandards festhalten wollen (egal wie krank gezüchtet die Tiere dadurch sind) und keine Einkreuzungen zur Auffrischung und Gesundung des Genpools zulassen wollen.

Ist das in der Katzenzucht auch so? Oder ist man da etwas offener?

Oder anders gefragt: Was macht man in der Katzenzucht anders, damit es nicht zu so einer Situation wie bei der Hundezucht kommt?

Das sind ernst gemeinte Fragen. Denn ich fände es sehr schön, wenn man nicht in diese Situation käme.
 
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  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #100
In der Natur gibt es keine Rassen.
Sind Waldkatzen, Heilige Birma, Türkisch Van, Ägypt Mau, und ich meine noch ein paar andere Rassen nicht durch natürliche Selektion entstanden?

Ich habe mir aus Zeitgründen weder den Podcast, noch die Links zur Genüge geführt.
Ich sehe jedoch einen riesigen Unterschied bei der Hunde- und der Katzenzucht. Nicht domestizierte Hunde, wären immer noch Wölfe, die weltweit tatsächlich sehr ähnlich aussehen. Katzen haben sich auf der Welt von selbst unterschiedlich entwickelt.
Damit möchte ich selbstverständlich nicht abstreiten das der Mensch mit der Zuch eingegriffen hat.
 
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