wenn ich Gelder an den Tierschutz (speziell hier den Katzenschutz) spende, egal, welches Projekt, dann geht es IMMER um die Katzen! Und daneben darf es auch um meine persönlichen Ansichten gehen, also um meine Prinzipien. Das ist keineswegs verwerflich, denn das Geld ist nicht verschwendet, wenn es nach D und nicht nach Spanien fließt. Unsere Katzen leben auch nicht in Saus und Braus, vielen deutschen Projekten steht ebenfalls das Wasser bis zum Hals! Das heißt nicht, dass ich das Elend der Katzen in anderen Ländern nicht sehe. Aber ich kann nicht überall helfen und es macht auch rein ökonomisch überhaupt keinen Sinn, wenn ich meinen bescheidenen Beitrag aufsplitte, sodass bei vielen Projekten nur wenig ankommt.
Und daneben, um mal ganz offen zu sein, geht mir die Art und Weise auf den Wecker, wie hier mit den Gefühlen der Leute gespielt wird, um sie in ihrer freien Entscheidung zu beeinflussen. Ja, sicher, tut ihr nicht^^. Aber andere Orgas brauchen ebenfalls dringend Spenden, nutzen dieses Mittel allerdings nicht für sich. Die haben sinnvollere Wege und Kanäle gefunden als diesen. Menschen aufmerksam zu machen, funktioniert auf mehrere Art und Weisen. Es geht nicht um Prinzipien und Ideologien? Aber es geht auch nicht um Wettbewerb sondern immer noch um die Katzen, ob nun hier oder in Spanien oder in Griechenland oder sonstwo! Es sollte sachlich informiert werden, nicht plakativ und emotional.
Gine, ich danke Dir für diesen Beitrag.
Als Katzenneuling habe ich mich in letzter Zeit viel in die Thematik eingelesen um mir eine Meinung zu bilden.
Und ich muss auch sagen, ich habe ein Problem mit diesen Bildern. Nein, ich verschließe die Augen sicher nicht vor all dem Leid, das es auch außerhalb Deutschlands gibt. Natürlich sollten bei jeder Hilfe auch die Opfer im Mittelpunkt stehen.
Allerdings halte ich Mitleid nicht für ein geeignetes Standbein dafür. Durch das Posten der Bilder entsteht ein emotionaler Druck, der den Menschen, die die Bilder sehen, den freien Willen entzieht und ihnen unmöglich macht sich unvoreingenommen mit dem Leid auseinanderzusetzen und dadurch eine Entscheidung zu treffen, wohin sie gerne spenden wollen und wo sie ihre Hilfe platzieren wollen.
Für mich steht eine sachliche Aufklärung, die durch Argumente funktioniert wesentlich höher als, entschuldigt die deutlichen Worte, billige Stimmungsmache durch schreckliche Bilder.
Um Leid zu verstehen und Mitgefühl zu zeigen, braucht es keine Schockmomente. Denn wenn ich nur aufgrund des schockierenden Eindrucks helfen möchte, wird diese Hilfe kaum von Bestand sein.
Vorallem stellt sich mir auch die Frage, welche Ideologie dahinter steht, dass ich diese mit Mitleid stützen muss?
Denn auch wenn hier geschrieben wurde, es ginge nicht um eine Idologie und nicht um Prinzipien, kann ich das nicht recht glauben. Hinter jeder Tat steht eine Vorstellung vom Ziel derer.
Und ich hoffe doch nicht, dass das Ziel ist Menschen durch Schockmomente zu instrumentalisieren.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich dann einen Sinn in meiner Hilfe sehe, wenn ich sehe, dass sich eine Situation verbessern kann.
Und eben diesen Sinn habe ich im deutschen Katzenschutz gefunden. Mich sprechen Bilder von Katzen, denen geholfen wurde, die auf dem Weg der Besserung sind, wesentlich mehr an.
Immerhin geht es dabei ja auch um die Vermittlung der Katzen.
Und ein glückliches Kätzchen, das durch meine Hilfe gesundheitlich auf den Damm gebracht wurde, wo wirtschaftlich sinnvoll gearbeitet wurde, und dann auch sinnbringend vermittelt wurde, sensibilisiert mich wesentlich mehr für das zu bekämpfende Leid als der Anblick einer aussichtslosen Situation, in der Hilfe anonym im Abseits stattfindet.
Ich würde mir wünschen, dass Argumente in Form erbrachter Hilfe mehr in den Mittelpunkt rücken würden in diesem Fall.