Na gut,
ein Liebhaber profitiert nicht davon das der Züchter besonders viel Liebe, Zeit, Arbeit und Herzblut in die Zucht steckt. ;-)
.. Doch - davon profitieren alle - aber darum geht es nicht. Einem Liebhaber ist mal wurscht egal, ob ein Tier z.B. eine bestimmte rezessive Erbanlage trägt, weil er sie nie zu sehen bekommt. Der Züchter wird diese aber genau diese für seine Zucht nutzen.
Natürlich ist es absolut lächerlich, wenn ein Anfänger-Züchter der gerade mal seinen B oder C Wurf hat, Aufpreise für seine "züchterische" Arbeit verlangt. Aber Idioten gibt es immer ;-)
Ein Käufer der evtl. züchten will kann aber auch nicht profitieren, weil eine Zucht nicht profitable ist. ;-)
Hier verstehst du wohl nicht, was für einen Züchter "profitieren" heißt. Ich profitiere von Zuchtarbeit eines anderen Züchters, wenn ich von ihm ein Top Tier bekomme, das mich in meiner Zucht weiterbringt. Und zwar nicht im Sinne von "ich mache Geld damit" - sondern komme meinen eigenen Zuchtzielen näher.
An einer Stelle schriebst du.
... die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen (HCM, PKD) werden doch sowieso auf den Preis aufgeschlagen.
Da irrst du dich gewaltig. Ich kann es jetzt nur am Beispiel der Briten aufzeigen, weil ich mich da auskenne. Meine Tiere sind inzwischen über mehrere Generationen
HCM geschallt (nicht nur einmalig, sondern regelmäßig, inklusiv der Kastraten, die nicht mehr bei mir leben). Meine Kittenpreise unterschieden sich jetzt aber nicht wirklich von denen der Züchter, die nicht mal wissen wie
HCM-Schall geschrieben wird. Du kannst ja gerne mal in den einschlägigen Anzeigen Portalen schauen ... da kosten Kitten von ungeschallten Elterntieren das gleiche.
Vielleicht eine abschließende Sache zum Zuchtpreis:
Wenn du irgendwo ein Tier für deine Zucht kaufen möchtest ... wird der Züchter einen Preis für das Tier nennen. Und die einzige Frage, die du dir dann stellen musst ist:
"Ist mir dieses Tier diesen Preis wert?" - aber ganz bestimmt nicht, "was würde das gleiche Tier für einen Liebhaber kosten??" - Das ist einfach der falsche Ansatz.
So - und dabei muss dir in der Regel bewusst sein, dass du das komplette Risiko trägst - auch für den Fall, dass die Katze nicht aufnimmt, der Kater nicht deckt - oder sich eben noch vollkommen anders entwickelt als gedacht. Und in der Regel wirst du keinen Cent zurück bekommen.
Grüße,
Nic
(die gestern leide Zeit hatte, an der Diskussion teilzunehmen, aber ihren Senf trotzdem noch dazu geben wollte)