Da kann ich mich Suba nur anschließen: WOW!
Ich glaube, die Tierärztin hätte mich zum letzten Mal gesehen.
Es ist doch furchtbar, wenn sie derartige Fehlinformationen von sich gibt. Und damit auch noch das Leben der Katze riskiert.
Bei Katzen, die nicht vollständig gesund sind, sollte man auf eine Impfung lieber verzichten. Alles andere ist fahrlässig und kann das Leben der Katze gefährden.
Zumal deine Katze bereits diverse Impfungen erhalten hat und bis zum Lebensende geschützt ist.
Normalerweise reicht nämlich die sogenannten "Grundimmunisation" im Kittenalter. Allein dieser Begriff ist schon Augenwischerei.
Eine Grundimmunisation braucht man dann, wenn gegen etwas geimpft wird, was in regelmäßigen Abständen wieder aufgefrischt werden muss. Tetanusimpfungen zum Beispiel.
Aber das ist bei Impfungen gegen Katzenseuche gar nicht nötig. Hat ein Tier die Katzenseucheerkrankung überlebt, ist es den Rest seines Lebens dagegen immun. Den gleichen Effekt hat auch die Impfung.
Bei Katzenschnupfen gilt dies ebenfalls, nur ist hier das Problem, dass die Erreger des Katzenschnupfen schnell mutieren. Insofern ist selbst mit einer Impfung nie ein 100%iger Schutz gegeben.
Man muss bei dem Impfstoff darauf achten, wann die Impfstoffe vom Hersteller auf die neuen Viren angepasst worden sind. Meist ist das lange her, so dass dann auch die jährliche Nachimpfung absolut keinen Sinn macht, denn gegen die gleichen Viren ist in der Regel schon vor einem Jahr geimpft worden.
Dann die Impfung gegen Tollwut. Immerhin gibt es inzwischen gegen die Tollwut auch Impfungen mit Lebendimpfstoffen. Denn das Problem bei den Totimpfstoffen ist, dass dort Adjuvantien hinzu gesetzt werden, die in dem Verdacht stehen, Impfsarkome zu verursachen an denen eine Katze mit 100%iger Sicherheit verstirbt.
Dabei ist eine Tollwutimpfung gar nicht nötig.
Deutschland gilt 2008 frei von terrestrischer Tollwut. Die aufgefundenen Fälle von Fledermaustollwut erreichten in den vergangenen Jahren nicht einmal 10 Fälle. Wobei das nicht einmal bedeutet, dass damit ein Mensch oder anderes Tier als die Fledermaus infiziert wurde.
Da in Osteurpoa die Tollwut noch existiert, kann es natürlich sein, dass ein tollwütiger Fuchs die Grenzen überquert. Oder auch ein mit Tollwut infizierter Hund eingeschmuggelt wird.
Und natürlich gibt es ein Problem, wenn die Tollwut in ungeschützten Populationen um sich greift.
Da du in München wohnst, halte ich das Risiko mit Tollwut in Berührung zu kommen doch eher für klein.
Was man bei dem Thema Impfungen auch nicht vergessen darf: Lebendimpfungen sind zwar für die Tiere meistens besser verträglich. Aber es gibt auch die Möglichkeit des Impfdurchbruchs. D.h. dass das Tier aufgrund der Impfung erkrankt. Wobei das eher für Kitten wahrscheinlich ist als für bereits vorher geimpfte Tiere. Auch allergische Schocks auf eine Impfung sind nicht ungewöhnlich.
Eine Impfung ist daher auch immer ein Risiko. Und es gilt daher: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.