Zu Euren Aussagen zum Thema "Therapie"...
Ich kenne einige "vorbelastete" Personen, die sowohl stationär als auch ambulant behandelt worden sind oder werden.
Und es ist NICHT schlimm, wenn man stationär behandelt wird. Es gibt immer zwei verschiedene Arten des stationären Aufenthaltes. Zum einen den geschlossenen, den, den ihr als "lustige/komische Leute" tituliert (was ich an und für sich schon schlimm genug finde) und zum anderen den offenen Aufenthalt.
Ich kann leider nur berichten, wie der "offene" ist - Menschen, die nicht mehr in der Lage sind sich dem normalen Lebensaltag zu stellen oder die nicht einmal mehr einkaufen gehen können oder überhaupt vor die Tür gehen können, haben hier die Möglichkeit sich zurück zu ziehen. Die am häufigsten auftretende Krankheitsursache sind generalisierte Angststörungen und Panikattacken. Viele Menschen lassen sich auch selbst einweisen, denn dort wird man bei Bedarf rund um die Uhr psychologisch betreut. Und auch mit Einzel-Therapie & Gruppen-Therapie wird gearbeitet.
Ein Mensch, der wirklich krank ist KANN NICHT von Freunden oder Familie behandelt werden. Das braucht wirklich professioneller Beratung, zumindest auf lange Sicht gesehen. Ein Freund, oder ein Familienmitglied, dass nicht professionell ausgebildet ist, kann dem Betroffenen nur punktuell helfen.
Ambulante Therapie ist nichts anderes, als periodisch einen Psychologen oder Therapeuten zu besuchen. Gut für die Patienten, die ihren gewohnten Alltag (wie z.B. Arbeiten gehen, Einkaufen, etc.) auf die Reihe bekommen.
Es gibt allerdings auch eine 3. Variante:
eine Kur - die geht über sechs wochen und verläuft ähnlich wie ein stationärer Aufenthalt.
Ich finde nichts schlimmes daran, dass man einen Menschen, der unter suizidgedanken leidet oder sogar schon einen Versuch hinter sich hat ambulant einzuweisen. Denn er bekommt dort die Aufmerksamkeit und Hoffnung, die er braucht. Angstpatienten und Suizidgefährdete Patienten werden dort ganz besondern nett und fürsorglich behandelt.